Wie komm ich nur aus meine Trauer und meinen Hass raus?

    • (1) 06.04.13 - 19:36

      Im November 2012 hat mich/uns plötzlich meine Frau nach 11 Jahren Ehe und 20 Jahre langer Beziehung mit einer Mail getrennt.
      Sie hatt meine Tochter und mich zu ihrem Trennungsgrund belogen. 3 Wochen nach der Trennungsmail habe ich herausgefunden, dass sie doch einen anderen Typen hat. Der wiederum hat selber eine Frau die bis Heute nichts weis. Dazu hatten die bereits ab Mai2012 ein Verhältnis.

      Leider hat meine Frau mir nicht gesagt oder gezeigt das ihr etwas in unserer Ehe fehlte. Ich selber hab die Zeichen nicht erkannt. Ihr müsst wissen Sie ist meine 1 und einzige Frau in meinem Leben gewesen. Aus meiner Sicht hatten wir eine ganz normale Ehe, mit höhen und tiefen.

      Nach dem sie auch gleich im Dezember ausgezogen ist, brauchte sie 3 Monate um für ihre Tochter ein Betchen auf zu stellen.
      Erst durch einen Anwalt ist sie nun bereit Unterhalt zu zahlen. Nachdem meine Tochter und ich nun angefangen haben so gut es eben geht ein normales Leben zu führen , wird nun mit den dreckigsten Mitteln versucht mir die Tochter zu nehmen.

      Nun kommt zu der Trauer meine Frau,meine Familie verloren zu haben auch der Hass und der Eckel zu meine Frau die alles wegen eines 11 Jahre älteren wegnahm.

      Wer hatt auch einen Menschen den mann abgöttisch liebt verloren und komm ich jemals aus der Trauer raus? Wie gehe ich mit meinem Hass und eckel um ohne das auf die Tochter zu übertragen?

      • (2) 07.04.13 - 00:41

        DIe Gefühle, die du hast, sind total verständlich und auch wichtig, um so eine Beziehung zu verarbeiten. Ich kenne das auch. Mein Ex und Vater meiner Kinder hat mich in der Schwangerschaft betrogen und belogen, bis ich es mal rausgefunden habe. Danach ging die Lügerei noch ein halbes Jahr weiter, bis ich den Schlussstrich gezogen habe und er sofort bei der Affäre gelandet ist. Was habe ich den Kerl gehasst, wieder geliebt, am nächsten Tag wieder gehasst. Anstrengend. Und das mit 2 kleinen Kindern, um die ich mich rund um die Uhr kümmern musste (die Kleine war 5 Monate alt bei der Trennung, die Große gerade 4 Jahre). Diesen Gefühlsscheiß vor den Kindern fernzuhalten und ihnen noch Halt zu geben in dieser Situation, wo der heißgeliebte Papa auszieht, war tatsächlich die schwerste HErausforderung. Aber meine Kinder haben mir auch viel Stütze und Liebe gegeben. Ohne die wäre ich in ein tiefes Loch gefallen. Nachdem, was mir mein Ex angetan hat, hat es zum Glück "nur" 3 Monate angehalten, danach wurde er mir immer gleichgültiger und ich konnte meine Freiheit genießen und war froh, so eine verlogene Wurst abhaken zu können und nicht mehr mit ihm zusammenleben zu müssen. Mittlerweile können wir uns recht neutral begegnen, können wegen der Kinder recht unkompliziert kommunizieren. Und weißt du was? Ich kann mich gerade, nach 10 Monaten Trennung, wieder auf einen Mann einlassen. Der mich verdient. Den ich verdiene. Und das macht mich sowas von gelassen im Umgang mit meinem Ex.... Ich habe mir aber immer gesagt: "Okay, da geht gerade eine Tür sowas von krachend zu. Irgendwann öffnet sich eine neue." und voilà. Das solltest du dir auch vor Augen halten. Eure Tochter ist älter, die versteht schon mehr und braucht andere Erklärungen als so ein kleines Ding wie ich es habe. Sie wird andere Fragen stellen. Sei ehrkichg zu ihr, aber belaste sie nicht mit deinem Seelenmüll, sie wird genug zu tun haben mit ihrem und sich nicht auch noch sp positionieren müssen. Sei froh, sie bei dir zu haben, das finde ich das größte Geschenk. Der Kerl kann mir gestohlen bleiben, aber unsere Töchter sind mir unentbehrlich. Arme Wurst, dass es für ihn so enden musste, denke ich mir manchmal. Er scheint gut damit leben zu können.

        Wünsche dir, dass auch bald wieder in deinem Herzen die Sonne scheint. Kann deinen Schmerz und Hass verstehen, lass ihn zu. Der wird sich legen eines Tages und du schaust wieder nach vorn, okay?
        LG, palo

        • (3) 07.04.13 - 13:03

          Hallo Palo,
          vielen Dank für deine Worte. In der Tat finde ich zu deinen Beitrag viele Übereinstimmungen. Das hilft.

          Ja ich bin sehr glücklich unsere Tochter bei mir zu haben. Sie ist es die mir unendlich viel Kraft gibt. Sie geht mit der Sache auch sehr gut um und manchmal wünschte ich , ich könnte das auch.

