was passiert mit den vermögenswerten die ich vor der ehe hatte

    • (1) 28.05.12 - 14:53

      Hallo, im Falle einer Scheidung was würde passieren mit

      dem Haus, das meine Eltern mir vor der Heirat überschrieben haben
      den Sparbüchern, die ich vor der Heirat hatte
      der Lebensversicherung, die ich vor der Heirat hatte?

      Kann mir jemand weiterhelfen?

      • Hallo!
        Alles was dir vor der Ehe gehörte muss auch nicht geteilt werden. Nur was in der Ehe angeschafft und gespart wurde muss geteilt werden.
        Gruß anna_maus

        Was Du mit in die Ehe bringst, darfst Du auch wieder mit rausnehmen, außer Ihr habt das notariell zwischenzeitlich anders geregelt:

        Wurde er mit im Grundbuch eingetragen, gehört ihm das Haus zur Hälfte. Er müsste erst wieder ausgetragen werden. Wenn nur Du drin stehst, dann ist das Dein Haus, fertig.

        Laufen die Sparbücher inzwischen auf Euer beider Namen, gehört Dir das, was bis zur Umschreibung auf beide Namen drauf war. Alles was dazu kam, wird geteilt. Wenn das Sparbuch nur auf Dich läuft und zwischendurch Einzahlungen von seinem Konto oder einem gemeinsamen draufgingen, kann er da auch was zurückfordern, soweit ich weiß.

        Bei den Lebensversicherungen kommt es darauf an, wer als Begünstigter drinsteht. Wenn er noch namentlich drin steht, solltest Du das ändern. Das ist ein formloser Antrag bei Deinem Versicherer, entweder keinen Begünstigten angeben (dann bekämen es zuerst Ehemann, dann Kinder, dann Eltern) oder halt was eintragen lassen (ich hab meinen Papa drin stehen).

        (4) 28.05.12 - 21:57

        Moin,

        wichtig wäre, dass Du Dein Vermögen am Hochzeitstag beziffen könntest (Grundstück und Haus 200.000 Euro, Sparbücher 10.000, LV 20.000). Wenn jetzt am Tag, an dem der Scheidungsantrag statt gesamt 230.000 jetzt 300.000 Euro an Werten vorhanden wäre, dann würdest Du 70.000 Euro Zugewinn erwirtschaftet haben.

        Gleiche Rechnung müsste man bei ihm aufstellen. Mal angenommen, er hatte am Hochzeitstag 0 Euro und am Scheidungantragstag genauso 0 Euro, dann müsstest Du ihm von Deinem Zugewinn von 70.000 35.000 ausgleichen. Hat er am Scheidungsantragstag statt 0 selber 50.000, beträgt die Differenz der Zugwinne 20.000 und Du müsstest ihm davon 10.000 als Ausgleich zahlen.

        Aber was vorher Deins war bleibt auch Deins.

        LG

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