Kind angeschrien und weggestellt

Ich bin über mein Verhalten selbst erschrocken und heule nun seit mehreren Stunden. Ich weis nicht wie mir das passieren konnte und ich habe Angst nun die Beziehung zwischen meiner Tochter und mir kaputt gemacht zu haben 😔
Die kleine hat seit geringer Zeit eine starke Mama Phase - wirklich extrem ! Schlafen will sie derzeit auch nicht wirklich. Der Papa ist unter der Woche morgens bis abends arbeiten und an Wochenenden hattet eig immer alles übernommen aber Mausi will das nicht mehr. Es geht nur noch egal was mit mir. Nun ist mir heute der Kragen geplatzt da sie seit gestern 7/24 am nörgeln ist, die Nacht Katastrophe um 6 Uhr war die Nacht sowieso zu Ende. Sie wollte schlafen vormittags war tot müde aber hat einfach nicht in den Schlaf gefunden. Wir sind bestimmt knapp 2 Stunden mal ins Bett dann wieder runter dann Gelesen usw usw irgendwann hab ich nur noch rot gesehen und geschrien geh jetzt zu deinem Papa lass mich 😔 sie hat bitterlich geweint und klammerte an meinem Bein und ich habe sie hochgezogen und auf den Boden gesetzt und ihr gesagt, dass ich sie grad nicht möchte 😭 sie hat bitterlich geweint 😭😭 sie ist etwas über 2 Jahre alt erst 😔
Der Papa kam dann ganz schnell und hat sie getröstet, sie hat aber noch Mama Mama geschrien 😔 mir ist noch nie so etwas passiert und schäme mich so sehr für mein Verhalten. Am liebsten würde ich die Zeit zurück drehen 😔
Was soll ich nun machen bzw wie mit ihr umgehen das sie weis das ich immer da bin.. habe so Angst das die Bindung zwischen uns nun schlimmer wird da ich eh schon befürchte das so etwas ist.. weil sie ein recht unzufriedenes Kind ist und sehr ängstlich ist. Sie hängt total an mir 😔

Bearbeitet von So traurig
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Das einzige, was du hier enttäuscht hast, ist deine eigene Erwartungshaltung. Deine Bindung zu ihr wird sich um 0 Komma nix geändert haben. Sie wird sich nichtmal an den Vorfall erinnern, wenn sie größer ist. Was sich aber dringend ändern muss sind die Verantwortlichkeiten für euer Kind. Denn auch du brauchst Entlastung und Pausen. Deswegen sucht euch Unterstützung und gewöhnt die kleine daran. Behutsam aber konsequent. Du kannst nur für deine Tochter da sein, wenn du selbst glücklich und ausgeglichen bist. Thema Selfcare! Daher rede mit deinem Partner und vielleicht auch mit anderen Familienmitgliedern. Ich glaube der Vorfall nimmt dich deshalb so mit, weil du grundsätzlich unentspannt, überfordert und einfach geschafft bist.

Bearbeitet von Lesezeichen
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Sie war bis vor kurzem auch ein Kind welches gern beim pap war. Die beiden haben Wochen enden meist zusammen verbracht und ich war einkaufen Erledigungen etc. Aber seit ca 2 Monaten geht das nicht mehr weil sie schon schreit und brüllt wenn ich in ein anderes Zimmer gehe.
Meinst du sollte ich einfach wieder raus und sie wird’s sich beim Papa wohlfühlen

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Nicht einfach wieder raus. Dinge zu dritt. Wenn etwas ist soll Papa direkt übernehmen. Du bist anwesend, greifst aber nicht ein. Behutsam aber konsequent. Irgendwann dann wieder Ausflüge ohne dich.

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Ganz ehrlich, ist mir auch schon passiert. Fand ich danach auch ganz furchtbar. Kind hat sich erst heulend an meine Beine geklammert und ist dann weinend zur Schwester gerast, die Kind dann genommen hat.

Ja, echt blöd gelaufen. Aber passiert.

Und ganz ehrlich, die Bindung wird nicht leiden, wenn sowas MAL passiert. Dafür gibt es genug andere Dinge, die die Bindung festigen. Ich habe mich danach beim Kind entschuldigt und erklärt, wieso ich gerade so laut wurde. Klar, mag nicht ganz verständlich sein fürs Kind, aber ich fand das wichtig.

