Bin Ratlos und verliere den Kontakt zu meinen Kindern

    • (1) 10.02.13 - 21:22

      Das ist eine lange Geschichte und natürlich werde ich eine Beratungsstelle aufsuchen...
      Es begann mit der Trennung von meinem Mann, bei der ich mit unseren Töchtern - damal 6 und 11 Jahre in die benachbarte Stadt zog. Meine Große lebte 1 1/2 Jahre mit uns und wollte dann zum Vater, dessen Arbeitsstelle um die Ecke war und bei dem sie stets Beistand fand, wenn sie mit meiner Art von Ihr Dinge zu fordern (z.B.Hilfe im Haushalt), nicht einverstanden war.

      Ich war machtlos gegen ihren Wunsch, zu ihm zu ziehen und sie wollte einfach nicht mehr auf mich hören - machte was sie wollte und so konnte ich die Verantwortung nur an ihn abtreten.

      Nun lebte ich 6 Jahre mit der Kleinen allein und - ja, habe auch versucht wieder einen Partner für mich zu finden, weil ich es so ganz ohne Mann richtig einsam und stressig fand.

      Es ist mir nicht gelungen, eine Partner in unser 2-Weiblein-Team zu integrieren - jeder der meiner Tochter nicht passte war auch mir nicht recht und meine Gefühle gingen stets zum Nullpunkt, wenn sie sich gegen die Bekanntschaft streubte.

      Als sie ca 12 war, kamen vom Vater und seiner Freundin so zuckersüße SMS wie " Süße wir haben Dich soooo lieb, komm bald zu uns." Meine Kleine hatte mir auch erzählt, dass der Vater sie immer wieder fragt, ob sie nicht zu ihm ziehen wolle. Sie hat es anfangs abgelehnt, doch dann war der Wunsch plötzlich da. Und alle meine Schwächen und Fehler fielen plötzlich doppelt ins Gewicht. Es kam mir vor, als suche sie nach Gründen, warum es bei mir nicht auszuhalten sei.

      Ich war wieder machtlos und musste es geschehen lassen, dass auch meine jüngere Tochter zu ihm zog.

      *Damals bei der Trennung sagte er schon " Kannst abhaun - die Kinder kannste aber hier lassen" - Was mir ganz besonders weh tat, denn bis dato glaubte ich, dass ich nur für die Kinder lebte.
      Nun ist es so, dass die Große schon mit ihrem Freund weg in ein anderes Bundesland gezogen ist - sie ist 20 Jahre alt nun. Die Kleine 15 - lebt noch beim Vater und seiner nur halb so alten Freundin. Diese hat viele Freunde, eine große Familie und alle sind herzlich und lieb zu meiner Kleinen - was mich natürlich freut, wenn es ihr gut geht. Nur - kann ich selbiges nicht bieten.

      Was hätte ich bieten können? Ein Schlafzimmer in dem wir im Doppelstockbett geschlafen hätten, Großeltern die sie zwar gern haben, aber einen Opa, der sehr viel schimpft, einen Bruder der den Kontakt abgebrochen hat zu seinen Geschwistwern und noch einen Bruder, der keine Zeit hat durch Job und Hobby.

      Außerdem habe ich jetzt einen Freund - eine Wochenendbeziehung. Meine Tochter die noch im selben Ort wohnt - nur am anderen Ende, war vor ein paar Tagen bei mir - nicht zum Übernachten - das mag sie nicht.

      Wir hatten ein paar Stunden und dann musste ich auch noch zum Arzttermin - dauerte eine halbe Stunde. Danach haben wir dieses Kartenspiel " Zwickeln" gespielt und plötzlich gab es Streit weil ich für ihre Begriffe zu lange überlegt habe - dann kam ein Vorwurf nach dem anderen und alles was meinen Ex an mir störte, stört sie plötzlich - was sie laut zum Ausdruck brachte. Nun habe ich das Handtuch gewurfen und nachdem ich sie nachhause gefahren habe und den ganzen Abend geweint habe, kam ich zu dem Schluss, dass es besser ist, mich vor ihr zurückzuziehen und mein Leben so gut es eben geht zu leben. Bin gerade mitten in einer neuen Ausbildung und finanziere sie über Meisterbafög. Nun ist vorgestern ein Brief von seiner Rechtsanwältin gekommen, in dem eine Summe zum Unterhalt meiner Tochter benannt ist, die ich gern zahlen würde, wenn ich könnte...
      Da ich nicht zahlen kann, scheine ich nichts wert zu sein für meine Kinder. Ich werde von niemanden so schlecht behandelt und beleidigt wie von den eigenen Kindern. Was bleibt mir, als der komplette Rückzug? Weiß jemand eine Rat oder hat jemand ähnliches erlebt?

