Frage zur ZS????!!!

    • (1) 06.08.09 - 21:38

      Hallo,

      Ist es normal das man zum ES oder ES +2 gelbichen ZS hat, sehr spinnbar aber nicht durchsichtig..

      Sorry kenn mich da nicht viel aus ist mein 1 ÜZ

      mein ZB


      http://www.urbia.de/services/zykluskalender/view?sheet_id=425745&user_id=866864

      was meint ihr??

      • (2) 06.08.09 - 21:44

        Ja, das ist normal. Freu dich und ran an den Mann! Spinnbarer ZS ist die Hauptsache. Muss nicht durchsichtig sein, sondern kann aussehen wie Eiweiß. Deine Temperatur muss jetzt nur noch mehr ansteigen. Seltsam, dass sie seit 3 Tagen auf gleicher Höhe ist. Der Absacker davor ist normal, aber hoch muss die Tempi nun schon mal gehen... Viel Glück

      Was ist Zervixschleim?
      Der Zervixschleim ist ein Sekret, das Drüsen im Gebärmutterhals (cervix uteri) bilden. Der Schleim wird zu einem Pfropf, der den Gebärmutterhals verschließt. Diese Barriere verhindert, dass Bakterien aus der Scheide bis in die Gebärmutterhöhle aufsteigen können.
      Warum verändert sich der Zervixschleim?
      Während des Zyklus verändern sich die Hormone im Körper der Frau und in ihrem Takt verändert sich auch der Zervixschleim.
      Zu Beginn des Zyklus, nach der Menstruation, ist die Scheide eher trocken. Es bildet sich relativ wenig Zervixschleim.
      Wenn es auf die fruchtbare Phase zugeht, steigt der Östrogenspiegel. Chemisch gesehen enthält der Zervixschleim dann immer mehr Salz. Auch im Speichel lässt sich vermehrt Salz nachweisen. Wird ein Speicheltropfen getrocknet und unter dem Mikroskop betrachtet, zeigt sich ein typisches Salzkristall-Muster (im Fachjargon als Farnkrautstruktur bezeichnet).
      Um den Eisprung herum nimmt der Schleim stark zu. Er wird dünnflüssiger, glasklar und "spinnbar" (fadenziehend). Das Milieu der Scheide ist sauer, der Zervixschleim jedoch alkalisch. Ein schlauer Trick der Natur: Jetzt, in den fruchtbaren Tagen, können männliche Samenzellen besser durch den Schleim dringen und die Eizelle befruchten.
      Gegen Ende des Zyklus wird der Zervixschleim weißlich-klumpig, die Menge nimmt wieder ab.
      Was unterscheidet den "fruchtbaren" vom "unfruchtbaren" Zervixschleim?
      Zunächst hat der Zervixschleim eine milchig oder gelblich trübe Farbe, ist zäh und klebrig. Je näher die Frau auf den Eisprung zusteuert, desto klarer und dünnflüssiger wir der Schleim. Die meisten Frauen nehmen das als vermehrten Ausfluss wahr, der Scheideneingang fühlt sich feucht an.
      Wird der fruchtbare Zervixschleim in größerer Menge produziert, kann auch der zähe Schleimpfropfen der unfruchtbaren Tage als großes Stück abgehen.
      Viele Frauen haben ein öliges, glitschiges Gefühl unmittelbar vor dem Eisprung. Die meisten haben spinnbaren Zervixschleim, andere beschreiben ihn als eher cremig.
      Um den Zervixschleim zu beurteilen, nehmen Sie ihn am besten direkt in der Scheide (am Muttermund) ab. Am Anfang kostet das vielleicht etwas Überwindung, aber mit ein bisschen Übung geht es ganz einfach. Am besten so: mit dem Finger die Vagina ertasten. Die richtige Stelle am Muttermund ist dort, wo es sich anfühlt wie eine Nasenspitze. Bei vielen Frauen bildet sich auch genug Zervixschleim, um ihn direkt am Scheidenausgang zu entnehmen. Dann zwischen Daumen und Zeigefinger halten und die Finger auseinanderziehen. Der Eisprung steht unmittelbar bevor, wenn sich mehrere Zentimeter lange Fäden ziehen lassen. Übrigens eine Methode, die auch als "Billings-Test" bekannt ist.
