Fehler beim Gericht üblich?

    • (1) 18.06.13 - 09:16

      Hallo,
      wir haben uns schon vor längeren getrennt und wollen nun endlich die Scheidung. Nur offenbar sieht unser zuständiges Gericht das anders. Irgendwie basteln die uns ständig Fehler in unsere Anträge rein. Ist das eigentlich üblich?
      Erst wurde mein Name derart verändert, dass ein komplett anderer Name (Vor- und Zuname) herauskam. Von wem mein mir noch-Angetrauter dann auch immer geschieden worden wäre...von mir sicherlich nicht.
      Dann regte sich monatelang gar nichts mehr bei Gericht. Ich wusste aber, dass wir "eigentlich" die Formulare für den Versorgungsausgleich bekommen müssten (und das kann ja nicht so schwer sein). Also haben wir irgendwann bei Gericht angerufen und nachgefragt. Die Dame murmelte irgendetwas von Post und keine Rückmeldung erhalten.... ? Naja, aber wenn doch der Prozessgegner antwortet, sollte sich das doch erledigt haben, oder? Nicht bei unserem Gericht...
      Jetzt bekamen wir nun endlich ein Schreiben wegen dem Versorgungsausgleich. Da steht doch tatsächlich, dass wir weniger als 3 Jahre verheiratet waren und der dann nur auf Antrag einer Partei durchgeführt wird. Ja...können die denn nicht rechnen? Wir würden gern auf diesen blöden Versorgungsausgleich verzichten, das ist bei uns aber leider nicht möglich. Außerdem sind wir bereits ein Vielfaches von 3 Jahren verheiratet.
      Mal ehrlich: Hätte ich damals so viele Fehler bei meiner Arbeit gemacht, die Kunden wären alle gegangen.

          • Das Gericht wartet auf die Bestätigung der Post, obwohl die Antwort schon da ist? Das ist ja echt Schikane. Ich bin selber Verwaltungsbeamtin und so etwas würde mir im Traum nicht einfallen. Ich würde mich beschweren.

            Ich habe gerade so ein Hickhack wegen der Kindertagesstättengebühr, aber ich beschwere mich nur nicht, weil ich bei der selben Behörde arbeite. Wären es keine Kollegen, könnten die sich warm anziehen.

            • Jep... ich habe gerade eine Beschwerde geschrieben. So etwas zieht die Scheidung echt sinnlos hinaus und verteuert das Ganze nur. Ich frage mich gerade, was das soll. Ich meine...da sind sich alle Parteien in allen Punkten schon mal einig und dann macht das Gericht so einen Mist.

      Hallo,

      da Du den Antrag eingereicht hast, bist Du anwaltlich vertreten, nicht wahr? Was sagt denn Dein Anwalt zu der Situation? Eigentlich müsste der de ganzen ja nachgehen.

      Und was bedeutet Dein Mann hat auf den Scheidungsantrag bereits geantwortet. Lasst Ihr Euch streitig scheiden?

      Der Hinweis mit den drei Jahren ist in vielen Formularen ein einfacher Standard, bist Du sicher, dass es da konkret um Eure Scheidung ging?

      Warum könnt Ihr nicht auf den Versorgungsausgleich verzichten? Seit 2009 liegt diese Entscheidung grundsätzlich in den Händen der Eheleute, nicht mehr in den Händen des Gerichtes.

      Viele Grüße
      die Landmaus

      • Hallo,
        ja, ich bin anwaltlich vertreten. Mein Anwalt hat von dem "Theater" gar nichts mitbekommen. Möchte ich auch nicht unbedingt, denn umso teurer wird der Spaß.
        Mein Mann ist komplett meiner Meinung. Wir haben uns im Guten getrennt. Es gibt keinerlei Streitpunkte zwischen uns. Bereits im Scheidungsantrag sind alle "Nebenschauplätze" der Scheidung vorab durch andere Verträge,... abgeklärt wurden.

        Oh ja, es ging definitiv um die Scheidung. Wir haben derzeit nur einen Fall bei Gericht ;-). Und da stand ganz definitiv die Sache mit dem Versorgungsausgleich, dass es das eben nur nach 3 Jahren PFLICHT gibt, vorher nur auf Antrag. Aber wir sind eben mehr als 3 mal solange verheiratet. (Den "Fehler" hat die Sachbearbeiterin auch schon zugegeben.)
        In unserem Fall dürfen wir nicht drauf verzichten. Das ist aber zu umfangreich jetzt...

        • Hallo,

          wenn du anwaltlich vertreten bist, dann darf das Gericht doch keine Schriftstücke "am Anwalt vorbei" direkt an dich schicken. Also wird dein Anwalt über die ganze Sache Bescheid wissen. Und der Anwalt schickt die an ihn gegangenen Schriftstücke an dich weiter. Oder ist es bei Scheidungen anders?

          LG

          • Die Sachen sind an meinen Noch-Mann gegangen, nicht an mich oder meinen Anwalt. Rein offiziell diskutiert er die ganze Zeit mit dem Gericht. Mein Anwalt weiß davon nichts, da er noch auf dem Stand ist, dass mein Noch-Mann die Scheidungsklage noch nicht einmal akzeptiert hat.
            Der aktuelle, tatsächliche Stand ist der, dass mein Ex selbstverständlich alles beantwortet und akzeptiert hat (schon im Februar). Das liegt auch dem Gericht vollständig vor. Nur das Papier der Post, worin steht dass mein Ex von meinem Scheidungsantrag unterrichtet wurde, der ist abhanden gekommen. Daraufhin hat das Gericht das nochmal abgeschickt - und schon wieder fehlt dieser "Wisch". Aber ohne diesen Zustellungsvermerk der Post gibt es keine Formulare für den Versorgungsausgleich. Mein Ex wird nicht anwaltlich vertreten. Daher bekommt er alle Post direkt. Meine Post hingegen geht an den Anwalt - das stimmt.

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