total egoistisches Kind . HILFE BITTE!

    • (1) 26.03.07 - 20:30

      Hallo liebe Forums-Leser,

      ich (kurz was zu meiner Person - 38, 1 Kind getrennt lebend)
      bin seit 2 jahren mit der Liebe meines Lebens zusammen.
      Sie brachte aus erster Ehe Ihren Sohn ( 9 Jahre) mit

      Ich versuche nunmehr seit 2 jahren dieses Kind in mein Herz zu schliessen aber einiges an Charaktereigenschaften von ihm /er ist männlich) gehen mir und inzwischen auch den Nachbarn auf den Keks.

      Das Problem: Henning , so ist sein Name, ist ein ziemlich ICH-bezogener Mensch. Überall muss er seine Finger , seine Nase und auch seine Meinung dazwischenschieben.
      Nichts, bei dem er sich nicht in den Mittelpubkt, oder wenigstens als Teil davon darstellen möchte.
      Als Beispiel (fiktiv) Gehste Dir nen Porsche kaufen , drängt er Dich vom Verkäufer weg weil er gerne Einsteigen wollte.
      Nach ihm die Sinnflut!

      Dann gehts weiter bei den Hausaufgaben. jeden 2. Tag ist hier Bock-Tag al a card.
      Mutter macht mit ihm jeden Tag Hausaufgaben, lässt sich regelmäßig von ihm beschimpfen, weil er keinen Bock hat und dann rumbockt. (Dabei ist er versetzungsgefährdet und macht immer nur das allernötigste)

      Ich weiss gar nicht wie ich alles in Worte fassen soll, aber irgendwie vergiebt meine Partnerin ihm alles sofort , nachdem er seine Hausaufgaben gemacht hat.

      Man, ich lasse mich doch ned beschimpfen, und kuschel dann 2 stunden später wieder mit demjenigen.

      Mir geht hier so alles auf die Nüsse. Ich glaube ich hasse den Kleinen schon. Ich habe auch schon mehrmals mit meiner Partnerin gesprochen, aber sie sieht das alles nicht so.
      Alles in Ordnung, sagt sie immer.

      Selbst das der Kleine in der Schulklasse keine freunde hat macht sie nicht stutzig.

      Er ist einfach ein kleiner egoistischer Taugenichts.

      Bitte helft mir . An wen können wir uns wenden,?
      Psychologe, Familientherapeut ??
      Ich liebe miene Partnerin über ALLES aber das Kind von Ihr entzweit uns!

      Danke, für Eure Antworten!

      • Hallo

        Na so einen tollen Stiefvater wollte ich auch nicht haben#schock#augen.
        Schon mal daran gedacht das der Kleine Trennungsprobleme haben könnte?Oder die neue Beziehung zu seiner Mutter.Fragt ihn doch mal.

        Taugenichts so bräuchtest du keines meiner Kinder zu bezeichnen und ich wäre weg.

        S.

        Hallo,

        ich würds vielleicht mal versuchen mit dem kleinen was alleine zu unternehmen. Allerdings weiss ich nicht ob das was bringt.
        Ob es Trennungsängste sind wie meine vorschreiberin erwähnte weiss ich nicht. Aber es kann sein dass er gewisse unsicherheiten hat die er durch sein verhalten zu überdecken versucht.
        Mir tut der kleine leid, aber da ich selbst im Bekanntenkreis auch so einen Fall kenne kann ich auch dich verstehen.
        Nur bei denen war es noch viel viel schlimmer. Ging so weit dass sogar die Hilfe die von jugendamt kam nicht mehr weiterwusste.
        Das Problem ist, das deine Partnerin das Problem nicht sieht.
        Du kannst eins machen- nochmal mit ihr reden und sie vielleicht dazu bringen dass ihr alle zusammen eine Familientherapie macht.
        Weiter weiss ich leider aúch nicht.

        Trotzdem alles gute für euch... net untergriegen lassen.
        Als nicht Leiblicher Vater oder auch Mutter hat man oft einen schweren start.

