Gerne alleine

    • (1) 29.01.17 - 00:28

      Hallo zusammen,
      Ich bin mir nicht sicher ob der Beitrag hier reingehört, aber irgendwie gabs nichts, wo er besser rein passen würde.

      Und zwar habe ich folgendes Problem:

      Es ist nicht so, dass ich keine Freunde habe, aber ich bin lieber alleine als mich mit denen zu treffen.

      Seit ich denken kann, beschäftige ich mich lieber allein als mit Leuten zusammen zu sein. Also ich brauch auch ab und an mal Leute, aber da ich den ganzen Tag mit Menschen arbeite reicht mir das. Ich muss mich dann in der Freizeit nicht auch noch ständig mit jemandem treffen.

      Meine Familie und mein Freund stellen eine Ausnahme dar. Die stören mich nicht und mit denen kann ich auch mal länger zusammen sein und es nervt nicht. Aber die anderen ertrage ich nur 2-3 Stunden und dann sehne ich mich danach, allein zu sein. Ich höre dann auch nicht mehr so gut zu und werde bei Geprächen immer passiver, weil ich mich total ausgelaugt fühle.

      Ich gehe zwar mit und sage auch nie treffen ab , aber ich genieße die Treffen auch nicht so sehr. Ich könnte genauso gut mich zu Hause allein beschäftigen.
      Im Sommer gehe ich auch wahnsinnig gerne allein ins Freibad mit nem Buch oder shoppen gehe ich auch am liebsten alleine.

      Ich bin wohl introvertiert. Aber es scheint bei mir extrem ausgeprägt zu sein.
      Ich habe zwei ganz gute Freundinnen und mit denen treffe ich mich jeweils ein Mal im Monat und das reicht mir. Bei der einen kommen manchmal zwei weitere mit, die ich auch kenne. Aber ein mal im Monat treffen ist doch eigentlich wenig oder? Die meisten Menschen die ich kenne müssen ständig Leute um sich haben und wenn ich dann mich sehe fühle ich mich nicht normal, weil keiner so ist.

      Mein Freund ist auch gerne alleine aber bei Treffen mit Freunden fühlt er sich nicht so ausgelaugt wie ich.

      Und ich treffe mich lieber mit nur einer Person als mit mehreren. Die Gespräche sind dann viel besser, weil es mir leichter fällt mich nur auf eine Person konzentrieren zu müssen. Wobei ich da auch ab und zu das Problem habe, dass mir kein Thema mehr einfällt, je weiter die Zeit voranschreitet.

      Ich finde das so anstrengend so eine Art Mensch zu sein. Gerne würde ich mich mit Freunden treffen und mich richtig darauf freuen. Denn wenn man sich dazu zwingen muss, macht das echt keinen Spaß. Aber ich kann da wohl nichts dran ändern. Oder ich habe nicht die richtigen Freundinnen. Weil bei meinem Freund fühle ich mich ja total wohl. Ich habe da auch nicht das Gefühl ständig was sagen zu müssen.

      Wenn ich Freundinnen hätte, die mehr wie ich wären, wäre das ja vielleicht anders...

      Manchmal habe ich den Eindruck, die verstehen mich nicht. Und ich fühle mich bei denen nicht so wohl. Die lästern auch sehr viel und dann denke ich mir machen die das bei mir auch. z.b. habe ich noch vor zu studieren. Die sind alle fast schon fertig mit dem Studium und ich habe währenddessen ne Ausbildung gemacht. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die mir das Studium nicht zutrauen oder neidisch sind oder was weiß ich. Ein Mädel über die sie so lästern ist in ner ähnlichen Situation wie ich. Und dann muss ich mir anhören, dass sie dass nicht schaffen wird und sich übernimmt und ne ganz falsche Vorstellung vom Studium hat. Dabei ist sie total fleißig und müsste es locker schaffen. Dann denke ich mir, reden die über mich wohl auch so.

      Freunde baut man doch auf und spricht ihnen Mut zu. Dafür sind sie doch da.

      So viele Probleme auf einmal.

      Naja ich würde mal gerne wissen, was ihr dazu zu sagen habt. Wie seht ihr das ganze? Ist das noch im Rahmen oder nicht normal, dass ich so introvertiert bin? Und wie findet ihr das verhalten der Freundinnen?

      Danke schon mal für die Antworten. Bin gespannt.

      • Hi dancingintherain,

        Es war sehr interessant deinen Beitrag zu lesen, es war beinahe wie ein 'Blick in den Spiegel', wir sind praktisch eine Person!

        Ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es genauso. Auch ich bin sehr introvertiert, wobei ich durchaus gesellig sein kann, Freunde und Bekannte habe usw. Ich finde andere Menschen einfach hin und wieder entkräftend....warst du schon immer so oder ist es eine längere Phase?

        Dass deine Freundinnen so gerne lästern würde ich nicht so ernst nehmen, wenn man sich öfter trifft redet man oft nonsens.. Klatsch und Tratsch und blablabla, schliesslich kann man nicht immer ernst und vernünftig sein oder sinnvolle Unterhaltungen führen. Allerdings solltest du dich schon in deren Gegenwart wohl fühlen.. Ich persönlich finde, umso älter ich werde desto schwieriger ist es jemanden auf meiner Wellenlänge zu finden, ich muss mich regelrecht dazu überwinden meine Zeit für ein Treffen zu 'opfern'.

        Darf ich fragen wieso du bei urbia bist und hier schreibst?
        Liebe Grüsse

        • Hi lamiss,

          danke für die Antwort.

          Freue mich, dass es Leute gibt die auch so sind und ich da nicht alleine bin.

          Ich denke nicht, dass es ne Phase ist. Ich habe mich schon als Kind gerne allein beschäftigt aber vielleicht ist es mit der Zeit extremer geworden. Als Kind gabs Zeiten, da war ich jeden Tag mit Freunden draußen. Aber da hat man sich auch noch nicht so viele Gedanken über sowas gemacht.
          Es gibt Phasen, da ist die Introvertiertheit etwas weniger ausgeprägt. Das mag sein. Und es hängt auch von sen einzelnen Menschen ab. Einige finde ich weniger kräfteraubend als andere. Woran das bei den einzelnen Personen genau liegt kann ich aber nicht sagen.

          Warum ich hier schreibe? Wollte einfach nur sehen ob es noch jemandem so geht und wie die Leute dann damit umgehen. Vielleicht kann man sich ja gegenseitig Tipps geben und sich austauschen.

      Hallo,

      ich habe deinen Beitrag jetzt erst gelesen und ich finde dich sehr normal.
      Das liegt vielleicht daran, dass es mir genau so geht. #rofl
      Manchmal fällt mir auf, dass es vielleicht nicht ganz normal ist bei mir. Aber ganz ehrlich, das ist auch eine Form von normal. Wie überall gibt es bei der Verteilung der Fähigkeiten, Vorlieben etc. eine Glockenkurve und wir sind einfach etwas weiter am Rand.
      Nun mal Butter bei die Fische, du hast zu dem noch die falschen Freundinnen. Ich bin gerade in Elternzeit und da meine Freunde/Familie alle weiter weg wohnen, gehe ich, damit wir nicht jeden Tag isoliert sind in so eine Kleinkind Gruppe. Einmal die Woche. Das reicht mir auch.

      Ich kann mit den Gesprächen über Produkte, der Lästerei und diesem Cliquenquatsch wie auf dem Schulhof auch nicht viel anfangen. Ich habe manchmal den Eindruck Frauen in Rudeln kriegen so eine Art Altersregression und sind wieder 14.

      Ich hätte gern jemanden, mit dem sich die Zeit angenehmer verbringen lässt, aber die Menschen, mit denen das so ist, sind auch besonders. Die müssen einen finden. Man hat das nicht so in der Hand. Mein Ex war ein regelrechter Menschensammler, da habe ich viele meiner Freunde kennen gelernt. Und die habe ich jetzt noch.

      Mach dir keinen Kopf, du spürst ja, wenn ein Mensch zu dir passt und die anderen musst du nicht bedienen.
      Grüße#winke

      • Das ist ja unglaublich, wie viele Menschen auch so sind. Im Alltag kommt es mir manchmal so vor, als sei ich die einzige uns um mich herum sind nur Extros die den ganzen Tag Gesellschaft brauchen. Naja vielleicht ist es auch Zufall, dass mein Bekanntenkreis nur aus Extros besteht oder die verstellen sich und brauchen dann doch Ruhe.

        Es ist wahnsinnig schwierig jemanden zu finden, der genau auf meiner Wellenlänge ist. Die optimale Freundin habe ich glaub ich nicht. Nur meinen Freund, der mir in vielem wirklich ähnlich ist.

