Alleinerziehend und weiterer Kinderwunsch. Was haltet ihr davon ein 3. Kind zu bekommen?

Hallo!

Ich bin 39 Jahre alt und alleinerziehend mit 2 Töchtern (6 und 4 Jahre). Der Vater der beiden wohnt seit der Trennung während der frühen SS mit der 2. Tochter wieder im Ausland und hat die Kinder seither leider auch nie besucht oder irgendwie Kontakt gewünscht. Die Große erinnert sich gar nicht mehr an ihn und die Kleine hat ihn ja noch nie gehört oder gesehen  Unterhalt erhalte ich praktisch keinen – trotz mehrmaliger Anträge keinen Unterhaltsvorschuss vom Amt, da der Kindsvater ja bekannt ist und zahlt, jedoch zahlt er nur sehr unregelmäßig, nicht immer den vollen Betrag, teilweise nur in Raten usw.… Wenn Geld kommt ist gut, aber monatlich damit rechnen kann ich leider nicht damit. Also insgesamt eine eher unschöne Situation, aber meine Töchter und ich haben uns damit arrangiert und leben trotz der Umstände ganz glücklich und zufrieden.
Da ich einen recht guten und vorallem sicheren Job (Beamtin) habe, können wir finanziell trotzdem ganz gut planen, sparen zwar auch – das habe ich von klein auf gelernt und gibt mir auch ein gutes Gefühl jeden Monat was auf die Seite legen zu können *g* - aber müssen nicht jeden Cent 3x umdrehen. Zur Not habe ich auch noch Ersparnisse aber zum Glück gab es bisher nie eine Situation wo ich die angreifen musste (nicht mal, als ich ein neues Auto gekauft habe).
Nun ist es so, dass eine Kollegin von mir vor kurzem mit 41 Jahren ein Kind bekommen hat. Sie ist Single und war dafür - wie sie mir im Vertrauen erzählte - schon einige Monate in einer Kinderwunschklinik in der Nähe in Behandlung. Sie hat gemeint, sie hätte immer auf den richtigen Partner gewartet und nun würde ihr die Zeit für die Familiengründung davon laufen – deshalb die Entscheidung alleine ein Kind zu bekommen. Ich war irgendwie überrascht aber gleichzeitig auch fasziniert und beeindruckt von dieser Entscheidung und Vorgehensweise und es geht mir seither einfach nicht mehr aus dem Kopf! Seit ich meine Töchter habe, habe ich immer mal wieder an ein 3. Kind gedacht, aber mangels Partner war das ja nie möglich und auf die „Idee“ als Single in eine Kinderwunschklinik zu gehen kam ich bisher gar nicht. Seit ich das von der Kollegin weiß, ist dieser Wunsch nach einem 3. Kind nun quasi wieder erwacht und ich überlege nun ernsthaft mal einen Termin der Klinik zu machen und das dann anschließend wohl in Angriff zu nehmen… Klar, 3 Kinder alleine aufziehen ist eine ziemliche Verantwortung und auch oft schwer, aber ich genieße trotz allem die Zeit mit meinen Töchtern und irgendwie hatte und habe ich das Gefühl, dass „noch jemand fehlt“, versteht ihr?! Ich glaube schon, dass ich finanziell stemmen könnte und auch sonst müsste ich keine großen neuen Anschaffungen machen (ein 3. Kindersitz hätte auf der Rückbank im Auto z.B. noch Platz :-) ). Auch Stubenwagen, Babybett, Babykleidung, Spielzeug usw. habe ich noch im Keller – irgendwie konnte ich mich bisher noch nicht davon trennen. Vielleicht ein Wink des Schicksals? Oder doch reine Sentimentalität *g*

Ich bin jetzt aber auch nicht der Typ, der planlos solche wichtigen Entscheidungen trifft. Meine Kollegin hat mir zwar bereits viel erzählt, aber dennoch würde ich mich bei einem Beratungsgespräch in der Klinik erst einmal ausführlich informieren lassen. Darüber hinaus würde mich auch interessieren was ihr zu meinen „Plänen“ meint, also ein 3. Kind alleine großzuziehen. Was würde eurer Meinung ggf. dagegen sprechen (außer dass es natürlich anstrengend ist Kinder großzuziehen ;-) )?

