trennungsunterhalt

    • (1) 08.10.12 - 22:53

      hallo,

      ich habe mich gerade von meinem mann getrennt, wir leben jedoch noch zusammen in der gemeinsamen whg....
      ich suche jetzt ganz schnell eine eigene whg für mich u meine zwei kinder,...
      eines davon ist seins...
      nun haben wir eine drei zimmer whg aus der wir jetzt vier zimmer gemacht haben,(124qm)
      nun haben wir beide einen anwalt genommen,...und beide haben natürlich einen völlig verschiedenen unterhalt für mich berrechnet,... (bin nicht berufstätig)
      wir haben in der gemeinsamen whg eine sehr hohe miete (1300.-)warm....
      seine anwältin hat diese hohe miete mit in den unterhaltsrechnungen inbegriffen,...
      hoffe ich kann meine frage hier jetzt richtig formulieren,...
      er will als einzelperson in der vierzimmerwhg für 1300.- wohnen bleiben, kann er in diesem fall dazu aufgefordert werden in eine günstigere whg zu ziehen,...???
      kann ich dadurch weniger anspruch haben da seine miete so hoch ist oder muß er sich auch verkleinern???
      hoffe ich bekomme eine baldige antwort von euch,...
      ganz lieben dank

      • Ihr wohnt doch noch beide dort. Natürlich muesst ihr auch beide die Miete zahlen. Geht die Miete immer von seinem Konto ab, dann kannst du deinen Mietanteil (und den der Kinder) samt aller anderen Nebenkosten, an ihn zurueckueberweisen. Das würde ich aber getrennt machen und nicht mit im Unterhalt, denn das ändert sich ja.
        Er kann machen mit seinem Geld, was er will. Oder willst du von ihm vorgeschrieben haben, wo du wohnst? Der Kindes- und Trennungsunterhalt berechnet sich nicht nach dem Verdienst nach Abzug aller Ausgaben. Wenn ihr in einer 1300€ Wohnung wohnt, seid ihr mit Sicherheit keine ALG2-Empfänger. Wer genau soll ihn denn auffordern, sich zu verkleinern? Du wirst ja in naher Zukunft bald wieder auf eigenen Beinen stehen. Dann fällt zumindest der Trennungsunterhalt weg und er hat wieder mehr Geld und zahlt nur noch für ein Kind.

        • (3) 09.10.12 - 15:33

          " Der Kindes- und Trennungsunterhalt berechnet sich nicht nach dem Verdienst nach Abzug aller Ausgaben"

          ...seine anwältin hat diese hohe miete mit in den unterhaltsrechnungen inbegriffen,...

          Aber sie schreibt hier doch, dass seine Anwältin die Miete mit eingerechnet hat! Also ist es doch verständlich, dass sie fragt, ob er dann nicht eine kleinere Wohnun nehmen muss, denn ansonsten würde jawohl fast jeder sich eine riesige Wohnng nehmen, um weniger Unterhalt zu zahlen.

          Klar ist aber auch, dass sie jetzt die Hälfte der Miete an ihm zahlen muss, da sie ja im Moment noch dort wohnt. Allerdings hat dies nichts mit den Unterhaltszahlungen zu tun, dies muss extra geregelt werden.

          • (4) 09.10.12 - 19:15

            Der Punkt ist nur, dass die Wohnung die gemeinsame Ehewohnung ist/war. Es handelt sich also keinesfalls um eine Wohnung, die sich der Ehegatte nimmt, um seinen Unterhalt zudrücken.
            Und ja, die Anwältin tut alles, in seinem Namen. Genauso, wie die Anwältin der TE alles im Namen der TE tut. Der Punkt ist, dass beide Anwälte versuchen das jeweils Beste für ihre Mandanten herauszuschlagen. In dem Punkt haben beide und zugleich niemand recht. Ja, die Miete kann man durchaus mit den Unterhaltsrechnungen verrechnen, aber nur zeitlich begrenzt. Das hat die Anwältin des Mannes wohl vergessen zu "erwähnen". Im Gegenzug hat die Anwältin der Frau von vorn herein gar nicht angenommen, dass die Wohnung auch von ihrer Mandantin gemietet wurde (wie konnte das wohl passieren?). Wenn der Mann die Wohnung übernimmt, ist es vorteilhaft für die Frau. Wenn er die Wohnung nicht übernehmen würde und die Wohnung würde gekündigt werden, müssten beide noch mehrere Monate die Miete dafür zahlen - parallel zur neuen Wohnung. Dann kommt natürlich noch die Wiederherstellung des alten Zustandes und die Renovierung dazu - kostet alles Geld.