      • (2) 10.02.13 - 22:12

        Hallo,
        musstest du denn bis jetzt gar keinen Unterhalt zahlen? Generell hat deine Tochter einen Anspruch auf Unterhalt. Das hat nichts mit Beleidigung zu tun. Aber irgendwie muß sie ja auch leben.
        Wenn du natürlich bis jetzt gezahlt hast und dich nun "ärmer machst" durch die neue Ausbildung, ist das deine Sache, Unterhalt muß trotzdem fließen in der Höhe, wie zuvor.
        Umgang und Unterhalt sind 2 völlig verschiedene Sachen. Normalerweise bist du zu Beiden verpflichtet.

        • (3) 10.02.13 - 23:19

          Hallo Kati, nein - bisher habe ich keinen Unterhalt zahlen müssen, weil ich nicht zahlen konnte. Er lebt mit einer Frau zusammen die Tierarzthelferin ist und recht gut verdient, wie er selbst auch gut verdient. Durch mein geringes Selbstbewusstsein landete ich für 8 Jahre bei einem minderwertigen Job - als Zimmermädchen - während unserer Ehe. An Fort -und Weiterbildung war nicht zu denken. Nicht vom Arbeitsamt und sonst...ich meine, wer ist dran interessiert, dass ne Putze sich weiterbildet - hauptsache sie macht den Dreck weg.
          Ich war erst nach meiner Scheidung in der Lage mich aufzuraffen und eine neue Ausbildung zu beginnen. Als Putze habe ich mich unterfordert gefühlt - jedenfalls geistig.

          Und ...ich bekam oft zu spüren, dass man mit so einem Job in unserer Gesellschaft und ja auch bei meinen kindern, einfach nichts wert ist.

          Ein Mensch trat plötzlich in mein Leben - ein gebildeter Mensch, der meine Gedichte las und mir sagte, dass er meint, ich sei zu mehr in der Lage...

          • (4) 11.02.13 - 00:00

            Wenn du jetzt eine Ausbildung machst, verdienst du ja auch nicht viel - schon mal gar nicht, wenn du Bafög bekommst. Dann sollte es ja nicht reichen für Unterhalt. Woher hat denn der Anwalt deine Einkünfte, die er für die Berechnung des Unterhalts braucht? So etwas kann man sich ja nicht aus den Fingern saugen. Das ist ja einkommensabhängig.

        (5) 10.02.13 - 23:24

        Was für eine geistreiche Antwort auf die gestellte Frage.....
        Es geht doch darum das es ihr schlecht geht und sie etwas Aufmunterung oder Hilfe sucht in ihren Selbstzweifeln ............
        und was machst DU.....drauf rumhacken ohne zu wissen warum sie nicht zahlt ....Klasse!!!
        Hauptsache mal Deinen Frust losgelassen............

          • (7) 11.02.13 - 00:09

            Habe ich nicht behauptet....aber auch nicht auf rumgehackt......

            Denn ich kann zu diesem Thema keinen hilfreichen Kommentar oder Rat geben.......genauso wie Du
            Darum lasse ich es....und Du besser auch

            (8) 11.02.13 - 08:24

            Oh bitte...nicht streiten wegen mir. Es ist mir bewusst, dass hier jeder eine andere Meinung haben wird und dass ich eine professionelle Beratungsstelle aufsuchen muss um konstruktive Hilfe zu bekommen. Ich hoffte nur, Leute zu finden, denen Ähnliches schon passierte oder vielleicht im Freundeskreis.

    (9) 10.02.13 - 22:12

    Hallo, ich hab mir Deine Geschichte durchgelesen.

    Ich würde mich an Deiner Stelle zurückziehen und mein Leben in die Hand nehmen.

    Du hast jetzt alle Freiheiten, die Du vorher nicht hattest. Mach was draus, Du bist noch nicht alt und vieles liegt noch vor Dir.

