Affäre schwanger, wie weiter ? sehr lang

Hallo zusammen,

zur Vorgeschichte:
Ich bin seit 10 Jahren mit meiner Partnerin zusammen, seit 2 Jahren mit ihr verheiratet.
Letztes Jahr hatte ich Mitte 30 eine Lebenskrise, war unzufrieden mit der Beziehung und war eigentlich soweit, mich zu trennen. In dieser Phase habe ich einen riesengroßen Fehler begangen: Habe eine sexuelle Beziehung mit einer anderen Frau begonnen.

Das ging über knapp 7 Wochen.

Anstatt mit meiner Ehefrau zu reden und die Verhältnisse zu klären, habe ich mich total egoistisch benommen und erstmal hinter der rosaroten Brille die Zeiten mit der anderen Frau "genossen".

In diesen 7 Wochen habe ich dann aber ganz schnell gemerkt, dass ich doch noch viel mehr für meine Ehefrau empfinde, wir haben in den 10 Jahren so viel erlebt, 2 Todesfälle gemeinsam durchgestanden...Das hat alles so zusammengeschweißt.
So wurde mir bewusst, dass ich erstmal meine Gefühle sortieren und die Affäre beenden muss.

Einen Tag, bevor ich das Gespräch mit der Affäre führen wollte, eröffnet Sie mir, dass sie schwanger ist. Ich habe ihr klar gemacht, dass ich meiner Ehe noch eine Chance geben möchte und es keine Beziehung zwischen uns beiden geben kann.
Sie hat sich trotzdem für das Kind entschieden.

Ich habe von Anfang gesagt, dass ich zu meiner Verantwortung als Vater stehen möchte und wir einen Weg finden müssen, mit dem alle leben können.

Trotz der schwangeren Affäre wollte auch meine Frau unserer Ehe noch eine Chance geben.

Wir sind zur Paartherapie gegangen und haben viel an uns gearbeitet und führen mittlerweile wieder eine glückliche Ehe. Ausserdem erwarten wir ein gemeinsames Kind.

Nun ist das Kind der Affäre geboren. Das Thema Unterhalt habe ich schnell geregelt.

Aber das Verhältnis zur Affären-Frau ist sehr schwierig. Sie macht mir von Anfang an unendlich viele Vorwürfe:

-dass ich nicht meinen Entschluß, mich zu trennen, durchgezogen habe,
-dass ich uns als Familie keine Chance gegeben habe,
-dass ich ihr falsche Hoffnungen gemacht habe,
-dass ich mich während der Schwangerschaft sehr zurückgezogen und nur sporadisch Kontakt gesucht habe (aber ich musste auch mich und mein Leben und meine Ehe sortieren)
-dass ich nie mit beim Gynäkologen war....

Immer gibt es unendlich viele Tränen und ein Wort gibt das andere...wir drehen uns im Kreis.

Jetzt ist das Kind seit 2 Monaten auf der Welt, ich war 3x da und jedes mal wieder die vielen Vorwürfe. Jetzt auch auf das Kind bezogen (dass ich kein Foto verlange; dass ich nicht mindestens 1xpro Woche vorbeikomme).

Ich versuche immer und immer wieder ruhig mit ihr zu sprechen und auch meine Beweggründe zu zeigen. Ich will ja als Vater für das Kind da sein, aber es ist doch klar,

dass bei den komplizierten Umständen da ein Weg noch gefunden werden muss und die Zukunft zeigen wird, wie man das am Besten managed.

So hart es klingt, aber meine schwangere Frau hat (im Moment) Priorität. Und in Zukunft muss man eben alles unter einen Hut bringen.

Wie soll ich jetzt nur weiter mit der Affären-Frau umgehen ? Diese permanenten Vorwürfe lösen in mir extreme Schuldgefühle aus. Schuldgefühle gegenüber dem Kind, gegenüber ihr, dass ich ihre Gefühle so verletzt habe.
Aber natürlich auch gegenüber meiner Frau, dass ich einmal im Leben einen so großen Fehler gemacht habe, der so unendlich weitreichende Konsequenzen für uns alle nach sich zog, zieht und für immer ziehen wird...