          Meine noch Frau hat Ihrem 1 Mann auch über lange Zeit mit mir betrogen und es war immer meine größte Angst,dass mir das gleiche passiert. Nun war es soweit. Es liegt in Ihrer Natur. Auch ihr jetziger Liebhaber betrügt seine Frau mit meiner Frau , so dass ich fest davon ausgehe, die betrügen sich auch irgend wann auch und ehrlich hoffe ich , dass er meine Frau auch betrügen wird, so wird sie erfahren was für ein scheiß Gefühl das ist.
          Ich habe mit der Frau abgeschlossen, was nicht heist das ich sie nicht liebe, aber in einer Beziehung ist Vertrauen das wichtigste. Auch wenn das bedeutet das ich meiner Tochter ihren Wunsch auf Familie zurück nehmen muss. Ich würde mich zerstören.

          Bei mir ist es so,.... ich lass fast niemanden in mein Herz , aber wer da einmal drin ist der bleibt da ....für immer.
          Ich wünsche mir, doch nur das meine Frau aufhört den Aufenthaltspunkt des Kindes zu torpedieren.
          Ich wünsche mir , nach dem meine Frau die Ehe zerstört hat , die Familie vernichtet hat nun auch als Siegel für handeln auch die Scheidung einreicht.

          Ich wünsche mir das sie ihre Schulden begleicht so das ich mit unserer Tochter einen Neustart hinlegen kann.
          Ich wünsche mir eine neue Beziehung mit einem Menschen der ehrlich ist, aber noch geht das nicht. Mein Mißtrauen in die Weibliche Welt ist zu groß. Auch die Angst gleich wieder verletzt zu werden ist hoch.
          Ich brauche Ruhe , möchte mich auf unsere Tochter konzentrieren, Abstand finden und Sicherheit haben.

          Ich habe lange gezögert die Frau die ich liebe hassen zu können, vielleicht zu lange. Nun ist es soweit und es tut gut und es ist auch richtig, es fällt aber unheimlich schwer diese Gewaltige aufgestaute Menge unter Kontrolle zu halten. Vor allem aber den Hass nicht auf das Kind zu projektieren. Mir ist klar das das nicht geht, alleine die unbewussten Signale werden auch empfangen, ich geb mir aber die größte Mühe.

          Ich kämpfe für unsere Tochter und für meine Zukunft , hoffentlich mit dem Erfolg irgendwann eine neue Familie zu haben.
          Ich habe aber auch Angst den Kampf zu verlieren!

          Lg Andy

          • (4) 07.04.13 - 13:25

            Ich wünsch dir viel Glück auf deinen Wegen. Auch ich musste lernen, wieder zu vertrauen und mich fallen zu lassen. Aber es gelingt mir recht gut, zum Glück.

            Wie alt ist denn eure Tochter? Ist sie nicht alt genug, selbst zu bestimmen, bei welchem Elternteil sie leben mag?
            Auch mein Ex ist aus seiner vorherigen Beziehung mit mir ausgebrochen (auch die Frau war schwanger von ihm, was für ein beschissenes Beziehungsmuster...) und ich hatte gehofft, dass Mann das nur einmal im Leben macht. Aber nein. Jetzt habe ich dafür das fehlende Puzzleteil in meinem Leben gefunden und bin glücklicher als je zuvor. Konzentrier dich erstmal auf dich und deine Tochter, die Sonne wird dir helfen, die Wolken zu verjagen.
            palo

            • (5) 07.04.13 - 14:29

              Hallo, unsere Tochter ist 11 Jahre , auch Sie wurde von der Mutter belogen, Sie findet den 52 Jahre alten Liebhaber meiner Frau hässlich und eklig. Dazu meint Sie der kann ja mein Opa sein....
              Natürlich denkt meine Frau ich würde da Einfluss nehmen, tue ich aber nicht.
              Brauch ich auch nicht, wenn die Mutter zu ihrer Tochter sagt, der ist mir wichtig und auch wenn du ihn nicht magst werde ich mich nicht trennen, oder du kannst nicht zu besuch kommen weil mein Freund kommt muss sich die Kindesmutter nicht wundern, wenn das Kind sich da seine Meinung zu bildet. Sie ist zwar 11 wird im Mai 12, ist aber vom Kopf wie 15 Jahre , total taff, aufgeweckt und lässt sich nicht verbiegen, eben wie der Vater.
              Ja die Sonne wird helfen, kurz vor Weihnachten die Trennung, die lange dunkle Zeit das zieht runter ......

              Lg Andy

          (6) 07.04.13 - 21:16

          Hallo Andi,
          "Meine noch Frau hat Ihrem 1 Mann auch über lange Zeit mit mir betrogen und es war immer meine größte Angst,dass mir das gleiche passiert"

          Wusstest Du das damals schon, das Sie ihren Mann mit Dir betrügt?
          Oder hast Du es erst später erfahren ?

          • (7) 11.04.13 - 18:39

            Hallo, ja ich wusste das Sie ihren Mann mit mir betrügt. Ich war damals 21 Jahre und es hatte mich 0 interessiert.