    Irgendwie binn ich auch ein bisschen neidisch.

    Ich verkneife mir gerade das Thema Partnerschaft, wegen Kinder, ich muss dauernd alles organisieren, damit das hier läuft und irgendwie freue ich mich auf die Zeit, wenn ich wieder nur noch für mich selber planen muss.

    Alles hat seine vor-und Nachteile

    • (10) 10.02.13 - 23:28

      Hallo suelette,

      denk mal, wenn Du in der Situation wärst, in der Du Dich vom Kind gehasst fühlst und vom Ex verleumdest wirst und Dich gegen beides nicht wehren kannst...glaube mir, Du würdest mich nicht beneiden.
      Doch ich weiß, dass man nur überleben kann, wenn man in der Lage ist, sich eine unabdingbaren Situation anzupassen und evtl.noch was positives daraus zu gewinnen. In dem Punkt hast Du Recht. Für den Fall, dass Deine Kinder bei Dir leben, drück sie mal lieb an Dich - für mich und freu Dich, dass es sie gibt.

      • (11) 10.02.13 - 23:45

        Danke schön für die lieben Worte, ich werde morgen früh die Grüße weitergeben.

        Dein Kind hasst Dich sicherlich nicht, es kann nur sein, dass das so rüberkommt, wenn ein Teenie versucht erwachsen zu werden.

        Vielleicht hilft es, wenn Du auf Abstand gehst, und sie sich fragen müssen, wie es Dir wohl geht.

        Ich musste dan an den Pippi-Langstrumpf Film denken in dem Thomas und Annika ausgerissen sind nach einem Streit mit ihrer Mutter.

        Pippis Kommentar. "Sei doch froh, dass sie weg sind, dann hast du weniger Arbeit."

        Aber mal im ernst. Jetzt kann die neue Frau von Deinem Ex deiner Tochter hinterherputzen und sie herumkutschieren.

        Was Dein Ex über Dich denkt, ist doch eigentlich total egal. Der Mann ist raus aus Deinem Leben, soll er doch machen was er will, und Du machst das auch.

        • (12) 11.02.13 - 08:32

          Stimmt genau. Als ich das letzte mal seine Wohnung betrat, weil meine Tochter mich um ein Gespräch mit ihm gebeten hat. Hat er zum - weiß nicht mehr wievielten Male wieder auf mir herumgehackt vor meinem Kind und wollte vor ihren Augen Geldangelegenheiten mit mir klären. Das macht er in einer Art - von oben herab ...das es nicht erträglich ist für mich. Er holte alte Kamellen hervor um mir wieder Schuld zuzuweisen und als ich dann einfach die Wohnung verließ, weil ich es nicht vor meiner Tochter austragen wollte, hat er mir hinterhergebrüllt, dass er hier bestimmen würde, wer wann das Haus verlässt.

          Meine Tochter fand es sehr blöd von mir, einfach zu gehen - sie versteht einfach nicht...
          Ich weiß für mich, dass ich nie mehr einen Fuß in seine Wohnung setzen werde und wenn Gespräch, dann nur noch mit einer Person vom Jugendamt oder anderwertige Kompetente Person.

          Auch für Deine lieben Worte vieln Dank.

Ich finde deine Geschichte traurig. Ich habe 4 Kinder und sie sind nicht einfach, aber die Bindung ist sehr stark.

Deine Töchter werden reifen und vielleicht irgendwann steht eine bei dir vor der Tür, weil sie verstanden hat, was schief lief zwischen ihren Eltern.

Momentan kannst du leider nichts anderes machen, als dich auf dein Leben zu konzentrieren, auf deine neue Beziehung, auf deine Ausbildung.

Deinen Kindern geht es soweit gut, sie sind alt genug um Entscheidungen zu treffen und du kannst leider nur versuchen, los zu lassen.

Ich drück dich!

PS.: Der Unterhalt wird deinem Einkommen angepasst, warst du schon beim Anwalt, wenn es dir zu viel erscheint?

  • Hallo Stellamarie,

    als die Kinder klein waren hatten wir auch eine sehr intensive Bindung. Ich habe auch sehr lange gestillt - weil es einfach schön war.