Ich bin immer total geflasht, wenn ich bei der Affären-Frau und dem Kind war, merke, dass ich öfters Panikattacken und Zukunftsangst bekomme. Ausserdem Angst, dass mir plötzlich etwas zustößt und meine Frau dann mit unserem gemeinsamen Kind allein dasteht.

Vor 2 Wochen ist nun auch noch mein Schwiegervater verstorben und ich merke, dass
mein Limit langsam erreicht ist.

Ich überlege, ob ein zeitlicher Abstand zur Affären-Frau hilfreich ist. Damit könnte bei mir/uns etwas Ruhe einkehren und sie könnte vielleicht endlich mal akzeptieren, dass wir über die Vergangenheit und die Beziehungssachen nicht mehr diskutieren brauchen...
Aber ich fürchte, sie wird das als Desinteresse am Kind auslegen und dann keinen Kontakt mehr zulassen...

Ich bin so ratlos und bei allem Ärger eben auch so verzweifelt über diese ganze verkackte Situation.

Gibt es hier Leute mit ähnlichen Erlebnissen ? Wie kann ich der Affären-Frau klarmachen, dass mit den ständigen Vorwürfen alles nur noch schwieriger wird ?

Ich danke Euch für die Gedult und hoffe auf Antworten...

Bitte keine Antworten mit der Moralkeule oder soetwas. Ich weiß, dass ich furchtbare Fehler begangen habe, die man als klardenkender Mensch nicht machen sollte...

Die Story ist noch nicht beendet. Dein nächster Beitrag lautet in der Überschrift: Hilfe, ich bin Opfer einer Stalkerin geworden.

Viel Glück wünsche ich Dir bei der Bewältigung Deiner großen Probleme.

Wie soll man da nicht mit der Moralkeule kommen? Ich werde nie verstehen, warum man nicht wenigstens gescheit verhüten kann, wenn man schon eine Sache nicht richtig abschließen kann und munter durch die Gegend *******

Abstand schön und gut, aber ich würde es auch so werten, dass Du nicht zu Deiner Verantwortung stehen willst. Dass die "Affären-Frau" verletzt ist, kann ich gut verstehen!

Noch dazu weil ihr gerade in so einer Situation noch ein Baby in die Welt setzt! Ich kann mir gut vorstellen, dass es für die Affäre so ist, als ob ihr noch zusätzlich Öl ins Feuer gegossen habt!

Die Schuldgefühle scheinen Dich arg zu belasten.

Allerdings sind wir alle nur Menschen. Man muss sich auch selbst Fehler verzeihen und loslassen können. Die Vergangenheit kannst Du nicht mehr ändern, nur daraus lernen und das Beste für die Zukunft draus machen!

Dem Kind zuliebe musst Du mit der Frau klar kommen, ob ihr 2 das wollt oder nicht.
Meinst Du, Euch könnte eine Mediation helfen? Wäre sie zu Gesprächen mit Dritten bereit?

Aus den Erfahrungen mit der schwierigen Ex meines Mannes kann ich Dir folgende Tipps geben:
- Umgang sollte deutlich geregelt und festgelegt werden, zur Not mit Hilfe von außen
Da solltest Du auch sehr zuverlässig sein, denn es geht um Euer Kind!
- Lass Dich auf keine Diskussion ein. Kommunizier nur auf Elternebene...
Beschimpft sie Dich am Telefon/ SMS/ Email gar nicht drauf reagieren
- Zeig Interesse am Kind!

Warum willst Du kein Foto vom Kind?

Ich hoffe für Dich, dass sie sich einkriegt und ihr bald normalen Umgang auf Elternebene habt!

Mein Mann und seine Ex sind seit 10,5 Jahren getrennt, wir sind seit 7 Jahren zusammen und HEUTE ist halbwegs normaler Umgang möglich. Es gibt aber immer noch Momente, wo sie spinnt und versucht auf Beziehungsebene Terror zu machen. Es prallt nur mittlerweile an uns ab...

