Von der IVF bis zum SST

    • (1) 13.03.19 - 20:23

      Hallo ihr lieben,

      nachdem ich in letzter Zeit hier im Forum immer wieder mal gestöbert habe und mir viele Beiträge von euch geholfen haben, möchte ich nun auch meine Geschichte erzählen und hoffe, dass sie jemanden von euch helfen wird ;-)

      Ich bin 28 Jahre alt und nach einer Laparoskopie im Vorjahr war klar, dass wir in eine KIWU müssen, da bei mir ein Eileiter stark verzögert durchgängig und der andere dicht ist. Davor haben wir gut 1,5 Jahre geübt. Bei mir wurden Endometrioseherde im Bauchraum gefunden, ich vermute, dass die Endometriose auch die Eileiter dicht macht. Spermiogramm meines Mannes in Ordnung #schwimmer Mein Zyklus ist mit zwischen 29 und 33 Tagen relativ regelmäßig.

      Wir sind aus Österreich und begaben uns in eine KIWU in Klagenfurt, die eine sehr hohe Trefferquote haben soll. Dort waren wir Ende 2018 zum Erstgespräch, der behandelnde Arzt war uns auf Anhieb sehr sympathisch und stellte einen Therapieplan auf. Generell eine KIWU, in der man sich auf Anhieb wohl fühlt und man das Gefühl hat, gut aufgehoben zu sein.

      Gestartet haben wir im Februar, die Zeit bis dahin nutzten wir natürlich. Wir machten eine Entgiftungskur, ernährten uns ausgesprochen gesund und nahmen allerhand Nahrungsergänzungsmittel ein. Natürlich war bis zum Schluss ein Funken Hoffnung da, dass es doch so klappten würde...aber leider nein.

      Also nahm ich Anfang Februar Primosiston ein, das wie eine Pille wirkt und das System stilllegt. Für 10 Tage, danach sollte die Regel kommen, was sie Gott sei Dank auch tat. Danach erster Ultraschall am ZT2 und am ZT 3 begann ich mit den Hormonspritzen. 4 Tage lang je 150I.E. Puregon, danach 5 Tage Meriofert 150I.E jeweils morgens, ab dem 6. Tag zum Unterdrücken Ganirelix. Am 10. Tag musste ich mit Pregnyl 500 und Decapeptyl auslösen.

      Wie war das Spritzen? Erstaunlicherweise fiel es mir sehr leicht und es tat wirklich kaum weh. Die ersten 2-3 Tage hatte ich auch verdammt viel Energie, danach machten sich aber meine wachsenden Eierstöcke bemerkbar und am Tag 7/8/9 und dann bis zur Punktion bewegte ich mich langsamer/vorsichtiger, da ich schon einen ordentlichen Druck im Bauch habe. Am 7. Tag der Spritzenkur hatten wir den 2. Ultraschall, ich bekam zuerst die Krise, weil meine ca 15 Follikel nicht gleichmäßig wuchsen. So hoffte ich bis zur Punktion, dass diese noch aufholen würden.

      Punktion verlief unter Dormicum und Schmerzmittel und so bekam ich diese zwar bei vollem Bewusstsein mit, aber mir war es eigentlich komplett egal, was mein Arzt da machte. War sogar ein "nettes" Gefühl als ich das Zeugs in meinen Venen spürte. Ich hatte das Gefühl, alles war nach einer Minute vorbei, tatsächlich waren es ca. 10 Minuten. Ich hatte 20 Follikel und 13 reife Eizellen. Inzwischen musste mein Mann die Samenprobe abgeben und während wir warteten, dass wir heimfahren durften erfuhren wir, dass es eine IVF wird, weil seine Schwimmer gut aussahen. Zusätzlich verwendeten wir Ca-Ionophor um unsere Chancen zu steigern. Nach der Punktion hatte ich 1 Tag lang leichte Mensschmerzen, aber der scheußliche Druck im Bauch war weg. Ich ging am nächsten tag wieder arbeiten. Es wurde mir gesagt, ich solle viel Wasser trinken und Eiweiß zu mir nehmen, damit sich die Symptome einer Überstimulation nicht verschlimmern (hatte ein klein wenig Wasser im Bauch und die Eierstöcke waren 8 cm groß)
      2 Tage nach der Punktion bekamen wir mitgeteilt, dass sich 11 EZ befruchten ließen und 9 davon brav weiterteilen und wir nochmal 3 Tage später bestimmt eine tolle Blstozyste zurück bekommen würden.

      Am Transfertag teilte uns die KIWU mit, dass es nur 3 der befruchteten EZ zur Blasto geschafft haben, darauf hin war ich eigentlich den ganzen Tag traurig. Auch den Transfer konnte ich nicht wirklich genießen (vor allem weil man da mit voller Blase hin muss, und meine war wirklich richtig voll!) Mein Mann war dabei und fand das ganze so schön, dass ihm de Tränen kamen, wie gesagt ich konnte es nicht genießen und konnte mir nicht vorstellen, dass sich das Krümel bei mir festbeißen wird. Ich bekam eine 2AA Blastozyste, sollte noch 10 Minuten liegen bleiben und dann nach Hause.

      Die Warteschleife war wirklich nicht einfach, mit Abstand das anstrengendste des ganzen Procedere, aber ich lebte normal weiter, ging arbeiten, war viel mit dem Hund unterwegs, ging sogar reiten...

      Was tat sich bei mir?

      Ab Tf+2/Tf+3 machten sich sehr unterschwellige Messschmerzen bemerkbar, auch hatte ich mehrere Nächte mein t-shirt nassgeschwitzt, was ich nur tue, wenn ich erkältet bin
      Ab Tf+5 wurden die Messschmerzen deutlich stärker und da fielen mir und meinem Mann auch meine deutlich größeren Brüste auf (könnte aber auch von den Media kommen)
      Ab Tf+6 hellbraune/hellrosa Schmierblutung, aber KEINE Messschmerzen mehr
      Tf+7 die Schmierblutung wurde stärker rund diesmal kam hellrotes Blut aber ohne Gewebe, keine Schmerzen, aber für mich wars da vorbei und ich musste mich mal aufs Sofa begeben und eine Runde weinen
      Tf+8 die Schmierblutung verschwand unter Tags komplett und meine Brüste taten nun richtig weh, waren heiß und voll ich war nach dem Schock am Vortag nun sehr sicher, dass es doch geklappt hat

      Da ich die letzten Tage orakelte und das Orakel immer stärker wurde und an Tf+7 schon fast positiv, machten wir abends einen SST. Zuerst noch einen OVU (der nun komplett positiv war), danach den SST und was soll ich sagen......POSITIV!!!#verliebt

      Irgendwie wusste ich es ganz tief in mir drinnen, denn ich hatte wirklich einige Anzeichen, die ich die gefühlten tausend ÜZ zuvor nicht hatte, aber diese fiese Schmierblutung/Blutung ließ mich kurz verzweifeln...

      Ende gut alles gut, ich hoffe der Krümel bleibt bei mir und wünsche allen, die es noch vor sich haben alles Gute und viel Kraft für den Weg dorthin :-D#winke

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