Noch eins? An alle Eltern mit Kiwu ab Kind 3 :-)

Ihr Lieben,

nach einem langen Weg zum ersten Kind haben wir noch vor einem Jahr nicht in den kühnsten Träumen gedacht, dass uns nach einem zweiten Lottogewinn im Januar das Fieber nochmal packt. Wir sind demütig, was dS Kinderkriegen betrifft und dankbar für zwei gesunde Krabben, die uns jeden Tsg versüßen. Schon jetzt sprechen wir aber immer wieder von einem potentiellen 3. Baby, obwohl der kleine süße Wurm gerade 4 Monate ist.

Und dann dreht sich bei mir das Karussel - gerade zum Ende der 2. Ss dachte ich in Kuschelmomenten mit meiner Großen oft, wie perfekt es gerade ist, hatte Angst, das zu ruinieren. Dann kam der Kleine und hat deutlich kürzer als vermutet unser Leben auf den Kopf gestellt - es funktioniert jetzt schon so super. Aber wir sind zwei Leute für zwei Kinder, Manndeckung, quasi. Und wieder frage ich mich - bin ich eigentlich verrückt? Soll ich meinen Kindern zumuten, mich mit noch einer weiteren Person zu teilen? Müssen sie dann mit einer Kompromissmama leben? Dann sag ich mir aber auch, wie schön es mit meinem Bruder ist und wie toll es ist, Geschwister zu haben, die mit einem aufwachsen. Wie schön diese vielen Momente mit den kleinen Mäusen sind, wie schnell sie groß werden. Wie schön es wäre, noch weitere Kinder begleiten zu dürfen.

Mir geht's nicht um Platz im Haus, Geld oder sowas, sondern wirklich den innersten Wunsch, seine Familie als vollständig zu betrachten.

Daher interessiert mich, wie ihr zum Schluss gekommen seid, dass ein 3. oder 4. in euer Leben kommen kann oder noch jemand "fehlt". Erzählt doch mal. :-)

1

Wir übertreffen die 3 Kinder ja dann doch recht deutlich😇

Unabhängig von Geld, Platz und dem allen hatten wir einfach den Wunsch, nach noch einem Kind und auch das Gefühl, dass wir noch nicht komplett sind.
Mein Mann kommt selber aus einer großen Familie und hat am eigenen Leib erfahren, dass es auch ganz hervorragend funktioniert, wenn das Eltern-Kind-Verhältnis nicht mehr 1:1 ist. Er hat es in seiner Kindheit geliebt und auch heute noch ist es in seiner Familie einfach toll.

Für uns kam dann zu Geld, Platz und Wunsch noch die Frage hinzu, ob wir genügend Energie haben.
Diese Frage konnten wir immer mit Ja beantworten, also sind wir es einfach angegangen.

Mittlerweile sind wir vollzählig.
Es ist turbulent und oft chaotisch, es ist auch anstrengend, aber ich bereue kein Stück, dass wir so viele Kinder haben. Obwohl das letzte sozusagen ungeplant kam (eins war geplant, sie kamen zu zweit). Ich würde es immer wieder so machen💖

Und nein, meine Kinder leben nicht mit einer Kompromiss-Mama. Sie leben mit einer Mama und einem Papa, die durchaus immer wieder Kompromisse eingehen müssen (Arbeit, Geschwister, etc.), aber sie leben mit einer Mama und einem Papa, die sie kompromisslos lieben und von denen sie wissen, dass sie sich immer auf sie verlassen können.
Dass nicht wir, sondern die Geschwister unserer Nr. 6 das Radfahren beigebracht haben, war für ihn kein Kompromiss, sondern ein Highlight und viel besser, als wenn wir das getan hätten.
Wir sind aber voll und ganz da, wenn sie es brauchen. Und zwar egal, ob sie sich gerade den Arm gebrochen haben, oder einfach eine Kuscheleinheit brauchen.
Und das funktioniert - trotz unserer Ameisenkompanie - sehr gut.

2

Vielen Dank für deinen herzlichen Beitrag. Das ist wunderschön zu lesen! 💕

Und auch, dass man keine Kompromissmama sein muss, auch nicht mit mehr als 3 Kindern... :-) Wahrscheinlich wächst man mit seinen Aufgaben. Ich hab grad zwei kranke super Mamakinder im Bett und frage mich zwischendurch, ob ich beiden gerecht werde, wenn ich A in den Schlaf wiege oder B stille ... auch, wenn natürlich viel parallel passiert.

