2. Kind - Ängste - Altersabstand - Ich werde noch verrückt :(

Hallo Ihr Lieben Mädels da draußen,

ich lese schon so unendlich lange immer wieder in diesem Forum und heute wende ich mich einfach mal mit meinen Ängsten und Sorgen an Euch. Mein Mann und ich haben bereits eine wunderbare Tochter von 2,5 Jahren. Wir lieben sie beide sehr und sie war ein absolutes Wunschkind. Natürlich kommen quasi seit dem Tag ihrer Geburt die Fragen nach einem 2. Kind und anfangs hat mich das alles völlig kalt gelassen... Ich bin eigentlich ein super entspannter Mensch und wir waren gerade völlig eingespannt (und sicherlich auch total überfordert) mit unserer kleinen Maus. Die meiste Zeit schrie sie, wenn sie nicht gerade gestillt wurde oder Bauchweh hatte :-( unser Start war wirklich heftig und bis heute ist sie ein sehr bedürftiges kleines Mädchen. Wir haben also immer noch (wie wahrscheinlich jede Mutter ;)) alle Hände voll zu tun und sind insbesondere durch 2 Vollzeit Jobs auch extrem ausgelastet. Ich habe wirklich so oft das Gefühl, komplett ausgebrannt zu sein und trotzdem kommt bei uns immer wieder der Wunsch nach einem 2. Kind hoch...Ich kann es kaum beschreiben, da es Tage gibt, an denen ich mir nichts mehr wünsche und wiederum Tage, an denen ich das Ganze am liebsten noch 5 Jahre nach hinten schieben würde. #rofl Ich habe einfach Angst, der Sache nicht gewachsen zu sein und vor allem kann ich mir wirklich absolut nicht vorstellen, diese Liebe nochmal zu empfinden, die ich für H. empfinde. Des Weiteren hatte ich eine sehr "schlimme" erste Schwangerschaft mit immer wiederkehrendem heftigen Erbrechen, starken Blutungen und einer für mich traumatisierenden Geburt. Trotz alledem sehe ich uns eher als 4-köpfige Familie und beneide alle die Frauen, die sich diesbezüglich wahrscheinlich einfach viel weniger Sorgen machen, als ich ?!? Ich werde wirklich noch verrückt und kann kaum noch an etwas anderes denken. Eigentlich habe ich auch nie über so etwas wie "Altersabstände" nachgedacht...mittlerweile kriege ich regelrecht Panik, wenn ich daran denke, dass meine Kinder sich nachher gar nicht verstehen. Im Prinzip weiß ich, dass das wahrscheinlich alles totaler Quatsch ist und so so viel davon von ganz vielen anderen Faktoren abhängt, aber ich würde mir so sehr wünschen, mich hierüber einfach mal mit euch auszutauschen... Vielleicht habt ihr ja ähnliche Erfahrungen gemacht und könnt mir berichten, wie es dann am Ende ausgegangen ist #verliebt ich habe einfach gelernt, dass darüber sprechen des beste Weg ist, um Dinge zu verarbeiten, oder sich diese nochmal zu visualisieren. Früher dachte ich immer: Ach, und wenn unsere Kinder 3-5 Jahre auseinander sind, sie werden sich sicher trotzdem gut verstehen und vor allem habe ich dann "genug" Zeit, mich in der Baby- und Kleinkindphase dem jeweiligen Kind zu widmen.
Heute zu Tage denke ich wirklich manchmal panisch: Oh Gott, dann sind sie nachher über 3 Jahre auseinander und können gar nichts mehr miteinander anfangen. Das 2.geborene wird das lästige kleine Geschwisterchen werden und ich muss mich zerreißen, um beiden Kindern und Hobbies gerecht zu werden...

ich weiß nicht, woran es liegt, aber mich lässt es wirklich oft richtig panisch werden... Wo ist mein Selbstbewusstsein und meine Unbeschwertheit nur hin? Ich muss dazu sagen, dass ich gerade 34 geworden bin und eigentlich habe ich mich nie als alte Mutter gefühlt...doch irgendwie hält auch dieser Gedanke mich aktuell total in Schach...

Oh man, ich hoffe, dass ich hier irgendjemanden finde, der das nachempfinden kann und mich nicht als völlig überforderte "ein-Kind-Mama" mit Luxusproblemen abstempelt... mir ist durchaus bewusst, dass Kinderkriegen für viele kein Wunschkonzert ist und auch ich habe bereits 2 FG und einige Zeit des Übens vor meiner Tochter gehabt...

