Nachteile Namensänderung nach Scheidung

    • (1) 31.05.12 - 15:18

      Hallo ihr Lieben #winke

      nachdem dem Gericht die Unterlagen für den Versorgungsausgleich nun vollständig vorliegen sollten, warte ich gespannt auf den Scheidungstermin.

      Deswegen mache ich mir jetzt darüber Gedanken, wie es nach der Scheidung weiter geht bzw. ob ich meinen Mädchennamen wieder annehmen sollte oder nicht. Mein Sohn lebt bei mir. Regelmäßiger Umgang mit dem Vater besteht endlich nach einem gemeinsamen Gespräch beim Jugendamt. Unterhalt wird seit Januar diesen Jahres (Trennung war März 2011) gezahlt.

      Da mein Ex mich während und nach der Ehe psychisch terrorisiert und auch geschlagen hat (die Trennung ging dementsprechend von mir aus), bin ich nicht sehr scharf darauf seinen Namen als Familiennamen zu behalten. Einem Doppelnamen für unser Kind würde er zustimmen - laut meiner Anwältin ist das aber nicht erlaubt. Er stimmt aber leider nicht zu, dass unser Sohn meinen Mädchennamen allein annimmt. (Kann ich von seiner Seite auch verstehen, ist ja auch sein Kind).

      Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
      Welche Nachteile könnte es mir bringen, wenn ich nicht den selben Namen wie mein Sohn trage? Muss dazu sagen, dass ich zur Hälfte Asiatin bin und dementsprechend aussehe, mein Sohn aber mehr nach seinem Vater (Deutscher) schlägt. Könnte ich dadurch z. B. bei Ausreise wg. Urlaub etc. Probleme bekommen? Müsste ich generell immer eine Kopie der Geburtsurkunde und Einwilligung des Vaters mitnehmen (bei geteiltem Sorgerecht) wenn ich mit meinem Sohn in den Urlaub will?

      Wie ist das mit der Einbenennung, sollte ich irgendwann nochmal heiraten? Ist dann ein Doppelname möglich? Würde da das Gericht ggf. die Einwilligung ersetzen? Würde ich meinen Mädchennamen jetzt annehmen und bei einer erneuten Heirat diesen als Familiennamen behalten, würde mein Ex sicherlich zustimmen, aber wenn ich den Familiennamen meines quasi Zukünftigen annehmen würde, wäre ich mir da nicht so sicher.

      Sry, dass es so lang geworden ist #schein ... die Tatsache nicht den selben Namen wie mein Kind zu tragen, bereitet mir Bauchschmerzen ... genauso aber der Gedanke, den Namen eines Mannes weiter zu tragen, der mich so schlecht behandelt hat.

      • (2) 31.05.12 - 17:45

        Hallo,
        ich habe auch darüber nachgedacht. Aber nur ganz kurz. Mein Mann hat mich nicht wirklich schlecht behandelt und auch jetzt nach der Trennung verstehen wir uns noch gut. Ich werde meinen Ehenamen behalten. Das ist sowieso ein Doppelname (Mädchenname-Familienname). Für mich ist der Familienname nicht länger der Name meines Mannes, sondern viel mehr der Name meiner Söhne. Und auf die Beiden bin ich schließlich stolz.

        Dein Kind darf erst einen Doppelnamen erhalten bei seiner eigenen Heirat und seinem eigenen Wunsch, wenn der Familienname der Name seiner Frau sein soll und er seinen Geburtsnamen noch zusätzlich haben will.

        Ja, ich denke schon, dass du Probleme bekommst mit einem anders lautenden Nachnamen. Nur als Beispiel: Wir haben beim letzten Urlaub die Kinderausweise vergessen. Wir waren eigentlich in Deutschland, wollten aber einen Tag in die Schweiz fahren. Durch diverse andere Karten/Ausweise konnten wir die Namen der Kinder nachweisen und durch den gleichlautenden Nachnamen war die Wahrscheinlichkeit einfach hoch, dass wir tatsächlich die Eltern waren. Der Beamte an der Grenze ließ sich überzeugen und uns auch ohne Ausweise der Kinder über die Grenze. Kindergarten, Schule, Bank, sämtliche Behörden ... alle werden stutzig bei verschiedenen Nachnamen. Das macht meine "Schwägerin" gerade durch, die eben nicht mit meinem Bruder verheiratet ist, deren gemeinsamer Sohn aber den Namen meines Bruders trägt

