Ich mag nicht wie meine Freundin ihre Kinder erzieht

Hallo! Ich habe zwei Kinder 1,5 Jahre und 4 und eine gute Freundin von mir hat Kinder im gleichen Alter( zwei Jungs) . Wir sehen uns auf Grund der Entfernung so ca 3-4 mal im Jahr. Vor einigen Tagen waren wir wieder mal zu Besuch bei ihr. Normalerweise ist mein Mann und ihr Mann auch dabei- beim letzten Mal waren es aber nur wir beide und unsere Kinder.
Es gab leider einige Situationen beim Besuch, die mir unangenehm waren. Ich bin nicht ganz sicher ob ihr Verhalten akzeptabel ist oder ich nur durch zu viel Social Media Nutzung ein verzerrtes Realitätsbild habe.
Wir erziehen bedürfnisorientiert- aber es klappt so lala. Manchmal schaffe ich es sehr emphatisch auf die Kinder einzugehen, manchmal nicht. Bei grobem Fehlverhalten wird jedoch auch mal geschimpft.
Zu diesen Situationen bräuchte ich jetzt mal eure Einschätzung.
1) Ihr Sohn wird bald 5 und muss zum Essen und trinken in den Kleinkind- Stokke Aufsatz klettern und still sitzen. Er hat nach Trinken gefragt und ein Glas Wasser bekommen mit den Worten: „Hier, aber verschütte nicht wieder alles.“ Er hat alles sofort ausgetrunken und wollte noch mehr. Da hat sie ihm gesagt: „Es gibt nicht mehr, sonst musst du soviel Pipi machen und ich muss gleich wieder wie Windeln wechseln.“ Er hat dann einige Male drum gebeten aber nix mehr bekommen. Also hab ich versucht zu vermitteln und dann hat meine Freundin schliesslich nachgegeben und ihm doch noch was gegeben.
Mich hat irritiert, dass der fast 5 Jährige sich zu jedem Essen und trinken in den Kleinkind Aufsatz quetschen muss. Auf meine Nachfrage hin hat sie gemeint: das würde anders bei uns gar nicht gehen. Die machen viel zu viel Dreck beim Essen und Trinken und stehen sonst zwischendurch auf.
Ich kann ihre Argumentation nachvollziehen, aber ihr Sohn konnte zwar alleine rein klettern, kam aber durch die Enge des Aufsatzes gar nicht mehr alleine raus. Sie muss ihm raushelfen dabei. Ist das nicht eine grobe Beschneidung der Selbstbestimmung? Auch, dass er nichts zu trinken bekommt, wenn er Durst hat. Oder bin ich einfach nur zu Alternativ? Kinder die nichts dürfen können später auch nichts, oder?

2) Der Kleine hat auch was zu trinken bekommen und dabei einen Wasserfleck auf den Boden und ein bisschen auf seinen Pulli gemacht. Da hat sie mit einem Mal rumgebrüllt wie eine Furie: Wenn man einmal nicht aufpasst, machen sie sofort Sauerei. Alles mit Absicht etc. Und hat geflucht und gebrüllt.
Ich meine: es war Wasser. Das Kind ist 1,5 Jahre alt.
Der Kleine musste es dann selbst aufwischen. Und sie hat ihn so lange festgehalten und geschimpft, bis alles weg war.


3) Wir saßen alle auf dem Boden und haben gespielt ( sie an die Couch angelehnt) und ihr älterer Sohn war aufgeregt, dass wir da sind und hat sich auf der Couch hin und her gerollt. Dabei hat er sie ( sehr leicht) mit dem Fuss an der Schulter getroffen. Sie hat sofort sehr laut und heftig losgebrüllt, und ihn ziemlich angeschnauzt. Er hat überhaupt nicht gecheckt worum es überhaupt geht. Dann kam der Kleine und hat versucht sie zu streicheln und hat dabei ( evtl aus Verunsicherung heraus) gelacht. Und sie brüllt ihn an, was ihm einfallen würde sie auszulachen und ihr dann noch das Gesicht zu zerkratzen. Er hat sofort geheult, ist gestolpert und ist auf eine harte Kante gefallen- und hat dann noch mehr geweint. Und sie meint so zu ihm: „Selbst Schuld, wenn man nur Scheiss macht.“ Getröstet hat sie ihn gar nicht.
Ich hab ihr dann gesagt: Er wollte dich doch nur streicheln, um dich zu beruhigen. Und sie meint so: „Ne, die sind wie die Gremlins. Zeigt man einmal Schwäche kommen sie sofort und hauen alle drauf.“