Du hast mit der Affäre ungeschützten Verkehr gehabt obwohl du wusstest, dass du sie nach paar Wochen abschießen wirst? Und dann noch munter weiter mit der Ehefrau geschlafen? Gratuliere. Ich sage nur- selber schuld. Jetzt musst du halt mit all den unangenehmen Konsequenzen leben müssen, noch viele viele Jahre

Ich weiß, dass ich selber schuld bin und erwarte kein Mitleid, sondern "nur" einen Rat.

"Du hast mit der Affäre ungeschützten Verkehr gehabt obwohl du wusstest, dass du sie nach paar Wochen abschießen wirst? "

Wir hatten keinen ungeschützten Verkehr. Das Kondom ist abgerutscht. Sie hat ausserdem die Pille genommen. ES war naiv, aber wer geht denn davon aus, zu den 0,1% zu gehören !

Ausserdem: Für mich gab es zu diesem Zeitpunkt keinen anderen Weg als die Trennung von meiner Frau. Und dann mit der "Affäre" zusammenzukommen war schon auch der vage Plan.

"Und dann noch munter weiter mit der Ehefrau geschlafen? Gratuliere. Ich sage nur- selber schuld. "

Es macht zwar keinen Unterschied, aber natürlich habe ich nicht während der Affäre mit meiner Frau geschlafen !

Den Gedanken mit der Mediation hatte ich auch. Hatte das schon angesprochen, aber nicht mit Hilfe eines Profis, sondern dass jemand aus dem Bekanntenkreis beim nächsten Mal dabei ist...Aber das hat sie abgelehnt.

An deiner Stelle würde ich DERZEIT alles über das Jugendamt laufen lassen. Macht eine ganz klare Umgangsvereinbarung, die eben dem noch sehr jungen Alter des Kindes entspricht.
Ansonsten muss ich gestehen, dass ich deiner "Affäre" Recht geben muss. Dafür, dass sie noch im Wochenbett ist, bzw. gerade aus dem Wochenbett heraus, behandelst du sie misserabel und EUER GEMEINSAMES KIND ebenso. In deinem Thread ist sie irgendwie zu einem Menschen 2. Klasse mutiert und das Kind ein Anhängsel. Existent sind für dich nur deine Frau und "euer gemeinsames Kind". Ähm...du hast aber schon ein Kind. Ist dir eigentlich klar, dass die Ängste, die du ausstehst wegen deiner Frau, die allein dastehen würde, wenn dir etwas zustösst, für deine "Affäre" schon längst Alltag sind?

Hallo,
das wird wohl der Fehler dabei gewesen sein. Jemanden aus dem Bekanntenkreis, den Du auch noch vorgeschlagen hast, wird von ihr als parteiisch eingeschätzt, selbst wenn das eine Person mit ausgeprägten diplomatischen Fähigkeiten ist.

Versucht es nochmal mit jemanden ertens profesionellen, und zweitens auch noch von ihr ausgesucht bzw mit ausgesucht.

Du kommst ja jetzt innerhalb kürzester Zeit zu zwei Kindern. Versuche für beide ein gerechter Vater zu sein. Du wirst sehen die beiden Kinder werden eines tages wunderbar zusammen spielen, wenn ihr Erwachsenen in den kleine Kinderseelen nicht allzuviel Schaden anrichtet.

Vor allem hast Du auch dei Aufgabe dafür zu sorgen, dass die beiden Frauen, die sich gegenseitig ganz klar als Konkurrentinnen ansehen dies nicht auf die Kinder übertragen.

Daher habt ihr alle drei Erwachsenen schon allein den Kindern zu liebe professionelle Hilfe umso nötiger.

Ich wünsche Dir gute Nerven für die nächste Zeit,

Suelette

Was bist Du nur für en Sch.... blöder Fick....???? Da fällt mir nix anderes mehr zu ein!!!

