Hochzeit eines guten Freundes

Hallo zusammen

Ich bin hier schon länger stiller Mitleser und habe mich nun registriert, weil ich mir Meinungen bzw. Ratschläge einholen möchte.
Ein guter und langjähriger Freund von mir hat Anfang des Jahres vollkommen überstürzt, nach nur einem Jahr Beziehung, seine Freundin geheiratet.
Er hatte viele Frauen und Beziehungen. Mit dieser scheint es zu passen und meiner Meinung nach tut sie ihm auch sehr gut - ich hoffe, dass das hält, denn sie leben noch nicht einmal zusammen.
Aber das müssen die zwei ja selbst wissen. Momentan ist nach wie vor rosarote Brille angesagt.

Nun zu meinem eigentlichen Anliegen:
Ich bin ohne meinen Partner zur Hochzeit eingeladen. Wir sind nicht verheiratet aber wir leben zusammen. Mein Partner und der Bräutigam kennen sich auch. Wir haben zu dritt ein gemeinsames Projekt am laufen, wo der Bräutigam immer viel Unterstützung und Hilfe von meinem Partner erfahren hat (und diese auch immer angenommen hat) und ständig viel Kontakt da ist. Zusammen im Urlaub waren wir auch schon, der Bräutigam war oft bei uns zum Essen und Übernachten eingeladen (teilweise mit der Braut) und und und.. man kann also nicht sagen, dass sie sich nur flüchtig kennen.

Der Bräutigam begründet es damit, dass sie die Hochzeit klein halten wollen und nur die engsten Vertrauten (grundsätzlich ohne Partner) einladen.
Ich kann das auf einer Seite zwar verstehen, auf der anderen Seite aber überhaupt nicht. Und irgendwo finde ich das auch sehr respektlos.
Ich kann verstehen, dass man an der Hochzeitsfeier keine Leute dabei haben möchte, die man kaum kennt. Aber das ist hier ja nicht der Fall, weshalb ich Schwierigkeiten habe, damit umzugehen.
Am liebsten würde ich ihm sagen, dass ich nicht kommen werde, wenn ich meinen Partner nicht mitbringen darf. Ich weiß aber nicht, ob das wirklich richtig ist.
Mich überfordert das im Moment total und ich möchte niemandem weh tun.
Aber, dass mein Partner nicht eingeladen ist, in Anbetracht aller Umstände, finde ich einfach nicht gut.

Wie würdet ihr mit dieser Situation umgehen?

Danke im voraus
Liebe Grüße
swansea

Bearbeitet von Inaktiv
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Uff, das ist eine blöde Situation und ich kann dich gut verstehen. ABER ich würde trotzdem hingehen, denn wenn das Paar anfängt eine Ausnahme zu machen, dann wollen immer mehr Leute eine Ausnahme.
Ich kann verstehen wie „blöd“ es ist, wenn man für viele unbekannte Partner mitbezahlen muss (nach meiner Erfahrung schenken diese Partner dann nicht mal etwas, weil sie das Paar ja kaum kennen), aber bei meiner Hochzeit haben wir natürlich trotzdem die Partner eingeladen. Das gehörte für mich persönlich halt dazu.
Aber da ist jeder anders und leider sind Hochzeiten sauteuer. Daher würde ich die Entscheidung des Paares respektieren, denn ich wette, dass es ihnen nicht leicht gefallen ist, da klar ist, dass die Mehrheit der Gäste das total blöd finden wird.

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Danke für deine Antwort.
Ich weiß nicht, wie es bei den restlichen Gästen aussieht. Ich glaub all zu viele Partner gibt es da gar nicht, zumindest nicht viele langjährige ernsthafte Beziehungen.. die Braut ist noch recht jung und dementsprechend ist es ihr Freundeskreis auch. Beim Bräutigam fallen mir jetzt ehrlich gesagt auch nicht wirklich viele ein... viele seiner Freunde sind sowieso single

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Ganz ehrlich, ich verstehe dich da total und finde es auch blöd. Zumal die beiden sich ja wirklich kennen! Ich würde es schon nochmal ansprechen, bzw höflich anmerken. Man kann ja über alles reden, solange man nicht pampig dabei wird. Ggf. würde ich wirklich höflich erklären, dass ich dann nicht kommen werde. Dass die anderen Gäste single sind ist deren Problem, nicht euers. Für mich zählt bei hochzeiten immer, dass ich die eingeladenen Personen kenne und einen Bezug zu ihnen habe. Das ist bei euch ja eindeutig der Fall.

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Danke für deine Antwort. Ein Gespräch wird es da auf jeden Fall nochmal geben, spätestens wenn die offizielle Einladung kommt. Vielleicht hat er bis dahin ja noch einen Sinneswandel, aber das glaube ich weniger.

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Seine Hochzeit, seine Entscheidung. Nur weil man mit jemandem sonst gut auskommt oder an etwas gemeinsam arbeitet, heisst ja noch lange nicht, dass man best friends ist und diese Person auf seiner Hochzeit will, vor allem wenn man sie klein hält. Ich hatte zu meiner Hochzeit auch niemandem von der Arbeit eingeladen, obwohl wir zusammen arbeiten und uns tlw. auch privat treffen, mit Partner.