darf der vater mit dem kind machen was er möchte??

    • (1) 26.06.12 - 12:04

      Der VAter hat jeden Samstag seinen 4 jährigeSohn.Er hat kein Sorgerecht.Darf er alles unternehmen was er will??Also auch wenn die Mutter das nicht möchte?Z.B. weil das Kind sowas nicht mag oder Angst hat oder schwimmen gehen, wenn die Mutter weiß das der Vater das Kind gern mal untertaucht oder das Schwimmflügel weglässt und gern liest und nicht guckt???

      während der Beziehung hat er schon ungern kindgerechte Sachen gemacht und sass mit ihm fast nie in der Sandkiste oder so..

      Bitte um Tips..Wir können uns nicht einigen...

      • (2) 26.06.12 - 12:24

        Hallo,

        während der Umgangszeit bestimmt der Umganghabende, was er macht, ganz unabhängig vom Sorgerecht. Er muss Dir nicht mal sagen, was er plant. Vom Prinzip bleibt Dir nichts anderes, als an seinen Verstand zu appellieren oder ggf. mal moderierte Gespräche in einer Elternberatung in Anspruch zu nehmen.

        Wie wäre es, wenn Du mit Deinem Kind mal einen Schwimmkurs besuchst? Oder dem Vater vorschlägst, das zu tun.

        LG

        • (3) 26.06.12 - 12:31

          mache ich schon seit 2 monaten.ich befürchte auch das kind mag da bald nicht mehr hin..er ist so oft enttäuscht.er sieht ja was andere väter mit ihren kinder machen..naja..

          (4) 26.06.12 - 19:03

          Wenn der Vater Kindeswohlgefährdend handelt kann die Mutter sehr wohl etwas dagegen machen.Du solltest dich da mal genauer informieren.Wenn der Vater ein 4 Jahre altes Kind beim schwimmen nicht richtig beaufsichtigt,es unter Wasser taucht obwohl das Kind Angst hat dann hat die Mutter sehr wohl das Recht ein zu greifen.
          Warum soll die Mutter ein Schwimmkurs besuchen?
          Der Vater hat die Aufgabe das Kind zu beaufsichtigen und nicht zu gefährden.
          Hier gefährdet der Vater das Kind und sie muss sogar reagieren.

          • (5) 26.06.12 - 22:58

            Den Schwimmkurs meine ich prophylaktisch, denn beim Schwimmen kann IMMER was passieren.

            Mit der Kindeswohlgefährdung ist das so eine Sache. Sie müsste schon beweisen können, dass er sich wirklich kindeswohlgefährdend verhält. Wie will sie das tun? Behauptung allein genügt nicht, denn dann gäbe es wohl wesentlich weniger Umgänge auf dieser Welt, wenn wegen Ängsten (egal ob begründet oder nicht!) der Mütter wegen der Unternehmungen der Väter Umgänge versagbar wären.

            Nur mal ein Bsp.: Im Fall einer Bekannten hat das Kind (6) eine ganz gefährliche Allergie gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel. Umgang ist schon vor Gericht, da der Papa im Kopf nicht so ganz auf der Höhe ist, stehen betreute Umgänge an. Unbetreut will die Mutter nicht, weil er nicht in der Lage ist, beim Kochen oder überhaupt Essen, auf dieses eine Nahrungsmittel zu achten. Vom Gericht hieß es dann lapidar, sie soll sich mal ein bißchen locker machen. Das kriegt der Vater schon hin.

            So. Und jetzt kommt der Fall "der Papa passt beim Schwimmengehen nicht richtig auf".

            Was meinst Du, was da passiert? Umgangsversagung? Never ever!

            LG

            • (6) 27.06.12 - 19:57

              Es gibt genug andere Beispiele wo sehr wohl der Vater nur noch einen betreuten Umgang bekam wegen Kindeswohlgefährdung.
              Bei uns ist es auch der Fall das der Vater meiner kleinen nur betreuten Umgang bekommen würde,auch aufgrund ihrer Krankheit und weil er nicht in der Lage ist dementsprechend zu reagieren.Hätte mir das Gericht gesagt das kriegt er schon hätte dann hätte ich aber alles im Bewegung gesetzt.Niemand auch der eigenen Vater nicht hat das Kind einer Gefahr aus zu setzen.Wenn es zu spät ist,dann kann es auch schon zu spät sein.
              Ich habe immer gesagt das man mir niemals auch kein Gericht der Welt verbieten kann mein Kind zu schützen.Ich komme meiner Pflicht nicht nach wenn ich nur daneben stehe und es hin nehme in der Hoffnung das nichts passiert.Glaub mir ich habe viele Kämpfe bei Gericht durch und ich hatte eine gute Anwältin.Umgang verhindern wollte ich z.b nie.Nur wollte ich das er erst mal lernt mit der Erkrankung und dem Kind um zu gehen.Ich habe ihm Vorschläge gemacht wo und wie er sein Kind sehen kann auch ohne mich und das auch jeden Tag aber er wollte nur sein Recht und ist damit vor die Wand gelaufen.Hätte er sich mit der Erkrankung auseinander gesetzt und mit ihr umgehen gelernt dann wäre der nächste Schritt drann gewesen.
              Ich als Mama möchte mein Kind nicht auf dem Friedhof besuchen müssen.Vielleicht bin ich da auch ein gebranntes Kind weil ich ein Kind verloren habe.
              Aber ein 4 Jahre altes Kind muss beim schwimmen gut betreut werden#winke

      (7) 26.06.12 - 13:21

      Kindeswohl gefährden ist natürlich eines der Dinge, was kein Elternteil mit dem Kind machen darf. Da spielt das Sorgerecht auch keine Rolle.

      Ich empfehle Euch eine Mediation. :-)

      (8) 26.06.12 - 13:22

      Das Umgangsrecht ist ein sehr hochwertiges Recht des Kindes und des Vaters (in diesem Fall). Es hebelt alle alltäglichen Rechte während der Umgangszeit der Mutter aus.
      Du kannst den Vater ja mal sanft darauf hinweisen, dass ein 4-jähriges Kind beim schwimmen unbedingt eine 1:1 Aufsicht benötigt. Da kann der Vater nicht am Rand sitzen und Zeitung lesen. Das ist Kindeswohlgefährdend - und da darf die Mutter sehr wohl dagegen sein, denn DAS darf der Vater nicht. Ich habe schon mehr als einmal schwerst mehrfachbehinderte Kinder sehen müssen (meine Söhne liegen immer auf der gleichen Station wie diese Kinder - auf der Frühreha, Neurologie), weil die Mutter am Rand saß und mit ihrer Freundin geplaudert hat, während der Nachwuchs ertrank. Die Kinder wurden gerettet, reanimiert, aber das Gehirn hat das Ganze nicht überlebt. Die Mütter werden für alle Zeit ihre Kinder pflegen müssen. In deinem Fall würde ich also den Vater mal sagen, dass er dann lebenslänglich für Mutter und Kind unterhaltspflichtig wäre. Gleichzeitig hätte er das Leben seines Kindes und der Mutter ziemlich "versaut".

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