Vielleicht habt Ihr ja Lust, mir von euren Ängsten und Sorgen vor dem 2. Kind zu erzählen? Wie lief es ? Was war besonders herausfordernd und was hat euch überrascht? Und vor allem: Wie beurteilt ihr den etwas größeren Altersabstand?

ich danke euch von Herzen für hoffentlich viele ehrliche Beiträge (ob positiv oder negativ, es ist definitiv beides erwünscht #verliebt)

viele Grüße an euch alle,
Hanne#herzlich

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Hallo Hanne,

erst einmal guten Morgen und ruhig Blut :-).
Ich finde es ganz toll, dass du hier so offen und ehrlich schreibst.
Mich würde an erster Stelle einmal interessieren, was denn der Papa zu deinen Sorgen sagt und ob er der gleichen Meinung ist wie du. Denn meines Erachtens nach ist es sehr wichtig, dass ihr beide da transparent drüber reden könnt.
Ich könnte hier jetzt schreiben, dass man natürlich abwägen kann, pro und contra und dass ihr allem voran natürlich überglücklich sein könnt, da es nach langer Zeit des Übens und zwei Fehlgeburten endlich geklappt hat.
Ich weiß naürlich, dass ihr eure Tochter über alles liebt, auch wenn sie ein sehr forderndes Mädchen zu sein scheint.
Ich habe das gleiche. Mein Sohn ist 5 und auch heute ist er noch sehr herausfordernd. Wir haben damals 21 Monate probiert und umhergedoktert, bis es ganz unverhofft klappte. Und auch ich liebe mein Kind natürlich mehr als alles andere auf der Welt #herzlich. Dass es dann so anstrengend sein würde (er ist heute noch ein unfassbar schlechter Schläfer), hätte ich nicht gedacht. Ich habe mich damals auch eher zu viert als zu dritt gesehen, habe meine Entscheidung dann aber revidert, weil ich dachte, ich schaffe das nicht mit dieser Anstrengung und Überforderung. 1 Kind reicht.
Nun bin ich seit fast 2 Jahren vom Papa meines Sohnes getrennt, weil ich mich in einen anderen Mann verliebt habe und die Beziehung zum Papa meines Sohnes wirklich am Ende war. Mein Partner hat eine derweil 8 Jahre alte Tochter und für uns war schnell klar, dass wir noch ein gemeinsames Kind (wenn nicht sogar zwei) haben wollen. Dafür üben wir auch gerade. Weil ich eben erkannt habe, dass dieser Wunsch nach einer großen Familie doch irgendwo in mir schlummert und präsenter und präsenter wurde.
Nun weiß natürlich niemand, wie schnell das klappt, aber in jedem Fall wären es mind. 9 und 5 Jahre Altersunterschied zu unseren Kindern. In meinen Augen gibt es kein Patentrezept dafür, ob Geschwister sich besser verstehen, wenn der AU eher geringer oder größer ist. Beides hat sicherlich sein Für und Wider.

Letztlich bin ich der Auffassung, dass alles im richtigen Moment zu dir kommt und alles so kommt, wie es kommen soll. Und man schafft immer mehr, als man glaubt schaffen zu können. (Ich bin jetzt 32 und gerade noch im letzten Drittel meines Studiums. Das ist auch nicht immer leicht mit Kind und dem Gelerne und der Arbeit - ich bin Sozialpädagogin - aber der Wunsch nach noch einem Kind ist so stark, dass ich daraus irgendwie die Kraft schöpfe und ganz hoffnungsvoll der Zukunft entgegenblicke.)

Ich würde sagen, hör auf dein Herz!
Alles Liebe #herzlich

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Wow, vielen Dank für diese ausführliche und liebe Antwort #verliebt
Also mein Partner ist leider genauso verwirrt wie ich #rofl Mal sagt er: Ach es wäre doch so schön, wenn wir noch so einen kleinen Schatz wie H. hätten und mal haben wir so anstrengende Tage hinter uns, dass er sagt, dass wir gerne noch 5 Jahre warten können... Ich glaube, am Ende haben wir beide irgendwie die selben Ängste, die selben Wünsche und sind auch gleich ratlos ;) Es ist einfach verflixt. Bei einem Kind, was einen stark fordert, bleibt halt auch manchmal das Miteinander zwischen uns Eheleuten auf der Strecke und ich glaube, unsere größte Angst ist, dass wir uns selbst mit einem 2. Kind so sehr überfordern, dass wir dem nicht standhalten können :( An anderen Tagen denke ich aber auch, dass wir das sicher hinbekommen...Wir sind halt auch ein Paar mit viel Geschichte und vor allem, genießen wir auch gerne "unsere" Zeit, wenngleich unsere Tochter natürlich auch zu 110% zu uns gehört. Es ist also vielleicht auch etwas Egoismus, der da manchmal hinter steckt :/

