trennen oder aushalten.. welche möglichkeiten gäbe es wenn..

    • (1) 16.10.13 - 08:44

      hallo,

      ich bin ziemlich verzweifelt. ich habe 2 kinder und einen mann, der mich zwar liebt aber überhaupt nicht auf meine bedürfnisse eingeht. das macht mich seit jahren unglücklich und auch der umstand, dass er das größere kind immer bevorzugt.. nichts auf es kommen läßt, als würde sein leben davon abhängen, dass es diesem kind gut geht.

      andererseits ist er oft verstimmt und dann brüllt er grundlos herum. kritisiern darf man ihn überhaupt nicht, da ist er sofort beleidigt und schlägt verbal zurück " du machst auch immer..." "das machst du doch selber...".. ich finde das total kindisch und überhaupt nicht lösungsversprechend. ich habe inzwischen total resigniert und fühle mich hier überhaupt nicht mehr wohl. weil ich mich von meinem mann fremdbestimmt fühle.

      er sagt, was gut für mich ist und wenn ich sage, urlaub wäre gut für mich, geht er weg. er will nämlich nicht. er lebt nur noch für die kinder und mich. das finde ich traurig und auch bedauernswert. ich strenge mich seit jahren an, das vorbild zu sein, meinen kindern andere bezugspersonen zu ermöglichen (großeltern), arbeiten zu gehen, weil man das ja muss... etc.

      ich bin gerade am ende meiner kräfte, es ist so, dass ich einen vermutlich großen fehler gemacht habe, der mich in ein tiefes loch reißt. ich habe meine stelle gekündigt und eine neue. allerdings beängstigt mich das in einem ausmaß, dass ich nicht für möglich gehalten hätte. ich habe angstattacken. ich kreise nur noch um dieses thema. ich weiß, mein mann meint es gut und sagt, probier es wenigstens. dass sagt er immer. er hat noch nie gesagt, wenn du nicht mehr kannst, mach eine pause. das gibt es für ihn nicht. er allerdings macht nicht viel. und beschwert sich beizeiten (kritik) darüber, dass er ja so viel macht. also ich meine er hat keine veranlassung einem job nachzugehen. daher denke ich, dass ich das eben machen muss, damit wir nicht beide blöd zu hause sind. es ist mir aber einfach im moment mit meiner gesundheitlichen situation zu viel.

      wer weiß, wie das ist, arbeitslos mit 2 kindern, habe ich eine chance im haus (was ihm gehört) zu bleiben, mit den kindern? oder muss ich ausziehen? kann ich die kinder bei mir leben lassen? ich will mich eigentlich nicht trennen, weil mir die kinder dann so leid täten, aber ich werde immer unglücklicher.

      welche möglichkeiten hätte ich, erstmal abstand zu kriegen und kraft zu sammeln und ein besseres selbstwertgefühl, dass alles wieder hinzubekommen?

      wer hat ähnliches erlebt? mann hat geld, man selbst nicht.

      und er ist zudem knauserig. mich ätzen so viele sachen an. ich weiß, manchmal muss man da durch aber es geht seit jahren so und die schlechten phasen kommen öfter und bleiben länger.

      lg

      • (2) 16.10.13 - 09:47

        Wenn er so auf die Kinder fixiert ist, würde ich davon ausgehen, dass er selbst versuchen wird, mit den Kindern im Haus zu bleiben. Daher würde ich dieses Problem als erstes betrachten. Nicht, kann ich Haus ohne Geld behalten, sondern kann ich überhaupt die Kinder behalten

        LG

        (3) 16.10.13 - 10:04

        Hallo,
        habt ihr es schonmal mit einer Paartherapie versucht? Das würde ich in einer Beziehung mit Kindern immer als erstes probieren. Dieses "du machst immer" ist doch total typisch für Beziehungen in denen akute Probleme nicht aufgearbeitet werden. Dann fressen sich so Sachen ein und brechen bei jeder Kleinigkeit wieder auf. Daran müsst ihr arbeiten.