Gratulatiere deine Frau,die wollte doch nur die ehe retten, glaube mir

Wenn deine Affere nicht Glücklich ist,wird deine Frau auch (mit dem ehe retten dem Kind auch) nicht glüchlich sein,
Die Kinder leiden nur drunter!
Du wirst nicht mehr wie frücher glücklich sein mit deiner Frau!
Deine affere findet auch mit Kind was neues.also bemühe dich um das kein damit es nicht so einsam und vaterlos darsteht
Mir fehlen die worte

Ja so Asch...... gibt es #winke
Ich war 4 Jahre mit so einem wie der zusammen,
1 Abtreibung,habe ihn über all unterstützt finanziellen und materielle,
Er hat mir immer Hoffnungen und Versprechungen gemacht,jetzt bin ich sschw.
Und musste mir anhören das seine Frau doch noch wichtig ist,seine Frau hat sich sofort Geschwängert, um sein lieben Mann wieder fest halten kann.
Ich habe ihn in den Arsch getretten und will von so einer meme wie dem da nicht in meine Nähe habe.:-[

tach auch,

also, bescheidene situation, in die du dich da hinein manövriert hast, keine frage.
dass das nicht grad fein ist, was du "veranstaltet" hast, weisst du selbst. dazu brauch ich nichts weiter sagen....

dass deine ex-affäre verletzt ist, nachvollziehbar. wie war das denn anfänglich? also, sind ihre vorwürfe gerechtfertigt? hast du ihr hoffnung gemacht? oder war das von anfang an ganz klar zwischen euch, dass das "nur" eine affäre ist?

eine art paartherapie für euch beide wär vielleicht wirklich ne idee. also, ne "elterntherapie", wenn man so will. dass du halt klar stellst, dass du für das kind da sein willst. dass es dir um das kind geht. und dass es dir wichtig ist, mit ihr ne lösung zu finden.

durch deine paartherapie mit deiner frau weisst du, wie wichtig es ist, sich klar mitzuteilen. und das braucht ihr beide auch, auf erwachsener ebene.

wie steht deine frau eigentlich zu deinem kind?

ich wünsch dir auf jeden fall den mut, in die konfrontation zu gehen - deines kindes wegen!

ob du willst oder nicht, du hast jetzt quasi zwei familien - für den rest deines lebens...

alles gute,
sunshine

Harte Worte, aber so wirklich glücklich wird hier niemand mehr. Und diese stille Rivalität zwischen den beiden Frauen. Die eine hat sich was von der Schwangerschaft versprochen was nicht eingetroffen ist und die andere wollte nicht schlechter sein und ließ sich auch gleich schwängern obwohl das dumm und unvernünftig gerade bei einem Neuanfang war ( oder ist schon wieder das Kondom abgerutscht) Mir kann der TE schon fast leid tun, na ja.

Schlimm genug, dass zwei Kinder in dieses Chaos hineingeboren werden

Hättest dich doch gar nicht erst mit einem verheirateten Mann einlassen müssen! #aha

Nun gut, es ist eben passiert. Wir alle machen Fehler ... manche größere, manche kleinere.

Den Kontakt zum Kind kann sie Dir nicht verwehren.

Beantrage das gemeinsame Sorgerecht, das ist heutzutage nicht mehr abhängig vom Wohlwollen der Kindesmutter (Gott sei Dank)

Und dann sprich Tacheles mit der Frau.

Du liebst Deine Frau und Deine Kinder. Punkt.

Du willst für beide Kinder ein guter Vater sein. Du wirst sie und das Kind nach Kräften unterstützen aber sie muss sich von dem Gedanken lösen Dich als ihren Mann bei sich zu haben. Deine Gefühle gehören ganz allein Deiner Frau und den Kindern.
Man kann es auch übertreiben mit den Vorwürfen und Dein schlechtes Gewissen sollte auch nicht das ganze Leben anhalten.

Beschränke den Kontakt zur Affäre auf das Nötigste. Wenn Du Dein Kind besuchst sei auch ausschließlich für das Kind da. Euer Gesprächsthema sollte sich einzig auf das Kind beschränken ... seine Entwicklung, Unterhaltsangelegeheiten, Gesundheitsfragen ...

Keine Zwischenmenschlichkeiten zwischen euch, zumindest noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt.
Sag ihr sie soll es gut sein lassen, es reicht.
Die Zeit wird zeigen wie sich euer Verhältnis entwickelt ... ob es sich entspannt und man irgendwann ganz freundschaftlich miteinander umgehen kann ...

