meine kinder werden mir weggenommen

    • (1) 15.07.11 - 19:57

      Hallo,
      vielleicht hat hier ja jemand eine Hilfeantwort für mich parat.
      Ich habe ich von meinem Mann getrennt, weil es einfach nicht mehr ging. Wir haben zwei Kinder, die große 6 die kleine 3 Jahre. Ich werde nun wieder zu meiner Familie zurückziehen, weil ich hier seit der Trennung völlig alleine bin und mich jeder verachtet.
      Damit liegt aber eine Entfernung von ca. 100 km zwischen uns. Der Vater erlaubt mir nicht mit den Kinder zu gehen, und nun wird dass ganze vor Gericht geklärt. Und da waren wir auch, und der Richter möchte nun ein Gutachten erstellen lassen. Dass dauert nun auch wieder mind. 3-4 Monate. Ich habe nun 18 Wochen lang mit meinem Nochmann unter einem Dach gewohnt, wegen der Kinder.
      Und nun hat der Richter gesagt, dass die Kinder bis zu dem Gutachten bei dem Vater bleiben müssen. Ich bin total am Ende. Ich habe mich die letzten sechs Jahre fast alleine um die Mädels gekümmert, da er nie Zeit für sie hatte. Immer nur arbeiten. Und dass 11 Stunden am Tag. Er hat Probleme mit seiner Arbeit, weil er unter einem Kontrollzwan leidet. Und psychische Probleme hat er auch. Er war schon kurz davor, sich dass Leben zu nehmen.
      Und nun behauptet er, dass er nur noch halbtags arbeiten wird, unsere Schulden trotzdem kein Problem sind und er sich um die Kinder kümmern wird. Ja, jetzt auf einmal soll dass alles funktionieren???
      Hat jemand so etwas schon mal mitgemacht? Wie stehen die Chancen bei so einem Gutachten.
      Vielleicht kann mir hier jemand etwas meine Angst nehmen.
      Ich bin dankbar für jede Antwort.
      ausgepowert

      • Hey,

        ich hab das zwar noch nicht erlebt, aber was ich nicht ganz verstehe, mit welcher Begründung hat der Richter entschieden, dass die Kinder erstmal beim Vater bleiben sollen?

        • Hallo,

          er hat gesagt, dass die Kinder merken wenn die Mutter nicht mehr da ist und sich dann verändern werden. Und diese Veränderung wäre dann hilfreich für die Gutachterin.
          Ich finde dass allerdings ganz furchtbar, weil meiner Meinung nach, die Kinder dass ausbaden müssen. Warum sollen sie denn leiden? Es wurde ja auch gesagt, dass die Kinder eine sehr sehr enge Bindung zu mir haben, und ich den größten Teil der Zeit mit ihnen verbringe.
          Mehr Argumente gab es leider nicht.

          • (4) 15.07.11 - 20:57

            Ich denke, das hat auch was mit "Bestandssicherung" zu tun.

            - gewohntes zu Hause
            - gewohnte Kita
            - gewohnte Freunde, Familie, etc. pp.

            Die Kinder erst umziehen zu lassen, sich umgewöhnen lassen um DANN zu sagen: Ach nee, doch zurück zum Vater wäre viel schlimmer.

            Dass Kinder nach der Trennung bei der Mutter bleiben müssen, weil das dem ehelichen Rollenmodell entspricht, ist kein Automatismus (mehr).

            LG

            • (5) 15.07.11 - 21:07

              hallo,

              aber wir waren immer regelmässig mit den Kids in dem Ort wo ich hinzieh, weil da ja auch ihre Großeltern wohnen. Und Cousinen. Und dadurch kennen sie schon viele andere Kinder auch.
              Und ich gehen auch nicht von einem Rollenmodell aus. Aber er war nie da für die Kinder, hatte nie Zeit für sie. Für eine halbe Stunde am Abend die er mit ihnen hatte, soll mir jetzt alles genommen werden? Ich kann dass einfach nicht nachvollziehen. Der kennt sich doch mit dem Alltag überhaupt gar nicht aus. Und dann werden die Kids in den Kiga abgeschoben solange es geht und danach geht es dann zur Oma, bis er mal von der Arbeit kommt. Und ich bin da und hätte Zeit für sie, wie eben die ganzen Jahre.

              • ich befürchte du musst das erstmal so hinnehmen...wenn der richter das so meint...glaube nicht, dass du da was machen kannst :-( auch wenn ich nicht verstehe

              • Ihm jetzt vorzuwerfen, dass er nur abends Zeit für die Kinder hatte, ist auch nicht fair.
                Ich nehme an, er hat mit seinem Job die Familie ernährt, oder?

