fruehtests sind doch nicht so gut*lest mal, interessant ;o)*

    • (1) 20.08.06 - 14:41

      Warum wußte OnCall nicht, daß ich schwanger war?

      Erfahrungsbericht von KleineKrabbe1 über OnCall (Schwangerschaftstest)
      27. April 2005


      Ich höre von Frauen oft die Frage: "Welchen Schwangerschaftstest (SST) sollen wir kaufen? Worin unterscheiden die sich?"
      Aufgrund meiner damaligen langjährigen Kinderwunsch-Behandlungen habe ich so viele Schwangerschaftstests (SSTs) gemacht, dass ich mittlerweile fast alle kenne. Ebenso kenne ich über den damaligen Kinderwunsch eine Menge anderer Frauen, ebenfalls reichhaltige Erfahrungen zum Besten gaben mit SSTs.
      Einige werde ich hier nun mal weitergeben - heute der "Streifentest" (In-Vitro) von "OnCall".



      WIE FUNKTIONIERT ein SST?

      Grundsätzlich funktionieren alles SSTs im Grund gleich. Ein Urin-Schwangerschaftstest ist mit sogenannten HCG-Antikörpern versehen. Diese Antikörper reagieren dann auf das Schwangerschaftshormon HCG, sofern es im Urin vorhanden sind. Dadurch entsteht dann der meist rote Streifen im Testfenster des Tests.

      Unterschieden werden die sogenannten In-Vitro-Tests (Streifentests) und die Kassetten-Tests. "In Vitro" ist Latein und bedeutet sinngemäß "im Glas" oder "im Gefäß". Beim In-Vitro-Test fängt man also Urin in einem sauberen Gefäß auf und hält dann den Teststriefen (einfacher sehr dünner und kleiner Streifen aus Pappe/Papier/Flies) für ca. 15 Sekunden in den Urin.
      Bei den sogenannten Kassetten-Tests ist das ganze "Innenleben" in einer Plastik-Kassette oder Plastik-Stift verpackt, den man beim Pullern in den Urinstrahl hält.
      Es gibt immer zwei Testfelder - ein Kontrollfeld, um zu sehen, ob der Test richtig durchgeführt wurde (der Strich muß IMMER erscheinen). Im zweiten Feld erscheint nur ein Strich, wenn das Schwangerschaftshormon HCG im Urin in ausreichender Konzentration nachgewiesen werden kann - man ist schwanger.



      WARUM KAUFT MAN "OnCall Frühtests" ?

      On-Call bietet mittlerweile sowohl einen Kassettentest, als auch einen einfachen Streifentest an. Mein Bericht bezieht sich auf den einfachen InVitro Streifentest, den man sehr günstig bei Ebay in größeren Mengen kaufen kann. Er ist deshalb recht beliebt, weil Frauen mit ausgeprägtem Kinderwunsch in aller Regel jeden Monat schon VOR der erwarteten Menstruation einen SST machen, weil sie die Ungewissheit plagt. Oftmals werden sogar pro Monat zwei Tests durchgeschleust, um auch "ganz sicher zu gehen". ;-)
      Deshalb braucht man dann sehr günstige Tests und die OnCall-Tests gibt es meist schon 10 Stück für ca. 12 Euro.
      Außerdem rühmt sich der OnCall Test damit, ein sogenannter "Frühtest" zu sein, den man angeblich schon Tage VOR dem ausbleiben der Menstruation machen kann, weil er angeblich "ultra empfindlich" ist und bereits (angeblich) auf 10 Einheiten HCG reagiert. Handelsübliche Tests in der Apotheke reagieren meist auf ca. 25 Einheiten HCG. Eine Empfindlichkeit von 25 Einheiten reicht aber absolut aus, um bereits locker einen Tag VOR der erwarteten Menstruation ein realativ sicheres Ergebnis zu bekommen.
      Aber es gibt viele Frauen, die es gern schon 5 Tage vorher wüssten… deshalb kaufen diese Frauen Ultra-Frühtests.



      ERFAHRUNGEN MIT OnCall FRÜHTEST

      Vor einigen Monaten hielt ich 13 Tage nach dem Eisprung für einen guten Zeitpunkt für einen SST. Das wäre einen Tag vor meiner erwarteten Menstruation gewesen. Zu diesem Zeitpunkt hätte das Schwangerschaftshormon einen ungefähren Wert von 55 Einheiten haben sollen - SOFERN denn eine Schwangerschaft vorliegt.
      Ich pullerte morgens (mit dem ersten Morgenurin wegen der höchsten Konzentration) in ein sauberes Glas und ließ den Urin dann etwas abkühlen (wird empfohlen). Ich nahm den dünnen wabbeligen Pappstreifen aus der Einwegverpackung (dünne Plastikfolie - siehe Bild) und hielt ihn 15 Sekunden bis zur aufgedruckten Markierung in den Urin. Dann legte ich ihn zur Seite und wartete drei Minuten - wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben. Der rote Strich im Kontrollfeld erschien fast sofort - Test richtig durchgeführt!
      Nach 3-4 Minuten sah ich... nichts. Kein zweiter Strich… wie immer.
      Enttäuscht frühstückte ich. Nach 20 Minuten ging ich ins Bad und schaute noch mal auf den Test… kniff die Augen zusammen… starrte… nahm den Test… drehte ihn im Licht hin und her… hielt ihn direkt vor die Augen… War da ein Schatten? Ein Schatten von zweiter Linie?
      In der Gebrauchsanleitung stand ausdrücklich, dass man den Test nach mehr als 5 Minuten nicht mehr ablesen soll. Aber ich war mir nicht sicher, ob da ein Schatten ist oder nicht. Vielleicht war das auch nur Wunschdenken.

