Frisch getrennt - Wochenendaufenthalt von Kind mit Papa und neuer Freundin

    • (1) 28.06.12 - 21:37

      Hallo Ihr Lieben,

      ich benötige mal Euren Rat. Mein Mann und ich sind seit 2 Monaten getrennt. Er hat mich wegen einer Kollegin sitzen gelassen. Ist alles noch sehr frisch und mir geht es auch noch nicht so gut.

      Wir leben seit 4 Wochen jeder in unserer eigenen Wohnung. Unser 8 Monate alter Sohn lebt bei mir und ist dieses Wochenende das zweite Mal bei seinem Vater. Das klappt bis jetzt auch ganz gut im Moment. Nun habe ich mitbekommen, das er am Wochenende Freunde für einen Tag besuchen möchte (diese kenne ich nicht). Meine Befürchtung ist, dass er seine Schl..... mitschleppen wird. Ich weiß es nicht.

      Aber ich möchte das nicht, da alles noch sehr frisch ist und ich finde, dass er seine Zeit erstmal mit seinem Sohn allein verbringen soll. Ich weiß, ich kann es nicht verbieten und kontrollieren kann ich es auch nicht. Und seinen Sohn möchte ich ihn auch nicht vorenthalten. Aber unser Kleiner ist auch erst so klein und will nicht, dass dieses Weibstück mein Kind anfasst. Ich weiß auch nicht, ob sie da ist, wenn der Kleene bei ihm schläft.

      Was kann ich tun? Kann ich an ihn appellieren, dass ich hoffe, dass er alleine fährt. Wie gesagt, ich weiß es nicht, ob er es macht.

      Danke Euch.

      LG dozie211#winke

      • Hallo dozie,

        ich kann deine Wut und Endtäuschung verstehen. Versuch aber bitte die Paar-Ebene von der Eltern-Eben zu trennen.

        Wenn sich die neue Partnerin um euren Sohn kümmert ist auch im Sinn von eurem Sohn.

        Ich weiß das dich der Gedanke zu tiefst verletzen wird. Aber im Grunde genommen entscheidet der Kv wer während des Umgangs Kontakt mit seinem Sohn hat.

        FG blaue-rose

        • Und du bist dir absolut sicher das der Vater bzw. die Neue diese Trennungen der Ebenen vollziehen?

          Daddy wird vor seiner neuen Flamme den hingebungsvollen Vater raushängen lassen, weil damit kann man Frauen ganz toll beeindrucken.

          Und die Neue wird nur rumdüddeln, damit Papa sieht was für eine gute Mami sie ist.

          Und im Gedanken werden sie sich gegenseitig begrabschen.

          • Hallo kesh,

            wo siehst du das Problem wenn Daddy den hingebungsvollen Vater raus hängen lässt und die neue Partnerin sich sehr gut um das Kind kümmert?

            Es kann doch nur dem Wohl des Kindes dienen.

            • Nee, nicht Problem...sondern das sie sich absolut auf Paarebene befinden und überhaupt nicht auf Elternebene,....sie machen es nicht für das Kind sondern für sich und den anderen, um die Liebe anzuheizen.

              Diese Energie die dabei ensteht kann ja gut fürs Kind sein, das streite ich nicht ab, ich wollte nur sagen das wenn man die Ebenen mal wirklich analysiert, dass eine eindeutige Trennung oft nicht möglich ist, bzw. das die Paarebene und Elternebene nie Einbahnstraßen sind.

              • Wenn es gut fürs Kind ist es in meinen Augen Okay und wenn die neue Beziehung davon auch profitiert haben doch alle drei etwas davon.

                Ich möchte den KV und seiner neuen Partnerin nicht unterstellen das das Kind zweitrangig ist und alles nur getan wird um gegenseitig interessanter zu werden.

                • Und ich möchte der Mutter nicht unterstellen, dass sie "nur" deshalb auf Paarebene agiert, um diese neue Zweisamkeit zu unterbinden.

