Wie erklärt man einem 2-jährigen eine Trennung und ...

    • (1) 08.04.12 - 22:07

      warum Papa nicht mehr jeden Abend zum Gute-Nacht-Sagen kommt ? Warum Papa abends nicht mehr irgendwann zur Tür reinkommt und mit einem spielt?

      Die Fragen und noch viel mehr gehen mir gerade endgültig durch den Kopf. Bei uns ist wohl jetzt endgültig klar, das wir uns trennen. Es geht einfach nicht mehr. Er ist nur noch ständig agressiv, nicht nur mir gegenüber sondern er motzt auch wegen Nichtigkeiten mit den Kindern rum. Vor allem mit meinem Grossen ( 6 Jahre) aus meiner ersten Ehe. Da meint er, er könne sich massiv in die Erziehung einmischen. Nichts kann man ihm mehr recht machen, er ist selber faul wie sonstwas im Haushalt. Ich meine, wenn er arbeitet, verlange ich nichts, dafür ist er zu lange unterwegs. Aber er musste im Winter zwei Monate stempeln ,selbst da hat er kaum mal ne Hand gerührt. Aber dann meckern, wenn ich auch mal alle 5 hab gerade sein lassen. Der kapiert nicht, dass man als Mutter und Hausfrau auch mal ne Pause braucht. Die Kinder sind beide sehr anstrengend, aber für ihn ist das ja alles nichts. Reden ist gar nicht möglich, da wird er entweder sofort laut oder fängt an zu trinken. Der Alkohol ist auch ein ganz wichtiges Thema. Er trinkt zu 98 % regelmässig. Eigentlich so gut wie jeden Tag nach der Arbeit werden es zwischen 2 und 4 Flaschen und am WE können es auch mal bis 10 Flaschen werden. Es haben ihm schon mehrere gesagt, dass er doch mal dringend seinen Alkohol-Konsum überdenken sollte, aber das interessiert ihn nicht.
      Zu unserem Sohn ist er immer gut gewesen, aber manchmal denke ich, der ist für ihn nur zum pralen da. Wenn er mal auf ihn aufpassen soll, weil ich was erledigen muss, geht nach spätestens einer Stunde das Telefon und er ist schon genervt.
      Aber ich merke, ich schweife ab.

      Meine grösste Angst ist jetzt , wie der Kleine das verkraftet, wenn er Papa nur noch selten sieht . Er spricht noch nicht viel, daher kann man ihm das auf der Schiene noch nicht begreiflich machen. Manchmal läuft er den ganzen Tag durch die Wohnung und ruft immer Papa, Papa, Papa.
      Vielleicht sind ja welche unter Euch, die schon vor dem gleichen Problem gestanden haben und könnt mir Tips oder Ratschläge geben. Ich bin im Moment total fertig und heule nur noch . Ich habe bisher immer nachgegeben, weil ich das dem Kleinen nicht antun wollte, aber es geht wirklich nicht mehr.

      Verzweifelte Grüsse.

      • Hallo kleinekroete,

        mit so einem kleinen Kind habe ich die Situation noch nicht erlebt. Meine Tochter war fünf als wir uns getrennt hatten.

        Ich habe ihr aber immer gut zugeredet das es gut ist wenn sie mit Mama auszieht und sich einen neuen Papa sucht. ich aber immer ihr Papa bleibe und wir sie weiter lieb haben. Es hat mir zwar fast das Herz gebrochen, war aber in meinen Augen das Beste fürs Kind.

        Dein kleiner bemerkt schon allein an deinem Verhalten das du unglücklich bist und er wird auch mit bekommen das zwischen Mama und Papa etwas nicht stimmt. Wenn es Dauerzustand wird kann es für den Kleinen belastender wie eine Trennung sein.

        Es liegt an euch, die Trennung so leicht wie möglich für ihn zu gestalten.

        Versucht nicht vor ihm zu streiten. Versucht ihm gemeinsam zu erklären das Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben und sich trennen. Sagt ihn aber auch das ihr weiter Mama und Papa seid und ihn weiter lieb habt.
        Versuch dich viel mit ihm zu beschäftigen damit er abgelenkt ist.

        Ich hoffe nur das der KV die Eltern und Beziehungsebene trennen kann und im Sinn seines Sohnes handelt.

        Freundliche Grüße blaue-rose

        Hallo,

        wir haben es unseren Kindern auch gemeinsam erklärt. Haben uns zusammen hingesetzt und gesagt: Mama und Papa haben sich nicht mehr lieb und streiten nur noch - haben die Kinder ja auch mitbekommen - und deswegen wohnen wir jetzt getrennt. Papa alleine und die Kinder mit Mama. Und sie können jederzeit zu Papa, wenn sie das möchten.

        Wichtig ist, dass ihr das als gemeinsame Entscheidung verkauft, also "wir haben uns nicht mehr lieb etc.". Wenn du es als Einzelentscheidung machst, kann es passieren, dass der Kleine für den Papa Partei ergreift, weil der arme Papa ja verlassen wurde von der bösen Mama. Hatte uns das JA damals so erklärt.

        Ich hoffe für dich, dass der KV da wirklich die Eltern- und Paarebene voneinander trennen kann.

        LG und alles Gute Saskia

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