Bauch-/Gebärmutterspiegelung inkl. Eileiderspülung

    • (1) 09.03.19 - 13:54

      Hallo an alle,
      dieser Tipp richtet sich an die jenigen, die vor sich eine Bauchspiegelung und evtl. eine Gebärmutterspiegelung (HSK und LSK) und schon leicht Angst davor haben. Ich hatte vor kurzem beides, inkl. der Eileiterdurchspülung (Chromopertubation).
      Die Op wurde zuerst verschoben, da ich die beiden Tabletten vom Doxycyclin, die man vor der Op verabreicht, nicht verkraftet habe. Ich hatte Übelkeit und Erbrechen. Die Op wurde nun auf den nächsten Tag verlegt. Diesmal hatte ich außer einer Magen-Tablette davor nichts mehr eingenommen. Doxycyclin habe ich dann während der Op unter Narkose in flüssiger Form bekommen. Auf die Beruhigungstablette habe ich verzichtet, weil ich zwei Stunden vor der Op zu Hause schon eine Tablette Agnus Castus eingenommen habe und wollte nicht, dass es dann wieder zur Übelkeit und dem Erbrechen kommt.

      Die Op dauerte etwas über eine Stunde und verlief glatt, ohne Komplikationen. Im Aufwachraum fing ich an zu zittern. Das teilte ich der Krankenschwester mit. Sie hat mir irgendein Mittelchen über den Tropfer gegeben, sodass ich nach 5-10 Minuten nicht mehr zitterte.

      Als ich dann wieder auf die ambulante Op-Station gefahren wurde, habe ich trotz der Heizung stark gefroren. In der Ambulanz ist nämlich alles (Kissen, Decke usw.) nur für einmaligen Verbrauch und deshalb zu dünn. Auf eine Bitte bekam ich dann aber normale warme Decke.

      Nach drei Stunden nach der Op sollte ich zuerst mit Hilfe von der Krankenschwester kurz aufstehen, um etwas zu essen (3 Kräcker mit Tee). Dies schaffte ich jedoch nicht, weil ich beim Aufstehen kollabierte. Mein Blutdruck, der ständig gemessen wurde, war in Ordnung, aber der Kreislauf machte nicht mit. Also legte ich mich wieder hin.

      Obwohl ich ganze Zeit flüssig Paracetamol und andere Schmerzmittel bekam, hatte ich kurz darauf starke Schmerzen im Raum der Gebärmutter oder der Blase. Ich durfte ja nach dieser Art der Op und den Schmerzmitteln keine Schmerzen haben. Was war nun los? Wie es sich rausgestellt hat, war meine Blase während der Op zwar über den Katheter geleert, dies ist aber irgwie nicht komplett geschehen. Und mir wurde direkt im Bett von der Krankenschwester der Katheter eingeführt und die Blase vollständig entleert, bis zum letzten Tröpfchen - 1,1 Liter. Sofort fühlte ich keine Schmerzen mehr und konnte sogar wieder lächeln.

      Ich muss sagen, dass ich mich in der ambulanter Op-Station sehr umsorgt gefüllt. Das war einfach toll.

      Da mein Kreislauf aber nicht mitmachte und die Ambulanz um 15:00 - 15:30 Uhr schließt, wurde ich auf eine gynäkologische Station verlegt. Dort kümmerte sich um mich fast keiner mehr. Nur ein Praktikant überbrachte der Schwester immer wieder meine Bitten, diese selbst wollte aber nicht erscheinen. Ich bestand drauf, mir Kräcker und Tee vorbei zu bringen, weil ich ja zuvor wegen dem Kollabieren nicht gegessen habe und musste mich stärken, damit ich endlich aufstehen kann.

      Die Krankenschwester hat mir versprochen, dass sie noch bevor mein Mann kommt, mit mir aufsteht und zur Toilette geht, dies ist aber nicht passiert. Trotz des schlechten Kreislauf und der Schmerzen in beiden Schultern wegen dem Gas, der während der Op in den Bauchraum eingeführt wird, bin ich immer wieder selbst aufgestanden und gewagt, mehr und mehr Schritte selbst zu laufen.

      Als mein Mann kam, bin ich mit seiner Hilfe auf die Toilette gegangen und konnte selbst ohne Probleme Wasser lassen (dies waren beide Entlassungsbedingungen). Zu meinem Erstaunen wurde ich gegen 19:00 Uhr entlassen.

      Meinn Mann hat mich mit dem Rollstuhl zum Auto gebraucht. Ich konnte ohne Probleme nach Hause laufen, Treppen steigen und sogar auf der Seite schlafen. Den Bauch und die schmerzenden Schultern habe ich mit einem langen Seitenkissen gestützt. Gleich habe ich eine weitere weiche Unterhose mit weichem Bund mit einer Binde für kleine Blutung und Hose mit breitem weichen Bund angezogen. Das gelbe Desinfiktionsmittel, das bis auf fast die Hälfte der Oberschenkel geschmiert wurde, habe ich von den Oberschenkeln mit feuchten Tüchern entfernt. Der Bauch war noch viel zu empfindlich dafür.

      Den Pflaster kann man dann nach 2 Tagen von der kleinen Narbe über dem Bauchnabel entfernen. Nach einer Woche kann man dann die Fäden ziehen lassen (entweder beim Hausarzt oder bei einem Frauenarzt).

      Ich möchte somit alle ermutigen, die das noch vor sich haben und fürchten, dass trozt der leichten Komplikationen am Ende doch alles gut geht und dass es kein zu großer operativer Eingriff ist. Und, obwohl alles (der Bauch, die Schultern) am ersten Tag immer wieder schmerzen, wagt es, sich mehr zu bewegen. Man muss sich sogar bewegen, damit diese Schmerzen vom Gas verschwinden. Sogar am 2 Tag gibt es diese Schmerzen fast gar nicht mehr.

      Man darf aber gegen die Schmerzen im dem Bauchraum 2/Tag x 600 mg Ibuprofen einnehmen. Oder bei Bedarf etwas mehr.

      Alles Gute und eine schnelle Genesung an alle, die sich diesem Eingriff unterziehen!
      Tinki

        • Also ich finde das auch alles gruselig wie die TE es beschrieben hat und habe nun Angst davor, obwohl ich noch nicht mal sowas geplant oder je dran gedacht hab... Ermutigen ist etwas anderes für mich.

      Bei mir lief es noch viel unkomplizierter als bei dir, ich hatte weder Schmerzen (auser direkt nach dem Aufwachen, dagegen habe ich einmalig Schmerzmittel bekommen).

      Ich musste vorher nichts nehmen.

      Kreislauf war direkt stabil.

      Auch das Gas hat mir keine Probleme gemacht.

      Es wurde Endometriose gefunden und entfernt, ich hoffe, das war jetzt der Grund, warum es seit 2 Jahren nicht mehr geklappt hat.

      Alles Liebe 🍀

      LG Luthien mit ⭐

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