Ich wünsche Euch für euren Weg auf jeden Fall alles erdenklich Gute und ganz viel Glück für euer gemeinsames Wunder #klee

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Manchmal ist es besser den Kopf abzuschalten und nur aufs Herz zu hören. Dass ein Kind sehr anstrengend war, bedeutet nicht automatisch, es wird auch das zweite so..unser Sohn lit unter laktose Intoleranz, der schrie und schrie und schrie... mann ich hätte den damals verkaufen können oder abgeben können :-D Weißt was ich meine, aber der 3/4 Kindern war, wusste ich, braucht nur Zeit und es wird alles gut... die anderen drei Kinder sind extreme - alles läuft Kinder... mit super schlafen, problemlos stillen, tolles Verhalten, sozial, freundlich, lieb, Pflichtbewusst... na ja, 25% Chaos zu hause reicht ja auch aus :-D

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Hallo Du :)

Ach Mensch, wenn ich sowas dann lese, denke ich mir: ACH MAN, DAS MÖCHTE ICH AUCH #rofl -> und so beginnt das Gedankenkarussell von vorne ;)

alles Liebe #winke

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ich verstehe dich sehr gut.
bei uns ging die fragerei aus dem umfeld ab dem ersten geburtstag los.
es hat uns extrem genervt.
wir haben es genossen, unsere tochter auch mal ein wichenende bei oma und opa zu lassen und mal wellnessem zu fahren oder mal ein abendessen alleine. das verstehen die wenigsten...

für uns ist jetzt der richtige zeitpunkt da. ich bin jz wieder schwanger und unsere tochter wird im februar 4 und das baby kommt im mai.
ich finde es schön, so wie es ist.
keine zwei windelkinder, nur 1 kind, welches nachts bedürfnisse hat...meine tochter versteht schon alles und ich kann ihr die dinge erklären ;)
ich kann mit dem zweiten kind wie beim ersten vormittags zum babyschwimmen, krabbelgruppen usw.
ich finde den gedanken schön, dass ich mich kind 2 genauso viel widmen kann, wie kind 1.

mach es genauso wie es für dich passt, lass dich von niemandem drängen ;)

lg und alles gute.
nini mit sophia an der hand (3,5 jahre) und krümel im bauch (9ssw)

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Oh wie wunderbar #verliebt
Ganz ganz herzlichen Glückwunsch und alles Liebe wünsche ich Dir/Euch #verliebt

Ungefähr so, hatten wir es uns ursprünglich auch mal gedacht...also, dass wir so ab dem 3. Geburtstag starten (da wir eh wieder davon ausgehen, dass es dauern wird)...ich finde es auch nach wie vor gut,...und dann denke ich : ach man, 1 Kind im KiGa, 1 in der Schule...unterschiedliche Welten... und ja, auch das ist sicher der absolute Schwachsinn :D aber ich bekomme da echt regelrecht Panik manchmal. Es müssen die Hormone sein #rofl

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Hallo,
Ich bin 34, habe ein fast 4 jähriges Kind und bin seit kurzem schwanger.
Der Plan für ein 2. Kind mussten wir für ein Jahr verschieben. Während diesem Jahr beschäftigten mich ähnliche Sorgen wie deine.
Ich verspürte auch immer diesen Druck " Wann kommt denn das 2. Kind? "
Ich verstehe allerdings nicht wieso Geschwister immer nur 2 Jahre auseinander sein sollen.
Ich wollte das nie, denn ich stelle mir das sehr stressig vor. Ich wollte meinen Sohn erst mal geniessen. Jetzt geht er schon in den Kindergarten und ich werde mehr Zeit haben für das 2. Kind und wenn das 1. schon 8-9 ist ist es auch schon selbständiger, hat seine Hobbys und ich somit Zeit für ein 4 jähriges Kind.
Ein kleiner Altersunterschied ist auch keine Garantie dass die Kinder sich verstehen. Die. Kinder bleiben ihr ganzes Leben Geschwister und später machen 5-6-7 Jahre auch keinen grossen Unterschied mehr! Ich spreche aus Erfahrung 😊
Ich fühle mich mit 34 auch schon als alte Mutter 🙈 aber ich bin fitter als 25 jährige. 😄 Ich hatte nur Angst dass es irgendwann nicht mehr klappt mit dem schwanger werden....ich denke man soll seine biologische Uhr nicht herausfordern. Es hat dann doch relativ schnell bei uns geklappt.

Lass dich nicht unter Druck setzen! 😊

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Ganz lieben Dank für deine Worte :) es tut einfach immer gut, wenn man verstanden wird. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute für deine Schwangerschaft und hoffe sehr, dass die Sorgen dich nicht mehr begleiten :)