        Dein Mann ist aber auch nicht dazu da, dir zu sagen, dass du eine Pause brauchst. Das Gefühl hast du doch selbst, dann mach es halt.

        Du musst durch nichts durch in deiner Beziehung, ihr müsst gemeinsam daran arbeiten, sonst hat sie tatsächlich keine Zukunft.

        LG

        Hallo

        ich fass mal kurz zusammen!

        Du bist verheiratet (?) mit einem Mann und ihr habt 2 Kinder zusammen(?).
        Er geht nicht arbeiten, kümmert sich um die Kinder und den Haushalt, will auch nicht arbeiten gehen, verfügt aber über Geld! (?)
        Du gehst arbeiten, weil man ja arbeiten muss.
        Und du bist absolut unzufrieden mit deinem Mann und deinem Leben!

        Hast du ihm das schon mal gesagt? Wie wäre eine Familientherapie? Liebst du ihn noch, bzw. sind da noch Gefühle vorhanden-wenn ja, dann lohnt sich auf alle Fälle ein Besuch dort!

        Eine Frage, wieso sollte dein Mann auch arbeiten...es hört sich so an, als wenn du dir das alles untern Nagel reisst...da muss er ja nicht mehr...

        Wie alt sind die Kinder? Mutter-Kind-Kur?

        Gruss

      • Hallo anonymefrau,
        bevor ich mich so eingehend mit einem Trennungsgedanken beschäftigen würde, würde ich erst einmal endgültig versuchen die Beziehung zu verbessern.
        Du sagst das Dein Mann dich liebt, aber nicht auf Deine Bedürnisse eingeht.
        Es kann gut sein das ihn Deine Bedürfnisse auch nicht so ganz klar sind.

        Männer und Frauen haben da manchmal Kommunikationsprobleme....

        Vielleicht braucht ihr einfach einmal Hilfe von unbeteiligten Dritten, z.b eine Paarberatung.
        Natürlich muss Dein Mann da auch mitspielen, er sollte aber wenn Du mit diesem Vorschlag kommst auch erkannt haben das da etwas im Argen liegt....

        Das Du Dein Glück und Dein Selbswertgefühl so weit von Deinem Mann abhängig machst ist ein/ Dein Fehler.
        Das Du dich fremdbestimmt fühlst oder fremdbestimmen lässt auch.
        Das sind Dinge die du ändern kannst und musst.
        Auch so etwas kann in einer Therapie gelöst werden.
        Es ist natürlich auch nicht ganz unwichtig ob Du Deinem Mann überhaupt noch liebst...

        Falls ihr Euch trennt, kann ich mir nicht vorstellen das Dein Mann aus seinem Haus ausziehen würde ( dann wäre er auch ziemlich blöd ) und Dir so einfach die Kinder überließe.
        lg
        my-opinion

        Hast du schon mal daran gedacht, eine Müttergenesungskur zu beantragen.

        Ich bin momentan in einer ähnlichen Situation. Da mein Mann mit in einem häuslichen Streit so sehr geschuckt hat, dass ich nun eine Wirbelsäulenprellung habe, musste ich damit zum Hausarzt. Diese hat mir angeraten, eine Muttergenesungskur mit den Kindern zu beantragen. Hier gibt es die Möglichkeit Abstand zu Gewinnen, sich mit Psychologen und Therapeuten zu unterhalten und die Möglichkeiten auszuloten. Und manchmal muss man mal Abstand haben um wieder zusammen zu finden.

        Ich denke momentan darüber nach, eine solche Kur zu beantragen.

      • Für mich hört ihr euch beide ziemlich unzufrieden an. Bei euch sind ausnahmsweise die Rollen vertauscht. Dein Mann ist zuhause und du arbeitest. Vielleicht fühlt er sich nicht genug gewertschätzt oder die Hausmännertätigkeit füllt ihn nicht aus. Er befindet sich vielleicht in einem Teufelskreis und fokussiert alles auf die bzw. auf das eine Kind. Und hier klingt für mich zwischen den Zeilen ein wenig Eifersucht oder Missgunst mit. Machst du dir nicht vielmehr Sorgen, wie sich das mehr vernachlässigte Kind fühlt? Sein Verhalten müsste eigentlich irgendwann zu Konflikten zwischen den Kindern führen.