            • (5) 10.10.12 - 16:46

              Ja Du hast Recht, und ich verstehe was Du meinst.
              Es kam von der TE nur so rüber, als wenn ihr Ex die Wohnung nur behalten will, um weniger Unterhalt zu zahlen und das ginge natürlich nicht, weil die Miete (jedenfalls in dieser Höhe), nichts mit der Berechnung des Unterhalts zu tun hat.

              In der Zeit, wo sie selber noch in der Wohnung wohnt, sieht es wieder anders aus.

              Bin selber geschieden, aber zum Glück gab es bei mir solche Probleme, oder Machtkämpfe um jeden Cent nicht.

              Unsere Anwälte waren auch nicht darauf aus, was vielleicht auch daran lag, das wir von Anfang an gesagt haben wer was möchte und wer worauf verzichtet....für mich war das damals selbstverständlich, aber wie ich hier immer wieder lese, ist alles doch nicht so einfach, leider.

      Hallo.

      Wenn ich jetzt richtig liege, dann müsste eigentlich dein Mann auch sich eine neue Wohnung suchen. Er bekommt ja zu seiner Lebensunterhaltberechnung auch nur einen gewissen Obulus zugeteilt an Miete. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Er kann nicht einfach sagen, ich bleibe in der Wohnung und zahle die 1300 warm, aber wiederum hat er ja nur nach Berechnung des Selbstbehalts nicht mal mehr die Summe. Also glaube Selbstbehalt ist bei 1050 Euro, wie will er da die Miete zahlen können. Unterhalt geht immer vor.

      lg Hermina

      • >>> Also glaube Selbstbehalt ist bei 1050 Euro, wie will er da die Miete zahlen können. <<<

        Diese Aussage ist völlig sinnlos, da bei einem ausreichenden Einkommen der Selbstbehalt erst einmal irrelevant ist - und bei einer Miete von 1.300,- dürfte das Einkommen etwas höher sein.

        • Ok, dann liege ich falsch. Aber man weiß ja nicht, wie hoch sein Einkommen ist. Sie sollte sich beim Amt oder so erkundigen. Bin jetzt von meinem Ex ausgegangen.

          • >>> Sie sollte sich beim Amt oder so erkundigen. <<<

            Bei welchem Amt und wonach genau soll sie sich erkundigen?

            (10) 09.10.12 - 09:31

            Bei bitte welchen Amt denn? Schau dir doch mal die Miete an! Der Mann verdient einiges. Und du kannst gaaaanz sicher sein, dass er nicht nur den Mindestsatz der Düsseldorfer Tabelle an Kindesunterhalt zahlt. Viel eher würde ich auf den Höchstsatz tippen oder vielleicht den Satz darunter. Ihr Punkt ist einfach, dass sie 2 Kinder hat, aber nur eines von diesem Mann. Und der Trennungsunterhalt läuft auch nicht ewig. Der Mann ist definitiv kein Sozialhilfeempfänger und wird es (solange er diesen Job ausübt) auch nie sein.

            • (11) 09.10.12 - 10:06

              Ist schon klar. Es ging ja auch darum, ob er sich dann eine kleine Wohnung suchen müsste. Wenn er aber nach Abzug dann nicht mehr soviel Verdient, dass er sich dann locker die Wohnung leisten kann. Darum ging es doch. Er wird sicherlich genug für das Kind zahlen müssen und dann auch noch für die Frau. Wenn dann noch genug Geld auch für Miete da ist, dann kann er natürlich drin bleiben. Aber das wissen nur die beiden.