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Du bist finanziell gut abgesichert und traust dir das zu, also spricht nichts dagegen ☺️

Viel Glück 🍀

LG Luthien mit ⭐⭐

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Danke!

Dennoch ist mir natürlich bewusst, dass ein weiteres Kind eine enorme Verantwortung ist und es zwar schön, aber auch sehr anstrengend ist. Wegen der Anstrengung mache ich mir keine Sorgen, das packe ich auf jeden Fall. Auch kann man mit 3 Kindern finanziell keine große Sprünge machen, aber besonders viel Wert auf Luxus (PKW der Oberklasse, Markenkleidung o. ä.) lege ich jetzt auch nicht. Klar, man gönnt sich und vorallem den Kindern mal was, denn man möchte sein Leben ja auch genießen. Aber mir war es auch von Anfang an wichtig, dass meine Kinder lernen, dass man z.B. nicht jedes Jahr ein neues Smartphone braucht und nicht wahllos jedem Trend hinterherlaufen muss. Und vorallem, dass sie auch lernen, dass Geld nicht vom Himmel fällt. Das heißt jetzt aber nicht,dass ich meinen Kindern nichts kaufe oder ihnen nicht versuche Wünsche zu erfüllen - im Gegenteil, oft muss ich mich selber sogar bremsen *g*

Auch finde ich es gut, dass meine beiden Töchter bereits "aus dem Gröbsten" raus sind und bereits viel verstehen und altersgemäß selbständig sind. Klar, die Teenagerzeit wird vielleicht hart und die Ansprüche steigen mit dem Alter, aber ich glaube es ist auch viel Erziehungssache dabei - meine Kinder würden natürlich später z.B. ein Smartphone bekommen, aber sicherlich nicht jedes Jahr ein neues nur damit sie immer das aktuellste Modell haben (habe eine Freundin die ihren Kindern wirklich jedes Jahr zu Weihnachten oder zum Geburtstag das neueste Modell vom Smartphone und Tablet schenkt...)

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Ja, dann, nur zu ☺️

Ich finde das auch wichtig.

In meiner Kindheit war das Geld immer knapp. Mich hat nicht gestört, dass ich keine Markensachen bekommen habe und solche Dinge. Schade war nur, dass wir so gut wie nie in den Urlaub, Freizeitpark, Zoo, Kino u.ä. gefahren sind.

Meine Eltern haben zwar ganz gut verdient, sich aber beim Hausbau übernommen und alles Geld ging ins Haus.

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Hey,
dein Leben, deine Entscheidung!
Wenn du dich nach einem 3. Kind sehnst und dein Lebensumstände nicht dagegen sprechen- was sie m.M. nach nicht tun - dann verfolge deinen Wunsch.

Alles Gute#herzlich

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Ganz ehrlich, ich habe selten eine Singlemama mit solch einem Kinderwunsch (also ohne Mann) gesprochen, die das Thema auch noch so gut durchdacht hat.

Es klappt finanziell, du traust es dir zu und ich denke du kannst dir vorstellen was es heißt ein Baby ganz allein großzuziehen (wenn ich dich richtig verstanden hab war das bei deiner zweiten Tochter ja auch so, oder?)

Also was hält dich ab? 😉 Mach einen Termin in der Klinik und lass dich beraten. Dann kannst du es dir ja immer noch überlegen. 😉

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Dankeschön! :-)

Ja, ich weiß was es heißt ein Kind alleine großzuziehen. Die Trennung war als meine Große gerade mal 2 Jahre alt war, mit der Kleinen war ich damals im 1. Trimester schwanger (wussten von der SS aber schon).

Was mich davon abhält? Tja, weiß ich nicht so genau. Vielleicht weil ich doch ziemlichen Respekt vor so einer "bewussten" Entscheidung mit solch einer großer Tragweite (Verantwortung etc.) habe und weil das Leben - so sehr man es versucht - ja auch nicht 100%ig planbar ist. Es kann ja immer etwas passieren, genau aus dem Grund habe ich z.B. meine Töchter ja auch finanziell abgesichert (Risikolebensversicherung) - für den Fall der Fälle, also dass mir etwas passiert.

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Aber wie du schreibst, es kann immer etwas passieren, willst du deshalb deinen Wunsch nicht erfüllen und es in 5 Jahren vielleicht bereuen?