Sie ist ein sehr perfektionistischer Mensch und beruflich sehr gut gestellt. Die Kinder tragen nur Designerkleider und ihre Küchenmaschinen haben wahrscheinlich soviel gekostet wie mein Jahresgehalt. Aber sie ist so unentspannt, wenn es um die Erziehung geht. Evtl war es auch nur, weil wir da waren und sie zeigen wollte wie gut bei ihr alles läuft- und dann lief es eben nicht so toll. Ich hatte aber eher den Eindruck es läuft immer so.
Ich war richtig traurig auf der Fahrt nach Hause. Ich habe nicht so viele Freunde im Erwachsenenalter und es kommt mir so vor, als ob wir in Puncto Erziehung gar nicht auf einer Wellenlänge liegen. Die Kinder taten mir irgendwie auch leid, wobei ich sagen muss, dass ihr Mann immer sehr emphatisch und liebevoll mit den Kindern umgeht.
Hab irgendwie gar keine Lust mehr sie wieder zu treffen.

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Ich bin gerade wirklich erschüttert. Der Umgang hört sich sehr lieblos an - ein 1,5 Jähriger wird gezwungen, Wasser aufzuwischen? Es tut mir im Herzen weh, wie du beschreibst, wie er versucht zu beschwichtigen. Hört sich an, als ob deine Freundin Hilfe braucht, sie selbst nimmt es vielleicht gar nicht war, was gerade passiert. Ich finde es normal, dass man vielleicht auch mal schimpft, aber ich glaube, dass das Verhalten, was du da beschreibst, für die Kinderseelen absolut nicht gut ist!

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Hallo, hm, ja, ich bin zwar auch eher für Erziehung und Regeln einhalten, aber deine Freundin nimmt es schon sehr strenge, da geb ich dir recht, Wahrscheinlich ging es ihr wirklich darum, vor dir die best erzogenen Kinder zu präsentieren. Sie hat sich selber unter Druck gesetzt, wollte das perfekte Bild präsentieren, Haushalt tipp topp, Kinder ebenfalls tipp topp. Natürlich war sie dann auch entsprechend unentspannt, als sich „kleine Fehler einschlichen“.
Wenn sie aber bis dato dir eine gute Freundin war, dann halte an der Freundchaft fest. Du kannst ja mal freundlich anklingen lassen, dass sie so kleine Missgeschicke entspannter nehmen könnte, aber prinzipiell ist es ihre Sache, wie sie die Kinder erzieht. Es liegen ja keine groben Verstöße gegen die Kinder vor.
Alles Gute
Nike

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Kinder derart anzuschreien und damit herabzuwürdigen, wie von der TE beschrieben, stellt sehr wohl einen "groben Verstoß" dar bezüglich des Kindeswohls!

Vor allem, wenn das eine alltägliche Erziehungsmethode ist und keine absolute Ausnahme-Situation.

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Mir geht es wie yffets, da bekommt man Bauchschmerzen beim lesen. Die Kinder tun mir sehr leid. Das Hauptproblem ist aus meiner Sicht nicht die Erziehungsmethode, sondern das mangelnde Verständnis für die Kinder. Sie sieht sie ja wirklich wie kleine Monster, die nur böses wollen und deshalb in Schach gehalten werden müssen. Woher kommt dieses Bild? Aus Überforderung oder einer Depression heraus? Oder hat sie generell Probleme sich in andere einzufühlen? Oder hat's etwas mit eigenen Kindheitserfahrungen zu tun? War sie schon immer so mit den Kindern, oder hatte sie einen schlechten Tag?