    Aber bei der Erziehung war ich inkonsequent. Ich habe immer meine eigenen Forderungen angezweifelt und meinen Erziehungsstil. Ich hatte viele Bücher darüber und in jedem gab es widersprüchliche Ratschläge. Da ich ein Mensch mit geringem Selbstwertgefühl war, habe ich mir stets ein schlechtes Gewissen machen lassen. Ich konnte mich einfach nicht durchsetzen und war oft verzweifelt, weil ich nicht voran kam. Im meiner derzeitigen Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin wird mir mehr und mehr bewusst, was falsch lief und wie ich hätte besser agieren und reagieren müssen. Es ist aber zu spät - ich kann nicht die Zeit zurückdrehen. Ich bin nur stärker und selbstbewusster gewurden im Laufe der Zeit. Habe mich auch mit 40 beim Taekwondo angemeldet und betreibe es noch - es ist etwas, was mir keiner nehmen kann.
    Liebe Grüße und ganz vielen Dank!

    Habe erst am Sonnabend das Schreiben von seiner Rechtsanwältin bekommen und bin noch am Ausfüllen der Papiere - alles was meine Einnahmen sind aufzuschreiben.

    Ich bekomme Wohngeld, KFW -Darlen und Meisterbafög. Davon lebe ich.
    Mir is klar, dass ich nun davon etwas abzweigen muss. Ich habe bis dato auf ein Sparbuch gezahlt für meine Tochter - aber viel war nicht übrig. Für die Altersvorsorge habe ich nichts.

(16) 11.02.13 - 11:09

Hallo Amely67,
"Da ich nicht zahlen kann, scheine ich nichts wert zu sein für meine Kinder. Ich werde von niemanden so schlecht behandelt und beleidigt wie von den eigenen Kindern"

Ich kann mir das nicht vorstellen.
Es muss mehr geben und da musst Du Dich auch hinterfragen.

Ich kann verstehen das Du frustriert bist. Aber Du kannst jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und die beleidigte Leberwurst spielen oder Dich als Opfer aller Umstände sehen.
Zieh Dich nicht zurück, es sind Deine Kinder.Halte die Tür weiter offen und zeige weiter Interesse.
Aber lebe dein Leben und hinterfrage vor Allem Dich selbst wenn Du zurückblickst.
Ob Du eine gute Mutter bist bestimmen schließlich nicht der Vater oder der Opa oder der Bruder, sondern Du.
Also mein Rat: Nicht zurückziehen sondern rausfinden was wirklich schief gelaufen ist.

  • (17) 11.02.13 - 15:44

    Ja natürlich. Ich weiß doch sehr genau was schief lief. Doch ich wusste es nicht besser damals und konnte es auch nicht besser. Ich fühlte mich überfordert und vom Ehemann gab es weder Lb noch Anerkennung und Zärtlichkeit nur wenn er mal Lust hatte. Ich konnte ihm nicht die perfekte Hausfrau und Miutter bieten, die er sich gewünscht hat. Ich war zu labil und habe deshalb im Internet Erfüllung gesucht. Das war mein größter Fehler. Alles was schief lief - alles woran ich schuldig bin - was spielt es noch für eine Rolle - ich kann die Zeit doch nicht zurückdrehen. Wir leben im Heute und jetzt - was sollen Vorwürfe und ewige Schuldgefühle denn bringen?

    • (18) 11.02.13 - 15:57

      Die Fehler die Du in der Vergangenheit gemacht hast sollen auch keine Schuldgefühle hervorrufen sonder ein Teil Deiner Entwicklung sein.
      Deswegen spielen diese Fehler auch immer eine Rolle.

      Du lebst im hier und jetzt und hast halt die Chance es besser zu machen.
      Wenn Du Dich nun komplett von Deinen Kinder zurückziehst ist das warscheinlich der falsche Weg.

      Versuche Deinen Kindern lieber zu zeigen das es jetzt anders ist.... auch wenn es Zeit braucht.
      Deine Kinder werden auch noch älter, eigene Fehler machen und auch Dich irgendwann wieder mit anderen Augen sehen.