Hast du eventuell noch Rückhalt durch deine Familie? Dass du die Kinder versorgt weißt, wenn mal etwas sein sollte? Würden die auch 3 Kinder nehmen?
Ich mein es reicht ja schon, dass du mal ins Krankenhaus müsstest oder ähnliches.
Wie ich deine Schilderungen so lese, ist das aber sicherlich auch alles bereits schon geklärt und abgesichert, oder?

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Hey

Du hast dich ja bereits entschieden, stehst Gut im Leben ;)
Ich bin selbst auch eine Single Mama nach Wahl ;)

Ich war bei einer Samenbank im Ausland
Sehr viel billiger und unkomplizierter als bei hier in D.

Lg

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Der Gang ins Ausland schreckt mich ehrlich gesagt ein bisschen ab. Schon alleine weil ich beim Beratungsgespräch trotz meiner Englischkenntnisse vielleicht nicht alles so richtig verstehen würde...

Wo warst du denn in Behandlung? Darf ich fragen wieviel so eine Behandlung ungefähr kostet?

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Ich war in DK
Bei diers Klinik
Sie sprechen Deutsch ;)
Je nach Spender Auswahl
Kostet es unterschiedlich
Aber so ca 1200€ für ein offenen Spender
80€ für ein aufnahme Gespräch

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Du klingst sehr reflektiert und Vieles scheint bei Euch ja gegeben zu sein für ein gutes Umfeld für ein weiteres Kind.

Ich versuche mich nur gerade hineinzufühlen in den Vater-Aspekt...nach welchen Kriterien wählt man den biologischen Vater (Samenspender) aus? Und, ist die Methode fair für das Kind? In welchem Alter auch immer später?

Auch wenn in vielen traditionellen Familien mit Vater oft ungünstige Zustände für die Kinder herrschen, oder Väter Familien früh verlassen - in Deinem Szenario gäbe es eben gar nicht erst die Möglichkeit für einen Vater, es sei denn, Du findest einen Partner der langfristig die Vaterrolle übernehmen wird.

Was sind Deine Gedanken hierzu?
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Ja, über den Vater-Aspekt habe ich auch nachgedacht, aber ehrlich gesagt empfinde ich den mittlerweile als nicht mehr so wichtig. Nicht falsch verstehen, grundsätzlich ist es natürlich wünschenswert und toll, wenn ein Kind sowohl eine Mutter und einen Vater hat, aber im Gegensatz zu früher - also bevor meine Kinder da waren - bin ich nun der Meinung, dass Kinder auch mit nur einem Elternteil oder mit 2 Müttern oder 2 Vätern glücklich und zufrieden aufwachsen können. Wichtig finde ich, dass man den Kindern nichts vormacht oder irgendwas verheimlicht (z.B. wo der andere Elternteil ist, warum es keinen Kontakt gibt usw.), es ihnen aufgeschlossen und altersgerecht erklärt und versucht möglichst alle Fragen zu beantworten.

Das 3. Kind hätte tatsächlich keine Möglichkeit mit Vater aufzuwachsen, das stimmt. Aber was mir persönlich wichtig wäre ist, dass es die Möglichkeit hat ihn später - also mit 18 - kennenzulernen. Und wenn es nur ist, um rauszufinden wie das andere Elternteil aussieht, ob optische Ähnlichkeiten vorhanden sind oder einfach mal ein "Bild" vom Erzeuger zu haben. Meine beiden Töchter haben diese Möglichkeit aktuell nicht und ich bezweifle mittlerweile, dass sie jemals diese Möglichkeit des Kennenlernens haben werden, deshalb liegt mir viel daran dass zumindest das weitere Kind später mal den Kontakt aufnehmen kann/darf, wenn es das denn möchte.

Nach welchen Kriterien ich den Vater auswählen würde? Hmm...ich denke er müsste irgendwie schon meinem "Typ" entsprechen *g* Also: nord-/mitteleuropäisch aussehend, normale Figur, müsste ein gewisses Grad an Bildung haben. Besonders wichtig wäre mir der gesundheitliche Aspekt, also z.B. wie es bei ihm mit der Gesundheit (Allergien o.ä.) aussieht und auch wie es in seiner engen Familie mit der Gesundheit aussieht (Eltern, Großeltern, Geschwister; ggf. woran sie gestorben sind - laut meiner Kollegin kann man das alles über den Spender erfahren). Hobbies, Interessen sind sicherlich nett zu erfahren, aber wären jetzt wohl nicht die ausschlaggebenden Punkte.

