Tritt ein im Reim

    • (1) 25.05.11 - 12:29

      Her gehört, Ihr lieben Leute,
      ich hab' 'ne Überraschung heute:
      Weil nur Musik nun auch nicht fetzt
      habe ich mich hingesetzt
      und mir ein Thema ausgedacht,
      dass sicher vielen Freude macht.

      In Versen schreiben find' ich fein.
      Es müssen nicht Romane sein!
      D'rum hast Du etwas zu berichten,
      versuch's hier doch mal mit Gedichten
      Du bist gern geseh'n als Gast,
      wenn Du einen Reim drauf hast.

      #huepf

      Eine Story kurz und fein,
      fiel mir jetzt gerade ein.
      Sie handelt zwar von Huhn und Hahn,
      doch passt sie auch auf Frau und Mann.

      Also hingesetzt und gebt fein acht,
      auf das, was ich Euch mitgebracht.
      "Hahn und Henne" heißt die Sage,
      welche ich nun vor hier trage:

      Der Hahn, er geht zu einer Henne
      und will, dass sie gleich mit ihm penne.
      Die Henne indes aber spricht:
      "Mein lieber Freund, so geht das nicht!

      Bevor ich dir kann Liebe schenken
      musst drei Dinge du bedenken:
      Verhütest Du, verhüte ich
      den Kindersegen? Sprich!"

      Der Hahn wog denkend seinen Kamm.
      Sein bestes Teil war schon ganz stramm.
      Wut steigt ihm in das Angesicht
      als er dann zur Henne spricht:

      "Was soll denn heute die Gebarung?
      Verhüte du! Du hast Erfahrung!
      Ich bin nur Hahn, hör' meinen Wille:
      Stell dich nicht an und nimm die Pille!"

      "Ach du liebes Federvieh!
      Mit dieser Masche lernst Du's nie!
      Verantwortung, gerade' beim Lieben
      wird beiden Partnern zugeschrieben!"

      Der Hahn sprach nickend zu dem Huhn:
      "Ok. Kapiert was soll ich tun?"
      "So gefällst du mir, du starker Mann!
      Bedenken wir das Zweite dann!"

      In guten wie in schlechten Zeiten
      kann 'ne Krankheit sich verbreiten.
      Weiß ich, ob du bist gesund?
      Zur Angst haben wir erst keinen Grund
      wenn du ein Kondom benützt.
      Das verhütet und das schützt!"

      "Ach gute Frau, tu's mir nicht an.
      Man kann ja gar nichts fühlen dann!"
      "Willst du aufs Kondom verzichten
      kannst du's alleine dir verrichten!"

      Der Hahn erschrak bei der Henne Wort.
      "Du schickst mich ohne Gummi fort?"
      "Oh ja, du lieber Hahnemann.
      Bei mir darfste nur mit Anzug ran!"

      "Na wie du willst. Was soll der Streit?
      Ich akzeptier. Mach dich bereit!"
      Die Henne aber sprach: "Oh je,
      das tut mir in der Seele weh!

      Denn drittens, was noch wichtig ist,
      ist dass du ganz ganz zärtlich bist!
      Denkst du immer nur an dich
      und kein bisschen auch an mich?

      Eine Frau ist doch kein Lustobjekt
      mit der man seinen Trieb abdeckt!
      Du bekommst nur, was du selber gibst.
      Du kriegst nur Liebe, wenn du liebst!

      Die schnelle Nummer, merk es dir
      gibt's nur beim niederen Getier!
      Lass dir Zeit, sei einfühlsam
      und fang erst mal zu schmusen an!

      Mit lieben Worten, Streicheln auch,
      über den Rücken und den Bauch.
      Mach verführerisch mich an,
      dass ich nicht widerstehen kann!

      Der Hahn vernahm's und schämte sich
      und sagte leis': "ich liebe dich..."
      Tja, gelernt hat unser Hahn:
      "Sei bei Frauen einfühlsam!"

      Und die Moral von der Geschicht'
      mein lieber Freund, Du ahnst es nicht,
      Sei Du clever und sei schlau
      und such Dir eine stumme Frau.

