Stehe kurz vor der Trennung. Tschüß Sicherheit, hallo alleinerziehende Mum.

    • (1) 08.05.12 - 10:39

      Hallo zusammen,
      mein Freund und ich sind nun 4 Jahre zusammen und haben eine 2 Jährige Tochter #verliebt
      Seit die Maus auf der Welt ist, finden wir uns nicht mehr wieder als Paar.

      Es gab durchaus wieder tolle Momente und die Hoffnung, ja es geht voran. Aber die hielten nie lange an. Traurig bei dem Ganzen ist auch, dass mein Freund diese tollen Momente nicht einmal wahr genommen hat. Ich musste ihn quasi darauf stoßen, dass es uns doch wieder gut geht. Da hat er es erst mitbekommen. Er hat leider eine ziemlich negative Einstellung zu allem entwickelt.
      Alle Bemühungen, alles reden, alle kindfreien Zeiten - es hat nicht viel bis nichts gebracht.
      Unser Alltag sieht nun so aus, dass wir uns anschweigen, oder anzicken. Zusammen lachen, vernünftig reden - alles Fehlanzeige.
      Ich habe nach und nach resigniert. Selbst wenn er mal gemeine Sachen sagt, reagiere ich nicht mehr darauf. Es berührt mich nicht.
      Ich genieße die Zeit mit meiner Maus und wir haben immer einen tollen Tag. Abends wirds dann verkrampft wenn er von der Arbeit kommt.
      Natürlich bekommt sie es auch mit. Allein schon die Grundstimmung. Seit einiger Zeit ist es so, dass sie sich ziemlich an mich klammert. Mag nicht zu Papa auf den Arm. Nicht immer, aber häufig. Ich verhalte mich da absolut neutral. Dränge sie nicht zum Papa zu gehen wenn sie nicht mag, halte sie davon aber auch natürlich nicht ab. Freue mich immer wenn sie dann doch mit ihm spielt und lasse ihnen die Zeit zusammen. Wenn ich dazu komme, heißt es nämlich gleich ich will kontrollieren #aerger

      Um es auf den Punkt zu bringen: Ich kann grad nichts richtig machen. Weder im Haushalt, noch im zwischenmenschlichem.
      Wir haben uns sowas von auseinander gelebt - weiter geht glaub gar nicht mehr.

      #sex ist Fehlanzeige, seit Monaten schon. Kuscheln usw. ist auch eingestellt. Da hab ich mich einfach zurückgezogen. Und das immer öfter, je öfter er seine schlechten Launen an mir ausgelassen hat.

      Wir haben beide Fehler gemacht in unserer Beziehung. Ich habe versucht meine in den Griff zu bekommen, er nicht. Einst habe ich ihn geliebt, wir haben sogar von Hochzeit gesprochen. Deshalb trägt unsere Tochter auch schon seinen Nachnamen :-(. Von der Liebe ist nicht viel geblieben, ausser ein wundervolles Kind.

      Ich werde mich von ihm trennen. Ich möchte so nicht weiterleben. Ich bin nicht mehr glücklich, wir machen uns nicht mehr glücklich.

      Nun stehe ich vor der Entscheidung und mir schwirrt der Kopf. Es gibt so viele unsichere Faktoren. Ich bin ohne Job, auf der Suche. Maus ist schon in der Krippe untergebracht. Aber wenn ich mich trenne, möchte ich wegziehen - in meine Heimat, da wo auch die Eltern und Großeltern leben. Wo ich ein soziales Netzwerk habe, welches ich brauchen werde als alleinerziehende. Das heißt Krippenwechsel für meine Tochter. Am liebsten würde ich bis Ende des Jahres mit dem Umzug warten und sie dann gleich in den KiGa geben (sofern ich einen Job hätte). Wollte ihr einen ständigen Wechsel nicht zumuten.

      Weiß aber nicht ob er so lange mitmachen würde, und ob ich es so lange aushalte.

      Ich habe demnächst einen Termin bei proFamilia zur Beratung. Ich muss ja auch finanziell irgendwie über die Runden kommen.

