Vorrauskasse beim Anwalt??

    • (1) 26.03.12 - 10:03

      Guten Morgen,

      ich habe die Scheidung eingereicht und bin jetzt etwas verdattert, da der Anwalt mir jetzt eine Rechnung geschickt hat mit Bitte um Überweisung innerhalb von 14 Tagen. Ist das so üblich, dass man in Vorkasse geht???

      Danke und LG,
      J.

      • Hallo,

        ja, das ist durchaus üblich, dass viele Anwälte nur gegen Vorschuss arbeiten. Gerade wenn ein Scheidungsantrag anhängig gemacht wurde, fallen auch schon Gerichtskosten an, denn das Gericht arbeitet auch nur nach Eingang des Vorschusses.

        Natürlich kann man gerade in längeren anwaltlichen Beratungsverhältnissen auch abschnittsweise nachträglich abrechnen, aber gerade bei neuen Mandanten und bestimmten Rechtsgebieten (wozu Familienrecht meiner Meinung nach zählt) würde ich auch einen Vorschuss nehmen.

        Leider hat die Zahlungsmoral allgemein abgenommen und gerade bei geistigen Dienstleistungen, die man nicht zurückfordern kann, ist es einem eine Lehre ein paar mal "für lau" gearbeitet zu haben.

        Mal ein extremes - aber normales Beispiel - aus der Praxis: Gerade in Strafverfahren kann man beobachten, dass Anwälte ihren Mandanten noch am Morgen des Gerichtstermins die Pistole auf die Brust setzen: entweder Vorschuss oder keine Verteidigung. Diesen Anwälten ist klar, dass sie außer diesem Vorschuss keinen Cent sehen werden. Völlig normal und legal.

        VG,
        kitty

        In Familiensachen läuft fast 90 % über PKH und der Rest ist säumig bei der Zahlung. Naheliegenderweise hat keine Anwältin Nerv sich auseinander zu setzen und verlangt Vorkasse. Ist doch kein Problem.

        Alternativ kannst Du Dir eine Anwältin suchen, die keine Mandate hat (warum wohl) und ein Ave Maria aufsagen, dass sie was taugt.

        Gruß

        Manavgat

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