Freundschaften und Familie/Kinder

Hallo Zusammen,
wie ist es wenn man als einzige im Freundeskreis Kinder bekommt während der Rest (noch) kinderlos bleibt. Habt ihr Erfahrungen und wenn ja, sind diese eher positiv oder negativ und wie haben sich die Freundschaften verändert?

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Meine Erfahrungen sind da leider sehr negativ. Wir waren damals das erste Paar, dass ein Kind bekommen hat.
Die ersten Freundschaften verliefen sich schon während der Schwangerschaft. Da kamen schon Sprüche wie "Dich brauchen wir nicht mehr einplanen. Du kannst ja eh nicht." und ähnliches. Als das Kind dann geboren war, hat Kaum jemand verstanden, dass man als Mama abends auch müde ist, wenn man sich den ganzen Tag ums Kind gekümmert hat oder die Nacht mal nicht gut war. Denn in deren Augen war ich den Tag zu Hause am chillen. Ich wurde mit Ansage ausgeschlossen.
Kurz gesagt, es besteht keine Freundschaft mehr, die es vor der ersten Schwangerschaft gab.

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Oh je, das tut mir Leid zu hören. Ich hoffe, du konntest neue (Mama-)freundinnen finden 🙏🏻

Bearbeitet von mil.va
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Kinder sind Türöffner.
Da hat sich zum Glück die ein der andere gute Bekanntschaften ergeben.

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Meine Freundschaften waren auch schnell weg, aber ich habe neue Freundschaften geschlossen. Mein Kind ist Erwachsen und manche dieser Freundschaften bestehen bis heute.

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Hi,
meine Erfahrung war positiv.
In meinem, wie auch in den Freundeskreis meines Mannes, hat es nicht lange gedauert, bis ich nicht mehr die einzige war.
Unsere mittlerweile Teenies sind nun sogar zum Teil in einer Klasse/Clique.
Es waren einzelne Freundschaften eingeschlafen, die nun aber auch wieder intensiv sind.
Lg

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In unserem Freundeskreis hat sich das Partyverhalten durch Corona und sonstige Umstände eh komplett geändert. Von jedes Wochenende 2x miteinander unterwegs wie Anfangs/Mitte 20, ist schon lange nichts mehr zu sehen.

Wir treffen uns weiterhin regelmässig, während Corona haben wir angefangen diese Treffen bei uns im Garten abzuhalten, dann kam unsere Tochter, und ab dann war es eh einfacher, wenn sie draussen einfach dabei sein konnte. Mittlerweile sind noch andere Kinder dazugekommen, und es sind meistens einfach alle dabei.

Wenn ich sonst mit Freunden etwas machen will, liegt es meistens nicht an mir, dass wir kein Datum finden, sondern wegen Arbeit und Hobbys der anderen :-D

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Ich habe weitestgehend positive Erfahrungen gemacht - die meisten, richtigen Freunde, sind geblieben, ein/zwei haben wir nicht mehr (da hat es vorher aber auch schon nicht mehr so gepasst) und wir haben noch ein paar nette Leute (Eltern 😅) dazugewonnen.

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Meiner Meinung nach halten nicht viele Freundschaften so große Veränderungen aus, weil sich Fokus und Kapazitäten einfach stark verändern und die Gestaltung der gemeinsamen Zeit sowie Austausch quasi ganz neu verhandelt werden müssen. Freundschaftspflege ist nunmal aufwendig und da geht vor allem im ersten Babyjahr erstmal quasi gar nichts.
Wenn man sich allerdings mit anderen Eltern anfreundet ist das wieder sehr ergiebig, weil man sich ohne Worte verstanden und verbunden fühlt. Haben leider keine tiefere Freundschaft mit anderen Familien, aber wünschen uns diese sehr! Man braucht den Austausch und die Unterstützung und wenn die vorherigen Freundschaften wegbrechen, dann ist man plötzlich sehr schnell sehr isoliert.

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Wieso meinst du geht das nicht?

Unsere Freunde kamen dann halt zu uns oder wir haben unsere Tochter mitgenommen und dort schlafen gelegt.

Auch abends weggehen ging mit KiWa/Trage oder mal mit Oma oder Tante als Babysitter.

Feiern gehen wir alle eh selten.
Das haben wir dann wenn mal einzeln mit dem jeweiligen engeren Kreis gemacht und einer blieb daheim beim Baby…

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Also ich sag nicht, dass das gar nicht geht, aber es ist halt viel Arbeit und es ändern sich viele Sachen. Manche Freunde fühlen sich ignoriert, obwohl man einfach nur kaputt vom Kind auf der Couch liegt. Andere Freunde können nichts mit Kindern anfangen und gehen dann auf Abstand. Wieder andere triggert das Thema, weil es bei ihnen noch nicht so weit ist. Gibt viele Möglichkeiten, warum das nicht klappt.

Aber klar, du hast Recht, es kann auch klappen, dass die Freunde einen dann eben besuchen und ein Kind ist einfach dabei. Aber das sind halt andere Gespräche, man ist immer abgelenkt, muss aufpassen, kann selber nicht mehr so problemlos Hilfe anbieten (Zeit-und Energiemangel) kann nicht einfach so was unternehmen, es muss irgendwie kinderfreundlich sein etc. etc.

Also es werden sich so oder so eine Menge Dinge verändern und einige Personen können das gut und machen gern mit und andere können das überhaupt nicht. Wie sonst im Leben halt auch.

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Unsere Freundschaften sind geblieben und weitere kamen durch Kinderturnen etc dazu :)

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Hallo mil.va

Meine Erfahrung ist, dass wir selber die Freundschaften aufrecht halten müssen. Wir laden immer ein zu uns nach Hause (Raclett, Grillen oder Pizza).

Am Anfang wollen natürlich alle das Baby sehen und treffen sich mit euch und dann wurden wir auch noch ein paar mal eingeladen zu anderen nach Hause, aber sobald die Kinder grösser wurden (der Grosse ist jetzt 4 und der Kleine bald 2) lud uns niemand kinderloses mehr ein.

Also mein Tipp: selber einladen.

Und ein paar Freundschaften gehen sicher verloren, aber neue entstehen.