Schwanger mit Kind Nummer zwei und mitten in Trennung

    • (1) 23.03.12 - 10:59

      Guten Morgen ihr Lieben,

      ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen und niemand von Euch ist böse auf mich, falls diese Fragen schon mal gestellt wurden. Ich bin das erste Mal in einem solchen Forum unterwegs.

      Folgende Situation beherrscht mein Leben:

      Ich bin 25 Jahre alt und seit gut 2 Jahren verheiratet. Mein Mann und ich kennen uns seit 2006.
      Wir haben eine knapp zwei Jahre alte Tochter, die unser ganzer Stolz ist. Sie ist ein wundervolles Kind.
      Mein Mann arbeitet sehr viel (er ist Koch) und das war eigentlich schon immer so. Er ist nicht sehr emotional veranlagt, ich dafür umso mehr. Ich habe schon einige Fehlgeburten erlitten und hatte sehr damit zu kämpfen.
      Nun ist es so, dass wir uns im vergangenen Jahr gegenseitig so unzufrieden gemacht haben (eigentlich wegen Kleinigkeiten) und er sich trennen möchte.
      Dazu muss ich sagen, dass er so viel arbeitet, dass er den Bezug zu sämtlichen Gefühlen und seinem Herzen vollkommen verloren hat.

      In der Zeit, wo ich so abweisend zu ihm war (einfach, weil ich mich von ihm soooooo allein gelassen fühle) hat er eine neue Frau kennengelernt, bei der er sich aufgehoben fühlte.

      Er ist sind anscheinend nicht sicher, bei wem er sein möchte und ich bin mir sicher, dass er sich keinen Freiraum lässt um ernsthaft darüber nachzudenken. Denn dann müsste er sich ja seinen Gefühlen stellen und das will er sicher vermeiden.

      Ich habe jetzt aber rausgefunden, dass ich (ungeplant) in der 5. Woche schwanger bin...er weiß es noch nicht.

      Ich weiß nicht ob ich das schaffen kann :-(

      Ich muss ehrlich zugeben, dass mich unsere Ehesituation fertig macht. Ich liebe ihn, da bin ich mir sehr sicher, aber ich bin hin und her gerissen. Ich weiß nicht, ob ich ihm das verzeihen kann, was passiert ist. Aber er fehlt mir sehr, wenn er weg ist und er sagt er vermisst auch mich.
      Mein Herz sagt mir, ich solle kämpfen und ich soll auch dieses Baby bekommen (sollte es bleiben wollen). Aber mein Verstand wirft immer und immer wieder so viele Fragen auf: Schaffe ich das mit zwei Kindern, wie wird es sein ohne ihn, wie geht es den Kindern ohne Vater, warum tut er mir soetwas an, wie kann er seine Familie verlassen für jemanden den er kaum kennt, kann ich ihm wieder vertrauen, wie wird es für unsere kleine Tochter, wenn schon bald wieder Nachwuchs da ist usw.

      Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich schrecklich fühle. Ich fühle mich allein gelassen, wertlos und ganz klein. Er tut mir so weh damit und unserer Tochter auch. Sie merkt natürlich wie unglücklich ich bin und vermisst ihren Vater sehr. Er bedeutet ihr viel.

      Wenn ich ihm von der Schwangerschaft erzähle, dann wird er sicher wollen, dass ich das Kind abtreibe. Wenn ich aber an eine eventuelle Abtreibung denke, dann fange ich sofort an zu weinen. Der Gedanke zerreißt mir das Herz und ich bin mir sicher, nicht damit klar zu kommen.

      Ich habe tolle Eltern, die meine Entscheidung akzeptieren und unterstützen...egal wie diese ausfällt. Der Zusammenhalt in der Familie ist prima und sie sind Oma und Opa mit Leib und Seele. Aber ich habe solche Angst vor der Zukunft. Ich kann mir nicht vorstellen ohne meinen mann leben zu müssen, dass auch unsere Kinder ohne ihn leben müssen...immerhin habe ich ihn aus Liebe geheiratet. Andererseits finde ich, dass er es nicht verdient hat, dass es mir so schlecht geht. Ich habe manchmal das Gefühl, er versteht gar nicht, was er uns damit antut.

      Hatte vielleicht jemand von Euch eine ähnliche Situation?

      • Hallo,

        ich stecke im Moment in einer ähnlichen Situation wie Du, nur das ich schon 2 Kinder habe
        (8 und 5 Jahre.)

