Behindertes Kind & nun ein Geschwisterchen?

    • (1) 25.02.19 - 09:15

      Hallo ihr lieben, ich bin neu hier.
      Ich heisse Tami bin 28 jahre & habe bereits 2 kids geb. 2009 und 2010.

      Wir sind/ waren die ersten aus unserem Freundeskreis die geheiratet und kinder bekommen haben. Mittlerweile ziehen die anderen nach & nach und nach kam immer mehr der wunsch nach noch einem kind in mir auf. Doch ich bin hin und her gerissen, ob es wirklich eine gute idee ist.

      Man muss dazu sagen, das mein jüngster zu 100% geistig behindert ist, er ist momentan auf dem stand eines 3 Jahren alten kindes.
      Haben viele Termine bei Ärzten und auch viele Therapien.

      Ixh bin hin & her gerissen, klar das baby müsste zu allen Therapien und Arzt besuchen größten teils mit.
      Wir haben ein Haus mit nur 2 Kinderzimmer das heißt einer müsste sich vorerst das zimmer teilen, mein Mann arbeitet im 3 schicht System.

      Das Geld würde reichen von meinem mann, könnte aber auch das baby mit zu meiner arbeit nehmen.... Momentan nehmen wir uns alle 2 Wochen Samstags kinderfrei und Unternehmen was zu 2, da wir uns unter der Woche kaum bis gar nicht sehen (ich und mein Mann) & nehmen und seit letztes Jahr den "luxus" raus und nehmen uns 5 Tage Kinder frei und gehen ein paar Tage alleine weg.
      klar geht das mit babY nicht mehr. Glaubt mir, auch mit einem behinderten Kind ist es nicht alles Sonnenschein und anstrengend. Dazu kommt des mein Mann seit einem Unfall unter Depressionen leidet und dementsprechend Tabletten nehmen muss.
      Er möchte auch gerne novh ein Kind, überlasst mir aber die entgültige Entscheidung, was es mir nicht gerade leichter macht.

      Eigentlich war die Familien Planung mit den beiden kids abgeschlossen, wir waren so Happy hatten einen jungen und ein Mädchen 😍 bis wir als unser sohn 3 jahre alt war erfahren habrn, das er behindert ist. Haltet mich nicht fur irre, aber seitdem, war drr wunsch nach noch einem kind geboren. Nein es geht nicht um einen stammhalter !

      Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.

      • Ich weiß wie Du dich fühlst.

        Ich bin aktuell in der 26ssw mit einem kleinen Jungen. Meinen Mann und seinen Sohn lernte ich kennen. Kurz nachdem ich erfuhr das ich erneut Schwanger bin, was zudem geplant war, haben wir erfahren das mein Stiefsohn ein GE Kind ist und dann änderte sich alles. Auch mein Stiefsohn hat viele Termine. Leider interessiert sich seine leibliche Mutter kein bisschen für ihn. Ständig enttäuscht Sie ihn und sagt UmgangsWE ab.

        Ich habe ständig die Angst ob es klappt und seine ständigen Wutausbrüche mir gegenüber machen mir große Sorgen. Ich habe Angst das er es an den beiden anderen auslässt irgendwann. Zwischen unserer gemeinsamen Tochter und meinem Stiefsohn liegen 7 Jahre. Ich bin froh das diesmal nur knapp 3 Jahre dazwischen sind.

        Ich kann nachvollziehen wie schwer diese entscheidung für Dich sein mag. Dennoch gebe ich deinem Mann recht. Du musst selber wissen ob Du/Ihr es eurem Gemüt zumuten könnt.

        Ich drücke Dir die Daumen das Du die richtige entscheidung triffst und vllt sehen wir uns ja bald im SS-Forum mit Kugel 😉

        Fühl Dich gedrückt

        Hallo Tami,
        also erstmal Hut ab. Wie du dein Leben beschreibst, klingt sehr bodenständig und reflektiert. Ihr scheint das Leben zu meistern mit allen Höhen und Tiefen, findet Lösungen und vernachlässigt euch als Paar nicht.
        Natürlich wird dir hier niemand eine Entscheidung abnehmen können und deine Gedanken finde ich nachvollziehbar (in jede Richtung, Pro&Kontra).
        Schön ist es auch, dass ihr beide den Wunsch habt. Deine Bedenken kann ich verstehen, da du ja die meiste Zeit mit Kids bist. Aber ihr scheint gute Voraussetzungen mitzubringen (Job, Unterstützung im Alltag, Finanzielle Absicherung). Für mich klingt es so als würdet ihr das Wuppen.