        Gruß Mona

        Hallo
        Also erst mal verstehe ich was du meinst und ich finde schon dass man in einer Situation von Frust,Wut und Verzweiflung Wörter benutzen darf,wie Taugenichts,solange man es dem Kind nicht so sagt...

        Du bist mit deiner Freudnin, 2 Jahre zusammen,demnach müsste sich der Sohnemann auch schon an die neue Situation gewöhnt haben.

        Dann gibt es in meinen Augen 2 verschiedene Dinge: das erste ist das Benehmen in der Öffentlichkeit, wie du beschreibst,er schiebt dich weg und so.Vielleicht will er dir damit zeigen dass er deine Interessen teilt.Vielleicht interessiert er sich einfach so sehr für Autos (und Porsche sind ja wirklich tolle Autos) dass er einfach auch einsteigen mag. Das kannst du ihm dann später in aller Ruhe erklären in einem Vater-Sohn Gespräch.

        2.Das Lernen ist so eine Sache. Der Junge ist 9, er weiss dass er für sich selbst lernt.Vielleicht beschäftigen ihn im Moment andere Dinge,er kann sich nicht besonders gut für die Schule motivieren.Die Versetzungsgefahr ist eine Sache die ihm wahscheinlich nicht bewusst ist und die ihn zur Zeit auch nicht interessiert. Und ich persönlich (bin Erzieherin) finde es auch nicht sooooo wichitg dass die Kinder immer sofort weiter kommen in der Schule. Eine kleine Wiederholungspause würde ihm vielleicht gut tun.
        Er scheint zu provozieren, nutzt jede Gelegenheit um eure Aufmerksamkeit zu bekommen... Ihr übt Druck aus,geratet in Meinungsverschiedenhieten..und TOLL! Dann hat er ja genau DAS erreicht was er vielleicht will. Mama hällt zu ihm, das braucht er auch. Immerhin hat er schon seinen Papa wegen dir zurückstecken müssen.

        Nun,wie kannst du vorgehen?

        Erst mal,nimm ihn so wie er ist! (Denn das erwartest du ja auch von ihm.) Mit seinen Fehlern,mit seinem Egoismus.
        Frag ihn mal am Abend ob er gemerkt hat dass er sich heute daneben benommen hat. OHNE Vorwürfe! Nur fragen,in einem netten Gespräch. Wenn er mit "nein" antwortet,frag ihn ob er Lust hat, dass du ihn manchmal ím Laufe des Tages an manche Benimmregeln aufmerksam machst.Biete ihm an, dass da sohne Streit geschehen soll,ohne Vorwurf, sondern lediglich damit er es merkt und etwas dazulernt, auch in Punkto Freundschaften.

        Er wird etwas "geniert" reagieren (denke ich),aber ich glaube nicht dass er dein Angebot zurückweist,denn wer will schon Ärger haben, wenn er es auch in ruhiger Form haben kann...
        Und wenn dann einVorfall ist, dann sag ihm leib und nett "siehst du HIER ist so eine Situation,wo wir letztes Mal darüber gesrochen haben"
        Lobe ihn für jede gute Tat! Sag ihm wenn du stolz auf ihn bist. Wenn ihr einen schönen Tag zusammen hattet. Das ist sehr wichtig.
        Mach keinen Druck mehr bei den Hausaufgaben.Mit 9 Jahren sollte er in der Lage sein diese alleine zu bewältigen. Wenn er Hilfe braucht,kann er bei euch anklopfen,aber ansonsten sollte er alleine in seinem Zimmer arbeiten. Legt einen Zeitplan für Hausaufgaben fest. (max. 1 Stunde), Danach ist die Konzentration eh hinüber und sitzen bleiben bei den Büchern nützt nicht viel.
        Biete ihm an dass du danach seine Hausaufgaben mit ihm überliest. (das sollte eigentlich nicht üblich sein,denn die Lehrer sollten ja auch sehen was die Kinder beherrschen und was nicht, aber bei Versetzungsgefahr sehe ich das etwas anders). Mach mit ihm zusamen die Verbesserung. Zeig ihm die Fehler NICHT im Sinne von "du Tausgenichts,hast es wieder falsch gemacht",sondern eher nach dem Motto " ach schau mal hier,da hat sich schon wieder ein Fehler dazwischen geschummelt". Erklär ihm wie es richtig sein soll und wieso.