        • Ehrlich gesagt unterscheide ich gar nicht zwischen extrovertierten und introvertierten Menschen. Ich habe im geschützten Umfeld, an guten Tagen;-) auch extrovertierte Seiten in mir. Und meine Freunde sind sowohl sehr extrovertiert, als auch vorwiegend introvertiert. Aber alle können alles, wie jeder Mensch eigentlich, wenn er sich sicher fühlt.
          Es ist einfach so, dass ich oft diese gruppendynamiken irgendwie nicht verstehe.

          Das liegt aber an den Menschen, ob sie dich berühren, ob sie untereinander harmonieren.

          Das Gerangel nach der Krone ist es, was mich in ...nennen wir es "spontanen Organisationen" so nervt. Ich verstehe immer nicht, was das soll. Es ist komplett unlogisch.
          Vielleicht bist du ja hypersensibel. Auf mich trifft da vieles zu. Aber das ist kein Grund Gruppen zu meiden, es sollten nur die richtigen Teilnehmer sein.

          Es ist halt einfach etwas mühsamer für uns die richtigen Menschen zu finden. Aber die sind dann toll. ;-)

        • Was mir gerade einfällt, vielleicht kannst du einfach mehr mit Männern anfangen. ( nicht im libidösen Sinne) das gibt es ja auch.

          • Ja Männer sind auf jeden Fall nicht so falsch wie viele Frauen und außerdem weiß ich ja dann, dass sie nicht neidisch sind. Aber ich habe keine männlichen Freunde. Habe nur meinen Freund. Es ist auch wahnsinnig schwer einen platonischen Freund zu finden, wenn er nicht gerade schwul ist. Ich halte auch nicht viel von Freundschaften zwischen Männern und Frauen und würde es auch nicht gut finden, wenn mein Freund ne beste Freundin hätte oder so.

            Naja ich habe ja paar Freundinnen, die ganz ok sind. Jeder hat ja einige Macken.

            Wenn ich mich in einer Gruppe nicht wohl fühle, werde ich es zukünftig meiden, mich mit denen zu treffen. Ich denke mein Bauchgefühl zeigt mir schon ganz gut ob die Chemie stimmt.

            Ich kann überhaupt Leute ganz gut einschätzen. Auf der Arbeit z.B. gibt es eine, die alle immer nett gefunden haben. Im Nachhinein hat sich das Gegenteil raus gestellt. Ich war die einzige, die immer schon geahnt hat, dass da was im Busch ist. Ich denke das kommt auch durch die Introvertiertheit. Man beobachtet dann besser und achtet auf Details.

            • Ich bin ähnlich :)
              Ich habe keine echten Freundinnen, eher nur bekannte.und mir fehlt das noch nicht mal, da ich es extrem anstrengend finde Freundschaften zu pflegen. Treffen mit Gruppen sind total anstrengend und ermüdend. Wie als wenn Energie absorbiert wird.
              Ich denke,dass ich eher der sensible Typ bin. Ich kann Gefühle von anderen sehr gut einschätzen und manchmal sogar so stark,dass ich mitfühle.

              Letztens hab ich ne Karte gesehen, die ich sehr witzig fand: ich hasse Menschen. Tiere und Steine sind OK.

              Ganz so krass isses Nu nicht.meine family mag ich ja.aber ich könnte gut auf andere Menschen verzichten.
              Klingt echt kacke merk ich grad :)
              Ich sollte Mal auf ne Couch *hihi*

    Hallo :-)

    Ja witzig.... Ich bin wohl auch so eine.

    Habe schon als Kind, wenn überhaupt, dann immer nur eine Freundin gehabt, weil sonst gab es immer irgendwie Zickenkrieg #aerger Lieber lag ich im Sommer allein in meinem Zelt, im Garten und hab irgendwas gespielt oder später bravo gelesen ^^

    Um die 20 rum hatte ich dann mal ne etwas wildere Zeit, das hielt aber nur ca ein Jahr an. Mit Disco, vielen bekannten, Partys usw...

    Nun bin ich 37 und bin vor gut zwei Jahren aus meiner Heimat weg gezogen und habe somit auch den (immer etwas nervigen) Kontakt zu meinen zwei Bekannten Mädels abgebrochen.

    Hier habe ich Ruhe :-) Nur meine Familie und ich. Kein anderer, bei dem man sich zu nem Besuch verpflichtet fühlt. Mein Mann hat auch nur einen bekannten (Arbeitskollegen), er ist da genauso.

    Ich kann mit Männern auch (freundschaftlich!) mehr anfangen, aber sehe das genauso wie du. Ist immer schwierig.

    Shopping ist nur alleine entspannend :-D da nehme ich auch meinen Mann nicht mit!

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