        Im Grund ist doch nichts verloren. Er liebt dich, rät dir, deinen neuen Job auszuprobieren und durchzuhalten.......... Was soll er auch sagen? Kündige und bleib auch zu hause? Hat er dich genötigt, die stelle zu wechseln? Wenn es dir zu viel wird, musst du tätig werden und dich freischaufeln und nicht darauf warten, dass dein Mann erkennt, wann es nicht mehr geht. Du kannst doch jederzeit eine Kur beantragen oder mal eine Woche allein entspannen. Die Kinderbetreuung ist bei euch zumindest zuverlässig sichergestellt.

        Ich glaube, bei euch hapert es an der Kommunikation. Er soll erraten, was du di wünschst und wie es dir geht. Dabei schiebt ihr euch gegenseitig die Schuld zu. Jeder leistet einen

        Teil in der Partnerschaft. Du scheinst ja auch fest davon überzeugt zu sein, er leiste nicht viel zuhause. Dann ist es eine Sache der Aufteilung. Wenn du arbeitest und danach noch Haushalt etc. wuppen musst während er auf dem Sofa liegt, müsst ihr einen Plan erstellen.

        Du scheinst aber bereits aufgegeben zu haben. Ich könnte mir vorstellen, dass er gute Chancen hat, die Kinder zu behalten und in dem Haus zu bleiben. Er ist Vollzeitvater und Hausmann. Besser könnten es die Kinder kaum haben. Genau beantworten kann dir das nur ein Anwalt. Ab einem gewissen Alter werden auch die Kinder befragt, bei wem sie gerne wohnen möchten.

        • hallo,

          danke für deine antwort. es gab mir doch eiunige neue denkimpulse. ja, es stimmt, natürlich tut mir das kleinere kind leid, wenn es ungerechtfertigt angebrüllt wird, weil es aufgrund seines alters sein zimmer noch nicht alleine aufräumt (nur ein beispiel). und ja, ich bin auch eifersüchtig.

          ja, natürlich wäre es merkwürdig zu zweit zu hause zu sein, aber genau das ist ein punkt der mich sehr unzufrieden macht. er hat sich einfach hingesetzt und ist zu hause geblieben, hat mich auch nicht gefragt, wie ich das finde. nun habe ich das gefühl, dass ich keine berechtigung habe es ihm gleich zu tun. ich hätte gerne diese rolle, auch schon immer gerne gehabt (am anfang war es auch so).

          ja, ich habe irgendwann aufgegeben. das gebrülle hat einiges an gefühl abgetötet und die aufopferung für die kinder nerven mich sehr, weil wenn ich mal was machen will (thermalbad was ja auch als familie geht), hat er keine lust sich meinetwegen zusammenzureißen und mir einen gefallen zu tun. er ist reflektiert und einiges hat sich verbessert. dennoch ist er in der vorteilsposition. er hat genug geld, schickt mich weg, sodass ich weniger zeit und kraft für die kinder und vor allem für mich selbst habe. und das haus gehört auch ihm obwohl ich beim kauf sagte, dass ich einen teil übernehmen würde, wollter er das nicht.

          lg

          • So ganz verstehe ich es immer noch nicht. Habt ihr denn keine Absprachen getroffen. ER hat genug Geld...........ihr seid doch eine Familie mit einem gemeinsamen .einkommen, das jeder beisteuert. Wieso trennt ihr so strikt Mein und Dein? Es kann ja nicht sein, dass einer auf dem Geld und dem Haus sitzt und der andere muss zusehen, wie er über die Runden kommt.

            Und nicht er hat dich losgeschickt zum Arbeiten sonder du hast es mit dir machen lassen. Wenn du gerne noch mehr Zeit mit den Kindern verbracht hättest, wieso hast du dich nicht gewehrt? Würdet ihr ohne dein Gehalt nicht zurecht kommen? Es muss als Familie doch möglich sein, für jeden eine tragbare Lösung zu finden. Ihr habt ja ein absolutes Luxusproblem im Gegensatz zu vielen anderen. Haus, ein Partner muss nicht erwerbstätig sein..........aber für dich findet sich kein Kompromiss?!

