Blutverdünner Fragmin aufgrund Sportverletzung

    • (1) 09.03.19 - 10:14

      Bevor ich meine eigendliche Frage stelle muss ich kurz ausholen. Ich bin im 11. ÜZ und 31 Jahre alt. Ich habe wahrscheinlich eine leichte Gelbkörperschwäche (2. Zyklushälfte ist nicht zu kurz aber Temperatur steigt nach ES nur schleppend und fällt zu früh wieder leicht ab) und mein AMH ist bei nur 0.5. Da ich mit diesem Wert wahrscheinlich nicht mehr so viel Zeit habe, setzt mich das Thema ziemlich unter Druck.

      Bisher habe ich mir immer gesagt „wenn die Mens kommt und es wieder nicht geklappt hat, dann lenke ich mich ab mit Sport und geniesse mein Leben.“ Nun habe ich mir aber eine Sportverletzung zugezogen, gehe für längere Zeit an Krücken und muss täglich Blutverdünner (Fragmin) spritzen. Leider verursacht der Blutverdünner bei mir Schmierblutungen bereits etwa 4 Tage vor der Mens, weshalb mir gesagt wurde, dass dies eine Schwangerschaft wohl erschweren würde.

      Kennt sich hier jemand mit Blutverdünner und gleichzeitigem Kinderwunsch aus? Ich habe schon oft gelesen, dass bei IVF oder ICSI oft auch Blutverdünner gegeben wird. Bedeutet das, dass der Blutverdünner die Chancen auf eine Schwangerschaft auch erhöhen könnte? Ich bin total verwirrt.

      Wahrscheinlich denkt sich jetzt jeder normale Mensch, ich sollte zuerst die Sportverletzung auskurieren und mich dann um den Kinderwunsch kümmern. Aber mit meiner geringen Eizellreserve (AMH Wert) möchte ich den Kinderwunsch nicht länger aufschieben. Würde mich über ein paar Antworten freuen.

      • (2) 09.03.19 - 10:22

        Hallo
        Also Fragmin ist nicht wirklich eine "Gefahr" bei Kinderwunsch. Es gibt sogar Frauen, die sind auf Heparin (Blutverdünnender Stoff) angewiesen in der Schwangerschaft.
        Ich gehe jetzt nicht davon aus, dass du mit dem Gedanken spielst, kein Fragmin zu spritzen weil du Angst hast, nicht schwanger werden zu können. Trotzdem: du nimmst das Fragmin damit du keine Thrombose entwickelst. DAS wäre dann definitiv schlimm bei Kinderwunsch/Schwangerschaft.

        Liebe Grüsse
        Noemii (Krankenschwester)

        • (3) 09.03.19 - 11:46

          Es ist mir klar, dass ich auf den Blutverdünner nicht verzichten kann. Es erscheint mir aber logisch, dass eine Schwangerschaft erschwert werden kann, wenn ich von dem Medikament so früh schon Schmierblutungen habe. Deshalb frage ich mich, ob es vielleicht sinnvoll wäre, den Blutverdünner besser „einzustellen“ im Sinne einer angepassten Dosis oder vielleicht das Medikament zu wechseln auf ein Präparat, das auch bei Kinderwunschbehandlungen zur Anwendung kommt. Ich werde den Blutverdünner voraussichtlich sicher 3 Monate nehmen müssen und 3 Monate erscheinen mir momentan wie eine Ewigkeit...

          • (4) 09.03.19 - 11:53

            3 Monate, da verstehe ich deine Bedenken. Ich dachte, es handelt sich um 1-2 Wochen. Tut mir leid.
            Ja, dann würde ich mich bei deinem Arzt erkundigen. 🤔

            • (5) 09.03.19 - 12:43

              Kein Problem, danke trotzdem für Deine Antwort. Ich habe am nächsten Dienstag einen Termin bei einem Sportarzt aufgrund der Knieverletzung, mal schauen, ob der mir da weiterhelfen oder mich vielleicht an einen Gerinningsspezialist verweisen kann. Klingt blöd aber der Kinderwunsch hat für mich auch jetzt die höhere Prio.

      (7) 09.03.19 - 16:03

      Hallo.
      Nach meiner zweiten Fehlgeburt musste ich ab positivem Test Fragmin spritzen. Verschrieben von der KiWu Klinik. Von daher ist das Präparat schon ok.

      Ich würde eher auf Ursachenforschung gehen. Ich vermute, dass der Blutverdünner eine eh vorhandene Schmierblutung bloß sichtbar macht
      Bist du denn wegen der Gelbkörperschwäche untersucht worden? Progesteronmangel verursacht ja oft Schmierblutungen. Vielleicht sind die nur bisher nie wirklich raus gekommen und quasi mit der Mens abgeblutet.

      • (8) 10.03.19 - 08:33

        Danke für Deine Antwort, das beruhigt mich schon mal dass dieses Präparat auch bei Kinderwunsch verschrieben wird. Darf ich fragen, wurde bei Dir eine Gerinnungsstörung festgestellt bevor das Fragmin verschrieben wurde?

        Es ist sicher gut möglich, dass die GKS an den Schmierblutungen schuld ist und sie durch den Blutverdünner einfach früher sichtbar werden. Die GKS wurde bei mir nur anhand der Temperaturkurve festgestellt. Die Tempi geht nach ES nur sehr schleppend hoch und sackt schon ein paar Tage vor der Mens wieder ab. Der Spezialist in der Kinderwunschpraxis meinte, das Hormon in der zweiten Zyklushälfte zu testen bringe nicht viel, da es an einem Tag hoch sein kann, am nächsten aber schon wieder zu tief.

        Wahrscheinlich beginne ich mit einer niedrig dosierten Stimulation (mit Spritzen) sobald ich kein Blutverdünner mehr nehmen muss. Aber das dauert noch.

        • (9) 10.03.19 - 08:39

          Nein, ich habe es prophylaktisch gespritzt.

          Also normalerweise testet man an Es+7, da muss es einen bestimmten Wert haben.
          Viele nehmen aber auch nur auf Verdacht in der zweiten Zyklushälfte Progesteron. Vielleicht würde dir das ja schonmal helfen?

          • (10) 10.03.19 - 09:20

            Ja habe ich auch schon vorgeschlagen. Aber der Spezialist meint, dass das nichts bringt weil bei einer GKS das Problem schon früher beginnt (bei der Eizellreifung) und man entsprechend auch da ansetzen muss. Ich habe aber ziemlich Respekt davor, mir Hormone in fer ersten Zyklushälfte zu spritzen weil ich eigendlich das Gefühl habe, dass die erste Hälfte ganz ok ist (positive Ovus, sichtbare Follikel in einer guten Grösse, regelmässiger Zyklus).

            In der zweiten Zyklushälfte trinke ich Frauenmanteltee, nehme Bryo und Yamswurzelcreme. Sozusagen All in mit allem was nicht rezeptpflichtig ist 😅

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