      • (19) 13.02.13 - 15:53

        Danke - ich mach ja auch nicht zu - meine Kinder wissen wir ich zu erreichen bin. Mir ist nur plötzlich so egal, ob sie an meinen Geburtstag im März denken oder nicht. Wenn ich mich einfach abfinde, geht es mir besser.
        Ich mag ihnen nicht mehr hinterherlaufen und um Kontakt betteln.

dein verhalten klingt für mich so pubertär wie das deiner tochter. nur das sie pubertär sein darf… und ist. klar motzt sie, sie ist 15! 15jährige wollen alles dürfen, nix müssen und für nix verantwortung übernehmen. aber man soll sie bitte wie erwachsene behandeln.

klar ist es trotzdem verletztend, wenn sie dir tausend vorwürfe macht. klar sind teenager anstrengend, sie suchen immer den konflikt. wenn du dem konflikt aus dem weg gehst, dann hast du wirklich verloren. wenn du dich dem stellst, zu deinen fehlern stehst und dich ihr als mutter immer wieder anbietest, wird sie irgendwann auch wieder auf dich zukommen. wenn dir das zu mühsam ist, dann lass es halt. aber beklage dich nicht, dass du deine kinder "verloren" hast. beziehungen zu pflegen ist immer anstrengend, gerade wenn kinder erwachsen werden. und das hat nix mit patchwork zu tun, das ist immer so.

und zur frage "wäs hätte ich ihr bieten können…?" > ihr eine mutter zu sein.

grüsse, ks

(21) 11.02.13 - 13:52

Hallo Amely,

leider kann ich Dir keinen Rat geben. Ich suche selber gerade danach...

Bei meiner Schwester herrscht gerade ein ähnliches Problem. Wir stehen hilf- und machtlos daneben. Bei uns geht es um 3 Kinder. Die älteren 2 Kinder wollen beim Vater sein.
Manipulation spielt dabei eine große Rolle. Die Kinder entfremden zunehmend.

Das jüngste Kind (4 Jahre alt), dem regelmäßig Kontakt zum Vater gewährt werden muss, lebt zwar noch gerne bei meiner Schwester. Aber wenn sie vom Vater wiederkommt, kommen Bemerkungen, die uns fürchten lassen, dass er sie auch zu sich holen will. Es werden Urlaube schmackhaft gemacht usw.

Er war so ein schechter Vater und nun halten die Kinder zu ihm... sie haben nicht die Möglichkeit, meine Schwester zu kontaktieren, weil der Ex sie systematisch abschirmt. Für die Kinder hatte er nie etwas übrig, im Gegenteil. Ich bin mir sicher, dass er die Kinder nicht aus Liebe haben möchte, sondern nur um meiner Schwester Kummer zuzufügen.

Ich versuche auch, meiner Schwester zu erklären, dass sie emotional loslassen soll, aber es ist so schwer. Und die Kinder leiden seelisch beim Vater - das sieht man. Und daran zerbricht meine Schwester. Aber wie soll man an die Kinder rankommen, wenn sie kontinuirlich einer Gehirnwäsche unterzogen werden?
Das ist hart ausgedrückt, aber trotzdem noch untertrieben.

Diese Machtlosigkeit ist so schlimm...

VG#klee

  • Stimmt und Dein Vorredner bezeichnet meinen Kummer als pupertäres Verhalte. Er muss ein Mensch sein, der sich sehr schlecht in anderer Leute Situation einfühlen kann.

    Wie soll ich denn einem Konflikt mit meiner Tochter die Stirn bieten, wenn sie persönliche Schwächen als Angriffspunkt nimmt, wie es früher ihr Vater getan hat.

    Ich habe eine nachgewiesene Diskalkulie (leichte Form - deutsch Rechenschwäche)

    Ich spiele dennoch gern dieses Kartenspiel und mit meinem Freund kann ich das sehr gut -obwohl er sehr schlecht deutsch spricht - wir haben viel Spaß dabei.
    Stets wirft sie mir vor, ich würde sie nicht verstehen. Wie soll ich darauf denn reagieren?
    Dann ist da noch dieses ständige ironische Verhalten - ein mich Auslachen.

    Im Urlaub - wir hatten drei Tage am Senftenberger See - mehr war finanziell nicht drin - da hat sie mir an den Kopf geschleudert, wie sinnlos sie es findet, dass ich mit 45 noch mal eine Ausbildung mache - ich würde sowieso keine Arbeit bekommen, meinte sie.

