Plötzlich Angst vor der Geburt

Hey ihr Lieben,

wie der Titel schon sagt, kommt bei mir langsam ein wenig Angst vor der Geburt hoch.

Kurz zu meiner Geschichte:
Nach fast einem Jahr Üben, bin ich im März endlich schwanger geworden und bin mittlerweile in der 33. SSW. Nachdem es für uns gefühlt fast ewig gedauert hat, bis es endlich geklappt hat, hatte ich eine total easy Schwangerschaft ohne größere Probleme und Beschwerden. Ich war nicht einen Tag krank, konnte bzw. kann bis zum letzten Tag arbeiten und hatte nicht einen außerplanmäßigen Arzttermin. Meinem kleinen geht es rundum gut, meine und seine Werte sind immer top und es gibt einfach nichts zu meckern. Ich bin sehr dankbar dafür.

Die leichte Schwangerschaft hat es mir sehr einfach gemacht, mich auch mit positiven Gedanken auf die Geburt vorzubereiten und das hat bis vor kurzem auch ganz gut geklappt. Ich kenne viele Geschichten über Geburten, habe auch immer viel nachgefragt bei Freunden etc. und auch die „Horrorstorys“ haben mir nie Angst gemacht. Im Gegenteil: ich war der festen Überzeugung, dass bei mir alles ohne große Komplikationen verlaufen würde. Diese Einstellung hat sich nun irgendwie über Nacht in Luft aufgelöst. Auf einmal bekomme ich Angst. Angst die Kontrolle zu verlieren und die Angst vor dem Ungewissen. Ich denke jetzt „warum sollte gerade bei dir alles easy laufen, wo du schon so viel Glück mit der Schwangerschaft hattest“. Warum sollte gerade ich mit den starken Schmerzen super umgehen können, bei mir und meinem Kind bleiben und durch richtige Atem- und Entspannungstechniken alles super meistern und ohne größere Geburtsverletzungen ein Kind auf die Welt bringen? Mittlerweile habe ich richtig Angst. Angst vor den Schmerzen. Angst vor der Dauer. Angst die Kontrolle zu verlieren.

Ich weiß auch nicht, was ich gerade erwarte. Vielleicht einfach ein paar aufmunternde Worte :D Vielleicht hat auch jemand von euch neben den zurzeit klassischen Vorbereitungen wie Hypnobirthing, Louwen, Datteln usw. noch ein paar Tipps zur Geburtsvorbereitung für mich.

Ich hoffe, die ein oder andere kann mich verstehen…

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versehentlich im falschen Forum gelandet. Bitte ins Forum Schwangerschaft verschieben.

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Hey,
Ich kann dich verstehen, das Ereignis Geburt kommt näher und man weiß ja nicht, was auf einen zukommt. Sicherlich beängstigend ist dann auch noch, dass dein Partner möglicherweise nicht die ganze Zeit bei dir sein kann.

Ich habe die Angst immer weggeschoben bekommen und es ist zum Glück alles sehr gut verlaufen. Ich habe mir immer gesagt: warum sollte etwas schief gehen? Ich bin in guten Händen und falls es den Ausgang nicht findet machen wir eben einen Dammschnitt oder Kaiserschnitt 😉 da hat man natürlich nach der Geburt länger was von, aber Hauptsache uns geht es sonst gut. Wenn man sich die Statistik ansieht ist die Sterblichkeit bei einer Geburt in Deutschland sehr gering.

Das sind gute Voraussetzungen für die Entbindung und ich habe mein bestes getan. Über das was alles passieren kann, habe ich mir sehr bewusst keine Gedanken gemacht, weil man sich dann auch in Panik reinsteigern kann. Beim zweiten Kind hat meine Frauenärztin mir zum Beispiel horrorgeschichten ausgemalt, weil ich spontan entbinden wollte, da ich beim ersten einen Dammschnitt und -riss 3. Grades hatte und wieder ein 4 kg Baby erwartet hab.

Ich habe mir dann von meinem Krankenhaus eine zweite Meinung geholt und die haben mich für eine spontane Geburt bestärkt und ich war zuversichtlich, dass alles gut geht, weil das Krankenhaus zuversichtlich war.

Vertrau darauf, dass die Hebamme weiß, was zu tun ist und dein Körper das schaffen kann. Nimm alles was dir gut tut in Anspruch (und sag was nicht geht, auch unter der Geburt) und umgib dich mit dem was die gut tut (Licht Musik, ggf.Partner). Das hat mir geholfen positiv in die Geburten zu gehen.

Vielleicht hilft dir dieser Gedankenansatz ein bisschen 🍀

Alles Gute für die restliche Schwangerschaft und Geburt!