Können Richter Scheidungsunterlagen einfach so nicht bearbeiten,ohne dass....

    • (1) 04.07.12 - 17:28

      ...ein Grund vorliegt?
      Ich ärgere mich gerade darüber,dass seid Dezember 2011 der Scheidungsantrag beim Richter liegt und bis heute nichts bearbeitet wurde.
      Da die Nochehefrau meines Freundes ein Kind von einem anderen bekommen hat,dachten wir,gut,wenn das Kind da ist und alle Formalitäten getätigt sind,passiert endlich was.
      Das Kind ist da,seid 9.6. ist alles eingereicht und es passiert nichts.
      Anrufe beim Gericht bringen nichts,den Richter bekommt man überhaupt nicht ans Telefon und die Sekretärin sagt nur,sie wisse auch nicht,warum die Sache nicht bearbeitet werde,alle Unterlagen wären vorhanden.
      Selbst der Anwalt meines Freundes weiß nicht weiter,versucht nun,in einer Gerichtsverhandlung,die nächste Woche mit diesem Richter stattfindet,nachzuhaken.

      Geht das einfach so,dass ein Richter die Unterlagen nicht sofort bearbeiten muss bzw. monatelang rumliegen läßt und nichts tut?

      Grüße :-(
      Sylvia

      Hallo.

      Also ich kann von mir erzählen. Ich lebte auch in Scheidung, alles eingereicht und das warten begann. Selbst als ich anrief um zu sagen, dass ich mit meinem neuen Partner ein Kind erwarte, rührte sich nix. Die Scheidung war dann, als der Kleine bereits acht Monate alt war. Wie du siehst, interessiert es denen gar nicht, ob ein Kind erwartet wird oder nicht. Und das merkwürdigste war eigentlich, als ich aus reiner Neugier beim JA angerufen habe um zu fragen, von wem ich eigentlich dann für den Kleinen Unterhalt beziehen könnte. Mein Ex war ja eigentlich noch der Vater, aber dort hätte ich wahrscheinlich den leiblichen Vater angeben müssen, welcher ja noch nicht die Anerkennung machen konnte. Also ist das alles noch nicht richtig durchdacht.

      Ich denke mal, dass es euch um die Vaterschaft geht, richtig? Wir haben es so gehandhabt. Wir sind zum Standesamt, als der Kleine geboren wurde und mein neuer Partner hat die Vaterschaft anerkannt und mein jetziger Ex musste dem nur zustimmen. Also war er rein theoretisch nur noch bis zur Scheidung der Vater und mit der Rechtskraft der Scheidung, nach vier Wochen etwa, war er dann offiziell nicht der Vater.

      Aber ich würde jeden Tag beim Gericht anrufen. Manchmal lassen die das auch ohne Gründe einfach mal liegen.

      Viel Glück.

      LG Hermina

      • Hallo,

        nein,uns geht es nicht um die Vaterschaft.
        Die Nochehefrau hat ein Kind bekommen jetzt am 9.6. von ihrem neuen Freund.
        Mein Freund,der ja nur der Ehemann,nicht der Vater ist,hat alle Unterlagen wie Vaterschaftsaberkennung,usw. am 15.06. eingereicht bei Gericht.
        Er hat ja kein Interesse an dem Kind,er möchte nur endlich geschieden werden.
        Die Scheidungsunterlagen selbst liegen schon seid Dezember 2011 bei Gericht,da sind ja immer noch 7 Monate ins Land gegangen,wo sich rein gar nichts getan hat!

        Bei Gericht ruft mein Freund seid Wochen 2 Mal pro Woche an,immer ist die Sekretärin dran,die von nichts wisse.

        Grüßle
        Sylvia

    Ich bin mit einem Richter verheiratet (wenn wohl auch nicht mehr lange )

    Jeder von denen hat auf seinem Tisch meterhohe Stapel von Akten liegen. Jeder Fall muss erst vom Richter komplett durchgelesen und auf rechtswirksamkeit geprüft werden. Sowas dauert ja wenn die nebenbei auch noch Verhandlungen führen.

    Hab etwas Geduld, das wird schon.

    Lieben Gruss

    • Hallo,

      das ist für mich vollkommen verständlich,auch Richter sind nur Menschen.
      Die Scheidungsunterlagen liegen aber seid Dezember 2011 bei ihm und keine einzige Reaktion von seiner Seite.
      Mein Freund ruft 2 Mal die Woche mittlerweile an,um nachzufragen,er selbst ist nie zu sprechen und die Sekretärin hat immer keine Ahnung.
      Wir wissen ja nicht einmal,ob es an dem Kind der Nochehefrau liegt,denn diese hat die SS erst im März mitgeteilt,dass sie im Juni entbindet.
      Woran könnte es denn noch liegen,alle Unterlagen sind dort,alles mit der Vaterschaft ist geklärt und eingereicht und wieder vergingen 6 Wochen und es passiert nichts??

      Grüßle
      Sylvia

Hallo !

nunja, was soll man da 'politically correct' antworten ?

Defacto ist es so: Ein Richter in unserem Land hat völlige Narrenfreiheit. Er kann praktisch tun und lassen was er will.
Rein theoretisch hat dein Anwalt die Möglichkeit eine Untätigkeitsbeschwerde einzureichen.
Der kleine Haken daran ist nur, das der Richter der deinen Fall bearbeitet immer noch der selbe bleibt.
Was meinst du wohl wir gut ist der auf dich zu sprechen wenn er seinem Chef erklären musste warum deine Akte so lange liegt ....

(14) 07.07.12 - 12:11

Geduld ist gefragt. Es ist nicht mehr so wie vor was weiß ich wieviel Jahren, als die Ehe noch eine Institution war und es hieß "bis das der Tod...."

Heute sieht des doch so aus. Scheiden lassen ist Dank Promis zum Volkssport geworden. Kein Wunder wenn die Gerichte langsam in einer Flut von Scheidungsanträgen untergehen.

Meine Frau hat auch die Scheidung beantragt. Der Versorgungsausgleich ist wohl schon bearbeitet, aber mehr kam vom Gericht bisher auch nicht. Ich fasse mich also in Geduld, zumal ich der Scheidung (und jetzt werden sich einige aufregen) nicht zugestimmt habe und das niemand erwarten kann. Wieso auch? Zu einer Heirat gehören zwei, also auch zu einer Scheidung. Das nach 3 Jahren von Amtswegen geschieden wird, ist dann eben so.

Gruß

Jarod

muss nicht das Trennungsjahr abgewartet werden? Manchmal liegts auch am Versorgungsausgleich, den die Rentenversicherungsanstalten oft sehr langsam bearbeiten. Wenn der Versorgungsausgleich dem Richter nicht vorliegt, kann es dauern.

engelchen

Top Diskussionen anzeigen