War der Übergang von 1 auf 2 anders als von 2 auf 3? Also z. B. mehr Gesellschaft unter den Geschwistern und damit weniger Grätsche von Mama und Neugeborenem und den beiden Großen?

Habt ihr 8? Das finde ich beeindruckend 😍 Darf ich mal rein medizinisch fragen, ob dein Körper das gut mitmacht? Ich hab jetzt nach dem 2. grad massiv Probleme mit dem Beckenboden und die Hoffnung, dass mir jemand sagt, dass es beim nächsten Mal nicht noch schlimmer wird 🙈. Das kann ja auch ein Grund sein, keine weitere Schwangerschaft anzustreben. 😭

3

Wir haben 9😏
Ich fand (unser Duo mal ausgenommen, das ist ein Sonderfall), dass die Umstellung immer leichter wurde.
Bei einem Kind: Bam, das ganze Leben ist plötzlich fremdbestimmt
Bei zwei Kindern: Gerade hat es noch gut geklappt, weil man sich voll und ganz aufs Kind konzentrieren konnte - jetzt muss man die Aufmerksamkeit teilen
Bei drei Kindern: Man weiß, wie es ist, sich aufzuteilen. Man hat schon gelernt, innerhalb von Momenten zu entscheiden, was gerade wichtiger ist. Man hat schon ein Gespür für die verschiedenen Situationen. Gut, jetzt hat man eine Hand zu wenig😅
Ich fand es einfacher.

Sagen wir so: Mein Beckenboden ist ganz dankbar, dass wir keinen Kinderwunsch mehr haben🙈
Nach der letzten Geburt (das Duo, sie kamen spontan) war es nicht so toll. Mittlerweile ist es wieder soweit in Ordnung, aber mein FA meinte, es ist ganz gut, dass wir kein weiteres bekommen werden.

weitere Kommentare laden
4

Hallo,

wir sind noch mitten in der "Diskussion" ob wir noch ein drittes wollen...
Unser Jüngster ist gerade 9 Monate alt, der Große wird im Sommer 3.

Während der 2. SS war mein Mann total pro drittes Kind und ich eher skeptisch (hatte zwei problemlose Schwangerschaften, aber war mir nicht sicher ob ich das noch mal durchmachen will).
Seit der Entbindung (ging beim 2. ratzfatz) bin ich total für ein drittes und mein Mann ist dagegen.
Erst lassen wir unseren Jüngsten mal ein Jahr werden und entscheiden es dann. Bis dahin verhüten wir halt auch nicht ;-)

Er glaubt die Energie für das dritte nicht mehr zu haben. Und wir haben eigentlich auch nur zwei Kinderzimmer mit je 12 qm und auch nur ein Bad und WC. Es würde alles etwas komplizierter machen, aber ich denke wir würden das schaukeln.
Irgendwie fühle ich mich noch nicht komplett, aber bei diesem Thema müssen sich halt beide Partner einig sein.

Mal schauen, bin gespannt was hier noch so berichtet wird.

LG
Heduente

6

Vielen Dank für deinen Bericht - ja, dieses Schwanken kenne ich. Bei mir verrückterweise trotz echt schwieriger Geburt so ca 2 Minuten nach "Erhalt" des Babies klar, dass ich noch eins möchte. Aber das ist das Gefühl und dann schaltet sich der Kopf ein - vor allem wegen der vorhandenen beiden. Ich möchte einfach allen gerecht werden können. Energie trifft es sicher, aber auch die vorhandene Zeit und die Menge an "Armen", die man so hat ... 😅

Die Idee mit einer Entscheidung bis zum 1. Geburtstag zu warten ist super! :-)

Meine dritte Geburt wäre vaginal meine zweite - daher mal so ganz hoffnungsfroh: wieviel schneller war denn deine zweite? ;-)

7

Ja ich glaube auch, dass es eine riesen Umstellung wäre zwecks der vorhandenen Arme aber das ist eine Aufgabe in die wir sicher hineinwachsen würden :)

Also die erste Entbindung ist mit einem Blasensprung gestartet und dauerte 7 Stunden.

Und bei der zweiten hatte ich ca 4 Stunden nur Vorwehen und sie wollten uns vom KH schon Heim schicken und sie haben gesagt ich steigere mich da rein. Dann hatte ich während dem CTG einen Blasensprung und 22 Minuten später war unser Sonnenschein da...