      Nach dem Eisprung geht der Zervixschleim zurück und wird innerhalb kurzer Zeit wieder dick, zäh und trüb. Das Gefühl im Scheideneingang wird trockener.
      Was beutet die Zervixschleim-Konsistenz konkret?
      Gefühl Aussehen Fruchtbarkeit
      trocken, rau nicht fruchtbar
      trocken kein Schleim am Scheideneingang nicht fruchtbar
      feucht kein Schleim am Scheideneingang wenig fruchtbar
      feucht dicklich, cremig, klumpig, klebrig, zäh-elastisch, nicht ziehbar, trüb, weißlich, gelblich fruchtbar
      feucht glasklar, durchscheinend, wie rohes Eiweiß dehnbar, spinnbar, fadenziehend, gelblich, rötlich, rotbraun sehr fruchtbar
      nass, weich, glitschig, glatt glasklar, durchscheinend, wie rohes Eiweiß dehnbar, spinnbar, fadenziehend, gelblich, rötlich, rotbraun sehr fruchtbar
      Wenn Sie schwanger werden wollen, sollten Sie schon 1-2 Tage vor dem Eisprung Sex haben. Denn die Eizelle bleibt nur 12-18 Stunden befruchtungsfähig. Die Samenzellen dagegen können 2-3 Tage im weiblichen Körper überleben.
      Zervixschleim beobachten: als Mittel zur Familienplanung?
      Mit etwas Erfahrung - und Übung - kann jede Frau die Veränderungen des Zervixschleims selbst erkennen und daraus schließen, in welcher Zyklusphase sie ist.
      Wer ein Wunschkind plant, sollte den Zervixschleim über mehrere Monate genau beobachten. Denn er ist bei jeder Frau anders beschaffen. Lernen Sie Ihren Körper kennen! Um Ihre fruchtbaren Tage zuverlässig zu bestimmen, ergänzen Sie die Kontrolle des Zervixschleims am besten mit der Temperaturmessmethode.
      Denken Sie daran, dass chemische Verhütungsmittel (z.B. Vaginalzäpfchen) oder ein Samenerguss in der Scheide die Konsistenz des Zervixschleims verändern können. Ebenso Beschwerden wie z.B. Scheidenentzündungen.
      Auch der sogenannte "Erregungsschleim" kann mit hochfruchtbarem Zervixschleim verwechselt werden. Er ist ebenfalls spinnbar, meistens klar, manchmal auch milchig-cremig, kann aber weggewischt werden. Erregungsschleim löst sich in Wasser auf - im Gegensatz zu fruchtbarem Zervixschleim.
      Gibt der Zervixschleim Auskunft über eine Schwangerschaft?
      Viele Frauen mit Kinderwunsch hoffen, viel Ausfluss deute auf eine Schwangerschaft hin. Allerdings verändert sich der Ausfluss während einer Schwangerschaft zunächst nicht nennenswert. Es ist also nicht möglich, eine Schwangerschaft durch Veränderungen des Zervixschleims zu erkennen.
      Erst im Verlauf einer Schwangerschaft bemerken manche Frauen, dass sie mehr Ausfluss haben als sonst. Das liegt daran, dass sich der Hormonhaushalt ändert und der Vaginalbereich stärker durchblutet wird (so kann der Körper Keime und Bakterien leichter loswerden). Normalerweise ist der Ausfluss geruch- und farblos oder weiß (deshalb auch der Name "Weißfluss"). Gegen Ende der Schwangerschaft kann der Weißfluss stärker werden. Ändern sich jedoch Farbe, Beschaffenheit und Geruch und brennt oder juckt die Haut, ist das oft ein Zeichen für eine Infektion.


      lg

    Das ist eine super Ausführung! Vielen Dank! Auch wenn ich nicht die Fragen-stellende-Person war, hat es mir doch auch sehr geholfen!

    Super Antwort...
    Hat auch mir RIESIG geholfen (=
    Danke

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