Hilfe: Trennung was passiert mit Kind und Haus: wie vorgehen ??

Hallo,

ich versuche mit möglichs kurz zu fassen.

Wir haben vor einigen Monaten unser Eigenheim bezogen !! Und es ist wie ich schon befürchtet hatte eine einzige Kathastrophe - sowohl finaniell als auch beziehungstechnich.

Mein Mann und ich , wir sind beide voll Berufstätig und verdienen eigentlich recht gut - Geld war bisher nie ein Problem.

Ich habe den Kreditvertrag für das Haus mit Bauchweh unterschrieben - da ich von Anfang an die Befürchtung hatte, das wir uns da übernehmen (Vollfinanzierung) da die Abtragungsrate viel zu hoch ist bzw. kaum Luft lässt.

Eigentlich hatten wir immer ausgemacht, dass die Abtragung eines Eigenheims so möglich sein sollte, dass ein Gehalt reicht und das zweite Gehalt sozusagen ein "Bonus" ist.

Mein Mann hat sich aber von Anfang an in den Kopft gesetzt - entweder dieses Haus oder gar keins - Gut: Beschweren hilft jezt auch nichts- ich bin erwachsen und habe trotz meiner Bedenken unterschrieben und mich wohl zu sehr auf die Beurteilung meines Mannes verlassen.

Das wir die fast 2 Järhige Bauphase überhaupt überstanden haben, darüber wunderte sich jeder, der über unsere - alles andere als einfache Beziehung Bescheid weiss !!

Nun gut, ich bin nun am Ende meiner Kräfe: ich gehe Vollzeit arbeiten, muss mich um knapp 220 Quadratmeter Wohnfläche kümmern (telweise noch Baustelle) trage nicht gerade unwesentlich zu unseren Finanezn bei und wir haben einen kleinen 2 Jährigen Sohn .

Trotzdem scheint das nicht zu reichen. Ständig bekomme ich nur Vorwürfe zu hören !! Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Aufgrund der brikären, finanziellen Gesamtsituatioin wäre es dringend notwendigt miteinander zu reden - mit meinem Mann ist das aber völlig unmöglich.

Ich möchte nicht noch weiter ausholen: Kurzum für mich ist die Situtation nicht erst seit gestern unerträglich und ich möchte nicht, dass mein Sohn anfängt darunter zu leiden.

Aber wie gehe ich vor: meine grösste Angst gilt der Frage, ob mein Mann mir meinen Sohn wegnehmen kann.

Ich meine wie soll die Trennung denn in der Praxis aussehen: Ich kann doch nicht einfach so den kleinen nehmen uns gehen ??

Die Zweite Sorge gilt den Finanzen: Ich verdiene genug um meinem Sohn und mir ein angenehmen Leben ermöglichen zu können ABER: WEnn ich dann auch noch meinen Teil der Schuld am Haus tragen muss. Dann bleibt uns überhaupt nichts zum leben !!
Ich wäre dafür das Haus zu verkaufen - aber ich halte es derzeit durchaus für möglich, dass mein Mann sich da wo er nur kann questellt.

Was soll ich am besten tun ??

Danke

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Holla, ein Paradebeispiel... Ist nicht böse gemeint!

Nun gut, "das Kind ist in den Brunnen gefallen"... Mach das beste draus. Es wird darauf hinauslaufen, dass ihr das Haus verkaufen müsst. Denn die Unterschrift unter dem Kreditvertrag sagt nicht aus, dass Du nun für immer und ewig mit ihm zusammen leben musst. Lass Dich im Vorfeld anwaltlich beraten, mach Dich innerlich mit allem vertraut, was auf Dich zukommen könnte. Das schafft Sicherheit und Dein Mann kann Dir dann nicht "drohen", denn Du weißt es besser, hast einen Vorsprung.

Zu Deiner Angst, Dein Mann könne Dir den Kleinen wegnehmen. Bist Du schwer Alkohol- oder/und Drogenabhängig? Liegen schon Anzeigen wg. Unterlassung der Aufsichts- bzw. Fürsorgepflicht vor? Wirst Du vom Jugendamt überwacht? Nein? Dann kannst Du diese Angst ganz schnell unter "unbegründet" verbuchen.

Dennoch wäre es - auch und eigentlich fast ausschliesslich im Hinblick auf das Wohl des kleinen Mannes - sinnvoll und nötig, die Trennung so friedlich wie möglich zu vollziehen.

Zu Deiner letzten Frage kann man ganz allgemein Antworten: überleg Dir was Du möchtest und erkundige Dich, nicht hier im Forum sondern bei Euch vor Ort (Anwalt, Bank usw.)

Dir alles Gute!

Lieben Gruß
Claudia

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>>>Zu Deiner Angst, Dein Mann könne Dir den Kleinen wegnehmen. Bist Du schwer Alkohol- oder/und Drogenabhängig? Liegen schon Anzeigen wg. Unterlassung der Aufsichts- bzw. Fürsorgepflicht vor? Wirst Du vom Jugendamt überwacht? Nein? Dann kannst Du diese Angst ganz schnell unter "unbegründet" verbuchen. <<<

Gilt das Gleiche nicht auch für den Mann?

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Klar gilt das gleiche auch für den Mann - die Praxis sieht doch aber anders aus...

Und da ich auf die persönliche Frage antworten wollte, und keine Grundsatzdiskussion über Recht oder Unrecht lostreten wollte, da ihr damit wenig bis gar nicht geholfen wäre - habe ich so geantwortet, wie oben zu lesen ist.

Gruß
Claudia

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Hallo!

Ich kann Claudia nur zustimmen: Am besten ist es, Du holst Dir Rat und Hilfe bei einem Anwalt. Und sei unbesorgt: Vielen geht es so wie Dir, dass man erst einmal vor lauter Unwissen verrückt werden kann, wenn es darum geht, sich zu trennen. Da prasseln ganz schön viele Fragen auf einen ein.
Was Dir vielleicht helfen könnte, ist folgende Seite:

http://sofort-scheidung-online.com

Da gibt es einen Blog, der zu sehr vielen Themen hilfreiche Tipps und Infos zusammengestellt hat; bestimmt findest Du dort schon die ein oder andere Antwort auf Deine Fragen und vielleicht wird Dir dadurch ja auch schon die ein oder andere Angst genommen.

Dort findet man übrigens auch einen Scheidungskosten-Rechner, der einem ausrechnet, was man bei seinen Einkommensverhältnissen an Geld in eine Scheidung investieren muss.

http://sofort-scheidung-online.com/scheidungskostenrechner.php

Fand ich super hilfreich.

Viele Grüße! Katha

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Normalerweise nimmt doch die Mutter dem Vater das Kind weg....

Aus meinem Freundeskreis weiß ich, dass der Bau des Eigenheims Stress pur ist. Und dann noch dazu die vielen Schulden. Viele Beziehungen standen erst mal auf der Kippe, weil beide Partner am Ende der Kräfte waren, nach dem Einzug ins Haus.
Wenn Du für Dich zum Schluss kommst, dass es keinen Sinn mehr macht, laß Dich entsprechend beraten.
Es wird sicher ein böser Streit um Geld und Schulden werden. Um eines möchte ich Dich bitten: Untrscheidet die Partner- von der Elternebene! Ein "schlechte/-r" Partner/-in ist nicht auch ein"schlechtes" Elternteil. Will sagen: Halte das Kind aus euren verletzten Gefühlen als Partner raus.