      #rofl

      • So unnütz wie Unkraut, wie fliegen und Mücken,
        so lästig wie Kopfweh, und Ziehen im Rücken,
        so störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann,
        das ist dieser Halbmensch, sein Name ist Mann.


        Er steht nur im Weg rum, zu nichts zu gebrauchen,
        ist immer am Meckern und ständig am Fauchen.
        Er ist auf der Erde, ich sag´s ohne Hohn,
        vom Herrgott die größte Fehlkonstruktion.


        Ein Mann wär` doch ohne uns verloren,
        er wär´ ja ohne uns nicht mal geboren,
        Erst mit unsere Hilfe wird mit viel Bedacht,
        so halbwegs ein Mensch aus diesem Schlappschwanz gemacht.


        Ein Mann hält sich oft für unwiderstehlich
        und glaubt, schon ein Lächeln von ihm macht uns selig.
        Stolziert durch die Gegend wie´n Hahn auf dem Mist
        Und merkt dabei gar nicht wie dusselig er ist.


        Ein Mann ist ganz brauchbar, solange er noch ledig,
        da ist er oft schlank und sein Körper athletisch,
        da ist er voll Liebe und voller Elan
        kaum ist er verheiratet, wird nix mehr getan.


        Als Jüngling wollt er dauernd kosen und küssen,
        als Ehemann will er davon nichts mehr wissen.
        Verlangst Du Dein Recht, dann wird er gemein
        Er gibt Dir´s Gebiß und sagt: Küss dich allein.


        Und pfeifen sie auch manchmal aus dem allerletzten Loch
        darin sind wir uns einig, wir lieben sie doch!

        :-p

      Am Montag fängt die Woche an,
      am Montag ruht der brave Mann.
      Das taten unsere Ahnen schon,
      wir halten streng auf Tradition.

      Am Dienstag hält man mit sich Rat,
      man sammelt Mut und Kraft und Tat
      bevor man anfängt, eins-zwei-drei
      bumms, ist der Dienstag schon vorbei.

      Am Mittwoch fasst man den Entschuss,
      bestimmt, es soll, es wird, es muss,
      mag kommen, was da kommen mag,
      ab morgen früh ist Donnerstag.

      Am Donnerstag fasst man den Plan,
      von heute ab wird was getan.
      Gedacht, getan, getan, gedacht,
      inzwischen ist es wieder Nacht.

      Am Freitag geht von altersher,
      was man auch anfängt, stets verquer,
      drum ruh' Dich aus und sei belehrt,
      wer gar nichts tut, macht nichts verkehrt.

      Am Samstag dann ist Wochenend',
      da wird dann gründlich ausgepennt,
      Heut' anzufangen lohnt sich nicht,
      die Ruhe ist des Buergers Pflicht.

      Am Sonntag möcht' man soviel tun,
      am Sonntag muss man leider ruh'n.
      Zur Arbeit ist es nie zu spät,
      ach Kinder wie die Zeit vergeht.

Auf dem Baum da sitzt ein Specht, der Baum ist hoch,dem Specht wird schlecht.




Mein liebes Kind bedenke wohl,dein schlimster Feind ist Alkohol.Doch in der Bibel steht geschrieben,aquch deine Feinde sollst du lieben!!!!


#glas Prost....#schein

(15) 25.05.11 - 14:24

Laddezaun

Ich hab ein wunnerschöne Gadde
eingezäunt mit lauter Ladde.
Die Ladde höre uff übern Bodde,
damit sie nicht faule und verrotte.

Weil ich Brombeere zu pflücke hadde,
war ich neulich in mei Gadde.
Und wie ich so zufällig durch mei Ladde gucke,
kimmt einer gelaafen, als sei er meschugge.

Er kimmt immer näher, ich denk schon "Nanu",
der kimmt ja direkt uff de Laddezaun zu.
Dann war er am Zaun, guckt nunner un nuff,
ich steh' mäuschenstill und denk "Jetzt pass uff."

Dass ich nicht blind worde bin, is noch e Wunner!
Denn der Kerl lässt grad vor mir die Hosen runner,
um sich dann langsam un bedächtig zu bügge
und sich e Mordsding aus dem Kreuze zu drügge.

