Kann ein Kinderwunsch (3. Kind) wachsen?

Ihr Lieben,
Ich habe vor 3 Wochen meinen 2. Sohn entbunden und für mich steht fest, dass ich mir nix mehr wünsche als ein 3. Kind. (natürlich nicht jetzt aber vielleicht in 1-2 Jahren)
Mein Mann ist aktuell der Ansicht er fühle sich komplett und kann sich kein 3. Kind vorstellen. Man wüsste aber ja nicht, wie es in 1-2 Jahren aussieht. Ich denke aber seine Entscheidung steht :-(.

Nun frage ich mich, ob ein kinderwunsch noch wachsen kann?
Was könnte ich vllt dazu beitragen, dass er es sich vielleicht irgendwann vorstellen könnte.
Ich versuche natürlich ihn nicht unter Druck zu setzen und wir sind so verblieben dass wir in einem Jahr nochmal drüber sprechen aber ich würde gerne jetzt schon irgendwie etwas dazu beitragen, sodass dieser Wunsch bei ihm ggf. wachsen kann.
Habt ihr vielleicht Tipps?

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Ich würde es erst mal sacken lassen. Du schreibst ja selbst, dass du auch noch 1-2 Jahre warten möchtest.

Vielleicht sind 2 Kinder für dich schon so anstrengend, dass du kein drittes mehr möchtest...vielleicht ändert dein Mann seine Meinung.

Und falls nicht: Du hast zwei gesunde Kinder und kannst dich freuen.

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Du hast gerade erst entbunden.
Wir alle wissen das die Säuglingszeit zwar schön, aber auch ganz schön anstrengend ist.
Warum machst du denn jetzt schon ein Problem aus ungelegten Eiern?
Vielleicht gibst du euch erstmal Zeit euren neuen Familienzuwachs zu genießen und kennenzulernen, anstatt deinen Mann jetzt schon mit weiterem Nachwuchs unter Druck zu setzen.
Sorry, aber so ganz nachvollziehbar ist das für mich nicht.
Natürlich kann ein Kinderwunsch wachsen. In 2 Jahren ist dein Mann vielleicht schon anders gestimmt.

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Ja vermutlich spielen da die hormone aktuell noch enorm mit rein, denn so richtig erklären kann ich es auch nicht, warum es mich aktuell einfach so beschäftigt.
Ich habe wohl einfach Angst, dass die Entscheidung meines Mannes endgültig gefallen ist und mein Wunsch nicht erfüllt werden kann.
Das muss ich dann natürlich akzeptieren.
Und natürlich bin ich mehr als dankbar für meine zwei gesunden Kinder, nichtsdestotrotz ist der Wunsch nach einem dritten Kind eben da.

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Huhu Hallo,
das ging mir ähnlich nachdem unser zweiter Sohn geboren war und inzwischen sind wir mit vier Kindern glücklich. Mein Mann hat einfach jedesmal meinen großen Kinderwunsch gespürt/erkannt und dann auch erfüllt. Ich hab nicht geschwiegen, sondern immer mal wieder mit ihm darüber geredet -mir ausgemalt wie es sein wird.
Unser viertes Kind ist nun drei Monate alt und ich fühle mich inzwischen tatsächlich (vermutlich) komplett.
Wünsche dir, dass du deinen Wunsch erfüllt bekommst! Es ist wunderbar so eine größere Familie zu haben. Liebe Grüße.

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Danke für deine Antwort.
Schön, dass du dich komplett fühlst und dein Wunsch erfüllt wurde.
Ich hoffe, so wird es bei mir auch irgendwann sein.
War dein Mann denn zunächst strikt dagegen und hat den Wunsch nach einem weiteren Kind abgelehnt oder war er von vorne herein nicht ganz abgeneigt?

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Wir wollten immer zwei Kinder. In der Schwangerschaft wurde mir dann irgendwie bewusst, dass ich noch ein Kind möchte. Das war zuvor irgendwie gar nicht denkbar.
Ich hatte einen schlechten Endspurt, Krankenhaus, Frühchen, Kinderklinik.
Bedingt durch eine Plazenta Praevia. Mein Mann ist in dieser Zeit echt auf dem Zahnfleisch gekrochen. Für ihn war da klar, kein 3. Kind.
Ich habe ihm immer wieder mal erzählt, dass meine Kinder meine Aufgabe sind, es mich glücklich macht sie zu haben. So wie er das Handwerkliche mag, sind es bei mir die Kinder. (Und hier jetzt bitte nicht wieder blöde Kommentare, habe ich wegen dieser Aussage hier bei Urbia schon einmal geerntet.)
Zu Weihnachten, 4 Monate nach der Geburt von Nr. 2, hat mein Mann mir einen Brief geschrieben dass er sich entschlossen hat, unserer Familie noch ein 3. schlagendes Herz zu schenken. Dass ich Rotz und Wasser geheult habe, muss ich sicherlich nicht betonen 😉
Gib deinem Mann Zeit, ich denke er muss sich auch erst wieder in die Baby Zeit rein finden.
Du kannst ihm ja ab und an von deinem Wunsch weiter berichten, jedoch bringt es nichts, ihn da unter Druck zu setzen. Lass das Thema auch nicht Dauer präsent sein, genieße die Zeit mit deinem Baby 🙂

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Danje für die Antwort.
Hat dein Mann denn zunächst ganz strikt nein gesagt? Oder war er von vorne herein nicht ganz sicher, ob er möchte?
Das mit dem Endspurt kann man natürlich verstehen, dass er sich da Sorgen macht.