        Wenn er diese Hilfe nicht annehmen will,lass es. Wenn er schlechte Prüfungen hat, sag,"die nächste wird besser" oder " oh Mann,da hattest du aber einen schlechten Tag", Schau dir die Prüfung an,ohne ihm Vorfürfe zu machan.Interessiere dich dafür was sein Problem ist,üb aber keinen Druck aus.Sag auch mal einen Satz wie "ach, da hät ich aber auch nicht gewusst dass DAS falsch ist" (auch Erwachsene wissen nciht immer alles)
        Wenn er nicht versetzt wird,dann wird er Trost brauchen. Erklär ihm dass er es dann nächstes Jahr leichter hat. Dass er den Lernstoff zum Teil schon kennt und dass er trotzdem dann mitarbeiten muss wenn es schwieriger wird. Er wird in der Wiederholungsklasse neue Motivation für die Schule finden...

        Und dann, was SEHR wichtig ist: Zieht an einem Strang! Ihr müsst euch unbedingt einig sein, beide dasselbe System mit ihm durcharbeiten.
        Wenn er merkt dass ihr euch nicht einig seid, wird es immer schwieriger,vor allem wenn du am Ende der Bösewicht bist.

        Er ist 9 jahre alt,kein kleines Kind mehr.Er hat seine eigene Meinung, seine eingene Interessen. Lasst ihm die. Auch wenn er sie nicht immer so vertritt wie ihr euch das vorstellt.

        Und dann : Kuscheln tu ich auch mit meinem Sohn,auch wenn ich 2 Stunden vorher Streit mit ihm hatte. Liebesentzug ist nie der richtige Weg. Die Kinder sollen lernen dass ihre Eltern hinter ihnen stehen,egalwas sie anstllenoder egal wie heftig der Streit gewesen ist.
        Ich kann dein Gefühl von "Hass" auch nachvollziehen, lass es jedoch auf keinen Fall überhand gewinnen,denn er wird es sonst spüren und er wird sich immer mehr mit Mama gegen dich wenden.

        Setz dich in seine Lage. Du wirst sehen, du wirst ihn in seiner Situation verstehen können.
        Einen Psychlogen oder so braucht ihr zu diesem Zeitpunkt glaube ich noch nicht. Ihr braucht ein gutes offenes Gespräch unter Erwachsenen ohne den Sohn,wo jeder seine Karten auf den Tisch legt. Es ist wichitg dass deine Freundin auch deine Situation versteht und dass sie dich unterstützt.
        Ich hoffe ich konnte etwas helfen.
        Lg Sylvie (19.SSW) + Luca (fast 3) + #sternLenny

      • Hallo

        Also erstmal #liebdrueck Ich kann Dich nämlich voll und ganz verstehen.

        Hab einen solchen Fall in der Familie. Meine Schwester ist alleinerziehend und hat einen 7-jährigen Sohn, vom Verhalten her ähnlich wie Euer "Henning", wenn auch (noch) nicht so krass. Ich bin seine Patentante und kann auch nicht verstehen, wie sie alles bei ihm durchgehen lässt #augen Sie hat zwar im Moment keinen Partner, aber hat seit der Scheidung bereits 2 Beziehungen hinter sich, die aus verschiedenen Gründen gescheitert sind.

        Klar haben es solche Kinder nicht einfach, aber die Mütter dürfen sie trotzdem nicht verweichlichen, sie müssen ihnen zeigen wo s lang geht. Dazu kommt noch das Problem des Einzelkindes, das sowieso immer im Mittelpunkt stehen will :-[ Meinem Neffen fehlt klar eine starke Hand, aber das wäre eigentlich die Aufgabe des leiblichen Vaters, der in diesem Fall jedoch lieber den netten Wochenend-Papa spielt.