Ich finde es auch echt schwierig, was man da machen könnte. Wie sagt man jemanden "du verstehst deine Kinder nicht"? Aber ich würde es tatsächlich trotzdem versuchen, würde ansprechen, dass ich den Eindruck hatte, dass sie mit einer sehr negativen Erwartungshaltung auf ihre Kinder schaut und deshalb bei normalem Verhalten von böser Absicht ausgeht und mich das sehr traurig macht. Und dann würde ich sie fragen, wie es ihr gerade geht. Denn wie gesagt, es kann auch die negativ verzerrte Wahrnehmung der Welt bei einer depressiven Erkrankung dahinter stecken oder sowas in die Richtung.

Das mit dem Verweigern von Wasser ist nochmal eine andere Sache, da bin ich ehrlich gesagt ratlos. Klingt irgendwie nicht ganz legal, Menschen das Wasser zu verweigern.

Insgesamt glaube ich, dass da einiges sehr schief läuft und es nicht an deiner Bubble liegt, dass du es als Problem siehst.

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Wenn das eine gute Freundin ist, würde ich ihr vielleicht mal folgendes vorschlagen: Das nächste Mal, wenn du Durst hast, trinkst du ein Glas Wasser und wartest dann, bis dein Mann (oder ich - jemand, der eingeweiht ist) dir erlaubt, noch eines zu trinken. Und dann überlegst du, wie sich dein Sohn fühlt.
Oder auch: Du sitzt am Tisch und dein Mann oder ich sagen dir, wann du aufstehen darfst - so fühlst sich dein Sohn in dem Kinderstuhl.

Oder: Überlege mal, wie es dir ginge, wenn du jemanden umarmst oder trösten möchte und der dich dann heftig wegschubst und dir vorwirft, ihm absichtlich weh zu tun.

Vielleicht schafft man es ja, dass sie in dieser Weise über solche Situationen nachdenkt - wie ginge es mir, wenn ich jetzt an Stelle der Kinder wäre? Was würde ich mir wünschen? Wie würde das Verhalten mich in der Zukunft beeinflussen?

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Mir tun die Kinder auch leid! Das Verhalten ist nicht in Ordnung. Dass ein 5 Jähriger noch Windeln trägt verwundert mich außerdem sehr.

Dass sie ihr eigenes Verhalten nicht verheimlicht empfinde ich als Positiv, so kannst du auf sie einwirken.

Mir kam der Gedanke "Burnout", "Erschöpfungsdepression", "verschleppte Wochenbettdepression". Es ist natürlich schwer zu beurteilen als außenstehendet, aber da würde ich mal nachhaken

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Wieso wundert dich das? Ist doch hier auf urbia täglicher Usus, dass die Kinder bis und die Grundschule hinein Windeln tragen.

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Ich find‘s schlimm. Beim Lesen tat mir die Seele weh. Kannst du das nächste Mal oder bei sonst einer Gelegenheit ihren Mann abklopfen? Obwohl ich mir vorstelle, dass die Frau auch mit ihm so umgeht.

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Ihr Mann ist sehr emphatisch mit den Kindern, macht vielim Haushalt, kocht und spielt viel wenn er abends nach Hause kommt. Aber den Tag über ist er eben auf Arbeit. Zudem kenne ich ihn nicht so gut/ lange wie meine Freundin. Es besteht zwischen uns kein Vertrauensverhältnis in dem ich offen über so etwas reden könnte.

Normalerweise ist sie sehr mitfühlend und lieb ( zu Erwachsenen). Ich denke ihr Perfektionismus steht ihr im Weg. Kinder sind nun mal das Gegenteil von „Läuft perfekt“. Es gibt immer irgendwas was noch nicht gesellschaftskonform ist. Und ich denke sie kann da nicht leicht drüber weg sehen. Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht, wie sie aufgewachsen ist. Nur, dass ihre Eltern seltene und kostbare Antiquitäten zu Hause haben und sie als Kind immer sehr darauf achten musste nichts kaputt zu machen.