                Wie kannst Du denn künftig Kiner und Job vereinbaren, ohne sie in Kindergarten oder anderweitige Betreuung zu geben?

                Gruß,

                W

          Das ist ja mal eine bescheuerte Logik. Man lässt quasi die Kinder leiden, damit das "richtige" Gutachten gemacht wird? Krass. Macht mich sprachlos sowas.
          Und Du musst jetzt wegziehen, damit das gutachten gemacht wird?

          • Ja, der Richter hat gesagt, ich solle am Wochenende umziehen. Und da ich hier wirklich nicht bleiben kann habe ich mir eine Wohnung in meiner alten Heimat gesucht. Und wenn ich weg bin, dann merken dass die Kinder erst.
            Ich kann es auch nicht nachvollziehen, und es schneidet mir dass Herz ab, wenn die Kids realisieren, dass ich nicht mehr da bin.
            Tja, so ist wohl Deutschland.

            • Ja, der Richter hat gesagt, ich solle am Wochenende umziehen. Und da ich hier wirklich nicht bleiben kann habe ich mir eine Wohnung in meiner alten Heimat gesucht

              Sorry,aber ich versteh dich nicht. Du gehst ohne die Kinder 100 km weit weg nur weil ein Richter das sagt?
              Willst du deine Kinder behalten oder nicht?
              Ich wäre auf keinen Fall ohne die beiden gegangen.
              Du hättest dir dort im Ort eine Wohnung bzw. ein Zimmer suchen sollen.
              Ich schätze mal ,so wie du es jetzt machst ,bist du sie schneller los als du denkst.

              (11) 16.07.11 - 11:57

              Ich sehe eher Gefahr darin, dass der Richter oder der Gutachter oder sonst jemand dann sagt: "Sie haben doch die Kinder beim Vater gelassen, das zeigt doch, dass Sie keine Sorge hatten, dass er sich gut genug kümmern wird. Also kann er das zukünftig auch tun." Ob das dann jemand empfohlen hat oder nicht wird dann keine Rolle mehr spielen, zumindest nicht bei der Argumentation.

              Ich würde ja vieles tun, aber niemals weg ziehen ohne meine Kinder..

          (12) 25.07.11 - 01:53

          Was heißt "quasi leiden lassen"? Bis jetzt kan ich nur entnehmen, dass die TE leidet.

          Und das ein Richter anordnet, dass sie wegziehen MUSS glaubt doch kein vernünftiger Mensch.

          Sie darf wohl einfach vorläufig die Kinder nicht mitnehmen. Und daran kann ich bis zur Klärung nichts falsches sehen.

          Soll ein Gericht sagen "ziehen sie um wir klären dann später ob es richtig und angebracht war"?


      Hallo

      und wenn du dir im Ort eine Wohnung suchst des die Kids in ihrer Umgebung bleiben , würdest du sie dann behalten dürfen ... oh man das ist ja echt alles schwer... vor sowas hab ich soclhe Angst obwohl es eigtlich sehr sehr unwahrscheinlich ist .....

      Lg Martina

(14) 25.07.11 - 01:56

Ich denke nicht, dass der Richter entschieden hat, dass die Kinder beim Vater bleiben müssen, sondern dass die TE sie bis zur Klärung nicht mitnehmen darf.

Ein großer Unterschied!


Ich bin mir ziemlich sicher, dass es darum geht, die Kinder neben der Trennung auch noch den Umzug zu ersparen, sondern ihr Zuhause zu erhalten.

Und auch Du müßtest die Kinder in die Kita stecken und Euren Lebensunterhalt verdienen.

Ich würde auch nie, nie, nie ohne meine Kinder gehen. Und hätte ich noch so ein schlechtes soziales Netz - niemals ohne meine Kinder. Das würde mich umbringen. Kein Richter der Welt kann dich zum Umzug zwingen ohne deine Kinder, nicht diese Entfernung.
Was sagt der Vater der beiden denn zu deinem Umzug?