        Wie gesagt, es ist nicht einfach, aber meiner Meinung nach bist Du leider nur eine Randperson, und darfst nicht direkt eingreifen. Du kannst nur der Mutter immer wieder klar machen, was sie eigentlich tun sollte und was falsch läuft. Wenn sie es nicht kapiert und Du damit nicht leben kannst, ist denke ich mal eine Trennung das Beste. Vielleicht merkt sie dann, dass sie es ist die hier Fehler macht. Schade ist es nur für die Kinder, die werden es später im Leben sehr schwer haben :-(

        Auch wenn sich hier einige Mütter sich aufregen, von wegen Du bist zu krass zum Kind, das hier ist meine Meinung...

        Hallo Andi,

        irgendwie kommt mir die Situation bekannt vor. Mein Lebensgefährte ist Papa von 3 Mädels und die Älteste (bald 12) hat 2 1/2 bei uns gewohnt. Das erste halbe Jahr war alles prima. Sie war froh bei uns zu sein, alles klappte super. Dann kam der Alltag und plötzlich ging es rund. Keinen Bock auf Schule und Hausaufgaben, frech, patzig, egoistisch. Alles hatte sich nur um sie zu drehen und nach ihrer Pfeife zu tanzen. Da war sie gerade 10. Ihr Papa hat sich immer fein rausgehalten. Guter Cop, böser Cop. Bei ihm durfte sie alles, um die Hausaufgaben hat er sich nicht gekümmert (keine Guld - seine Aussage) Frechheiten mir gegenüber - keine Reaktion von ihm. Aber ihr wurde bei allem der Rücken gestärkt, egal was sie machte. Mit der Zeit wurde es immer heftiger und sie hat es fast geschafft, diese Beziehung zu zerstören. Woran mein LG auch nicht gerade unbeteiligt war mit seinem Verhalten. Aber ich kämpf doch nicht gegen ein Kind! Egal was ich machte, es war falsch. Kümmerte ich mich, hab ich sie zu sehr bemuttert und verwöhnt. Hab ich mich rausgehalten, war es auch nicht richtig. Und man soll nicht glauben, was für Tricks und Einfälle 11jährige haben, um einen gegeneinander auszuspielen. Waren wir allein, ich hatte die Hölle auf Erden (nein ich übertreibe nicht), war der Papa anwesend, liebstes Kind von Welt. bEr hat ihr mehr geglaubt als mir und das hat sie schamlos ausgenutzt. das Schlimmste: ich liebe ihn UND alle 3 Mädels von Herzen. Und dann tut es unendlich weh, wenn einem sowas passiert.
        Sie ist dann wieder zur Mama gezogen, weil sie auf einem absoluten Einzelkind-Ego-Zicken-Trip geraten ist. Und ihre Geschwister auf den Mond wünschte, weil mit denen musste sie ja Papas Aufmerksamkeit an den Wocheneden teilen.

        Nun wohnt sie seit den Herbstferien wieder bei Mama. Und hat sich um 180° gedreht. Schule bestens, Benehmen (bis auf pubertäres Gezicke) wieder ok.
        Und dem Papa ist auch langsam aufgegangen das er durch sein Verhalten ne Menge Schaden angerichtet hat und ich meine Koffer innerlich schon fast gepackt hatte.

        Vielleicht hat er Probleme damit, das DU nun der Mann an Mama's Seite bist und nicht er? Unsere Große meinte mal: warum sollte der Papa dich brauchen, er hat doch MICH!
        Böse Falle! Sie hat mich als Konkurrenz gesehen, vielleicht ist das bei dir auch der Fall.
        Was man da machen kann, kann ich dir nicht sagen. Aber vielleicht solltest du das mal überdenken. Vielleicht ist es ihm garnicht so bewusst, das er sich so benimmt?

        Liebe Grüße
        Eilynne

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