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Das klingt wirklich schlimm vom Lesen und ich hätte da vermutlich in den Situationen auch nicht ruhig bleiben können. Kinder für Lappalien anbrüllen, das hätte ich nicht ertragen können und würde höchstwahrscheinlich zurück brüllen. 🙈

Du schreibst ihr seht euch 3-4x im Jahr. Der Große ist 5, das heißt für mich jedoch, dass du die Erziehung deiner Freundin schon länger beobachten konntest. Wie lief es denn in der Vergangenheit? Hat da immer der Mann das Kind übernommen und sie saß mit dir auf der Couch (um es mal überspitzt zu schildern)? Oder war sie da auch mit dem Kind zu Gange und waren da die Tendenzen ähnlich?

Vermutlich würde ich ihr erstmal Lesetipps zur Erziehung und Entwicklung von Kindern an die Hand geben. Vielleicht setzt sie sich da mal genauer mit Bedürfnissen und Verhalten in den jeweiligen Lebensphasen der Kids auseinander, was vermutlich schon einige Situationen entschärfen würde (Stichwort: ich lasse mich doch nicht auslachen von einem 1,5 jährigen).

Bearbeitet von Pi.Ri
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Ja, exakt so. Der Mann betreut quasi immer die Kinder wenn er da ist. Und da gab es nie den Hauch eines Konfliktes. Auch nicht, wenn wir auswärts bei Ausflügen waren. Sie hat sich viel mit mir unterhalten.
Sie hat sich übrigens immer ein Mädchen gewünscht. Und bei der zweiten Schwangerschaft hat sie Zwillinge erwartet. Ein Mädchen und einen Jungen. Aber das Mädchen ist relativ spät in der Schwangerschaft leider verstorben. Eventuell ist sie auch depressiv und konnte den Verlust noch nicht aufarbeiten? Das Thema meidet sie komplett.
Wenn sie alleine bei uns zu Hause war gab es auch nie irgend ein Problem. Da war sie viel enspannter.

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Das klingt für mich leider tatsächlich nach einem entscheidenden Punkt. Sie wollte ein Mädchen und hat jetzt 2 Gremlins... Nicht jeder Mensch kann Mädchen/Junge gleichermaßen annehmen. Für manche bricht eine ganze Welt zusammen, wenn es das falsche Geschlecht ist.
Ich würde ihr dringend professionelle Hilfe ans Herz legen, zum Wohle der Kinder.

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Ich bin entsetzt.

Habe ich das richtig verstanden, dass der 5-jährige nicht nur zu wenig zu trinken bekommt, sondern auch noch Windeln trägt?

Ich tippe auf massive Überforderung.
Ich würde auf jeden Fall mit ihrem Mann sprechen.
Normalerweise bin ich die letzte, die mit dem Jugendamt kommt, aber wenn Kinder nicht mal genug Wasser bekommen und mit 1,5 Jahren bestraft werden und selbst aufwischen müssen, dann läuten bei mir schon die Alarmglocken....

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Er hatte schon ein Glas und wollte noch ein zweites. Also er war jetzt nicht massiv am dursten. Aber dennoch gibt man seinem Kind doch selbstverständlich noch ein zweites Glas, wenn es danach fragt, selbst wenn es dann nur noch dran nippt. Zumindest nach meinem Verständnis. Ich denke nicht, dass es eine Kindeswohlgefährdung ist. Aber zumindest übergeht sie die Wünsche des Kindes.
Und Windeltraining klappt ganz schlecht, da laut ihr das ultrateure Echtholz- Bohlen Parkett nicht nass werden darf. Der Ältere geht übrigens schon häufiger zur Toilette- aber als Prävention gegen Unfälle trägt er eben auch Tags noch Windeln.

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"Und Windeltraining klappt ganz schlecht, da laut ihr das ultrateure Echtholz- Bohlen Parkett nicht nass werden darf. Der Ältere geht übrigens schon häufiger zur Toilette- aber als Prävention gegen Unfälle trägt er eben auch Tags noch Windeln. "

Ihr ist also das Parkett wichtiger, als die Entwicklung und das Wohl ihres Kindes? Als dass das Kind trocken wird und ein bisschen Würde hat?
Tut mir leid, ich habe dafür überhaupt kein Verständnis.