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ich finde, dass das sehr vernünftig und reflektiert klingt. mit den kindern offen zu sprechen wäre mir das wichtigste, so ein familiengeheimnis geht immer irgendwann schief.

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wenn mann keinen "geeigneten" partner mit dem gleiche kiwu hat, finde ich es super, das thema "einen partner finden" und "ein kind bekommen" voneinander trennt :-) ich glaube, dass es so wesentlich besser planbar ist, als wenn man mit jemandem ein kind bekommt, den man erst wenige wochen oder monate kennt. so habe ich es öfter gesehen, dass paare über 35 dann ganz schnell kinder wollten (ich verstehe, dass die zeit drängt) und dann jahrelange trennungsschlachten folgten. da finde ich eine selbstbestimmte mutterschaft ohne sozialen vater, die gut überlegt ist, vieeeel besser für alle, gerade die kinder.

dein job ist extrem sicher, du weißt worauf du dich einlässt - wenn der wunsch da ist, würde ich das machen :-) so viel zeit bleibt ja nicht mehr, den wunsch würde ich mir erfüllen.

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Danke!

Freut mich, dass es hier so viele offene Menschen gibt! Meine Kollegin meinte, sie hätte viele negative Reaktionen bekommen wenn sie erzählt hat auf welchem Weg sie schwanger wurde, deshalb würde sie das nun nicht mehr so nach außen tragen sondern nur noch wenigen Leuten erzählen. Die anderen würde sie nicht anlügen, aber möglichst einfach in dem Glauben lassen, dass es ein ONS war oder die Beziehung gescheitert ist...

Das ist denke ich auch so ein Punkt der mich noch beschäftigt: wie reagiert die Gesellschaft darauf, dass mein Kind dann ein "Spenderkind" ist? Familien mit Mutter und Vater (ob zusammen oder getrennt), Alleinerziehende nach gescheiterter Beziehung oder ONS oder auch gleichgeschlechtliche Eltern sind meiner Meinung nach gesellschaftlich anerkannt, aber wie sieht das mit einer Single-Mama aus, die per Kinderwunschklinik bewusst schwanger wird?! Mir persönlich ist es ja egal was die Leute über mich denken, aber ich möchte natürlich auch nicht, dass meinem Kind durch die Art der Zeugung irgendein Nachteil erwächst und es z.B. während der Kindheit deshalb ausgegrenzt, schief angeschaut oder anders behandelt wird.
Mit der Geschichte hausieren gehen würde ich jetzt nicht sondern es auch nur der Familie und engen Freunden erzählen. Nicht weil ich mich schämen würde (sonst würde ich ja nicht so intensiv darüber nachdenken), sondern weil zum einen denke, dass sowas extrem persönliches wirklich niemanden außen was angeht und zum anderen weil ich nicht möchte, dass mein Kind dann als "besonders" oder "anders" angesehen wird (was einige vielleicht unterbewusst schon machen würden).

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ja, das ist ein ganz eigenes thema. es gibt dazu eine doku, ich weiß nicht ob du sie kennst:


Solomütter - Reportage & Dokumentation - ARD | https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/solomuetter-mit-samenspende-schwanger-werden-100.html

ich glaube da wurde auch erzählt, dass es viele komische reaktionen gab. ich denke übrigens auch nicht, dass alleinerziehende und regenbogenfamilien wirklich anerkannt sind, aber vielleicht sind solo mütter sogar noch weniger anerkannt. ich würde es wohl nicht nach außen tragen, aber wenn das kind selbst irgendwann jemandem davon erzählt, würde ich das auch nicht verbieten, sondern hinter dem kind stehen. die gesellschaft wird offener & immer mehr menschen realisieren, dass "normal" halt doch relativ ist und viele menschen besonderheiten an sich oder ihrer geschichte haben :-)

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Na ja zwei und drei sind schon was den Aufwand angeht ein Unterschied wie Tag und Nacht... ich kann da leider nur aus Erfahrung sprechen - Schwangerschaft 3+4 waren beides teils im Krankenhaus (was passiert mit deinen Kindern in der Zeit?) und dann Wochenlang beim Frühchen an der Intensiv, ich nach der letzten Entbindung auch auf der Intensiv... Wäre mein Mann und meine Schwester zu den Kindern gekommen, wäre es kaum möglich gewesen. Denke bitte auch an dieses Szenario, ja klar plant man sowas nicht, aber leider!! kommt es manchmal ohne Vorwarnung.