            Ich würde ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt vereinbaren und die Situation schildern. Erfahrungsgemäß wird er dir sagen können, wie die Tendenz ist. Ob du auf die Kinder verzichten musst, was dir vom Haus zusteht usw. Ihr scheint ja beide Kapital zu haben, wenn du auch damals einen Teil zum Hauskauf beitragen wolltest. Bei so komplizierten finanziellen Konstellationen ist fachlicher Rat am besten.

            Wenn du dann immer noch an eurer Ehe festhalten möchtest, würde ich eine Paarberatung aufsuchen damit sich eure Kommunikation mal auf ein brauchbares Niveau zubewegt und ihr Kompromisse schließen könnt.

            • (10) 17.10.13 - 14:11

              hallo,

              ich habe mich wohl gewehrt aber er hat wohl den dickeren kopf. tja. das geld hätten meine eltern beigesteuert. ich selbst hab nicht viel. und das mit der trennung geht von meinem mann aus, er ist extrem sparsam (nett ausgedrückt). er hat mir in der ersten elternzeit seine karte gegeben mit dem zusatz "kauf dir bitte keine unsinnigen dinge" wir sind was das betrifft ganz unterschiedlich...

              weißt du vielleicht was ein anwalt für ein solches beratungsgespräch in der regeln nimmt?

              lg

              • (11) 17.10.13 - 14:26

                Ich habe keine Ahnung was so etwas kostet. Über eine Rechtschutzversicherung kann man leider keine Scheidungsangelegenheiten abwickeln. Ich habe aber mal irgendwo gehört, dass der Anwalt das Erstgespräch kostenlos macht. Kann ich mir kaum vorstellen, allenfalls im Zusammenhang mit einer tatsächlich folgenden Scheidung, die ihm ja Geld einbringt. Sonst arbeitet sicher kein Anwalt auch nur eine Std. unentgeltlich. Du würdest im dem Fall vermutlich Prozesskostenhilfe bekommen.

                Ich würde mich umhören und mir einen Anwalt ausgucken. Dann kannst du telefonisch nachfragen, wie sowas dort abgewickelt wird und wieviel ein Erstberatung kostet.

                Hallo,

                realistisch gesehen hast Du ziemlich schlechte Karten, mit den Kindern ausziehen zu dürfen. Er ist die Hauptbezugsperson, er ist zuhause, er hat das Haus.

                Kindesmisshandlung liegt nicht vor, brüllen zählt leider nicht dazu, zumal Du es nicht zweifelsfrei beweisen kannst, WENN denn ein Richter auf diese Frage überhaupt eingehen würde (Eltern sind nicht perfekt, "ein bisschen strengere Erziehung" hat noch keinem Kind geschadet usw.)

                Jeder weiss, dass solches Verhalten durchaus eine Kinderseele schädigt, aber dann müsste in der Praxis jedes 2 Kind zu Pflegeeltern. Also ich stelle nicht in Frage, dass bei Euch was nicht stimmt, ich will Dir nur sagen, ob diese Dinge in einem Sorgerechtsprozess relevant wären, und das wären sie leider nicht.

                Dein Mann ist leider der cleverere von Euch beiden, mich würde nicht wundern, wenn er das Geld das er hat, nicht als Einkommen anrechnen braucht und somit auch noch Anrecht auf Unterhalt von Dir hat.

                Es scheint mir als hätte er Dich mit Macht und Bedacht zielstrebig ins Abseits befördert ohne dass Du es bemerkt hast.

                Das muss Dir vor einer Trennung klar sein, lass Dich gut beraten und entscheide dann wieviel Dein eigenes Glück wert ist. Es kann durchaus passieren, dass Du durch eine Trennung zum Umgangselternteil wirst.

                Alles Gute,

                c

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