Mit Zwang erreicht man nämlich gar nichts!

LG, Lena

Spar dir deine blöden worte,.

Hallo,

zu deiner Affaire sage ich gar nichts, aber Du bist Vater und kümmerst dich in 3 Monaten 2 x ums Baby/besuchst es in 3 Monaten 2 x?????

Dein Verhalten finde ich unverantwortlich: erst die Affaire schwängern und dann noch deine Frau. Aber das ist deine Sache, aber lasse nicht unschuldige Kinder darunter leiden, denn die können für dein unverantwortliches Handeln nichts!!!

Für ein Kind ist es schon schwer, wenn es nicht mit dem Papa aufwächst, aber für deine Kinder - die ja altersmäßig nicht weit auseinander sind - wird es ja noch viel schwieriger #schock Vor allem fürs Kind deiner Affaire: es muss mit ansehen wie du dich um dein anderes Kind kümmerst, während es selber auf der Strecke bleibt :-(

Dein ganzer Post ist ziemlich egoistisch: immer geht es nur um dich!

Ich verurteile Affairen, aber deine Ex-Affaire kann einem echt Leid tun. Deine Frau scheint dir verziehen zu haben, aber dann muss sie auch damit lernen klar zu kommen, dass es eben noch ein Kind in eurem Leben gibt für das Du verantwortlich bist - und das nicht nur finanziell!!!

Anstatt auf Abstand zu deiner Affaire und somit auch zum Kind, solltet ihr gemeinsam eine Lösung finden. Aber auch hier willst du nur den einfachen Weg gehen: Dir wird es zu viel, dann "verpisst" du dich. Echt traurig, vor allem für dein Kind!

janamausi

Ich bin zwar für Umgang im Allgemeinen und eine Vater-Kind Bindung, aber in diesem Fall würde ich fast sagen, dass es besser wäre wenn sich die "Geliebte" völlig loslösen und sich einen anderen Mann suchen würde, der von Anfang an das Kind mit großzieht und praktisch der Vater ist. Das wäre auch einfacher für das "Affären-Kind"(was für ein häßliches Wort) zu verkraften als mitansehen zu müssen wie das gleichaltrige Geschwisterkind den Papa immer bei sich hat. Denn von Harmonie, Freundschaft und Verzeihung ist bei den 3 Erwachsenen noch weit und breit nichts zu spüren. Was leider auch nicht verwunderlich ist, denn sehr viele Gefühle wurden hier mißbraucht und verletzt.

"Aber ich fürchte, sie wird das als Desinteresse am Kind auslegen und dann keinen Kontakt mehr zulassen..."

Die Dame ist offensichtlich noch nicht Willens bzw. in der Lage, von der ehemaligen Paar- auf die Elternebene zu wechseln...von daher könnte es gut sein, dass deine Befürchtung sich bewahrheitet. Mit rationalen Erklärungen wirst du da auch nicht großartig weiterkommen. Ich an deiner Stelle würde den Umgang ggf. gerichtlich regeln lassen und irgendwie versuchen zu erreichen, dass du zwar dein Kind sehen kannst, aber nicht mit ihr in Kontakt kommen musst. Früher oder später wird sich vielleicht alles relativieren...

"Er hat mir immer Hoffnungen und Versprechungen gemacht,jetzt bin ich sschw."

Da musst du dir aber schon auch die Frage nach DEINEM Anteil stellen. Lässt dich vier Jahre lang hinhalten, wirst in diesen vier Jahren zweimal (!) schwanger und wunderst dich dann, wenn Monsieur Eiermann die Fliege macht.

Du hast schon einmal keine Grenzen gesteckt, jetzt tust Du es wieder. Du hast Dich für Deine Frau entschieden, also hör auf, mit der Ex-Affaire zu diskutieren. Beschränke Deine Kommunikation mit ihr, sonst wird Deine Frau bald weg sein. Sie hat sowieso genug auszuhalten: deine Untreue, und jetzt muss sie ertragen, dass Du das Kind bei der Mutter siehst - ohne sie. Kann man da keine andere Regelung treffen?