              • Bleibt immer noch die Frage offen, bei welchem Amt und wonach sich die TE Deiner Meinung nach erkundigen soll.

                • Wenn sie die Wohnung alleine nicht zahlen kann, trotz Unterhalt etc. Die zweite Wohnung muss ja auch bezahlt werden und wenn sie nicht arbeiten geht. Darum geht es. Es ging ja auch darum, ob sie weniger Unterhalt gezahlt bekommt, wenn er in der Wohnung bleibt, wo die Miete ja ziemlich hoch ist. Wenn sie mit ihrem Einkommen, also mit dem Unterhalt und Kindergeld, was sie ja nur als Einkommen hat, damit hin kommt ist ok. Ansonsten muss sie zum Amt. So habe ich es verstanden.

                  • Darum ging es doch gar nicht ...

                    • Worum denn dann. Klär mich auf.

                      Jeder hat ein Anwalt. Jeder Anwalt hat was anderes an Unterhalt ausgerechnet. Der Anwalt vom Mann hat die volle Miete mit angerechnet. Darf er das? Bestimmt nicht. Ist ja nun sein Vergnügen, wenn er diese Wohnung behalten möchte. Dadurch darf man aber nicht am Unterhalt ran. Darum ging es.

                      • Genau, darum ging es ...

                        ... und nicht um "Wenn sie die Wohnung alleine nicht zahlen kann, trotz Unterhalt etc. Die zweite Wohnung muss ja auch bezahlt werden und wenn sie nicht arbeiten geht. Darum geht es. Es ging ja auch darum, ob sie weniger Unterhalt gezahlt bekommt, wenn er in der Wohnung bleibt, wo die Miete ja ziemlich hoch ist. Wenn sie mit ihrem Einkommen, also mit dem Unterhalt und Kindergeld, was sie ja nur als Einkommen hat, damit hin kommt ist ok. Ansonsten muss sie zum Amt. So habe ich es verstanden.".

                        LG

                        • Naja, wenn sie jetz Bedenken hat, zu wenig Unterhalt zu bekommen, wegen der teuren Wohnung, muss sie entweder arbeiten gehen oder zum Amt. Aber da wird sie sicherlich auch Auflagen bekommen. Ich kann es eh nicht verstehen, wenn man sich trennt, dann erst sich ein Kopf macht, wie es finanziell weiter gehen soll. Und die meisten sind ja "nicht arbeiten" und schieben dann noch die Kinder vor. Ich war zum Glück noch nie finanziell abhängig.

                          LG

                          • >>> Naja, wenn sie jetz Bedenken hat, zu wenig Unterhalt zu bekommen, wegen der teuren Wohnung, muss sie entweder arbeiten gehen oder zum Amt. <<<

                            Nein, das muss sie nicht, da zum einem die zu teure Wohnung, in dem Moment, in dem sie auszieht, das Privatvergnügen des Ehemannes ist (im Selbstbehalt in Höhe von 950,-, auch wenn dieser hier wahrscheinlich keine Rolle spielt, sind 360,- Miete inkludiert) und zum anderen Unterhaltsleistungen vorgehen.

                            >>> Ich kann es eh nicht verstehen, wenn man sich trennt, dann erst sich ein Kopf macht, wie es finanziell weiter gehen soll. <<<

                            Da hier alles schon über die Anwälte läuft, sprich die TE sehr wohl dabei ist, die Finanzen zu ordnen, verstehe ich diese Aussage überhaupt nicht.

                            >>> Und die meisten sind ja "nicht arbeiten" und schieben dann noch die Kinder vor. <<<

                            Aha ... gibt es zu "die meisten" auch Zahlen?

