Wohin im Fall der Fälle?

    • (1) 16.01.13 - 11:22

      Hallo,

      ich habe wieder vermehrt Streit mit meinem Mann. Vor allem geht es wie immer ums Geld. Auch zwischenmenschlich passt es einfach irgendwie nicht. Wir können uns nie einigen, haben ständig andere Vorstellungen. Ich kann nicht mal ein Konto für die Kinder eröffnen, weil er sich quer stellt.

      Noch bin ich nicht so richtig bereit, mich zu trennen. Ich habe es schon mehrfach angesprochen und was er dann sagt, macht mir halt auch Angst.

      Dass die Kinder dann bei ihm bleiben und ich sehen kann wo ich bleibe. Ich soll dann immer sofort meine Sachen packen, verschwinden und die Kinder zurück lassen.

      Wie läuft denn sowas ab? Wenn ich sage, ich trenne mich, wo soll ich dann hin? Familie geht nicht. Bei meinen Schwestern ist kein Platz. Meine Eltern hätten Platz, aber sie würden mich in meiner Entscheidung nicht akzeptieren und das Verhältnis zu meinem Vater ist angespannt.

      Müsste ich die Kinder wirklich zurücklassen? Das geht doch nicht. Was würde mir dann zustehen? Bin in Elternzeit bis 2015.

      Ach mann so will ich nicht den Rest meines Lebens verbringen. Warte immer drauf, dass es besser wird, das wirds aber nicht.

      LG

      Ulala

          • Hallo,

            ich klemme mich mal dazwischen: bei meiner Cousine, die sich im vorigen Jahr getrennt hat, hat das Erstberatungsgespräch bei einem Rechtsanwalt 50 Öcken gekostet. Es war eine ähnliche Konstellation wie bei dir. Sie im Erziehungsurlaub, kein gutes Wort mehr zwischen ihr und ihrem Mann (seit sie zuhause mit dem Kind war hat er sie wohl nur noch als Putze und Haushälterin gesehen und sie sehr respektlos behandelt).

            Letztendlich hat sie zusätzlich ALG II beantragt und sich eine ganz kleine Wohnung gesucht.
            Die beiden Kinder sind natürlich bei ihr geblieben. Lass dich da bloß nicht von deinem Mann einschüchtern.

            Nici

      Du bist doch sonst nicht so unbeholfen.
      Geh zum Anwalt, laß Dir Deine Unterhaltsansprüche ausrechnen und such Dir dann eine passende Wohnung.
      Wenn Du zwecks Kinderbetreuung Zuhause bist und er Vollzeit arbeitet, wird er die Kinder nicht bei sich behalten können. Ich würde aber unabhängig davon zusehen, die Elternzeit nach Möglichkeit zu verkürzen und nicht komplett auszureizen.

      Gruß,

      W

      • Ja aber kann er mich einfach so auf die Straße setzen? Soll ich das alles hinter seinem Rücken machen? Er hält doch auch alle Unterlagen unter Verschluss. Müsste ich mir alles zusammen suchen heimlich. Ich weiß net mal, wo der olle Ehevertrag rumfliegt.

        • Warum sollte er Dich nicht aus seinem Haus werfen können bzw. möchtest Du ernsthaft da hocken bleiben, wenn er Dich rauswirft?
          Warum hast Du kein Exemplar des Vertrages?

          Gruß,

          W

          • Muss ich dann ins Frauenhaus? Ich könnte ihn echt erwürgen.
            Vertrag ist seit dem Umzug unauffindbar. Er weigert sich auch mir die Unterlagen zu geben, die ich für den Anwalt brauche.

            • Warum Frauenhaus?
              Du kannst Dir doch ne Wohnung suchen oder ggf. dann erstmal in eine Pension.
              So dramatisch, dass Du ins Frauenhaus flüchten mußt, ist die Lage doch nicht, sonst wärst Du doch schon lange abgehauen und hättest nicht 3 Jahre Elternzeit angemeldet.

              Was für'n Zufall, das der Vertrag verschwunden ist ;-)
              Dass er Dir seine Unterlagen nicht zur Verfügung stellt, finde ich jetzt nicht verwunderlich.

    (16) 16.01.13 - 16:38

    Hallo,

    nein, vom Warten wird es nicht besser. Er hat sich eingerichtet, es ist komfortabel und falls Du aufmuckst, schüchtert er Dich ein ("Sachen packen und verschwinden").

    Ich würde alle Unterlagen zusammensuchen, die Du evtl. mal brauchen könntest und Kopien machen. Dann zu einer Beratungsstelle, z.B. der Diakonie. Und wenn Du dann einen Plan hast, wie Du vorgehst, nimmst Du die Kinder und gehst.

    Er kann Dir die Kinder nicht wegnehmen!

    LG, Nele

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