            Ganz ehrlich, ich habe in den letzten Wochen oft daran gedacht, mich trotz der langen Zeit mich bei ihm, ich sag mal zu entschuldigen. Heute sehe ich das ganz anders und auch aus seiner Sicht. Autsch......
            Da hilft es mir auch nicht das er ja damals meine Frau betrogen hatte.
            Ich weis nicht? Bin unsicher
            Grüße Andy

    (8) 11.04.13 - 09:50

    Hallo,
    ich kenne das auch. Mein Ex-Mann hat sich vor zwei Jahren getrennt, hatte auch gleich ne andere. Wir waren nicht so lange verheiratet, aber es tat trotzdem furchtbar weh. Ich dachte, mein Leben wäre vorbei...
    Wir haben ein Kind zusammen, dieses Kind ist der einizige Grund, warum ich noch Kontakt zu dem Mann habe. Ich würde ansonsten besser ohne ihn auskommen.
    Ich bin wieder glücklich mit einem neuen Partner, habe sogar noch ein Baby bekommen mit ihm.

    Das ändert nichts daran, dass ich nicht vergessen kann, was mein Ex mir angetan hat.
    Es kommt immer wieder vor, dass ich mich frage, warum alles so gekommen ist. Nicht, weil ich ihn zurück will, definitiv nicht. Aber warum belügt man jemanden, den man doch mal geliebt hat? Warum führt man Gerichtsprozesse um Aufenthaltsbestimmungsrecht usw., wenn man doch das Beste für sein Kind will? Es gibt viele Dinge, die ich ihm nicht verzeihen kann und es fällt mir nicht immer leicht, meinen Ärger nicht auf unser Kind zu übertragen, dem Kind nicht zu erzählen, wie sein "toller" Vater auch sein kann.
    Trotzdem solltest Du es versuchen, Euer kind kann nichts dafür und es hat seine Mutter lieb, egal, wie schlecht sie zu Dir war/ist.
    Ich hab am Anfang für mich alles aufgeschrieben, alle Hass-Gedanken und allen Ärger, den ich ihm ggü. empfunden habe.
    Ich ärgere mich immernoch andauernd über ihn, aber ich versuche so langsam damit zu leben, dass ich ihn nicht ändern werde. Sollen doch andere das versuchen, ich hab genug Zeit damit verschwendet.
    Das braucht Zeit. Hass und Ekel sind normal und gehören glaub ich dazu, wenn man so "verarscht" wurde. Irgendwann wird es weniger, versprochen!
    Ich wünsch Dir Kraft für die Dinge, die da noch kommen. Für Dein Kind schaffst Du das!
    Danni

    • (9) 11.04.13 - 18:19

      Hallo Danny8022,

      es ist wohl das schwierigste den Ärger und die Wut, den Hass usw. dem Kind nicht spüren zu lassen.
      Wieder eine schlechte Nachricht, wieder ein Konflikt und du kannst nicht raus mit der Wut.
      Weil es nicht geht vor dem Kind ist ja klar.
      Ich weis das meine Tochter ihre Mutter braucht und lieb hat und das soll auch so bleiben.
      Ich glaube wenn meine Tochter älter ist so 16-18 Jahre wird sie selber verstehen was ihre Mutter gemacht hat und auch da liegt es bei ihr was sie daraus macht.

      Ich habe und werde ihr die Mutter nicht schlecht reden.

      Aber ich werde ihr versuchen beizubringen , dass Menschen die andere belügen und betrügen keine guten Menschen sind. Ohne Namen.
      Das man seinen Partner der einen liebt nicht verletzen darf. Seine Seele und Gefühle nicht zerstören darf. Ehrlichkeit ist der Schlüssel zum Vertrauen und Vertrauen ist das Schloss zum Herz, zerstöre nie das Herz einen Menschen.

      Da meine Tochter gerade einen Freund hat schaut sie mir ganz genau zu wie ich hier mit der Situation umgehe. Da muss ich genau aufpassen!

      Das größte Glück ist meine kleine Mausi und das reicht mir auch um mich hochzuziehen.

      Ich weis nicht was wäre, wenn mir meine Frau den letzten Familienbaustein genommen hätte?

      Ich wills auch nicht wissen. SO

      Grüße Andy

      • (10) 11.04.13 - 23:04

        Wie alt ist deine Tochter?
        Wenn ich deine Zeilen so lese, tut mir das alles sehr leid für Dich, obwohl ich Dich nicht kenne. Aber man kann es auch nur nachempfinden, wenn man selbst betrogen wurde. Die Menschen wissen gar nicht, was sie dem anderen damit antun. Sie wissen auch nicht, was sie den Kindern damit antun. Aber jeder kriegt irgendwann seine gerechte Strafe, daran glaube ich.
        Ich teile Deine Einstellung: wir erziehen unsere Kinder so, dass sie wissen, dass Lügen schlecht ist. Und irgendwann kommen sie hoffentlich von selbst darauf, dass der andere Elternteil nicht immer nur toll ist.
        Weiterhin alles Gute für Dich und Deine Tochter!
        Danni

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