      Jetzt hab ich zumindest noch die finanzielle Sicherheit, aber ein emotionales Loch. Doch daran solls nicht scheitern. Mir ist das Wohlbefinden meiner Tochter und mein eigenes wichtiger als Geld. Das werden wir auch noch irgendwie schaffen.

      Sorry für den langen Text. Aber es tut gut es schwarz auf weiß zu sehen. Und selbst beim schreiben bin ich recht emotionslos geblieben. Ich habe mich einfach zu sehr von diesem Mann entfernt.

      LG haferflocke

      • Vergiss bei Deiner "Planung" mal nicht, dass der Vater auch Umgang mit seiner Tochter haben sollte. Wenn ich so lese "in die Heimat ziehen", dann scheint der Umstand vielleicht bei Dir noch nicht präsent zu sein... Sie ist auch sein Kind!

        Ihr habt ein gemeinsames Kind und deshalb solltet Ihr auch gemeinsam einen Weg zur Trennung finden.

        Viel Kraft wünsche ich Dir!

        • Daran denke ich Tag und Nacht.
          Deshalb bin ich immer noch hier - um meinem Kind den Vater nicht zu nehmen!
          Aber ein Kind braucht auch ein glückliches Zuhause - und das ist in der Konstellation gerade nicht möglich.

          Wenn er will - wird sie einen Papa haben. Ich stehe dem gar nicht im Weg - begrüße es natürlich. Aber auch da gibt es eine Vorgeschichte, in der er einige unschöne Dinge über sein Kind gesagt hat. Er hatte über 1,5 Jahre Probleme im Vatersein anzukommen, obwohl er auch ein Kind wollte.

          Danke für die Kraft!

          • Dann verstehe ich Dich. Aber gehe nicht davon aus, dass er sich nach einer Trennung mehr engagieren wird als jetzt - es wird eher weniger werden.

            Ich wünsche Dir und Deinem Kind eine glückliche Zukunft :-) Und immer schön den Kopf hoch und einen Fuss vor den anderen setzen - es wird schon wieder!

              • (7) 08.05.12 - 20:37

                Dazu muss man es beantragen und sich übertragen lassen.

                Wenn das Sorgerecht bisher gemeinsam ist, ist es auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

      Achje, das tut mir leid für euch. Bei uns kriselt es auch sehr, seit unsere Große auf der Welt ist, sind wir großartige Eltern - aber als Paar haben wir uns irgendwie vergessen. War früher alles anders - viel Konzerte, eher nachtaktiv usw. Und dann alles anders. Sex kam kürzer, Partner stand nicht mehr im Fokus, Freunde haben größtenteils keine Kinder und damit anderen Rhytmus. 2. Kind war unterwegs und mein Freund hat sich "entliebt". Dafür in eine Kollegin verknallt und nix gesagt, sondern laufen lassen. Kinder verändern echt viel in einer Partnerschaft, da vergisst man sich als Paar recht schnell. Uns fällt das auch auf die Füße. Ich häng noch sehr an ihm, wir wohnen gerade getrennt und schauen, ob er da noch zu uns zurück will. Wir mögen uns noch sehr sehr gern und unternehmen mit den Kindern immernoch jedes Wochenende was zusammen. Um uns als Familie auch wieder wertzuschätzen. Klappt sehr gut.

      Für die Kinder muss man einen Weg finden. Wie weit ist denn deine alte Heimat entfernt? Wenn das Kind seinen Nachnamen trägt, habt ihr sicher auch gemeinsames Sorgerecht? Dann darfst du nur mit seiner Zustimmung weiter als 50 km wegziehen. Die Beziehung scheint nicht mehr zu retten zu sein, wenn keiner von euch beiden mehr Gefühle für den anderen hat. Alternativ mal Trennung auf Zeit? Um herauszukriegen, ob man nicht doch was vermisst? Ich finde, wenn Kinder im Spiel sind, sollte man alles ausprobieren. Und redet ihr über euch? Weiß er von deinen Plänen, Sorgen, usw.? Oder spielt sich das alles in deinem Kopf ab?
      LG, palo