Auch machst Du es durch den mangelnden Abstand der Aiffaire schwer, abzuschließen. Vorwürfe, dass Du nicht mit ihr beim Gynäkologen gewesen bist passen zu einer gegenwärtigen Beziehung, nicht zu einer Affaire, die Du schon beendet hattest zu dem Zeitpunkt. Sie hat noch nicht abgeschlossen.

Lass Dich juristisch beraten was das Sorgerecht angeht und schau zu, dass Du das Kind bei Dir zu hause siehst.

Die alte Geschichte von 3 Erwachsenen, die zwei Kinder unglücklich machen werden...

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer wenn es garnicht geht, das ihr das Jugendamt einschaltet und alles darüber laufen läst.

Du weißt, dass du einen wahnsinnigen großen Fehler gemacht hast und deshalb muss und darf man dich nicht mit beleidigen und arg beschimpfen. Du versuchst dein bestes, aber wie es im Leben nun mal ist, klappt es nicht IMMER.

Ich wünsche Dir und deiner Frau ganz viel Kraft und starke Nerven. Deinen Kindern wünsche ich viel Gesundheit.

Liebe grüße, claudi

#gaehn

ich würde ein begleitetes gespräch suchen. du gibst ihr ja eh schon in allen punkten recht und weisst, dass du grossen, grossen mist gebaut hast. ich nehme an, deine affäre kommt einfach noch immer nicht damit klar. sie müsste sich überlegen, was sie braucht, um über dich hinwegzukommen. ich nehme an, abstand wäre am besten. sprich: deine besuche sollten am ehsten über eine andere person laufen. ich habe aber den verdacht, dass sie nähe über konflikte sucht, das ist leider nicht unüblich. hinzu kommt bei ihr, dass sie grad schwanger war, mit baby vielleicht auch immer mal erschöpft ist, hormonell noch in der umstellung. dir wird wohl nicht viel anderes übrig bleiben, als ihr immer wieder klar zu machen, dass du ihre verletzung und deine fehler siehst, sie aber nicht mehr rückgängig machen kannst. versuch ruhig zu bleiben, ihr in dem, was sie braucht, entgegenzukommen und dich best möglich um euer kind zu kümmern. schwierige situation… ich hoffe für euer kind, dass sich die lage beruhigt.

für dich selber würde ich auch eine gesprächs- und entspannungstherapie empfehlen. so jemand kann dir auch gute tipps geben zur de-eskalation… also wie du dich am besten verhälst, um die wogen möchglichst zu glätten – eurem kind zu liebe. zudem solltest du euch allen zeit geben.
grüse, ks

Wow, vielen Dank für die vielen Antworten.
Damit es nicht zu chaotisch wird, werde ich nicht auf jeden einzelnen Beitrag direkt antworten, sondern versuchen, hier in diesem Posting auf alle Kommentare einzugehen.

Als allererstes will ich mal ganz deutlich sagen, dass ich nicht daran denke, mich zu verpissen, oder mich gleichgültig verhalten und Schaden an den "Kinderseelen" leichtfertig in Kauf nehmen !
Ich habe hier geschrieben, weil ich nicht mehr weiter weiß, wie man jetzt in dieser Situation am Besten weitermacht.

Wieso hier so verurteilt wird, dass meine Frau nach 7 Monaten schwanger wird, verstehe ich nicht. Sollen wir denn für die nächsten x-Jahre kein Recht auf eine gemeinsame Familie haben ?
Ist es nicht bei allen Trennungskindern so, dass, sobald es neue Kinder gibt, das Kind, dass nicht beim Papa/Mama wohnt eben traurig sein könnte, dass das andere Kind immer da sein kann ? Da muss man als Eltern natürlich sehen,wie man das gemeistert bekommt.
Dass könnt ihr mir doch aber jetzt nicht vorwerfen ! Sollte ich mit der Affären-Frau wegen des Kindes eine Beziehung beginnen ? Für mich ist die klare Antwort: NEIN.

