Haus gekauft, getrennt, leben unter einem Dach, 2 Ebenen?

    • (1) 04.10.12 - 13:57

      Hallo,

      ich habe mich vor knapp 4 Monaten von meinem Mann getrennt. Ich habe ein Haus finanziert, aus dem einfachen Grund, nach einem Jahr Wohnungssuche und nichts passendes bezahlbares gefunden (da Hund nicht erlaubt, zu wenig Zimmer ect oder einfach überteuert).

      Mein Mann hat Altlasten und keine Bonität, so habe ich das Haus allein finanziert, älteres Haus, obere Etage war sofort bezugsfertig, die untere Etage wollten wir umbauen. Da mein Mann Handwerklich sehr begabt ist und Erfahrungen auf Bau hat, habe ich mich auf sein Wort, 6 Monate und 10.000€ verlassen, nun habe ich mittlerweile 25.000 aufnehmen müssen und es sind, 2 Jahre vergangen und der untere Bereich ist immernoch nicht fertig.

      Dies nur am Rande... Da der Umbau noch nicht fertig ist, würde ich große Verluste machen, mein Dad ist Bauingenieur, sehr erfahren auch mi Immobilien, aber gesundheitlich eingeschränkt so das er die arbeiten nicht machen kann, jedoch ist auch er, wie alle, überzeugt das ich wenn der Umbau abgeschlossen ist, ich auch schuldenfrei raus komme. Wir haben uns darauf geeinigt (mitte Juli) das er den Bereich unten fertig stellt und dafür unten wohnen kann, da er momentan ohnehin niergens hin kann.

      Aber es geht und geht nicht voran. Es müssen Wasserleitungen gelegt werden und die helfenden Fachkräfe kommen und kommen nicht, Firma können wir uns nicht leisten daher sind wir auf seinen Bruder angewiesen der zusagt aber doch nie kommt. Nun teilen wir seit Juli Küche und Bad und langsam stresst es mich gewaltig. Ich bringe es aber auch nicht übers Herz ihn vor die Tür zu setzen, er hat nichts wo er hin kann.

      Die Leute reden alle auf mich ein, alle verschiedene Meinungen, aber sie haben auch entsprechend emotionale Hintergründe gegenüber mir oder meinem (noch) Mann.

      Kann so etwas gut gehen? Wird das anerkannt vom Amt als "getrennt". Um das Haus leisten zu können, mein EG reicht da ja nicht, sollte ich Miete von ihm nehmen, dies müsste er aber auf dem Amt beantragen da er momentan ne Umschulung macht und nichts verdient, bzw nur nen Zuschuss vom Amt bekommt in Höhe von ALG1, erkennen sie das an?

      Hat jemand Erfahrungen? Termin beim Amt zur Beratung habe ich bereits angefragt, bekomme noch ne schriftl. Einladung, aber würde gern vorab paar Infos haben, hänge ungern in der Luft... ;-)

      Gruß angelika

      • Naja, sagen wir mal so:

        Ob "das Amt" das anerkennt ist erst mal euer Problem Nr. 2, denn nachdem DU wohl auch verdienst wärest du erstmal zu Unterhalt gegenüber deinem Mann verpfichtet, sofern du ihn denn leistungsfähig bist.

        Erst danach stellt sich die Frage nach Aufstockung.

        • Ich verdiene momentan ja nicht... Bin ja in Elternzeit und würde mit Kindergeld und Unterhaltsvorschuss noch Harz 4 abhängig sein. Das möchte ich gern vermeiden. Mal davon abgesehen das sie ohnehin von mir dann verlangen würden Miete zu nehmen und damit bin ich auch knapp über dem Satz, orientiert an den Mietüblichen Preisen hier.

          Aber mal eine andere Frage... Wieso sollte ich meinem Mann gegenüber Unterhaltsverpflichtet sein wenn ich wieder arbeiten gehe? Er kann sein Geld doch selbst verdienen. Er hat keinerlei verpflichtungen (Kinder) um zu hause bleiben zu müssen ect... Zu dem haben wir auch einen Ehevertrag mit Gütertrennung, wäre ich denoch verpflichtet wenn ich arbeite und die Kinder habe und er zu Hause bleiben würde?

      Wann das "Amt" von einer Trennung aisgeht, kann ich Dir nicht sagen. Um von einem Getrenntleben für das Trennungsjahr vor einer Scheidung auszugehen, darf man nicht gleichzeitig das Wozi, Bad oder Küche benutzen. Man muss sich einen Nutzungsplan aufstellen. Gemeinsame Mahlzeiten dürfen auch nicht sein - auch nicht mit dem Argument, daß das doch für die Kinder positiv sei.

      • Sorry
        Aber mein Ehemann hat im "Trennungsjahr" sogar noch neben seiner "Noch"Frau im Bett geschlafen und sie haben alles gemeinsam genutzt (Haus). Er verbrachte die letzten Monate bei mir aber nur weil die "Ex" einen neuen Freund hatte. Vorher war er nur am WE Sie wurden nach einem Jahr trotzdem geschieden

          • ".....wahrscheinlich haben sie dem Richter nicht erzählt, dass sie im Trennungsjahr noch im gleichen Bett geschlafen haben....."

            Eben...das kontrolliert ja niemand.

        (8) 06.10.12 - 20:24

        "Sorry
        Aber mein Ehemann hat im "Trennungsjahr" sogar noch neben seiner "Noch"Frau im Bett geschlafen und sie haben alles gemeinsam genutzt (Haus)."

        Kann ja sein. Sie werden gegenüber dem Richter wohl einvernehmlich behauptet haben, dass sie seit einem Jahr von Tisch und Bett getrennt leben...wer soll das kontrollieren (können)?

        • Bei einer Freundin war es auch so. Sie hatten sich auseinandergelebt, ohne es wirklich zu realisieren. Irgendwann war ihnen klar, es geht so nicht und sie haben sich einfach darauf "geeinigt", wann das Trennungsjahr begann und waren schnell geschieden.

          gLG

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