    Ich habe ihr jedoch erklärt, dass die Ausbildung sehr wohl eine Sinn hat und ich mich beim Arbeitsamt nach Angebot und Nachfrage erkundigt habe. Außerdem hätte das Meisterbafögamt die Ausbildung nicht bewilligt, wenn sie sinnlos wäre.

    ihre Meinung - das betont sie auch immer wieder - ist nur von ihr und nicht vom Vater.
    Ich denke das ziemlich viel schlecht geredet wird von mir.

    • (23) 13.02.13 - 01:21

      >Im Urlaub - wir hatten drei Tage am Senftenberger See - mehr war finanziell nicht drin - da hat sie mir an den Kopf geschleudert, wie sinnlos sie es findet, dass ich mit 45 noch mal eine Ausbildung mache - ich würde sowieso keine Arbeit bekommen, meinte sie.

      Ich habe ihr jedoch erklärt, dass die Ausbildung sehr wohl eine Sinn hat und ich mich beim Arbeitsamt nach Angebot und Nachfrage erkundigt habe. Außerdem hätte das Meisterbafögamt die Ausbildung nicht bewilligt, wenn sie sinnlos wäre.<

      DA! Da hast Du´s, in den 2 Absätzen rechtfertigst Du Dich gleich mehrmals: für den "schlechten" Urlaub, die Ausbildung und den Sinn dahinter. Deine Tochter kann kritisieren soviel sie will und Du solltest die Kritik durchaus annehmen und ernstnehmen, ABER Du solltest Dich auf keinem Fall rechtfertigen und Deine Gründe breittreten, eben weil es DEINE Gründe sind. Für DICH macht die Ausbildung einen Sinn, fertig. Es ist auch egal, ob die Argumente von ihr, vom Vater oder vom Weihnachtsmann kommen, nimm an es ist die ehrliche Meinung Deiner Tochter und antworte ihr beim nächsten Mal kurz und sachlich, aber lass Dich nicht in die Ecke treiben, nur so kannst Du Dir den nötigen Respekt verschaffen.

      Mit Deiner Erklärung dass Du beim Arbeitsamt warst und der Bewilligung vom Bafögamt, gibst Du in den Augen Deiner Tochter unbewusst die Verantwortung für Deine Entscheidung an andere ab. Steh zu Deinem Leben, nur wenn Du Respekt vor Dir selber hast, werden andere auch Respekt haben.
      Alles Gute, c

      • (24) 13.02.13 - 15:59

        Dankeschön. Ich werde diesen Rat auf jeden Fall beherzigen und hoffe sehr, dass ich bei der nächsten Begegnung in der lage bin dazu.
        Es war dieses Gefühl dass da stets schlecht geredet wird über mich, wie er damals auch schlecht über meine Vorgängerin geredet hat - so dachte ich, dass diese Worte nie von ihr selbst kommen könnten und des weiteren, dass ich mich selbst vor ihr ins rechte Licht rücken müsse...scheinbar ein Fehldenken von mir. Es ist gut es von Außenstehenden zu lesen und so umdenken zu können.

        Nur bleibt mir jetzt wirklich nichts, als abzuwarten, oder siehst Du es anders?

(25) 11.02.13 - 17:31

Hallo

auch bei mir gab es eine Zeit mit Verlustängsten .Mein Ex-Mann hat damals wirklich alle Geschütze aufgefahren.Auch war es ja ihr Zuhause was ich mit ihnen verlassen hatte.
Zu allem Übel hatte er dann auch noch eine Freundin mit unerfülltem Kinderwusch, die sich auf meine Kinder gerade zu stürzte.
Ich kann deine Ängste wirklich nachvollziehen.
In deinem Fall ( meine Kids waren noch recht klein ) würde ich sie ziehen lassen.Allerdings keinen beleidigten Rückzug antreten. Sag ihnen , dass du immer für sie da bist.
Irgendwann werden sie spüren, das ihnen etwas fehlt.Beleidigen lassen würde ich mich allerdings nicht.Vielleicht ist es wirklich besser wenn du dich auf dich und deine Ausbildung konzentrierst.Allerdings würde ich keine Türen zuschlagen und dies auch deutlich formulieren und zeigen.
Auf jeden Fall brauchst du einen Anwalt, bezüglich der Unterhaltsregelung.
Irgendwann kommen deine Kinder sicher wieder auf dich zu.
#klee

L.G.

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