Ich würde deiner Freundin unbedingt eine Therapie empfehlen. Scheinbar hat sie irgendeine Art von Persönlichkeitsstörung oder irgendetwas (Neurose?) entwickelt und sie schadet ihren Kindern dadurch.

Akute Kindswohlgefährdung besteht vielleicht nicht (wobei wir nicht wissen, wie das Anbrüllen ausartet, wenn sie mit den Kindern alleine ist....), aber einen psychischen Knacks können die Kinder sehr wohl durch ihr Verhalten davon tragen...wenn sie das nicht schon haben (vor allem der Große).

So etwas geht an Kindern nicht spurlos vorbei.
Ich würde ihr unbedingt raten sich therapeutische Hilfe zu holen.

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der Fünfjährige sitzt im Babystuhl, trägt Windeln und bekommt Wasser zugeteilt? Tut mir leid, aber das ist wirklich nicht normal. In dem Alter holen sich Kinder ihr Wasser selbst und sollten längst gelernt haben, frei an einem Tisch zu sitzen - klar manchmal mit der ein oder anderen Sauerei, aber das wird ja nicht von allein besser, wenn man die Kinder nicht machen lässt. Glaubt sie, es macht plopp und dann wird aus dem Kind in Windeln und im Babystuhl ein junger Mann mit Tischmanieren und bis dahin wartet sie einfach?
Es klingt, als wäre sie sehr stark überfordert bzw. hat Angst vor Kontrollverlust. Deshalb dekompensiert sie auch an für uns nicht nachvollziehbaren Momenten.
Du sagst, sie ist eher der Typ Karrierefrau. Ich finde ja mittlerweile, das Schwierige beides unter einen Hut zu bekommen, hat gar nichts mit Zeit oder Organisationstalent zu tun. Sondern eher mit der psychischen Schwierigkeit, mehrmals am Tag zwischen diesem Chaos und diesem (eigentlich auch wunderbaren ☺️) Wahnsinn, den Kinder veranstalten, umzuswitchen auf den Perfektionismus, den die Arbeit oft verlangt - gerade in so Karriereberufen. Das find ich mental super anstrengend. Wenn ich das nicht ganz bewusst umschalte, wird Nachmittag / Abend mit mir nicht spaßig 😂

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du siehst sie nur 4 mal im Jahr.
Eventuell ist sie kurz vor dem Burnout und hat selbst Probleme und eventuell haben die Kinder ADHS? Alles Dinge, die Du in einem Mittag Besuch wo sie "gereizt" war nicht erkennen kannst.

Wer weiß, was da alles für Vorgeschichten und schlechte Nächte los sind und ob die Kids evtl. hyperaktiv sind.
Okay: wenn sie so pingelig ist, dann ist sie vielleicht schneller gereizt, aber von einem gereizten Nachmittag würde ich jetzt nicht auf die komplette Erziehung schließen. Klar: das mit dem Trinken und dem Kleinkindaufsatz ist hart, - aber was, wenn er immer noch nicht trocken ist und sie gerade alles versucht, ihn trocken zu kriegen?

Du kennst glaub ich nicht die Hintergründe um da komplett alles über einen Kamm zu scheren, was da an einem Mittag Dein Eindruck war, glaube ich.

Schade, dass Du keine Lust mehr hast, sie zu treffen: eventuell braucht Sie Hilfe? Die Frage ist doch: ist sie Deine Freundin? Dann trefft Euch doch alleine? oder was ist das für eine Freundschaft? --- ich glaube, ein Urteil von so einem MIttag kannst Du schwer objektiv machen.
Ich hab auch so ein paar Phasen hinter mir, da kannte ich mich selber nicht.... --

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Sie schläft Nachts kaum. Der Kleine wacht Minimum zehn Mal in der Nacht auf und schreit. Und dann geht sie Morgens auf die Arbeit. Es ist sicherlich stressiger als bei mir.
Ich mag sie gerne. Sie war sogar diejenige, die mir zur Geburt Bücher über bedürfnisorientierte Erziehung geschenkt hat. Eventuell war es wirklich auch nur eine ungünstige Momentaufnahme.
Ich werde definitiv noch mal mit ihr sprechen. Danke für deinen Rat!