Doch weil der Segen kommt von oben,
hab ich mei Schipp unnerm Zaun rausgeschoben.
Ich hab dann gestaunt un es Lachen verbissen,
dieweil er hat auf mei Schipp geschissen.

Doch als der Schippenstiel sich hat bald geboge,
da hab ich mei Schipp schnell fortgezoge.
Es kam dann auch so, wie ich's gedacht,
der Schisser wollt gugge - was er gemacht.

Er dreht sich um, tut die Auge uffreisse,
un guckt ganz entgeistert, "ja, wo is denn mei Scheisse?"
Erst guckt er ins Gras, dann auf die Schuh
und denkt: "Das geht doch net richtig zu?"

De Knie de warn schon ganz lasch,
er packt sich an de Kopp und dann an de Asch,
un als er sich dabei de Finger beschmiert,
da weiss er "Hier is en Wunner passiert."

Er kimmt nich mehr aus'm Staune und Stutze,
vor Schreck vergisst er de Asch sich zu putze,
er rafft seine Hose un rennt dann fort
voll Angst un Grauen, vor de unheimliche Ort.

Ich konnt an dem Tag kei Brombeere mehr pflügge.
Ich konnt mich vor Lache net strecke noch bügge.
De ganze Tag ich hab noch gelacht,
weil ich mit mei Schipp en Wunner vollbracht.

Dem Kerl hab ich nachgerufe,
dieweil er immer noch war am fluche,
"Hab Dank, du ruchloser Kacker,
die Schipp voll hat grad noch gefehlt für mein Acker."

Ein paar Tage später bin ich wieder in mei Gadde,
da seh ich am Zaun eene dunkle Schadde.
Ich schleich mich hie und bin von de Socke,
da tut doch der Schisser schon wieder hocke.

Pass uff, denk ich, den will ich mal necken,
und schon bin ich fort, hinner die Brombeerhecken.
Ich laaf zum Stall, wo die Hinnerchen sitze
um aus dem Nest e Ei zu stiebitze.

Dann nehm ich mei Schippe und schleich uff de Socke
zurück an den Zaun, wo der Kacker tut hocke.
Er sucht grad Papier, um de Hinnern zu putze,
ich denk, pass uff, de Zeit musste nutze.

Schnell hab ich ihm, es is net geloge,
mit de Schipp unnerm Hinnere de Schiss fortgezoge.
Des Ei leg ich ganz leise und sacht,
an die Stell, wo er vorher sei Haufe gemacht.

Er dreht sich herum, tut de Auge aufreisse
und denkt sich "Mann, des is nie kei Scheisse!"
Des is eher en Ei, wie's de Hinner tun lege.
Er kann's noch net fasse, was is des für'n Sege.

Schnell mit dem Ei zu seiner Frau tut er laafe
und schreit: "Fraa, mer brauche ke Ei mehr zu kaafe."
Und dann erklärt er ihr klipp und klar,
wie es beim Scheissen am Laddezaun war.

Sei Frau meint, "das musst mir erscht mal beweise,
en Mensch, der kann doch kaa Eier net scheisse,
da sagt der Mann: "Na gut, un na schee,
beim nächste Kacke wirscht es jo seh.

Doch musst du damit noch wartee bis morge,
denn heut' kann ich's net noch einmal besorge."
Am annern Tag, da war's dann soweit,
Fraa, ruft der Ma, es wird hegste Zeit.

Die Fraa kommt gelaafe, so schnell se nur kaa,
er hockt sich am Bodde un fängt ach scho aa.
"Komm schnell mit dei Hut, un halt ne mir unner,
Sonst falle de Eier zu hart sicher runner."

Sei Asch, der kracht wie'n Gewitter im Mai.
Doch was er macht, des is nie kei Ei.
Sie tritt ihm in Hinnern und schreit voller Wut,
mich haste beschisse und auch noch mein Hut.

Ich kann eich nur sagge, denn ich muss es ja wisse,
an mein Laddezaun hat der nicht mehr geschisse.

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