        Für Deinen Sohn ist es sicherlich nicht schön, wenn seine Mutter einen anderen Namen trägt. Meine Schwester hat nach ihrer Scheidung ihren Mädchennamen angenommen. Als ihr Sohn davon erfahren hat, war er total entsetzt. Er hat soch vorgestellt, wie seine Lehrer diverse Schreiben formulieren müssen - und ihm hat es nicht gefallen, nach außen quasi durch den Namen als Merkmal auch nach aussen verbunden zu sein.

        Hallo !

        "Wie ist das mit der Einbenennung, sollte ich irgendwann nochmal heiraten? Ist dann ein Doppelname möglich? Würde da das Gericht ggf. die Einwilligung ersetzen?"

        Rein theoretisch könnte ein Gericht das, ABER:

        Das darf das Gericht nur wenn es zur Überzeugung gelangt das das Beibehalten des Namens dem Kind massiv schadet.
        Mir wäre jetzt kein Fall bekannt in dem das entschieden wurde.
        Gründe wie "Wir haben jetzt in neuer Ehe noch ein Kind, und nun heißen alle anders als das 1. Kind - und das fühlt sich jetzt soooo ausgeschlossen" gilt schonmal nicht.

        • hallo,

          genau die gleichen Fragen haben sich für mich und meinen neuen Partner auch ergeben.

          Mein Sohn (2 1/2) und ich haben noch den Namen meines Exmannes- mein neuer Partner und ich hegen aber bereits eigene Vorstellungen von Familiengründung und auch Heirat- dass ich den Namen meines Ex nicht behalten möchte, ist da ja auch naheliegend. Nun würde mein Ex der Änderung des Namens unseres gemeinsamen Kindes auch sicher nicht zustimmen (er hatte schon solche Andeutungen gemacht) und es macht mich richtig traurig und auch wütend, dass MEIN Kind, das ich in einer sehr schwierigen Schwangerschaft und noch schwierigeren Geburt mit Schmerzen zur Welt gebracht habe, das den Lebensmittelpunkt bei uns hat (außer 4 Tagen im Monat), nicht unseren gemeinsamen Namen tragen soll und quasi nur alleine durch seinen Namen von der 'neuen' Familie ausgegrenzt werden würde (was nicht der Fall ist, mein neuer Partner liebt ihn wie ein eigenes und ist ihm ein besserer Vater als der leibliche...). ich finde es unbegreiflich, warum mein Ex mit ein bisschen Unterhalt und 'Samenspende' so viel Macht haben soll... klar, es soll auch zum Schutz des Vaters sein- und es mag auch sehr hart klingen, wie ich das momentan sehe (nicht falsch verstehen, ich habe mittlerweile ein recht gutes Verhältnis zu meinem Ex, aber dieses Thema bewegt mich doch zutiefst), aber vielleicht kann das hier ja auch die eine oder andere verstehen, warum mich das so aufregt. wenn ich jedesmal BEWEISEN muß, dass es mein Kind ist (als ob die Schwangerschaftsstreifen auf meinem Bauch nicht Beweis genug wären :-p), da werd ich echt sauer! klar, sehr viel wichtiger ist, dass mein Sohn weiß, wer seine Eltern sind und er geliebt wird, aber nochmal, es regt mich einfach auf, dass mein Ex, der sich die ganze Zeit nicht um unser Kind kümmern muss (außer 4 Tagen im Monat), da so ein Mitbestimmungsrecht hat...

          wie sieht denn das aus- kann sich ein Kind ab einem gewissen Alter auch für den anderen Namen selber entscheiden? denn er kann ja später auch entscheiden, wo er leben möchte- ist das mit dem Namen hopp oder topp mit der Scheidung festzulegen oder hat er da noch Möglichkeiten, sich umzuentscheiden? und (ich weiß, böser Gedanke), wie wäre es, sollte mein Ex versterben- dann geht ja das alleinige Sorgerecht auf mich über, solange unser Sohn minderjährig ist- kann dann da eine Umbenennung beantragt werden??

