Trennung und jetzt? Auszug, Kleinkind, Arbeit, Finanzen :-(

    • (1) 17.01.13 - 11:50

      Hallo zusammen,

      gestern gab es ein Gespräch zwischen mir und meinem Mann, das wohl darauf hinauslaufen wird, das wir uns trennen... Und nun ergeben sich für mich tausend Fragen die mir etwas Zukunftsangst machen :-(

      Wir wohnen in unserem eigenen Haus direkt nebenan meine Schwiegereltern! Heißt das ich mit meinem zweijährigen Sohn ausziehen werde! Ich arbeite Teilzeit im Früh-und Spätdienst, auch jedes zweite Wochenende! Unser Sohn soll diesen Sommer hier im Ort in den Kindergarten, Anmeldung läuft!
      Und jetzt meine gefühlten 100 Fragen:

      Ich stehe nicht mit im Grundbuch, aber in der Finanzierung bin ich mit bei! Mein Mann will unter keinen Umständen das Haus verkaufen, da gibt es viele emotionale Gründe! Zur Zeit zahlt er die Raten und ich mache so den Rest, Einkauf, die meißten Freizeitaktivitäten etc. Was wird das für Konsequenzen für mich haben mit der Finanzierung??
      Wie soll ich mir eine Wohnung leisten? Und wie soll mein Mann "überleben" wenn er die Raten und Unterhalt zahlen muss??? MUSS er den Unterhalt zahlen auch wenn ich sage, das ich nicht will, weil er die Raten vom Haus übernimmt??
      Ich würde gerne hier im Ort bleiben, zum einem wegen dem Kindergartenplatz und weil ich unserem Sohn den weiteren Kontakt zu Oma und Opa und natürlich zu seinem Papa ermöglichen möchte!! Bisher hat meine SchwieMu die Betreuung übernommen, wenn ich arbeiten muss, das läuft auch super, aber wenn ich woanders wohne wird er ständig rumgereicht, mal Oma, mal Papa, mal Mama... Das macht mir Sorgen... Erst ist doch gerade erst Zwei :-(
      Und vorallem wie erklärt man einem gerade Zweijährigen das Mama und Papa sich trennen #schmoll

      Ich weiß überhaupt nicht womit ich anfangen soll.... In meinem Kopf ist ein einziges Durcheinander :-(

      • geht es sich überhaupt aus vom gesamten Familieneinkommen das haus UND eine Wohnung zu zahlen?

        wenn ihr euch scheiden lässt dann wird zugewinnausgleich fällig. wie hoch war der Kredit am Anfang der Ehe und am Ende? das gleiche für den wert des Hauses und ev ersparnisse? die Differenz muss geteilt werden.

        aus dem Kredit wirst du wohl nur dann rauskommen wenn dein Mann so viel verdient, dass die Bank einverstanden ist, was kriegt er im Monat?

        LG

        Du bist Kreditnehmer und stehst aber nicht im Grundbuch?
        Glückwunsch, da hast Du Dich aber über den Tisch ziehen lassen!

        Wenn Du Dich und das Kind allein versorgen kannst, kannst Du auf Deinen Unterhalt verzichen, auf den Kindsunterhalt allerdings nicht. Das funktioniert natürlich nur, wenn Du keine Sozialleistungen beantragen willst.

        Wenn Dein Mann nicht Hausraten und Unterhalt zahlen kann und Ihr Euch nicht Haus und Wohnung für Dich leisten könnt, wird er verkaufen müssen!

        Gruß,

        W

        "MUSS er den Unterhalt zahlen auch wenn ich sage, das ich nicht will, weil er die Raten vom Haus übernimmt??"

        Sind dir Raten für ein Haus,von dem dir nichts gehört,weil du nicht mal im Grundbuch stehst,wichtiger als der Unterhalt für euch?
        Nicht dein ernst oder?

      • Du brauchst dringend eine Anwältin zwecks Beratung!

        Gruß

        Manavgat

        Hey!

        Erst einmal ein dicker Energiedrücker!

        Ich kann dich total gut verstehen. Vorletztes Jahr stand ich vor einer ähnlichen Situation. Wir lebten in einem Haus, mein Sohn war noch keine zwei Jahre alt. Ich keinen Job, da noch in Elternzeit etc .