Ansonsten versuche ich es mit dem berühmten "erstmal tief Luft holen und innerlich bis 3 zählen". Ist natürlich nicht einfach, wenn man eh schon so am Limit ist.

Vielleicht hilft es bei Euch, wenn Du einfach am Wochenende nicht greifbar bist? Bei uns klappt es dann eigentlich auch in Mama-Phasen ganz gut mit dem Papa.

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Danke 😔 meinst du wirklich das ich bei ihr keine schaden damit angerichtet haben könnte?
Es tut mir so furchtbar leid einfach.

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Ich empfehle, Grenzen zu setzen und liebevoll und konsequent einzuhalten. Wenn du dich so verausgabst, dass du sie am Ende anschreist, hat sie nichts gewonnen. Das Kind will nicht zum Papa würde ich gepflegt ignorieren. Der Papa ist da, hat sie auch lieb, alles ist in Ordnung. Bestimmt protestiert sie - weil sie mit zwei eben schon ihren eigenen Kopf hat und gewöhnt ist, die meiste Zeit mit dir zusammen zu sein. Klar, dass sie das will und klar, dass sie versucht, das mit den Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, durchzusetzen.
Deine Bindung wird davon, dass du sie konsequent dem Papa übergibst, nicht leiden, die zum Papa gestärkt werden. Sie wird sehr bald (wieder) merken, dass es mit euch beiden gut ist.

Wenn Dünen schlechtes Gewissen haben willst, dann am ehesten gegenüber dir selbst, weil du so Raubbau mitbewirkt betreibst. Und vielleicht noch dem Papa gegenüber, weil er so gar keine Chance hat, an sie ranzukommen. Das Kind genießt euer beider Fürsorge, das braucht kein schlechtes Gewissen.

Sprich mit deinem Mann, überlegt euch, wie ihr das umsetzt und lass die beiden wieder mehr alleine. Sie werden schon gut klar kommen und du kannst mal Luft holen. Der Vorfall zeigt dir, dass du das dringend nötig hast.

Alles Gute für euch
:)

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Danke für deine Tipps 🙏🏽 du weißt nicht nicht wie sehr du mir damit geholfen hast ♥️

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Das freut mich sehr. :)

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Ich glaube sowas oder sowas ähnliches passiert jedem Mall! Ich bin alleinerziehend mit 2 kleinen Kindern (1,5 und 4 Jahre) und habe niemanden, der sie mir mal abnimmt - leider nicht mal am Wochenende. Wenn die Kleine durchgehend quengelt weil sie Hunger hat und das Essen nicht schnell genug kommt und gleichzeitig die Große aber andauernd möchte dass ich mit ihr Lego spiele und sich teilweise in der Küche dann sogar in den Weg stellt und ich somit nicht an den Teller für die Kleine komme, dann reißt mir auch der Geduldsfaden und ja, ich habe meiner Großen dann auch schon etwas lauter gesagt, dass ich jetzt gerade nicht spielen kann und sie den Weg freimachen soll!
Und wenn ich die Kinder morgens für die Kita fertig mache und dann weiter zu Arbeit muss und meine Große hat sich auch nach der 20sten Aufforderung noch NICHT nicht Schuhe angezogen, zeitlich wird es für mich dann irgendwann auch eng und sie turnt aber nur rum und zögert es alles ewig raus, dann verliere ich auch schon mal die Nerven und habe sie angeschrien. Was soll ich denn tun, wenn sie einfach nicht hört??? Den ganzen Tag zu Hause bleiben ist keine Option und es ihr ruhig erklären bringt ja nichts (wurde ja anfangs schon ausgiebig probiert).

Ich kann dir aber sagen, dass deshalb nicht die Bindung zu deinem Kind beeinflusst wird. Meine Große kommt dennoch mit ihren Sorgen und Nöten zu mir, kuschelt gerne mit mir und möchte immer etwas mit mir unternehmen und man merkt auch bei Besuch von Oma und Opa deutlich, dass ich ihre Nr. 1 bin ;-) Kinder in dem Alter verstehen unseren Erwachsenen-Alltag halt noch nicht. Ich bin kein Fan von der Schreierei, aber ich muss sagen, dass manchmal auch einfach nichts anderes übrig bleibt - wenn ein Kind partout nicht hört und folgen will, dann bleibt manchmal leider nichts anderes.

