Arzt wechseln weil man nicht ernst genommen wird?

Ich bin 35 und wir versuchen seit einem guten halben Jahr ein Baby zu bekommen. Ich verwende Ovus, dabei ist mir aufgefallen, dass ich erst am ZT18-19 meinen Eisprung habe. Spätestens 10 Tage danach fangen leichte Zwischenblutungen an und ich bekomme meine Periode, so auch heute. Deshalb bin ich grad so down... Vor zwei Wochen war ich bei meinem Frauenarzt und habe die Sorge geäußert, dass ich einen Progesteronmangel haben könnte. Darauf ist er gar nicht eingegangen und hat den Standardspruch, dass ein Jahr normal sei, gebracht. Ein Ultraschall, den ich selbst bezahlen musste, hat ein Folikel kurz vor dem Eisprung und sonst keine Auffälligkeiten gezeigt. Ich wurde mit einem Lächeln und dem Hinweis, dass ich in einem halben Jahr oder wenn ich schwanger bin wiederkommen soll. Normalerweise schätze ich meinen Arzt sehr, er ist in meiner Stadt der "Star-Frauenarzt" und alle Freundinnen die von ihm ihre Schwangerschaft betreuen ließen waren begeistert, gerade weil er so entspannt ist. Ich habe halt Angst, jetzt unnötig Zeit zu vergeuden, schließlich bin ich schon 35. Würdet ihr den Arzt wechseln bzw. eine Zweitmeinung einholen? Sorry für den langen Post, aber der gelandete Drache hat mich gerade echt runtergezogen :-(

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Unabhängig davon, ob er der „star-FA“ ist, wäre mir am aller wichtigsten, dass gut aufgehoben bin. Von daher kannst du dich schon mal anderweitig umschauen und nachfragen.
DU sollst dich letztendlich wohlfühlen, kann aber auch nachvollziehen, dass er dir durch die Aussage ein bisschen Druck aus der Pipeline nehmen möchte. Mein Rat weiterhin beobachten, dennoch umschauen, schadet nicht.
Ich wünsche Dir alles Gute. Das wird schon klappen!! 🤍🤍🙏🏼
Viele liebe Grüse

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Na ja an sich hat er recht. du hast einen Eisprung und mit einer 2.ZH von 10 Tagen kann man durch aus schwanger werden, bei dir sind es ja nur Schmierblutungen und Periode sogar noch bissl später. Also das hindert nicht die Einnistung, ist kürzer, aber noch im Normbereich. Ich habe auch Ovu meist 17-18.Tag und eine Zweite ZH von 10-12 Tagen je nach dem, eher kürzer... wir haben vier Kinder und es ist seit Jahren so... Ich nehme jetzt Mönchpfeffer und trinke Zyklustee, nehme Gynex Tropfen, Yam Wurzel Creme für meine spannenden Brüste... das ist das, was ich halt aktiv machen kann, um mein Hormon Haushalt wieder zu stabilisieren. Verstehe absolut das Gefühl, wenn der Drache landet, wenn man es sich nicht wünscht. Kopf hoch und weiter machen! Wenn die natürlichen Sachen binnen drei Monaten nicht anschlagen, kannst du ja den nächsten Schritt machen und Arzt wechseln.

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ich weiß ja nicht, wie groß die auswahl bei euch ist, aber ich würde direkt wechseln. du bist 35, da würde ich niemals ein ganzes jahr warten, um einfache untersuchungen zu machen. nach einem jahr würde ich schon mit der ersten IVF starten, wenn es nicht geklappt hat. da scheint er ja nichts von zu halten, mal ganz abgesehen von vertrauen, respekt und kommunikation auf augenhöhe.

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Ich war in der gleichen Situation wie du, nur 10 Tage in der zweiten Hälfte und Schmierblutungen. Meine Ärztin meinte auch, ach versuchen sie es doch noch ein halbes Jahr, wenn es nicht klappt, kommen sie wieder..und ich bin auch schon 32, da will man nicht mehr allzu viel Zeit vergeuden.
Ich hab damals sofort gewechselt..was auch gut war, weil ich tatsächlich einen Progesteronmangel in der zweiten Hälfte hatte.
Bin jetzt seit März in einer KiWu Klinik für weitere Untersuchungen.
Da du 35 bist, würde ich mir sicherheitshalber auch eine zweite Meinung einholen.

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Wenn du dich mit dem Arzt nicht wohl fühlst, würde ich definitiv auch zum Wechsel raten. Allerdings könnte er Recht haben, das muss kein Hormonmangel sein. Ich hatte auch eine stark verkürzte 2. ZK und Zwischenblutungen ohne Ende, bin aber trotzdem schwanger geworden und hormonelle Probleme gab es nie während der Schwangerschaft.

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Ich würde wechseln, ja. Ich würde mich an der Stelle nicht ernst genommen fühlen.
Mit 35 lohnt es sich die Chancen zu optimieren wenn es nach 6 Monaten nicht klappt, das liest man auch in Empfehlungen so.

Mein Gyn hat mir (38) nach einer frühen Fehlgeburt übrigens angeboten präventiv Progesteron zu verordnen obwohl ich einen regelmäßigen Zyklus und eine normal lange 2. Zyklushälfte habe. Begründung: Es schadet nicht.