                            Zum ersten habe ich es ja schon so geschrieben, wie du es jetzt noch mal schreibst. Dass die Wohnung das Vergnügen des Mannes ist, aber der Unterhalt dadurch nicht gekürzt werden darf.

                            Wenn das alles schon geregelt wäre, dann muss man doch nicht hier im Forum nachfragen, dann geht man wieder zum Anwalt, um es weiter zu klären, "das mit der Wohnung eben".

                            Den letzten Satz versteh ich nicht ganz. Was ich bisher gelesen haben in diesem Forum, da sind die meisten nicht arbeiten der Kinder wegen. Man kann auch mit Kindern arbeiten gehen.

                            >>> Was ich bisher gelesen haben in diesem Forum, da sind die meisten nicht arbeiten der Kinder wegen. <<<

                            Selektive Wahrnehmung würde ich sagen ... und noch ein Tipp: Urbia ist sicher kein repräsentativer Durchschnitt unserer Gesellschaft.

                            "Selektive Wahrnehmung würde ich sagen ... und noch ein Tipp: Urbia ist sicher kein repräsentativer Durchschnitt unserer Gesellschaft. "

                            Bei der Männerquote hier müssten wir uns gar keine Sorgen mehr um Trennungen und Scheidungen machen, wenn das ein repräsentativer Durchschnitt wäre ;-)

                            Wieso sind die Meisten nicht arbeiten?

                            (23) 09.10.12 - 13:47

                            "Ich war zum Glück noch nie finanziell abhängig."

                            Von was genau lebst du dann? Denn würdest du (was natürlich rein spekulativ wäre) arbeiten gehen, wärst du ja finanziell abhängig - von deinem Arbeitgeber. Ich glaube die allerwenigsten Menschen auf dieser Erde können wirklich von sich behaupten, dass sie finanziell nicht abhängig sind.

                            (24) 09.10.12 - 17:06

                            Ist natürlich bezogen auf eine Beziehung. Ich war immer arbeiten und habe mein eigenes Geld verdient. Daher fiel es mir einfacher, aus meine Ehe zu gehen, ohne von ihm abhängig zu sein.

              (25) 09.10.12 - 14:07

              Es ist völlig schnuppe, was er sich leistet. Das hat sie nicht die Bohne zu interessieren. Wenn er unbedingt die Wohnung behalten will und dann nichts mehr zu Essen für sich kaufen kann, ist das auch seine Sache.
              Der Trennungsunterhalt wird danach berechnet, was der Mann als Nettoeinkommen abzüglich einer geringen Pauschale (oder nachgewiesener tatsächlicher Aufwendungen für seine Arbeitsmittel und Fahrtkosten) hat. Davon wird nochmals der Kindesunterhalt für das gemeinsame Kind abgezogen. Und von dem verbleibenden Betrag bekommt die TE 3/7. Dem Mann muß jedoch der Selbstbehalt von 1050€ verbleiben.
              Wir reden hier nicht von einer Familie die in irgendeiner Art und Weise bisher von einem "Amt" abhängig war. Da gibt es keine Vorschriften. Nur die Frau muß sich ihrem "weniger Geld" anpassen. Der Mann hat zwar auch eine ganze Stange weniger Geld, aber er hat jetzt auch 1 Kind weniger zu versorgen (was er zumindest zuvor teilweise mit versorgt hat), welches nicht sein eigenes war. Die Frau bekommt aktuell Trennungsunterhalt für ca. 2 Jahre - spätestens dann sollte die Scheidung ja durch sein und das gemeinsame Kind der Beiden ist dann mindestens auch schon 2 also folgt nur noch maximal 1 Jahr Betreuungsunterhalt, dann war es das auch mit Unterhalt für die Frau. Und für das Kind gibt es dann nochmal 300-400€ Unterhalt. Und das ist alles, was er nach den (schlimmstenfalls) 3 Jahren zahlen muß. Da hat er es verdammt leicht und die paar Jahre sind nur eine kurze "Durststrecke". Die TE hat es da viel schwerer.

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