Berechtigt besorgt oder nir verrückt gemacht?

Hallo zusammen,
Ich (28 Jahre alt) versuche seit etwa 6 Monaten schwanger zu werden und wie bei wahrscheinlich vielen anderen auch drehen sich meine Gedanken zunehmend um dieses Thema. Ich werde noch verrückt.
Weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Mein Freund ist 35 und hat nicht wirklich den besten Lebensstil was Ernährung und Rauchen angeht und ich rauche momemtan auch noch, bin aber dabei das stark zu reduzieren bzw. versuche eigentlich gar nicht mehr zu rauchen. Zudem arbeite ich körperlich (Pflege)nur im Nachtdienst. Außerdem hatte ich mit 19 schon mal eine Fehlgeburt. Dazu kommt noch, dass mein Freund im Vergleich zu früheren Partnern wenig und sehr klares wässriges Sperma hat und ich mir deshalb Sorgen um seine Fruchtbarkeit mache. Ovus sind bei mir selten posotiv und mein ZS ist eigentlich immer gleich (weiß, cremig bis klumpig) mal mehr mal weniger aber nie klar und spinnbar.
Mein Freund macht sich gar keine Sorgen und daher fehlt seinerseits völlig die Bereitschaft zum Arzt zu gehen (Spermiogramm) ich aber habe von Monat zu Monat mehr das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. War auch schon beim FA aber der meint ich solle mir keine Sorgen machen wenn noch kein Jahr vergangen ist. Meine Frage: Wie waren eure Erfahrungen vor der ersten Schwangerschaft? Hat es innerhalb eines Jahres geklappt obwohl ihr das gefühlt hattet, dass etwas nicht stimmt und gab es bei euch auch "ungünstige" Faktoren?

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Das Sperma zu Hause zu beurteilen bringt wohl eher wenig. Da bräuchte es schon ein richtiges SG. Vielleicht hat dein Mann ja Angst vor dem Ergebnis und dass es heißen könnte "Er ist Schuld".

Rauchen ist natürlich alles andere als förderlich und sollte sofort eingestellt werden. Klar, es ist eine Sucht und aufhören ist nicht einfach, aber es kann sich negativ auf die Gerinnung auswirken und damit eine Einnistung verhindern.

Die Frauenärzte haben die Ruhe weg und ja, es kann bis zu einem Jahr dauern, bis man schwanger wird. Ich habe die Tage gelesen, dass über 80% der Paare unter einem Jahr nicht schwanger werden.

Wenn dein Frauenarzt dich nicht unterstützt, musst du leider warten mit Diagnostik oder dir mal eine 2. Meinung von einem anderen Frauenarzt einholen.

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Dein Beitrag liest sich für mich so, als ob du die Schuld bei deinem Freund suchst, aber übersiehst, dass bei dir auch etwas nicht in Ordnung sein könnte. Das ist unfair. Du bist diejenige, die sich sorgt, dann könntest du dich jetzt ja schon um deine Baustellen kümmern (ungesunder Lebensstil und scheinbar anovulatorische Zyklen). Dein Freund kümmert sich um seine, wenn er bereit dazu ist.

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MaraMustermann ich meinte damit nur, dass die Bereitschaft fehlt sich untersuchen zu lassen nicht, dass es seine Schuld ist und ich weiß auch, dass es genauso häufig an der Frau liegt. Ich sehe nur das große Ganze und habe das Gefühl, ein Kind zu bekommen wird zunehmend zum 6er im Lotto und die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden wird nun mal von Jahr zu Jahr geringer und da ist es meiner Meinung nach nicht wirklich die beste Idee ewig zu warten bis er bereit dazu ist sich eventuellen gesundheitlichen Einschränkungen zu stellen.
Ich habe wie empfohlen nochmal einen Termin beim FA gemacht und auf eine Untersuchung von Hormonen und Eierstöcken bestanden. Danach weiß ich mehr. Was ich aber nicht fair finde ist, dass sich Frauen in der Regel viel intensiver mit dem Thema Kiwu beschäftigen obwohl der Mann sich ebenso ein Kind wünscht und ich denke, man(n) könnte sich da generell oftmals mehr mit einbringen obwohl die Bereitschaft zum Arzt zu gehen bei Männern villeicht etwas geringer ist. Schließlich ist ein Kind ein "Ziel" das nur gemeinsam zu erreichen ist und man kann da als Frau ruhig erwarten, dass der Mann sich villeicht auch mal den ein oder anderen Gedanken darüber macht.