Ich habe mich sehr falsch verhalten, das hab ich immer wieder geschrieben. Ich hab natürlich in der Phase des Doppellebens auch mit ihr über unsere Eheprobleme geredet, dass ich unglücklich bin und mich trennen möchte. Und mit der rosaroten Brille hat man natürlich auch über eine Chance auf eine (wie auch immer geartete) gemeinsame Zukunft geredet. Aber ich hab ihr auch immer wieder klar gemacht, dass ich nach 10 Jahren Ehe mich nicht einfach trennen, ausziehen und dann wieder in eine neue Beziehung springen kann. Das ich sicher eine Menge Zeit brauche, um das alles zu verarbeiten.
Ja, im Nachhinein ist mir bewusst, dass sie sich damit große Hoffnungen gemacht hat, dass irgendwann "alles gut" werden könnte.
Auch wenn es albern klingt, aber ich war in der Phase einfach total naiv und habe nicht gemerkt (oder eben zu spät), dass ich ihr damit schade, solange es keine definitive Entscheidung und "Nägel mit Köpfen" gibt.

Umso wütender war ich natürlich auch danach auf sie. Bitte versteht das nicht falsch, ich finde eine Abtreibung auch nicht gut und es das ist fast nie die richtige Lösung.
Aber wenn man bedenkt unter welchen Umständen und in welches Chaos hier ein Kind gesetzt wird, muss man das aussprechen dürfen. Sie wusste, dass ich mit dem Kind für immer in ihrem Leben bleiben werde. Sie wusste, dass es große Einschnitte bedeutet, allein erziehend zu sein (zeitlich, organisatorisch, finanziell). Sie wusste, dass ich nach dem Beenden der Affäre nicht als Begleitung zum Gynakolgen da sein werden, dass ich nicht zur Geburt im Kreißsaal erscheinen werde. Das ich nicht freudestrahlend auftauchen werde und mich der ganzen Familie mit "hallo, ich bin der Papa!" vorstellen werde.
Sie wusste, dass ich meiner Ehe nochmal eine ernsthafte Chance geben und mit meiner Frau einen Neuanfang versuchen möchte.
Sie wusste, dass es ein Kind mit meiner Frau geben könnte.

Dass ich bei diesem Hintergrund erstmal auf Abstand gehe, ist doch normal, oder nicht ? Was glaubt ihr, wie es mir ging ? Ich musste meine Gefühle, Gedanken...ja, meinen gesamten Lebensplan...mein gesamtes Leben, sortieren.
Ja, dass musste sie auch, ich weiß, ABER: Sie hat die Enscheidung getroffen. Ich konnte mich nur fügen.

Es geht mir nicht darum, irgendjemanden ein Schuld oder sowas in die Schuhe zu schieben. . Wir haben beide großen Mist gebaut.
Aber ich denke, die paar Wenigen, die hier vorschnell böse über mich urteilen, sollten das gesamte Bild im Hinterkopf haben !

Dass ich in den letzten beiden Monaten seit der Geburt erst 2x bei ihr war, hängt schlicht mit meiner beruflichen Situation in dieser Zeit zusammen. Das dies nicht so weitergehen kann, ist mir klar und das hab' ich auch nicht vor.

Aber jetzt kommen wir auch endlich ans Eingemachte:

Wieviel Kontakt ist denn optimal - gerade jetzt, als Säugling. Einmal pro Woche ? 2x im Monat ?
Und wenn ja, wie ? Momentan steht nur bei ihr zu Hause auf dem Programm. Zusammen spazieren gehen wird schon grenzwertig, gerade aktuell, wo sie noch nicht völlig mit mir abgeschlossen hat.
Meine Frau fühlt sich natürlich etwas unwohl, wenn ich zum Kind fahre, aber meint,
sie gewöhnt sich daran. Sie hat keine Angriffe verdient. Sie hat mir verziehen und Sie hat auch akzeptiert, dass wir das Kind in unser Leben integrieren werden. Dass ich es lieb haben werde. Dass es mich auch in Anspruch nehmen wird.
Natürlich wird es irgendwann eine Lösung geben müssen, alle 14 Tage Wochenende bei uns oder so etwas. Aber im Moment sehe ich keinen Weg, das Baby woanders zu sehen als bei der Mutter.