      • wir haben sehr viel miteinander geredet. geweint, geflucht, gelacht uns wieder versöhnt. licht am ende des tunnels gesehen. und fiele immerwieder in die alten muster zurück. mal um mal wurde das reden schwieriger, hatte nicht mehr den gewünschten erfolg.
        noch weiß er nicht von meinem letzten entschluss. er weiß aber sehr wohl, dass ich mehr angst habe davor bei ihm zu bleiben, als zu gehen! doch die hoffnung stirbt zuletzt sagt man.

        meine hoffnung ist tot. die schlechten zeiten überwiegen sowas von!
        wir unternehmen nach wie vor am we was mit unserer maus. für das kind, aber wir sind dabei keinpaar mehr. wir können nicht mehr aufeinander zugehen.

        ich wünsche dir auf jeden fall, dass ihr die kurve nochmal kriegt!

        lg haferflocke

        • Hallo haferflocke,

          ich habe in einer ganz ähnlichen Situation gelebt. Ich weiß wie schwierig die Zeit damals war. Wie ist es denn bei dir weitergegangen?

          LG
          Milchbart

    ich bekam gerade wirklich Gänsehaut, als ich Deinen Text durchlas. Du hast fast meine Situation beschrieben. So wie es bei Euch abläuft, ist es auch bei uns. Ich habe nur den großen Vorteil, dass ich voll berufstätig bin und sowieso für den ganzen Lebensunterhalt alleine aufkomme. Mir würde es nach einer Trennung besser gehen. Außerdem wohnt meine Familie in der Nähe. Jedoch bin ich emotional noch nicht so weit, habe Angst, den Schritt später zu bereuen.

    Ich kann Dir nur raten, auf Dein Herz zu hören, auch was den Umzug angeht. Sicherlich hat ein Kind Recht auf beide Elternteile. Aber Unterstützung ist als Alleinerziehende mehr als wichtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man trotz Ganztags-Kita auf die Großeltern angewiesen ist, wenn man im Job nicht nur 80% geben will.

    Wenn ich das so lese finde ich mich wieder, bei mir läuft es gerade genauso mit dem Partner, nur einen unterschied gibt es! mein Kind ist erst 6.Monate alt! =(

    • (13) 10.05.12 - 22:25

      bei uns läuft es auch sehr schlecht... bin auch sehr traurig u. unglücklich über diese schlechte Ehe : (

      • (14) 10.05.12 - 22:49

        ja da kann ich auch ein lied davon singen. seit zwei wochen liege ich vor dem scherbenhaufen meiner ehe. unser sohn ist 7 monate alt. ich wollte anfangs noch aber jetzt gibt es kein zurück mehr. ich habe schon eine neue wohnung und ziehe mit dem kleinen ein in 3 wochen. nächsten dienstag gespräch beim anwalt, wegen scheidung. wir versuchen normal miteinander umzugehen, aber manchmal ist es sehr schwierig. jetzt ist er bei seiner "kollegin". ich kann immer die anderen frauen nicht verstehen, die sich auf solche männer einlassen, die ihre frau mit baby sitzen lassen. ich hätte angst, dass mir das gleiche mal wiederfährt.

        (15) 13.05.12 - 21:15

        Warum läuft es denn derzeit so schlecht bei euch?
        Ich sehe, dass ihr drei Kinder habt. Da fällt eine Trennung besonders schwer.

        Liebe Grüße
        Luka

(16) 16.05.12 - 21:11

wie traurig, aber uns geht es auch so. Unsere Maus ist 11 Monate jung, und seit dem sie 3 Monate ist, läuft es bei uns garnicht mehr gut. Leider sind wir verheiratet, da fällt die Trennung noch mal schwerer, da dieses blöde Trennungjahr überstanden werden muss, und wir seinen Nachnamen tragen :-( ich wünschte, ich hätte das alles hinter mir.

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