(17) 17.07.11 - 00:05

Das habe ich ja noch nie gehört. Warum hast Du das an die große Glocke gehängt? Du hättest einfach umziehen sollen. 100 km sind zumutbar. Wenn die große erst in die Schule kommt und die kleine im Kiga ist, so spricht nichts dagegen einfach umzuziehen mit den Kindern. Da hast Du ja auch ganz schön Zeit verstreichen lassen, wenn Dein Mann einen solchen Entscheid erwirken konnte. Ohne Kids zu gehen, bedeutet, kein Interesse an den Kids. Das wird Dir negativ ausgelegt. So lange DU das Land nicht verlässt, kannst Du hin ziehen wo Du willst. Wie gesagt, Du hättest weg ziehen sollen und gut ist. Wenn Du noch weiter weggeogen wärst, hättest Du sogar alleiniges Sorgerecht bean´tragen können, da der Vater ja so weit weg wohnt. Da muss einiges im Argen liegen, wenn ein Richter so entscheidet.
Oder ist das nur ein Fake von einem Frischling?

  • (18) 17.07.11 - 01:53

    Äh siehst Du noch klare Bilder?

    Es spricht nichts dagegen "einfach umzuziehen"? Oh doch, ein Vater, der ebenfalls das Sorgerecht hat. Und eine sogenannte "Einstweilige Anordnung" (EA) kann jeder Elternteil innerhalb von kürzester Zeit erwirken und ist auch zu zu raten, wenn ein Partner die Trennung verkündet und sich die Kinder schnappen und mal eben woanders hinziehen will. Eltern müssen sich EINIGEN bei wem die Kinder wo leben und wenn sie das nicht können, entscheidet das Gericht.

    Hier versucht ein Vater nicht zum Wochenenddeppen gemacht zu werden, der dann vielleicht auch noch die Umgangskosten tragen darf, dafür, dass ihm die Kinder weggenommen werden.

    Und das ASR kriegt man auch nicht mal eben weil man wegzieht. Im Gegenteil, man kann das ABR oder SR sogar verlieren, wenn man so eigenmächtig handelt.

    Himmel noch mal, Kinder sind keine Barbies großer Mädchen!!!!

    Das ist kein Fake von einem Frischling sondern sich endlich ändernde Rechtsprechung!!

    • (19) 17.07.11 - 07:26

      Meine Partnerin hatte das damals so gemacht und der Vater hatte keine Chance, dass sie mit der Tochter, damals fünf Jahre alt, zurück kommt. Wir sind von unserer Seite gleich zum JA und hatten die somit schon mal hinter uns. Im übrigen gibt es bezüglich den Umgangskosten auch eine Regelung.

      • (20) 17.07.11 - 12:20

        da könnt ihr ja mal richtig stolz auf euch sein.

        • (21) 17.07.11 - 12:26

          Hi!
          Nein, bin ich nicht, aber dazu müsstest du die weiteren Umstände kennen um das alles beurteilen zu können.
          Es ist schon so, dass ich als Mann eher auch Partei für die Väter ergreife. Das ganze Unterhaltsthema nervt mich ungemein, da es in der Regel den Mann betrifft. Aber man kann eine Zitrone nur ein mal auspressen, das sollten auch die Mütter wissen. Wie es ist, wenn der Vater dann auch noch die Kids nicht mehr sehen kann, weil er sich aufgrund des Mindestselbstbehaltes keine Besuche mit der Bahn über 400 km leisten kann, kenne ich zur Genüge, sie ist schon lange Weg, mit unseren gemeinsamen Kindern. Da ich kein Sorgerecht hatte, hatte ich auch keine Chance etwas zu machen. Wie gesagt, ist eine lange Geschichte.

          • (22) 17.07.11 - 12:43

            Aber gerade wenn du das aus eigener, bitterer Erfahrung kennst, verstehe ich nicht, wie du so flappsig irgendwelche Tipps geben kannst, die genau so etwas für ein weiteres Elternteil zur Folge hätten.

            • (23) 17.07.11 - 13:45

              Vielleicht weil der gesunde minimale Selbst- u. Eigenegoismus bei mir mittlerweile durch das Erlebte zu ausgeprägt ist. Ich weiß es nicht.

(24) 18.07.11 - 20:30

es wird nach dem wohl und der gewohnheit der kinder entscheiden... wichtig ist dass du sie da nicht mit rein ziehst dass wird dein mann machen... allerdings sagen kinder da immer die wahrheit wenn man sie fragt und wenn du sagst mama hat euch lieb ist das tausend mal besser als wenn der papa sagt ihr wollt doch bei papa bleiben... kinder in dem alter können eine solche frage nicht erfassen oder verkraften...

leider musst du das gutachten abwarten und das beste was du tun kannst ist jetzt nicht vorher zu deiner familie zu gehen... beiß die zähne zusammen und geh auf keinen fall weg...

lg

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