          Fragen über Fragen... ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen...

          Liebe Grüße

          • Hi !
            Frag doch den Vater deines Kindes, ob er eine Adoption zustimmt, dann brauch er keinen Unterhalt mehr bezahlen und das Kind bekommt euren Namen...dem stimmst Du bestimmt nicht zu, weil das Geld soll er schon zahlen, oder ?

            Finde es bitter, dass man dem Kind den Nachnamen nimmt und x-beliebig ersetzt ? Was ist, wenn es mit dem neuen PArtner nicht klappt, dann heisst er in 5 Jahren wieder anders ?

            Liebe Grüße
            Svenja

            • ganz ehrlich?? DAS würde ich SOFORT machen!!! und mein neuer Partner hat auch schon gemeint, dass er ihn am liebsten adoptieren würde! was genau hat mein Ex denn schon vollbracht außer dem Sex ganz am Anfang? die restliche Arbeit hatte ja komplett ich... JETZT mag er sich vielleicht väterlicher zeigen, als vor der Trennung- aber die Einsicht kommt nunmal einfach zu spät.

              die paar Öcken, die mein Ex mtl. flüssig machen muss, um für unseren Sohn zu zahlen, ihn dafür 4 Tage im Monat zu sehen- da kauft er sich quasi den Namen?? find ich nicht richtig- und das nächste Thema- warum darf er die Hälfte des Kindergeldes vom Unterhalt abziehen? der hat NIEMALS halb so viele Kosten in den 4 Tagen wie ich im ganzen monat- aber Hauptsache, er darf die Essenskosten vom hälftigen-Kigabeitrag abziehen... da gibt es so viele Aufreger in der Gesetzgebung, dass mich darauf schließen läßt, dass diese Gesetze eindeutig von Männern verabschiedet wurden, die keine Ahnung haben, wie es ist, ein Kind unterm Herzen getragen zu haben und es mit Schmerzen auf die Welt gebracht zu haben...

              an dem punkt scheiden sich sicher die Geister und ich will auch keine weitere Diskussion vom Zaun brechen...

              achja, ich hätte auch nichts dagegen, meinem Sohn meinen Mädchennamen zu geben und selber einen Doppelnamen anzunehmen- DANN könnte man wenigstens aus dem Namen schließen, dass es mein Sohn ist- aber den Namen von meinem Ex werd ich definitiv nicht behalten!

              Aber vielen Dank für deine Antwort.
              LG

      Hallo,
      also ich geb auch mal meinen Senf dazu :).
      Ich habe letztes Jahr zum 2mal geheiratet mein Ex stimmte der Namensänderung der Kinder nicht zu.

      Meinen Mädchennamen könnten die Kinder nicht annehmen den dieser existiert für sie nicht da der jetzige Name gleizeitig Geburtsname wird.

      Ich habe mich für einen Doppelnamen entschieden da ich meine Kinder nicht ausgrenzen wollte der führende Familienname steht vorndran und ist der Name meines Mannes .

      Wir erwarten ein gemeinsames Kind in 3 Wochen und dies wird dann diesen Namen tragen und für meine Kids ist das i.o. da sie ja auch mit meinem Namen verbunden sind.

      Wenn es für meine Kinder einmal nicht mehr wichtig ist das ich den selben Namen trage wie sie kann ich den 2 namen ablegen.

      Der Name meines Ex verbindet mich mit meinen Kindern und es gab ja auch mal einen schönen Grund warum ich geheiratet hatte, also denke ich es ist ein Name und mehr nicht. Schaut nach vorn und nicht zurück der Name spielt keine Rolle euer Leben wird jetzt von vorn Anfangen egal mit welchem Namen.
      Alles Gute :)

      • Finde Deinen Beitrag sehr gut ! Anscheinend vergessen hier alle, warum sie mal
        geheiratet haben und warum sie ein Kind in die Welt gesetzt haben ...irgendwann muss es ja mal Liebe gewesen sein und es gab mit Sicherheit auch gute Zeiten.......

Top Diskussionen anzeigen