        Wir waren 19 Jahre zusammen davon fast 8 Jahre verheiratet. Mein Mann hat sich in eine gute Bekannte von mir verliebt, die 3 kleine Kinder hat. Ihren Partner hat sie rausgeschmissen und mein Mann ist dort eingezogen.

        Ich kann es auch nicht begreifen, wie er mir (uns) das antun konnte.

        Diese Wertlosigkeit kenne ich und meine Kinder leiden mit mir mit.

        Ich kann Dir leider keinen "Tipp" geben, aber es ist schöne, dass Du deine Familie hast.

        Ich drück Dich unbekannter Weise.

        Andrea

            • so erging es mir 2010 auch ich war im 5. monat mit unserer tochter schwanger. Er hat sich einfach in eine gute freundin verliebt (die uns allerdings von 2008 an auseinander bringen wollte) sie hat alles versucht das wir uns streiten. und dann waren wir 2010 zuhause (Rügen und Usedom) und er hatte sich mit der getroffen. nur ich dachte niemals dran das er sich in sie verliebt haben koennte.
              die beiden haben sich über ihre zukunft unterhalten und das er mich und die kinder verlässt.
              naja als wir wieder hier bei uns zuhause waren da stand die welt für mich auf de kopf. am ende hatte er sich für uns entschieden. die beiden haben heute kein kontakt mehr und er sagt immer wieder das es die richtige entscheidung war bei uns geblieben zu sein. aber trotzdem ist die angst immer wieder da.

              denn jetzt hat er eine neue so gute freundin und das ist auch noch eine arbeitskollegin. vertrauen kann ich meinem mann leider nicht mehr.

      Hallo..

      Man wächst mit seinen Aufgaben ... es gibt ein schönen spruch .. des leben ist nicht da um abzuwarten bis der Sturm vorbei ist , es ist dazu da um zulernen im Regen zutanzen .

      Meine zweite ss kam auch in einen der unpraktischesten zeitpunkt . Ich hatte mich ein knappes jahr vorher von meinen Ex getrennt , und war dann recht schnell von meinen jetzigen Partner schwanger ( ich weiss selber schuld , aber so war es nun mal ) . Wir wussten von anfang an des er ins Ausland muss , und zwar für eine LAANNNNGGGEEEE zeit , mittlerweile sind es über 2 1/2 jahre. Trotzdem war für mich von Tag eins klar ich bekomme des Baby.

      Ich hab dann sorgar in der ss sehr schwere Blutungen bekommen , und obwohl meine Eltern am anfang nicht begeistert war ( genauso wennig wie ich ) , hat mein Papa der damals mit mir ins KH gefahren ist mit mir zusammen geweint , weil es ihm auch alles an die Nieren ging.

      Unsere Maus war eine Kampfmaus , und ist es heute noch ... kleines freches Teufelchen ...

      Meine eltern standen aber immer hinter mir , genauso wie der Vater meiner Tochter . Von meinen Ex gab es viel stress , da er es nicht verstehen konnte des ich so schnell mit allen abgeschlossen hatte , und er in seinen stolz gekränkt war ( Tja sein pech ) .

      Ich kann dir sagen , es ist NIE einfach als Alleinerziehende , aber es gibt 1000 mal mehr tolle momente als schleche .

      Ich geh wieder arbeiten als meine kleine 13 monate alt war , es ist sicher nicht easy morgens die kids fertig zumachen , dann auf die arbeit zufahren und dann noch Haushalt udn alles mit 2 "kleinen" kindern . Aber wie ich sagte , man wächst mit seinen Aufgaben.

      Man lerne um zuplanen , zu strukturieren und selbst wenn wie immer alles anderest kommt als es sollte , hat man eigtlich immer ein plan b im peto . Ich hatte am anfang auch Panik , hab auch in der schwangerschaft viele tränen vergossen , aber ich muss sagen ich bin soooooooo glücklich meine zwei zuhaben . Auch wenn mein Patner und ich uns nur 2 mal im Jahr sehen , geben mir meine Kinder mir sooo viel .

      Lass dich bitte nicht zu einer Entscheidung drängen , entscheide DU und nur DU . egal was er möchte . Und es schaffen jeden Tag tausende von frauen , da wirst auch du es schaffen .

      Des wichtigste hast du , eine Family die hinter dir steht.