        Ich kann euch nur raten, das Haus zu verkaufen. Wie willst du von einem Teilzeitjob ohne unterhalt Deines Mannes überleben und dein und das Leben deines Sohne finanzieren?

        Dazu kommt, dass der finanzielle Wert des Hauses, mit in den Scheidungswert einfließen wird, wenn dieses bis dahin nicht verkauft ist. und ich sage dir, meine Scheidung war so schon teuer genug. Ich werde vier Jahre lang 30 Euro im Monat abbezahlen. Das war ein Scheidungswert von knapp 10.000 Euro. Rechne das mal hoch.

        das war jetzt nur rein finanziell.

        Ja es wird mega hart und das wird Jahre so bleiben. Mein Sohn fragt mich ständig, wann wir wieder mit Papa zusammen ziehen. Wann wir wieder mit ihm in einem Haus wohnen werden. Warum wir nicht mehr zusammen wohnen.

        Das ist das aller schlimmste überhaupt. Du kannst die Traurigkeit deinem Kind nicht nehmen. Und du wirst immer und stetig ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber haben.

        aber man lernt damit umzugehen. Und es wird irgendwann etwas leichter auf die Fragen zu antworten. Anfangs hätte ich jedes mal einfach nur sofort los heulen können.

        Es wird nicht leicht. Aber ich sage dir, auch wenn man das Gefühl hat, die Welt bricht zusammen, man schafft alles. Und so wie es sich anhörte, hast du familiäre Unterstützung, darüber kannst du sehr froh und dankbar sein. ich hatte diese nicht, wie viele andere auch. D. h. nicht, dass es für dich weniger schlimm wird oder ist, aber zumindest hast du jemanden der für dich da ist und sich um deinen Sohn liebevoll kümmert.

        Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir alles Gute!!!

        Nina

      • Hallo

        Also ich kann dir nur Mut machen.

        Mein Mann und ich haben uns getrennt und auch ich bin mit meinem Sohn jetzt im

        Januar ausgezogen. Bei uns war es auch so das mein Mann die Raten gezahlt hat und
        ich die restl.Sachen. Müsste er Unterhalt zahlen könnte er das Haus nicht halten.
        Ich steh allerdings im Grundbuch. Das Eigenkapital kam von ihm.

        Da mein Sohn aber ja auch noch oft bei ihm ist, will ich ihm das zu Hause nciht auch noch nehmen. Wir haben es jetzt so geregelt. Wir teilen uns das Sorgerecht und mein Sohn ist
        fast genauso oft bei meinem Mann wie bei mir. Ich habe auf meinen Unterhalt verzichtet und mich aus dem Grundndbuch austragen lassen, somit bin ich auch schuldenfrei.
        Unterhalt für mein Kind zahlt er nicht, wir teilen uns alle Kosten da wir uns auch beide gleich viel um ihn kümmern und somit für beide gleich viel Kosten anfallen. Er zahlt allerdings die Kiga Gebühren und ich bekomme das Kindergeld.

        Ich arbeite 25 Std. und mit meinem Geld komm ich klar, das ich eine schöne 3-Zimmer Wohnung bewohnen kann. Man muss halt schon etwas zurückstecken aber es geht.

        Da wir uns ncoh gut verstehen hat der Kleine (4 Jahre) es ganz gut weggesteckt. Er feut sich wenn er zu seinem Papa darf da hat er andere Spielsachen wie bei mir . Bei Papa macht er immer ganz andere Dinge wie bei mir und wenn er bei mir ist gefällt es ihm mittlerweile auch sehr gut in seinem neuen Zimmer.

        Das wichtigste ist für dein Kind das es merkt das es keine Spannungen gibt und vor allem keinen Streit der übers Kind ausgetragen wird, dann wird das schon. Er soll merken das Mama und Papa ihn beide lieb haben und das er überall willkommen ist.

        Ich selbst habe manchmal ein Tief , da mir mein altes Zuhause schon fehlt und wenn mein Kleiner nicht da ist dann ist es schon sehr komisch . Aber ich denke es ist alles noch so frisch und neu auch daran werde ich mich gewöhnen.

        Also Kopf hoch.. #klee

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