        Vielleicht solltest du diese Entscheidung aus deiner / eurer Hand legen. Hört auf zu Verhüten, liebt euch (an euren Kinderfreien Wochenenden 😊) ausgiebig und lasst es auf euch zukommen. Du bist ja auch noch jung und hast Zeit.
        Mit 28 sind noch nicht alles Messen gesungen.

        Ich bin mir sicher, es kommt dann schon so wie kommen soll und dann ist es auch richtig und gut.

        Liebe Grüße Audrey mit Zitrone 15ssw

        • (4) 25.02.19 - 09:57

          Sorry ..Was ist das bitte für eine Antwort ?Liebt euch einfach ?Dann wird man doch direkt schwanger 🤦‍♀️ Man kann hier tatsächlich keinen Rat geben ,das muss das Paar für sich selbst entscheiden .Ich persönlich würde denke ich kein weiteres bekommen ,weil auch die Partnerschaft darunter leidet oder jetzt schon sehr gelitten hat und das behinderte Kind sehr viel Aufmerksamkeit benötigt .Ich habe es in der Familie .Dann die 3-Schichten dazu .Ich würde vermutlich noch ein paar Jahre warten (denn mit 28 kann man das ) und dann neu entscheiden .Aber das eben auch kopfmässig und nicht nur herzmässig und nicht einfach „nicht verhüten „ .in unserer Familie kam nämlich dann ein zweites behindertes Kind und die Beziehung ist nun nach 15 Jahren am Ende ,weil das Pärchen nämlich sich als Paar in dieser Zeit verloren hat .Weil die Kinder nie richtig erwachsen werden ..Weil die Kinder Ihnen über den Kopf wuchsen ,besonders jetzt in der Pubertät. Ich wünsche euch die richtige Entscheidung

          • "Liebt euch einfach" im Sinne von "habt Gv, wie immer".... Mir ist schon bewusst, dass man nicht einfach so schwanger wird, bin ja nicht auf der Wurstsuppe hergeschwommen.
            Ich habe lediglich versucht alle Seiten zu betrachten und manchmal muss man dem Schicksal seinen Lauf lassen, vorallem wenn der Wunsch auf beiden Seiten da ist.

            • (6) 25.02.19 - 10:12

              du hast geschrieben „verhütet nicht „..
              So einfach ist es einfach nicht .Ich bekomme es aus nächster Nähe mit ,es ist so traurig .Wo gesunde Kinder irgendwann anfangen selbstständiger zu werden und sich abzunabeln ,hören die Sorgen um ein behindertes Kind nie auf ,das ganze Leben lang .und das nagt an einer Partnerschaft .Ich sehe es grade wie krass es in der Pupertät zugeht .Die Mama ist komplett überfordert,er kommt mit seinem Kräften nicht zurecht .Ich weiß natürlich nicht wie die Behinderung Ihres Sohnes aussieht ,aber er ist ja auch erst 3.Ich denke die schwierigen Zeiten folgen erst noch .Ich denke ein drittes Kind würde die Situation nocheinmal wieder anstrengender machen und bei mir wäre die Angst groß ,dass es evtl auch behindert ist. Ich würde mir mit der Entscheidung Zeitlassen .Es hört sich krass an,aber eine Partnerschaft kann an soetwas zerbrechen und nur weil alle anderen derzeit Kinder bekommen und man die Wehmut spürt ,würd ich wirklich eher mit dem Kopf entscheiden und nicht nur mit dem Herz .Denn wenn man nachher wirklich nie wieder Zeit für sich als Paar findet und man auseinanderrennt ,hat man auch nichts gewonnen .Ich wünsche der TE die richtige Entscheidung ❤️

              • (7) 25.02.19 - 10:20

                Danke für eure Antworten.
                Das mit der Behinderung ist nicht einfach, das stimmt, mein Sohn ist 8 Jahre und auf dem stand eines 3 Jahre alten kindes. Sagt das glaube ich schon viel.