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Zuerst: Es wird weder deinem Kind noch eurer Bindung schaden, wenn du mal die Nerven verlierst. Wir sind alle nur Menschen. Eine soide Bindung haelt sowas problemlos aus.

Uebrigens war es bei mir so, dass ich eigentlich immer dann explodiert bin und meinen Sohn unfair behandelt habe, wenn ich vorher bereits ueber einen laengeren Zeitraum meine eigenen Beduerfnisse total ignoriert hatte. Die beste Vorsorge, damit sowas moeglichst selten passiert, ist, bereits im Vorfeld Verantwortung abzugeben. Ein zweijaehriges Kind kann lernen, dass auch Mama persoenliche Grenzen hat.

Ich wuerde also versuchen, den Papa mehr einzubinden, damit du ein bisschen mehr Luft zum Durchatmen hast, auch wenn Kind das im Moment gerade total doof findet.

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Alles ist gut. Sie hat eine etwas anstrengende Phase, du nimmst es dir zu sehr zu Herzen. Irgendwann isses mal gut. Beim nächsten Mal früher an den Papa abgeben, auch wenn sie schreit. Mama braucht jetzt eine Pause und hat auch Bedürfnisse. Dann wird auch kein ganz so großes Drama draus. Nur Mut! (Es geht vorbei.)

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Genau das gleiche hatte ich auch durch....
Ich war wirklich fertig mit den Nerven und er hat immer geklammert...
Ich konnte wirklich nicht mal .Ehrlich aufs Klo gehen...

Papa ist Selbstständig also hab ich 90%das Kind...
Ich bin jeden Tag wirklich halb 6 aufgestanden weil er wach war und ausgeschlafen hatte...
Naja das wurde dann eben zur Gewohnheit...
Irgendwann konnte ich auch nicht mehr,war fertig mit den Nerven und wollte so krass wie es klingt einfach nur meine ruhe haben....vor alle...
Irgendwann ist mir auch der Kragen geplatzt und hab ihn gesagt das er sich jetzt mit seinem Vater beschäftigen kann! Ich hab mich angezogen und bin ohne ein Wort gegangen...Natürlich hab ich vor der Tür geheult und hab ihn auch weinen hören...aber papa hatte es gut im griff...Er hat ihn beruhigt und beide haben gespielt...ich bin dann wirklich für 2h weg gegangen..ich hab es einfach gebraucht und hab ich das erste mal wieder "frei" gefühlt...aber wieso? Ich hab erkannt das ich mein Sohn immer über alles gestellt hab und nie meine eigenen Bedürfnissen.
Als ich zurück ging hab ich mir meinen Sohn geschnappt und hab es rüber zur Oma gebracht...dann hab ich mein Mann zur Seite genommen und hab ihn wie eine bekloppte angebrüllt 🙈 ja aber der Frust musste raus...der Zünder kam dann bei ihm und ganz ehrlich? Ich hab ihn am nächsten Tag wach gemacht und gesagt er soll sein arsch aus dem Bett bekommen und sich alleine ums Kind kümmern...und das war das erste mal das ich wieder ausgeschlafen habe. Er hat es eingesehen das ich auch mal Zeit für mich brauche...
Und so machen wir das heute noch.
1 Tag ich einen Tag er mit ausschlafen.
Und das Kind hat von ganz alleine verstanden das es nicht immer nur Mama ist die da ist sondern aich der Papa und unser Verhältnis hat nichts geschadet... ganz im Gegenteil ich bin gelassener wie vorher 😊

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Schau, geh zu deinem Kind und sag ihr, dass es dir leid tut und dass du es gerne anders gehandhabt hättest. Kinder können sehr viel verzeihen. Sie lernt auch, dass sie selber Fehler machen darf und dass man sich danach entschuldigt.

Trotz allem würde ich an deiner Stelle den Vorfall aufarbeiten, damit sowas nicht wieder vorkommt.