Mönchspfeffer und Frauenmanteltee

    • (1) 10.12.08 - 15:22

      Hallo!
      Würde mal gerne wissen, ob ich oben genanntes im Reformhaus, oder der Apotheke bekomme und was der Fraeunmanteltee noch gleich bewirkt?
      Über Antworten würde ich mich sehr freuen!
      LG, Saskia

      • (2) 10.12.08 - 15:50

        Hallo,hier ist etwas zum lesen für Dich
        Der Frauenmantel ist eine Pflanze, der man seit langer Zeit eine hervorragende Wirkung bei der Behandlung von “Frauenleiden” zuschreibt. Der Name geht wahrscheinlich auf die Form der Blätter zurück, die an Frauenkleider vergangener Zeiten erinnern. Auffällig ist bei der Pflanze, die nach heutiger Betrachtungsweise eher einem umgeklappten Regenschirm entspricht, die Flüssigkeitsansammlungen in den Blättern zur Morgenstunde. Dies ist nicht eine reine Ansammlung von Tauwasser, sondern wird von der Pflanze selbst “ausgeschwitzt”.

        Generell sagt man dem “Frauenkraut” nach, die Durchblutung des Beckens zu verbessern. Dadurch soll es zu einer Straffung des Gewebes im Unterleib kommen. Auch eine bruststraffende Wirkung wird ihm zugeschrieben, wenn mit Frauenmantelsaft getränkte Umschläge auf die Brust aufgebracht werden. Des weiteren wird der Tee zur Behandlung von Durchfallerkrankungen und äußerlich wegen seines hohen Gerbstoffgehaltes zur Wundpflege empfohlen (letzteres oft auch in Kombination mit Salbei). Von Hebammen wird er zur Vorbereitung auf das Wochenbett vor der Geburt empfohlen, jedoch wird in den meisten Publikationen darauf hingewiesen, dass die Anwendung in der Schwangerschaft unterbleiben sollte.

        Im Zusammenhang mit dem Kinderwunsch gibt es folgende interessante Überlieferungen und Anwendungsgebiete:

        Wecheljahresbeschwerden
        unregelmäßiger Zyklus
        Speziell Behandlung von Zyklusstörungen im Zusammenhang mit Übergewicht (z. B. PCO-Syndrom)
        Speziell bei Kinderwunsch-Behandlungen zur Verbesserung der Durchblutung des Beckens zur Förderung der Reifung der Eibläschen und des Aufbaus der Gebärmutterschleimhaut
        Anwendung: Als Tee ca. 3 Teelöffel Frauenmantelkraut pro Tasse (schmeckt sehr streng aufgrund der Gerbsäuren) mit einem Viertelliter Wasser übergießen und ca. 10 min ziehen lassen. Es gibt auch fertige Teebeutel zu kaufen. Mehr als eine Kanne/Tag oder 4-5 Tassen sollte frau nicht zu sich nehmen, denn:

        Auch Naturheilmittel sind Medikamente!! Also nie gemäß dem Motto “viel hilft viel” verfahren!
        lg sandra

      (4) 10.12.08 - 15:54

      Der Mönchspfeffer, auch Keuschlamm genannt, hat seinen Namen aus dem Mittelalter. Dort wurden die Beeren des bis zu 5 Meter hohen Strauches von den Mönchen zur Dämpfung sexueller Begierden genutzt. Das heutige Anwendungsgebiet ist die Regulierung des weiblichen Zyklus und die Behandlung des prämenstruellen Syndroms. Eine Regulierung des Zyklus setzt jedoch voraus, dass dieser zumindest halbwegs regelmäßig ist. Bei sehr langen blutungsfreien Intervallen muss man davon ausgehen, dass dem schwerwiegendere hormonelle Ursachen zugrunde liegen, die mit anderen Methoden behandelt werden müssen.

      Durch Absenken des Prolaktinspiegels wird eine Behandlung des PMS (Spannungsgefühl in den Brüsten, Gereiztheit, depressive Verstimmungen vor der Regel, zu starke Monatsblutungen) möglich, da diesen Symptomen oft ein erhöhter Prolaktinspiegel zugrunde liegt.

      In den “Keuschlammfrüchten” enthaltene Wirkstoffe aus der Gruppe der Iridiode und der Diterpene senken effektiv den Spiegel des Hormons Prolaktin. Die Beschwerden beim PMS, von denen jede neunte Frau regelmäßig betroffen ist, werden häufig gar nicht oder mit schmerz- und krampflösenden Mitteln lediglich symptomatisch behandelt. Der gezielte, kurmäßige Einsatz von Mönchspfefferextrakten, stellt eine gut verträgliche ursächliche Behandlungsmethode dar, deren eindrucksvolle Erfolge in vielen klinischen Studien belegt sind.

      Da der Mönchspfeffer auch die Bildung der Gelbkörperhormone fördert, werden die entsprechenden Arzneimittel mit z.T. belegbaren Erfolgen auch bei Unfruchtbarkeit infolge von Gelbkörperinsuffizienz oder erhöhten Prolaktinspiegeln versucht. Die Anwendung erfolgt durchgehend (1. und 2. Zyklushälfte) mit industriell hergestellten und daher standardisierten Dosierungen (z. B. Agnucaston).

      lg sandra

      • (7) 11.12.08 - 10:21

        Hallo!
        erstmal vielen Dank für deine vielen und ausführlichen Antworten.
        Nach dem ES steigt meine Tempi nur sehr langsam, daher könnte es sein, dass ich eine Gelbkörperschwäche habe. Hab meinen FA-Termin allerdings erst Ende Januar und wollte daher schonmal ´n bissel was pflanzliches probieren... Außerdem schwankt mein Zyklus so zwischen 28 und 34 Tagen, was aber noch mit dem Absetzten der Pille Anfang August zu tun haben kann. (Habe die Valette 6Jahre genommen)

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