                Ich denke ich lasse mir Zeit und werde eventuell mal eine pro und Kontra Liste machen, um mir klar zu werden ob es passt oder nicht.

                • (8) 25.02.19 - 12:40

                  Huhu..
                  Ich bin 25 Jahre alt und habe eine 5 jährige behinderte Tochter. Nach der Geburt schien alles in Ordnung, aber bereits mit ca 6 Monaten haben wir gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Wir haben dann 4 Jahre lang sämtliche Untersuchungen machen lassen, bis wir eine Diagnose bekamen. Sie hat einen seltenen Gendefekt, der nicht von uns übertragen wurde.
                  Sie kann nicht sprechen, laufen, krabbeln.. Muss gefüttert werden und sitzt noch sehr wackelig. Klar ist es eine Menge Arbeit und therapien haben wir auch...
                  Aber ich wollte immer 2 Kinder haben. Bevor wir die Diagnose hatten, war dies allerdings nicht so einfach möglich, da es ja hätte sein können, dass wir was vererbt haben und es dann wieder auftritt.
                  Nun bin ich in der 12ten Woche schwanger und ich denke es war die richtige Entscheidung auch wenn es anfangs nicht leicht wird.

                  • (9) 25.02.19 - 14:46

                    Hallo Josie,

                    mein Sohn ist 4 Jahre und auch behindert. Er kann nicht stehen, laufen, krabbeln und er kann nicht selbstständig essen, wir müssen ihn füttern. Er ist also komplett hilflos und auf uns angewiesen, aber ein ganz lieber kleiner Junge. Nachdem wir die Genetik durch ratterten und klar war, dass es nicht an uns lag, haben wir es auch noch mal gewagt, da der Wunsch nach einem 2. Kind einfach soooo groß war. Ich wäre niemals glücklich geworden, wenn ich es nicht noch mal probiert hätte.

                    Nun bin ich schon in der 29. SSW und wir freuen uns auf unser 2. Kind :)

                    Alles Liebe und erdenklich Gute für Euch

                    LG, Anne :)

              Ach, ich glaube wir schreiben gerade aneinander vorbei. Das passiert in so einem Forum nun mal.
              Das einzige, was ich sagen wollte mit "Liebt euch" oder "verhütet nicht" war, dass man dem Schicksal überlassen sollte, wenn man ein Kinderwunsch hat. Das dazu Millionen Überlegungen gehören, kann ich mir vorstellen - vorallem in so einer Situation.

              Mir bin übrigens Heilpädagogin und Erzieherin. Ich habe jahrelange Berufserfahrung im Bereich Kinder, Kinder mit Behinderung und Jugendlichen. Ich gehe das Thema nicht naiv an. Ich habe einen heiden Respekt vor allen Eltern, die ihr Leben mit Kindern mit Behinderung meistern und so, wie die TN schrieb, klangen die Bedenken aber auch Wünsche plausibel.

              • (11) 25.02.19 - 13:23

                Natürlich ,es war auch von mir absolut nicht böse gemeint :-) komme auch aus der Pflege ,jedoch kann man das berufliche nicht mit dem zuhause und der eigenen Familie vergleichen .feierabend ist Feierabend und es sind nicht die eigenen Kinder . Man geht nach Hause und dort ist dann alles normal .Wenn man selbst betroffen ist gibt es keinen Feierabend und man leidet nochmal mehr mit .mir kam dein Text zu sehr aufs „Gefühl „ hören rüber .sicher ist das Herz wichtig ,aber der Kopf sollte nicht ausgeschaltet werden .Ich sehe halt wie es laufen kann .Die Mama steht jetzt mit zwei behinderten Kindern da ,der Mann hat eine andere .Jetzt kann man sagen was für ein Mann ist das bitte .Aber wenn man über Jahre nur Probleme und Sorgen hatte ,kann es der besten Partnerschaft irgendwann das Genick brechen .

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