Er will das Aufenthaltsbestimmungsrecht, welche Chancen habe ich

    • (1) 27.03.13 - 10:28

      Hallo,

      ich habe jetzt Anwaltlichen Beistand, aber trotzdem weiß ich nicht wie das alles ausgehen soll.

      Ich lese immer mehr von Vätern die ihre Kinder zugesprochen bekommen, und ja im Grunde finde ich es auch nicht verkehrt, nur wenn es einen selber trifft ist es ein scheiß Gefühl.
      Noch hat das Verfahren nicht angefangen, nächste Woche habe ich erstmal einen Termin beim Jugendamt.

      Wir haben beide das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt, und er versucht mich grade als total schlechte Mutter dar zu stellen.
      Ich höre immer wieder ''bekomm dein Leben in den Griff'' von ihm. Aber ich habe keinen Schimmer was genau er damit meint.
      Er rückt auch nicht mit der Sprache raus sondern schiebt dann immer ''lass das die Anwälte klären'' hinterher.

      Ich habe ihn nie als schlechten Vater dar gestellt, im Gegenteil, ich habe immer gesagt wir haben nur als Ehepaar versagt, nicht als Eltern. Aber er sieht es anders und meint das Kind wäre bei mir nicht gut aufgehoben weil : Ich nicht jeden Tag koche, sondern auch mal einfach zum Mittagessen Brötchen mache oder so, weil es manchmal unordentlich ist und ich auch mal Tagsüber am Computer sitze wenn unsere Tochter im Spielzimmer ist.

      Aber ganz ehrlich,er setzt sich wenn er am Wochenende da ist auch an den Pc wenn das Kind da ist etc.

      Er hat eine Vollzeitstelle 40km von unserem Wohnort und ist häufig bei Auswärtigen Terminen bei denen er auch in ganz Deutschland übernachten muss... aber wie gesagt, ich kann nichts schlechtes als Vater über ihn sagen.
      Aber ich habe natürlich Angst, dass er irgendwelche Uralt Sachen vorkramt, irgendwelchen Scheiß den ich vor ewigen Jahren gemacht habe.
      Seine Familie kämpft ziemlich dolle gegen mich, meine Familie ist 70km weg und ich kann grade nicht hin weil ich dann das Kind hier lassen müsste :(
      Ich weiß nicht was das noch geben soll...

      LG

      • Ich würde gerne wissen ob du arbeitest und wie alt das Kind ist.

        Falls du den ganzen Tag Zuhause bist, könnte man schon erwarten, dass du jeden Tag kochst, bzw. den Haushalt in Ordnung hälst. Wobei Sauberkeit und Ordnung eine Sache der Definition sind.

        Gernerell dürfte dein Ex schlecht Karten haben, die Argmuente sind mehr als schwach.

        • Ja ich arbeite, aber nur 40 Std. im Monat.
          Ich weiß dass ich jeden Tag kochen könnte, hab ich aber nicht gemacht. Ich bin ja nicht stolz drauf. Ich bin keine super Hausfrau.
          Es geht mir ja auch gar nicht um hätte/würde/könnte ;) Ich habe einfach Angst, dass er sich noch irgendwelche Scherze einfallen lässt um mich als schlechte Mutter dar zu stellen. Ich wüsste jetzt nichts, aber vielleicht schreckt er auch vor Lügen nicht zurück.

          Danke für deine Antwort

          (4) 28.03.13 - 08:38

          Also nur weil jemand Hausfrau ist, heißt das doch nicht, dass derjenige zwangsweise täglich kochen muss. Wo kommt denn diese Ansicht her? Ich wuerde mal ganz vorsichtig allgemein definieren, dass täglich mindestens eine Wärme Mahlzeit auf dem Tisch stehen muss - das darf auch mal eine Tiefkuehlpizza sein oder ein Restaurantbesuch. Und ehrlich gesagt, wenn ich koche, bleibt meistens noch etwas fuer einen anderen Tag ueber...

      Ich sag es mal so: Wenn er schon sagt "lass das die Anwälte klären", dann solltest du mit allem rechnen. Auch mit den schlimmsten Lügen.

      Dennoch ist ER in der Beweispflicht. Und wenn es nichts gibt, wird das schwer für ihn werden. Familien richter sind ja zum Glück auch nicht ganz blöde. Ich nehme mal an, da gibt es nichts, was die nicht schon erlebt haben.

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