                  Sondern sie muß auf (ihrer) Paarebene ihre Verletzungen minimieren, um auf Elternebene überhaupt noch einsatzfähig zu sein.

                  Leider sehen die Gesetze diese Ebenen und deren "naturgegebenen" Vermischungen nicht, und man kann hier nur auf das Verständniss des Ex hoffen.

                  • (8) 30.06.12 - 13:26

                    Hallo kesh,

                    Deine Spekulationen über die neue 'Paarebene' des Papa sind ja an den Haaren herbeigezogen
                    und können somit nicht Grundlage dafür sein, aus Rache für gekränktes Ego dem Kind den Umgang mit ihm zu verwehren.

                    MfG krypa

                    • (9) 30.06.12 - 13:49

                      Schade das du es nicht in Erwägung ziehen kannst, ist taktieren bei frisch Verliebten so unüblich? Ist es unüblich das frisch Verliebte in Gedanken/Worten und Werken meist noch sehr stark aufeinander bezogen sind?

                      Muß immer vom schlechtesten ausgegangen werden, wenn sie doch schon schreibt sie will ihm den Sohn nicht vorenthalten?

                      Sie hat doch so oder so nur die Wahl entweder sie wird zur Buh-Mutter die bösartigerweise das Kind entzieht, oder sie geht über ihre Grenzen und verletzt sich selbst.

                      Oder sie bekommt ein wenig Mitgefühl von ihren Ex und er läßt die Neue langsam in das Leben des gemeinsamen Kindes.

                      • (10) 30.06.12 - 14:49

                        Hallo kesh,

                        es ist doch die Frage, auf welche Sicht man/frau sich konzentriert: der TE bringt es doch gar nichts - auch auf Paarebene nicht - sich auf evtl. mögliche Konstellationen und Bedingungen des anderen zu konzentrieren. Was bringt ihr die Fixierung auf die Spekulationen über das evtl. Geturtel etc. des Papa? Man/frau sollte sich nicht auf (wüste) Fantasien über seine Schmerzquellen verlegen.
                        Solche Fantasien erinnern mich an die/den Betrogene/n, die/der sich ein Fernglas kauft, um das Treiben der/des Ungetreuen besser beobachten zu können.

                        Warum also sollte man/frau sich auf solche ''Erwägungen'' einlassen? Was gehen uns die ''frisch Verliebten'' an, zumal wenn diese Spekulationen auch noch Grundlage für Umgangsvereitlung sein sollen?

                        Wenn sie schreibt, sie wolle ''ihm den Sohn nicht vorenthalten'', so ist das prinzipiell nur ein Lippenbekenntnis, scheint es doch eigentlich ihr (sehnlichster) Wunsch zu sein, den Sohn nun doch vorzuenthalten.

                        Natürlich ist ihr Dilamma verständlich und naheliegend und ihr Ex wirklich eine S.., aber sie sollte besser Kraft und neuen Selbstwert aus der tatsächlichen, evtl. vorerst scheinbaren Überwindung ihrer Kränkungen ziehen als aus einem momentan erleichternden Racheakt an ihrem Ex, der das Kind mittrifft.

                        Das Kind ist nicht sie selbst, sondern ein eigenständiges Wesen mit einem Papa. Wenn Du davon ausgehst, dass ''sie sich selbst verletzt'' wenn sie den Umgang nicht zulässt, setzst Du Mutter und Kind gleich. Das Kind ist nicht mehr Subjekt einer mütterlichen Selbstverletzung.

                        Der Ex ist für sie eben nicht mehr Quell eines ''Mitgefühls''.

                        Wir wissen ja auch natürlicherweise nicht, was nun zur Ermüdung der alten Beziehung geführt hat.