Nachdem ich mir hier alle Eure Antworten nun immer und immer wieder durchgelesen habe, kann ich folgendes Resume ziehen:

Danke für : "Was bist Du nur für en Sch.... blöder Fick....????". Anfangs war ich sauer und wollte etwas böses zurückschreiben, jetzt muss ich immer wieder drüber schmuntzeln.

Ansonsten werde ich bei proFamilia erstmal einen Termin allein machen. Dann mit ihr sprechen, ob sie mit hingehen würde.

Ich werde versuchen, geduldig zu bleiben und mich auf keine "Beziehungsdiskussionen" mehr einzulassen. Hab sie ja das letzte Mal schon gefragt, was ihr helfen könnte, über mich hinweg zu kommen. Ob Abstand und erstmal Kontakt zum Kind über ihre Großeltern oder so etwas. Da hat sie nur abschätzig gelacht und gemeint, dass es da nichts gibt, da sie wohl nie darüber hinweg kommen würde, was ich ihr angetan habe...

Hab nun auch einen Psycho-Termin für mich gemacht, für so eine Art Coaching. Damit kann ich vielleicht mein eigenes Weltbild wieder etwas gerade rücken und mir irgendwann selbst verzeihen. Und natürlich verspreche ich mir wirklich davon, dass ich Strategien lerne, wie ich mich verhalte, wenn sie "kontraproduktiv" wird.

Ich weiß, dass ich für 2 Kinder verantwortlich sein werde. Und natürlich für meine Frau.
Das hat nichts damit zu tun, dass ich die Affären-Frau als "Mensch 2. Klasse" behandle, wie einer geschrieben hat. Das ist einfach die Natur der Dinge. Für das Kind werde ich da sein, für ihr eigenes Leben und persönliches Glück kann ich ihr aber nicht helfen.

Wahrscheinlich werde ich mir auch einen Kinderpsychologen suchen, denn ich habe keine Ahnung, wie man es kleinen Kindern verständlich macht, dass man als Papa immer wieder gehen muss. Und anders herum, dass es da einen Bruder/Schwester gibt, der aber bei der anderen Familie wohnt...
Ist das etwas anderes, wenn die Kids schon damit aufwachsen ?

Ich wünsche mir so sehr, dass wir uns friedlich einigen und im Laufe der Zeit ein halbwegs gutes Verhältnis zum dem Kind entsteht.
Dass ich bisher immer nur "das Kind" schreibe, fällt mir jetzt erst auf ;-)

Also: Ich freue mich natürlich , dass DER KLEINE ;-) gesund ist und hoffe, dass ich als Vater unter diesen schwierigen Umständen nicht versage.

Und nun mein letzter Satz hier:

Das Tragische ist, dass ich selbst ein Scheidungskind bin. Meine Eltern haben sich getrennt, da war ich so 1-2 Jahre. Mein Vater ist dann nach Westdeutschland ausgewandert, wir sind in der DDR geblieben. Meine Mutter hatte erst nach 12 Jahren wieder einen neuen Partner. Ich habe meinen Vater nicht vermisst, hatte ja Null Bezug zu ihm. Es kam ab und zu eine Karte und "West-Pakete" ;-)
Wie gesagt, das Traurige ist, dass ich seit ich Erwachsen bin immer wusste, dass ich
nie als ein solcher Vater enden möchte.
Jetzt habe ich immer wieder Angst, dass es so kommen könnte. Aber ich werde alles tun, was in meiner Macht steht und wofür ich Kraft habe, dass dies nicht so kommen wird !

Ich danke Euch allen für die große Hilfe. Und auch für die kleinen und großen Ohrfreigen ;-)
Auch wenn noch keine Lösung in Sicht ist, sehe ich zumindestens schon einen Weg.

Auf jeden Fall werde ich Euch hier ab und zu mal schreiben, wie der Stand der Dinge ist.

Alles Gute für Euch Alle !!!