      Lg Martina

    • Mir geht es gerade ziemlich ähnlich, nur dass unser 2. Kind schon da ist. Ich habe 3 Wochen vor der Entbindung erfahren, dass mein Freund seit nem halben Jahr eine Affäre hat. Eine Kollegin, ich habe es geahnt, aber nicht wahrhaben wollen. Das war vor 3 Monaten. Er hat die Affäre beendet, aber sie muss nur mit den Finger schnippsen, und er steht wieder bei ihr vor der Tür, um zu "reden". Und kommt nicht von ihr los. Jetzt ist beides in Schwebe - unsere Beziehung und diese Affäre. Ich drehe hier total durch, leide, weine, konnte mich aber noch nicht ganz entschließen, das Handtuch zu werfen. Diese Stillhormone sagen ständig "halte die Familie zusammen, das wird schon wieder". Nächste Woche fahre ich mit den Kindern erstmal zu einer Freundin und bleibe da ein paar Tage, wir brauchen beide Abstand. Ich habe ihm zudem nahe gelegt, sich zeitweise nach ner neuen Bleibe umzusehen, damit wir mal abklopfen, ob wir mit dem Abstand wieder zueinander finden. Hab aber Angst, dass er dadurch sich immer weiter von mir entfernt. Aber dann ist das eben so.
      Fühl dich gedrückt, ich weiß, was du durchmachst,
      palo

      • Hallo Palo,
        vielen Dank für Deine liebe Antwort. Unsere Situationen sind wirklich so ähnlich und es tut mir leid, dass unsere Männer solche Egoisten sind.
        Ich kann Deine Ängste und Anstrengungen wirklich sehr gut nachempfinden, weil es bei "uns" ganz genau so ist. Es scheint alles in der Schwebe und ich habe solche Angst vor der Zukunft. Normalerweise hat er es gar nicht verdient, dass ich so leide...aber mein Herz ist noch nicht so weit.

        Ich wünsche Dir alles Glück der Welt.
        Fühl Dich lieb gedrückt.

    Hallo,

    ich bin in der gleichen Situation, nur nicht verheiratet.

    Wir haben eine Tochter von 9 Monaten und deine Geschichte ist fast die selbe wie meine. Im Januar haben wir uns getrennt und Ende Fabruar habe ich erfahren, dass ich in der 10 Woche schwanger bin.
    Auch ich habe ein tolle Familie die hinter mir steht, nur eben nicht mehr meinen Partner :(

    Bin auch sehr traurig zur Zeit und weiß nicht wo mir der Kopf steht.

    Wenn du magst können wir uns gerne über PN schreiben? Meld dich!

    Lg

    • Hallo frickelchen,

      vielen Dank für Deine Antwort.

      Es ist schrecklich, dass es so viele Männer gibt denen ihre Familie anscheinend egal ist.

      Lebt er jetzt mit der neuen Frau zusammen? Kümmert er sich um seine Tochter? Willst DU das Baby bekommen? Weiß er von der Schwangerschaft?

      Liebe Grüße

      PS: Sorry...blöde Frage, aber was ist PN???

      • pn - persönliche nachricht.

        das wird dir jetzt nicht helfen was ich dir sage, aber manchmal glaube ich, frauen würde es viel besser in gleichgeschlechtlichen beziehungen gehen. man muß um gespräche nicht betteln.. man weiß wie der andere tickt.

        männer machen meist dicht und die sache mit sich selbst aus, warscheinlich wären auch sie in homo-beziehungen emotional glücklicher...

        kopf hoch.. die neue wird ihn nicht halten können, wenn sie irgendwann ihre tage bekommt.

        lg

Hallo zusammen!
Ich weiß, der Beitrag ist schon fast drei Jahre her...
Leider bin ich gerade in der gleichen Situation!
Abgesehen davon, dass mein Noch-Ehemann von der Schangerschaft wusste und in der 12.SSw ausgezogen ist. Er ist jetzt auch in einer neuen Beziehung, eine Kundin von ihm. Er hat auch immer viel gearbeitet, zuviel. Ich war selber auch sehr eingebunden mit Arbeiten, Kind, Haushalt, Büro bei ihm, Haushalt komplett alleine... Bei uns spielte auch Unzufriedenheit eine große Rolle! Doch nichts desto trotz ist das zweite eine Wunschkind, 8 Monate geplant, bis es geklappt hat.

Jetzt steh ich mit alleine da! Er will sich kümmern, sagt das immer wieder! Aber die Trennung ist nicht schön verlaufen, kam für mich plötzlich und das er eine Neue hat habe ich erfahren, als er mir eine Nachricht für sie geschickt hat (an meinem Geburtstag, wie im schlechten Film).

Mich würde mal interessieren, wie es bei euch ausgegangen ist, oder ob ihr mir sonst was dazu schreiben könnt..?!

Schöne Grüße

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