Hier musst du mit deiner Familie im klaren sein, dass die Einspringen und mal unterstützen müssen, damit du alles schaffst... ich habe Kinder auf drei verschiedenen Schulen (Altersbedint), muss vier Elternabende und Elternsprechtage alle drei Monate ablaufen, uns auf so vielen Kinderbasaren beteiligen, so vielen Lehrern zuhören, manchmal echt anstrengend und Zeitintensiv. Dazu klar der Beruf, der auch nicht ohne ist.

Ich will dich ja nicht demotivieren, auf keinen Fall! Aber drei sind auch schon für zwei Elternteile eine Meisterleistung - denen allen gerecht zu werden, deren verschiedenen Charakteren, Bedürfnissen, die Zeit zu finden mit jedem Kind alleine und sich intensiv zu beschäftigen. Wie machst du es den beim einkaufen? Nimmst alle Kinder mit? Betriebsfeier? Wer passt auf? Wirst krank - wer fährt für dich zu Apotheke? Kind wird krank - nimmst dann alle drei in den Warteraum beim Kinderarzt? Ist ja nicht erlaubt zur Zeit... Alles genau durchplanen, weill einfach ist das nicht.

Und zu deiner Sentimentalität - ja klar... ist genau das... die Kleinen werden selbständiger und man vermisst das kuschelige Baby Alter...deswegen basteln wir an einem Nachzügler... die großen sind schon 6-16... aber alleine würde ich mir das nicht zutrauen. Da sind schon zwei eine Meisterleistung, was du jetzt schaffst.

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Das was du schreibst ist weitestgehend alles richtig und auch nachvollziehbar. Ich bin auch ein Planungsmensch, aber mir ist auch bewusst, dass man das Leben nicht 100%ig planen kann - man kann höchstens für den worst case etwas vorsorgen. Aber sind wir doch auch mal ehrlich: wenn wir immer überall fest mit dem worst case rechnen würden, dann würde doch niemand mehr z.B. Kinder in die Welt setzen, sich fürs auswandern entscheiden oder heiraten ohne einen detaillierten Ehevertrag abzuschließen, oder? Das alles kann gut gehen, aber es sind halt auch Entscheidungen die mit gewissen Risiken verbunden sind - ganz ausschließen kann man die nicht, ob ich nun mit Partner ein Kind bekomme oder ohne. Meine beiden Töchter sind beide nach der 41. SSW zur Welt gekommen - also etwas "verspätet *g* - das muss natürlich nicht heißen, dass es wieder so ist, aber automatisch mit Frühgeburt und Intensivstation würde ich jetzt auch nicht ohne Grund rechnen.
Wenn das mit dem 3. Kind tatsächlich auf diese geplante Weise klappen würde, dann würde ich mich jedenfalls sehr viel besser und sicherer fühlen wie damals bei meiner 2. Tochter wo ich während der SS urplötzlich davon überrascht wurde ab sofort alleine zu sein und alles neben der SS schnell schnell regeln musste...

Auch deine Einwände von wegen "wer passt auf wenn mal was sein sollte" kann ich nachvollziehen. Jedoch ist es auch jetzt mit 2 Kindern nicht so, dass alles locker zu regeln ist. Ich habe das Glück, dass meine Familie hinter mir steht und auch spontan mal einspringen kann wenn ich jemanden zum aufpassen brauche oder mal selber etwas nicht erledigen kann (was bisher aber erst 2x vorgekommen ist! Toitoitoi!). Und Kinder werden ja auch älter, selbständiger und bleiben nicht ewig so klein.

Was das einkaufen betrifft ist es so, dass ich einen großen Wocheneinkauf mache und den mache ich meistens wenn meine Töchter noch in der Kita sind. Also ich arbeite, fahre einkaufen, direkt danach hole ich die beiden ab. Die Arbeitszeit (meistens ca. 1-2 h) hole ich dann abends im Home Office nach wenn beide schlafen. Bei kleinen Einkäufen die mal zwischendurch anfallen nehme ich dann beide mit, was komischerweise ganz gut klappt ;-) Als Alleinerziehende habe ich gelernt, dass Organisation halt alles ist *g*