Eure Erfahrungen bitte mit Kind, wenn der Papa auszieht.

    • (1) 28.11.12 - 12:45

      Hallo,

      unser Sohn ist 4 Jahre alt. Mein Ex-Freund sucht sich gerade ne Wohnung und zieht demnächst aus. Ich habe es dem kleinen schon ganz in Ruhe gesagt das der Papa ausziehen wird, er ihn aber trotzdem immer sehen kann.

      Jetzt ist zur Zeit abends totales Theater wenn es heißt es geht ins Bett. Er kommt mindestens 4 mal wieder aus dem Bett und weint. Kann es daran liegen das er jetzt auszieht?
      Was kommt dann auf mich zu wenn er ne Wohnung gefunden hat und er nicht mehr da ist? Wie haben eure Kinder das verkraftet? Haben sie sich sehr verändert?

      Ich hoffe auf ein paar Erfahrungen und was ich vielleicht machen kann um es ihn etwas zu erleichtern.
      Lg

      • (2) 28.11.12 - 13:09

        Wir haben das Problem vermieden, indem wir das Bettbring-Ritual auch nach Auszug von Papa so beibehalten haben, wie vorher. Er kam dann eben extra vorbei, hat seinen Sohn ins Bett gebracht und ging dann, wenn der Kleine schlief. Vorher war er ja sowieso am Abend da und hat das übernommen.

        Vielleicht müsst ihr dem Kleinen ein konkreteres Bild geben, was darunter zu verstehen hat. Eine Aeusserung wie: Du kannst den Papa trotzdem immer sehen" ist evtl. etwas zu allgemein. Wenn Ihr Euch mal hinsetzt und Euch ganz konkret einen Plan ausarbeitet an welchen Tagen der Papa Betreuungszeit macht und wie das dann genau aussieht, dann könnt Ihr Eurem Kind auch besser vermitteln was er sich darunter vorstellen darf.

        Meine waren etwas älter und konnten sich sicherlich besser hineinfühlen...

        Hallo also ich kann dir nur schildern wie es bei uns abläuft, nachdem ich meinen Mann mitgeteilt habe, dass ich mich trennen werde, hat er seinen Sachen gepackt und ist ncoh am selben Tag zu seinen Eltern gezogen.

        Ich habe ihm allerdings auch gesagt, er könnten noch bei uns bleiben bis er eine Wohnung hat, denn dann könnten wir unser Kind langsam darauf vorbereiten.

        Mein Kind (ein Mäderl, totales Papakind) entschied sich sofort mit dem Papa mitzugehen, ich lies sie mal wegfahren, 10 Minuter später stand er dann mit meiner Tochter wieder in Türe. Ich war einerseits erleichtert aber da wurde mir erst richtig bewusst was mir noch bevorstand in den nächsten Wochen und Monaten.

        Wir haben uns jetzt vorläufig darauf geeinigt, dass wir unser Kind abwechselend 3 Tage bei ihm, dann wieder bei mir betreuen. Das funktioniert bis jetzt nicht so schlecht, allerdings kostet es im Moment viel Kraft meinem Kind zuvermitteln, dass der Papa immer für sei da sein wird, aber trotzdem nicht mehr bei uns wohnt. Dass er sie trotzallem liebt, ich sage ihr das jeden Tag wenn sie bei mir ist, denn sie fragt schon sehr häufig nach ihrem Papa.

        Ich kann dir nur einen Tipp geben, egal was du für deinen Papa empfindest, für dein Kind wird der Papa toll sein und nimm ihr das nicht und gib ihm eine Chance für sein Kind dazusein, auch wenn es manchmal sehr schwer fällt.

        Mein Mann lässt auch nicht gerade gute Dinge über mich kommen und hat selbst vor meinem Kind schlecht über mich gesprochen, trotzallem gebe ich ihm vorläufig eine Chance seinen Zorn in den Griff zu bekommen. Egal was dein Kind zu dir sagt, gibt ihm das Gefühl für es da egal was passiert.

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