      Ich fuhr sofort zum Arzt und erzählte es ihm. Er wiederholte den Test (übrigens der SELBE OnCall Test, den ich Zuhause gemacht hatte) und er war ebenfalls nach 4 Minuten klar negativ. Er sagte, dass ich sicher nicht schwanger sei, aber damit ich beruhigt bin, würde er meinem Wunsch nach einem Bluttest nachgeben. Gesagt getan.
      Nachmittags bekam ich einen Anruf vom Arzt… "Sie sind schwanger!"
      Was dann geschah, hätte man sehen müssen. Ich war zunächst geschockt und sprachlos. Dann hab ich minutenlang nur gekreischt vor Freude. Der Arzt sagte, dass mein HCG-Wert sei "19". Das war mir in dem Moment egal
      Erst später (nachdem die Schwangerschaft nicht gehalten hatte) wurde mir bewusst, dass der OnCall Test gemäß Hersteller auf 10 Einheiten HCG reagiert… Aber als ich testete, hatte ich bereits einen Wert von HCG 19 (durch Blutentnahme eine Stunde später bestätigt) hatte.
      Beide OnCall Tests jedoch hatten kein positives Ergebnis angezeigt.



      FAZIT

      Mein Fazit deckt sich mit den Erfahrungen und Meinungen anderer Frauen, die ich gefragt habe.
      Angenommen, eine Frau OHNE Kinderwunsch hätte voller Panik vor einer Schwangerschaft diesen Test gemacht und ein negatives Testergebnis bekommen, dann wäre sie beruhigt gewesen und wäre davon ausgegangen, nicht schwanger zu sein. Das böse Erwachen würde vielleicht erst Wochen oder gar Monate später gekommen.
      Aber auch andere Frauen, die sich ein positives Ergebnis erhoffen stehen mit diesem Test nicht gut da. Denn: Ein SST muß einfach halten, was er verspricht! Und wenn der Test sagt, dass er auf 10 Einheiten HCG reagiert und er reagiert nicht mal bei nachgewiesenen 19 Einheiten… und wenn man den Test angeblich mehrere Tage vor der erwarteten Menstruation machen kann, dann sollte das auch einfach erfüllt werden. Bei OnCall Streifentest ist das nicht der Fall.

      Alles in allem kann ich jeder Frau GRUNDSÄTZLICH nur von der Anwendung JEGLICHER sogenannter Frühtests abraten! Man sollte mindestens 14 Tage (besser 15/16 Tage) abwarten, da sehr oft kurzzeitig eine Schwangerschaft vorliegt (eine befruchtete Eizelle sich in die Gebärmutter eingenistet hat), aber nach wenigen kurzen Tagen bereits wieder abgestoßen wird. Das passiert sehr, sehr häufig. Und testet man zu früh mit einem Frühtest, bekommt man manchmal ein positives Ergebnis und bekommt trotzdem fast rechtzeitig seine Menstruation. Diese Enttäuschung habe ich oft genug bei anderen Frauen miterleben müssen.



      LG Hibbelin

      ps fand ich sehr interessant, was meint ihr?????

      • ich fands super und es hat mich abgehalten schon nächsten donnerstag zu testen ES+10 !

        ich hatte damals auch ES+10 getestet und wusste ich bin schwanger 5 tage nach NMt bekahm ichb lutungen-ich ärger mich so das ich getestet habe !

        hätte ich nicht getestet hätte ich zwar ne "FG2" gehabt aber nichts davon mitbekommen und ne AS wäre mir erspart geblieben-bei der sie eh nichts gefunden haben weils abgegangen ist mit mens!

        ich kann jedem nur raten nicht zu früh zu testen da viele eier abgehen mit der mens!

      Hm ,

      also grundsätzlich halte ich auch nicht viel von Frühtests, allerdings ist es bei einer HCG Konzentration von 19 im BLUT nur logisch, daß ein SSt ab 10 Einheiten HCG nicht anzeigen kann, denn der HCG Wert im Urin hinkt dem Wert im Blut 2 Tage hinterher.

      dazu habe ich auf Wunschkinder.de folgendes Gefunden

      ...........Ebenfalls muß man bedenken, daß die Konzentration des HCG im Urin dem des Blutes ungefähr zwei Tage hinterherhinkt. Wenn man sich also die Tabelle anschaut, dann erkennt man, daß allerfrühestens ein Test am 14. Tag nach dem Eisprung (ES) sinnvoll ist, wenn man ihn aus dem Urin macht und die Empfindlichkeit bei 50 IU/l liegt (bei weniger kann man leicht falsch positive Tests bekommen). Und hier sollte man unbedingt den konzentrierteren Morgenurin nehmen.................

      der Vergleich in Deinem Bericht zwischen Blut und Frühtest ist also absolut nicht assage kräftig.

      LG
      Barzoli


      Hi Du,

      naja...ganz richtig ist das nicht...

      Das Hcg im Blut ist dem im Urin ca. 2 Tage voraus...

      d.h. wenn das Blut einen Wert von 19 hatte DANN hatte der Urin nur 9,5 - das heißt der Test musste negativ sein!

      FAZIT: Der Test hatte recht!

      Meine Meinung: Ich würde nicht vor NMT testen!

      LG Bunny #hasi

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