                        Mfg krypa

                  (11) 30.06.12 - 14:33

                  Hallo Kesh,

                  das möchte ich ihr auch nicht unterstellen. Ich weiß das es nach einer Trennung sehr schwer ist den Umgang emotional zu verkraften.
                  Der Gedanke das seine neu Partnerin beim Umgang mit anwesend ist ist schwer für die KM, aber dennoch sollte der Umgang nicht darunter leider.

                  Ich denke beide( KV und KM)werden es auch schaffen den Umgang in vernünftigen Bahnen zu leiten und somit dem Wohl des Kindes gerecht zu werden.

    Das ist auch genau meine Befürchtung. Auch mein Ex ist mit einer Kollegin durchgebrannt bzw. hat mich mit ihr betrogen, ich hab ihn dann verlassen und er ist sofort mit ihr zusammen gekommen. Allein die Vorstellung, dass die beiden mit unseren Kindern heile Familie spielen und sie Kontakt zu unseren Kindern hat, lässt mich echt kotzen. Mir wird ganz schlecht bei der Vorstellung. Dass die meine Töchter in den Arm nimmt, den Tag mit ihnen verbringt, uah. Leider kann man nur an den Mann appellieren, sich und den Kids und deren Müttern damit Zeit zu lassen. Unsere große Tochter ist eh so verwirrt, warum Papa jetzt auszieht (passiert am WE), dann noch gleich ne neue Frau an Papas Seite - das schnallt die glaube erstmal gar nicht. Mein Ex versteht das und kann und will das vorerst trennen.
    Kann deine Angst verstehen, hab die auch. Weiß auch noch nicht damit umzugehen. Braucht alles ZEit, ist noch frisch bei euch wie auch bei uns. Irgendwann kann man es nicht mehr verhindern, aber da sind die Wunden vielleicht nicht mehr so offen. Ich selbst möchte ja auch meinem irgendwann zukünftigen Partner nicht meine Kinder vorenthalten. Stell dir mal vor, dein Ex sagt dir irgendwann: Mein Sohn und dein neuer Partner sollen sich nicht begegnen. Will man ja auch nicht. Also muss man wohl oder übel mal diese Kröte schlucken.
    palo

    Hallo,

    eine sehr schwierige Situation, wenn alles noch so frisch ist. Aber verbieten kannst Du ihm gar nichts. Du wirst lernen müssen, mit der Situation zu leben.

    Du hast seine Neue als Schl..... bezeichnet. Zwar verständlich wegen verletzen Gefühlen und Eifersucht. Aber: Dein Mann hat den Betrug durchgezogen, obwohl er verheiratet ist und ein Kind hat!
    Sie ist in meinen Augen deshalb kein schlechter Mensch und das sagt nichts darüber aus, wie sie mit Deinem Sohn umgeht.
    Du hättest auch ein Problem mit der Neuen, wenn die Sache anders gelaufen wäre - er hätte Dich nicht mit ihr betrogen.

    Ich hoffe, Du bekommst das auf die Reihe. Bitte unterbinde deswegen nicht den Kontakt zwischen Vater und Kind. Der Zwerg kann nichts für euren Müll!

    Alles Gute euch:-)

    Hallo!

    Wie würdest du denn in umgekehrter Situation handeln?
    Angenommen dir läuft in 4 Wochen ein Hammer-Typ über den Weg in den du dich verkuckst.
    Lässt du es dann bleiben, weil für deinen Sohn ja noch alles so frisch ist?
    Wenn ja, für wie lange - 1 Monat, 1 Jahr, bis der kleine ausgezogen ist?

    • natürlich. Du nicht?

      Kann man nicht mal ein paar Monate warten nach einer frischen Trennung bis man den Kindern einen neuen Partner vorsetzt.. und sei es nur, um sicher zu gehen, dass die Partnerschaft auch von Dauer ist und kein Strohfeuerchen, welches durchs nächste Srohfeuerchen ersetzt wird...

      Gruß, liki

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