Endlich getrennt, aber wie geht es nun weiter?

    • (1) 13.03.12 - 01:21

      HI!

      Ich bin 24 und verheiratet. Ich habe eine Tochter von 3 1/2 Jahren. Endlich habe ich es geschafft mich von meinem Mann zu trennen. Die Trennung fühlt sich gut und richtig an. Ich weiß nur nicht so ganz, wie nun alles weiter gehen wird.

      Meine Tochter geht nachmittags in den KiGa. Verwandte oder Freunde hab ich, für die Betreuung meiner Tochter, leider nicht. Sie sind schon vorhanden, so ist es nicht, aber alles ist am Arbeiten. ;-)

      Mein Mann arbeitet Vollzeit und verdient auch vernünftiges Geld, so dass ich seit Beginn meiner Schwangerschaft bis Dez. 2011 nicht arbeiten musste. Jetzt gehe ich am Wochenende beim Bäcker um die Ecke jobben, bin auf 400€-Basis eingestellt, verdiene aber oft nur 250€, selten mehr, eher weniger.

      Erstmal muss ich vom Amt leben. Anders geht es nicht. Leider glaube ich auch nicht, dass ich meinen Job behalten kann, da ich um diese Uhrzeiten (6:15-13:00) niemanden für meine Tochter habe.

      Wie geht es nun weiter? Wohnung suchen, ist klar. Aber wie mach ich das alles nun mit dem Amt. Logisch werde ich die Anträge stellen usw. Aber die werden ja nun verlangen, dass man Mann Unterhalt zahlt. Was mach ich aber, wenn er das erstmal nicht machen wird? Zahlt mir das Amt dann erstmal? Ich weiß, dass das Jugendamt einspringt, wenn der Mann nicht zahlt, aber diese ganze Antragsstellerei braucht ja auch Bearbeitungszeit. So lange kann ich ja nun nicht auf dem Trockenen sitzen, oder?

      Wie sieht es auch mit Möbeln? Ich werde vieles brauchen. Bett, Couch, TV. Unsere Möbel sind sehr alt und kaputt, wir fingen gerade an auf neues zu sparen. (Mein Mann machte seinen Meister und da floss erstmal das ganze Geld rein) Was zahlt das Amt? Eigentlich ja nix, aber es ist doch nicht zu erwarten, dass ich auf dem Boden sitze und schlafen, oder etwa doch?

      Wäre echt lieb, wenn ich Hilfe von euch bekommen würde, auch bezüglich was das Arbeiten nun angeht. Klar muss ich mich um Arbeit bemühen, aber was ist, wenn ich keinen Job finde, der in diese Betreuungzeit fällt???

      Danke schon mal!! Liebe Grüße!!! Miriamama

      • hallo,

        hast du eigentlich eine ausbildung gemacht? das ist ja eine wichtige grundlage für gute jobaussichten. es wirkt fast so, also ob du keine hast, da du ja äußerst jung ein kind bekommen hast. ich würde - wenn dem so ist - erstmal eine ausbildung machen. du lebst ja jetzt eh vom amt, also dürftest du ja alles wichtige bezahlt bekommen. danach kannst du dich ja nach einem richtigen job umsehen. allein vom brötchenverkauf kannst du dich ja nicht alleine finanzieren. auf eigenen beinen zu stehen sollte deine oberste priorität sein. ohne ausbildung wirst du niemals eine arbeit finden, mit der du dich allein finanzieren kannst. und du solltest vor allem auch deinem kind ein vorbild sein. wenn du es nicht schaffst, von der unterstützung des amtes loszukommen, wird dein kind später ebenfalls direkt dort reinrutschen. es ist ja schließlich damit aufgewachsen, dass man nicht arbeiten muss, weil es da ja so ein amt gibt, dass letztlich für den lebensunterhalt sorgt. das musst du auf jeden fall bedenken, dass du da eine große verantwortung trägst..

        • HI!!!

          Danke für deine Antwort.

          Ich bin seit 5 1/2 Jahren Nageldesignerin und werde das Geschäft meiner Mutter in ein paar Monaten übernehmen. Eine Ausbildung hab ich gemacht, im EH. Trotzdem werde ich das Geschäft meiner Mutter übernehmen und damit wird es aussreichen.

          Ausserdem möchte ich meine Tochter momentan noch nicht Vollzeit in den KiGa stecken. Im KiGa ist es momentan eh nicht leicht für sie und das wäre definitiv zu viel.

          • Hallo,

            wenn Du Vollzeit Kiga nicht willst oder kannst, kannst Du beantragen, dass sie in die Vormittagsgruppe kommt? Alleinerziehende werden aus solchen Gründen (Job, ...) oftmals auf Wartelisten nach oben gesetzt. Das neue Kindergartenjahr beginnt ja im August, wenn Du sie da vormittags oder doch ganztags untergebracht hast, kannst Du ja mit dieser Perspektive beruflich weitermachen. Kannst Du mit Nagelstudio Dich und Dein Kind ernähren, bzw. kannst Du - bei der Idee, die Kleine nicht länger betreuen zu lassen - selbständig arbeiten? Das ist doch i.d.R. mehr als ein Vollzeitjob? Sonst fände ich die Idee einer zweiten Ausbildung gar nicht schlecht.
            (Ich bin alleinerziehend mit einem gerade Dreijährigen, Kita endet um 13.30; das Leben wird leichter, wenn er ab August zu den richtigen Kindergartenkindern gehört und ganztags bleiben darf.)

            Ich hab demnächst eine Menge Möbel abzugeben :-p Aber im Ernst - es gibt bei uns sowas wie ein Gebrauchtmöbelhaus, wo man für sehr kleines Geld das Nötigste bekommt. Ansonsten weiß ich nicht, welches Geld / Sachmittel man beantragen kann.
            LG

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