Warum ist der letzte Schritt nur so schwer?

    • (1) 20.06.13 - 10:26

      Hallo zusammen,

      kurz zu meiner Situation: ich habe zwei Kinder (8+3 Jahre) und bin mit meinem 3. Kind in der 37. SSW. Das Kind war nicht geplant. Mein Mann (bin mit ihm seit fast 10 Jahren verheiratet) wollte es trotzdem ich habe mich bis heute noch nicht richtig mit dem Gedanken an ein weiteres Baby anfreunden können :-(

      Unsere Beziehung ist schon seit Jahren nicht mehr das Wahre. Aber seit diesem Jahr ist es nun ganz schlimm. Und seit zwei Wochen spricht er auch nicht mehr mit mir. Wenn ich ihn um ein Gespräch bitte, sagt er nur jetzt nicht und wann er dafür Zeit hat, weiß er nicht. Er macht auch nur noch war er möchte. Seine Termine trägt er in den Kalender ohne Absprache ein und wenn ich schon etwas vor habe, interessiert es ihn nicht. Auch das er mit seinen Freunden 1 Woche in Urlaub fährt, habe ich aus dem Kalender erfahren. Und im September diesen Jahres geht er auch 4 Tage fort, gesagt hat er davon natürlich nichts. Nur wie ich das dann alles mache mit meinen zwei Großen und dem Neugeborenem ist ihm wohl egal. Und Urlaub mit seiner Familie, das kann er natürlich nicht planen.

      Mein großer hatte letzte Woche Geburtstag. Wir haben ihn darum gebeten, aufgrund meiner Schwangerschaft doch mit den Jungs etwas zu unternehmen. Aber wenn ein Termin hierfür steht, hat er es in den nächsten 30 Minuten schon wieder vergessen. Er hat meiner Meinung nach, sonst auch nicht viel mit den Kindern unternommen, aber das geht doch wirklich zu weit.

      Ich frage mich oft, an welcher Stelle wir stehen. Für jeden hat er Zeit: für seine Freunde, seine Fußballer, seine Kollegen, etc. Aber wo bleiben wir?

      Ich habe eigentlich mit der Beziehung abgeschlossen, nur der letzte Schritt zu gehen fällt mir unheimlich schwer. Es tut mir so leid für die Kinder.

      Ich weiß auch nicht so recht, wie ich das anstellen soll. Wer hilft einem dabei alles in die Wege zu leiten. Und wer vermietet mir als Alleinerziehende mit drei Kindern schon eine Wohnung?

      Ich weiß nur, so kann ich nicht mehr. Ich sitze auch jetzt hier und mir laufen die Tränen nur so runter. Und wärend ich das hier so schreibe, merke ich immer mehr, daß es eigentlich wirklich keinen Sinn mehr macht.

      Vielen Dank für's zuhöhren.
      Knoedel77

      • (2) 20.06.13 - 13:49

        Du trennst Dich nur aus dem Grund nicht weil Du meinst es nicht zu schaffen?! Jetzt mal ehrlich, lebt in Deutschland eine Frau mit Kind/Kindern unter einer Brücke?!
        Nein!
        Hilfs- und Beratungsangebote (zb. Pro Familia, Kinderschutzbund, Caritas, Awo) gibt es in jeder Stadt.

        Du musst einfach tätig werden.
        Ich habe mich damals mit 2 Kindern von meinem Mann getrennt. Ich hatte keinerlei Einkünfte, war noch mit meinem kurzen in Elternzeit.
        Es hat sich alles geregelt, ich bekam eine Wohnung und hatte Geld zum leben.
        Ich bin jetzt erst Ende Mai erneut umgezogen, in eine größere Whg. da ich ein weiteres Kind bekommen habe. Alleinerziehend bin ich immer noch ... Du musst also nicht meinen das Du als alleinerziehende mit drei Kindern das absolute No Go für jeden Vermieter bist!

        Viele Frauen sind schon diesen Weg gegangen und viele Frauen werden auch noch nach Dir diesen Weg gehen. Nichts ist unmöglich ...

        LG, Lena

        • #pro
          Sehe ich genauso, bin auch alleinerziehend mit 2 Kinder

          Und einem unter weg s16 Woche.und bin erzt umgezogen, in eine grössere Wohnung,

          #nanana keine Angst den ersten schritt zu machen.

          Das schafts du schon,alles gute und viel glücklich.

      (4) 20.06.13 - 16:51

      das unbekannte macht angst. schaff ich das? wie verkraften es die kinder? wie reagiert er? wird er mir doch fehlen? was kommt dann? finanziell? finde ich noch einmal die liebe? usw usw - ganz ganz viele fragen und ängste stecken in so einem schritt. verständlich.

      wenn du nicht sehen kannst wie du mit ihm da raus kommst, dann geh. es werden auch schöne dinge passieren die dir gut tun, aber das weisst du jetzt noch nicht. aber sie kommen - ganz sicher!

      so wie bereits gesagt - da ist ein riesen berg vor dir und mit dem ersten kleinen schritt erklimmst du ihn. (es gibt so viel hilfe von aussen, beratungsstellen usw) hab keine angst - du schaffst auch - was so viele vor dir und nach dir schaffen.

      schreib auf - was alles geregelt werden muss (mit ihm sprechen, bzw informieren, dann den kindern sagen, ämter = infos, wohnung suchen, ummeldungen, anträge) und welcher schritt der erste sein soll.

      alles gute für dich.

    • (5) 20.06.13 - 19:37

      Tut mir leid für euch, dass ihr es nicht schafft. Ich war mit dem 2. Kind auch hochschwanger und hatte arge Schwierigkeiten, mich vom Vater der Kinder zu trennen, obwohl die Beziehung auch nicht mehr zu retten war. Wir haben dann noch ein halbes Jahr zusammen verbracht und dann hab ich endlich den Schlussstrich ziehen können. Und der tat dann richtig gut. Ich wusste auch nicht, wie ich das mit nem Neugeborenen und Kleinkind allein packen sollte. Das musste sich erstmal alles einpegeln.

      Könnt ihr es nicht so regeln, dass du in der Wohnung bleibst und dein Mann auszieht? Denn ein Umzug von dir samt Kindern mit all den netten Umständen wie malern, Wohnung einrichten etc. ist echt anstrengendst. Zudem müssen deine Kinder noch mehr Veränderungen mitnehmen als nötig. Hol dir Hilfe von Organisatione wie Caritas o.ä., die können dir z.B. mit den Finanzen helfen. Mir hat der Rückhalt von Freunden gut getan. Aber ehe ich endlich die Trennung aussprechen konnte, war viel zu viel Zeit in Land gegangen. Ich konnte es einfach nicht glauben, dass wir gerade jetzt, wo ich uner 2. Kind erwarte, es einfach nicht packen. Aber unser Kind war ehr gewollt. Ich hoffe sehr, dass du das Kind annehmen kannst. Du schaffst das auch mit den 3 Kindern. Die erste Zeit brauchst du eben Unterstützung, aber dann spielt sich das alles ein.
      Alles Liebe
      palomita

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