Hier ist es ähnlich wie bei dir. Ich habe mit den Kindern endlich den Sinn meines Lebens gefunden und kann mir nix Schöneres vorstellen. Ich sehe mich einfach schon immer mit drei Kindern und es wäre wohl sehr schwer für mich ein nein zu akzeptieren, wenn er es wirklich nicht möchte.
Schön, dass dein Mann sich umentschieden hat.

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Er war da zuvor schon nicht der 100 % Nein sager 😄
Nach der Geburt von unserem ersten Kind war er absolut gegen ein zweites. Für ihn war die Lebensumstellung zu gravierend. Dennoch wollte er aber nicht dass ich die Sachen die sie nicht mehr braucht verlaufe. Innerlich hatte er also nicht zu 100% abgeschlossen. Als sie 1 1/2 war, hab ich so langsam für ein zweites Kind hingeredet 😉 er hatte gesagt, er ist mit einem Kind glücklich, aber auch mit zwei. Er war da absolut neutral ob eins oder zwei. Wir haben auch über das Thema Vasektomie gesprochen. Erst hab ich gesagt na warte noch ein bisschen, dann das Thema von Nr. 3
Hätte er sich niemals noch ein Kind vorstellen können, hätte er das gewiss schneller voran getrieben.
Jetzt sind wir so eingestellt, nach Nr. 3 wollen wir/er das machen lassen, da dann die Familienplanung wirklich abgeschlossen ist. Einen Nachzügler können wir uns beide nicht vorstellen. Ich denke das bleibt auch so.

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Oh.... das war hier ein großes Thema.
Wir haben eine Tochter (12) und einen Sohn (gerade 6).
Wir wollten immer ein drittes Kind. Aber unser Sohn ist „besonders“. Er ist hochbegabt (kein Geschenk-eher ein Fluch) und hat uns 5 Jahre unfassbar viele Nerven gekostet. So war gerade mein Mann mit den 2 Kindern fertig. Er hatte (berechtigte) Angst,dass uns noch „so ein Kind“ auf die Probe stellt.
Mein Kinderwunsch wuchs hingegen ins unermessliche. Als er sagte,dass er kein weiteres Kind mehr möchte,bin ich in ein Loch gefallen. Ganz tief. Ich konnte nicht mehr essen. Nicht mehr schlafen. Meine Arbeit in der Kita im U3 Bereich machte es nicht leichter. Er sagte,dass er dann lieber das dritte Kind akzeptiert,anstatt dass ich so leide. Dies war für mich keine Option. Das geht schief-dachte ich mir.
Also holte ich mir Hilfe über Pro Familia. Ich hatte eine Ansprechperson und man hörte mir zu.
Unser Sohn wurde immer pflegeleichter mit der Zeit und ist ein ganz wundervolles Kerlchen.... Es konnte Ruhe einkehren,wir führen eine tolle Ehe und sind Stärker denn je.
Eines morgens wird mein Mann wach,nimmt mich in den Arm und sagt:“ich habe von unserem Kind geträumt. Ich bin bereit für ein drittes Kind.“
Und nun bin ich in der 28. Woche Schwanger und wir erwarten noch einen Sohn. 💙

Hier hat es einfach noch etwas Zeit gebraucht. Und offene Gespräche. Miteinander weinen und freuen.


Alles Liebe ❤️

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Danke für deine Antwort.
Die Geschichte finde ich irgendwie schön. Schön, dass dein Mann sich dann irgendwann doch umentschieden hat.
Darf ich fragen wie lange es gedauert hat, von dem Zeitpunkt an als du deinen Wunsch geäußert hast und dem Zeitpunkt als er zugestimmt hat?
Ich hoffe so sehr, dass die Zeit bei uns auch solch eine Entwicklung mit sich bringt und mein Mann den Wunsch auch eines Tages verspürt.

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Noch vor 1 Jahr war auch für mich definitiv Schluss mit Kind😅
Habe schon 3 tolle Kinder.
Der Wunsch kam letztes Jahr im Juni und wurde von Tag zu Tag stärker. Und jetzt bin ich schwanger in der 24.ssw 😂
Also die Gedanken und Gefühle können sich jederzeit ändern.
Lg

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Oh wie schön dass der Wunsch scheinbar doch noch auf kam :-).
Darf ich fragen, warum du erst strickt gegen ein weiteres warst und was deinen Wunsch aufleben lassen hat?
War es weil es mit den anderen Kindern einfacher wurde?

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Najaa.. Meine jüngste ist 4 Jahre alt und schon sehr selbstständig geht auch schon in die Kiga und somit war ich halt vormittags bis nachmittags immer kinderfrei. Konnte wieder vormittags arbeiten gehen oder mal in Ruhe Freunde treffen und frühstücken. Und wenn ich dann nochmal an die schwangerschaftsbeschwerden/Geburt oder das Leben mit einem Baby/Kleinkind gedacht habe, kam der gedanke: Neee nicht nochmal alles von vorne🙂
Und jaaa letztes Jahr haben sich meine Gedanken geändert aber was der Hauptgrund dafür war das weiß ich heute noch nicht. Vielleicht die Hormone 😅