Kinder kommen ins Heim

    • (1) 05.11.13 - 14:26

      Hallo,

      nun ist es soweit gekommen. Gestern war der letzte Versuch eine außergerichtliche Einigung zum Aufenthaltsbestimmungsrecht zu erreichen.
      Beteiligte am Gespräch waren das Jugendamt, der Verfahrensbeistand unserer Kinder, mein Mann und ich.

      Evtl hat schon jemand meinen dazugehörigen Beitrag von September gelesen. Ansonsten kurz die Vorgeschichte. Wir haben über Jahre hinweggestritten. Ich habe dann die Trennung beschlossen, was für meinen ( Noch-)mann hieß ich will mich von der Familie trennen. Dieser hat sich vorher nie besonders um die Kinder gekümmert und alles war ihm zuviel. Er war unzufrieden mit allem und jedem und man konnte ihm nichts recht machen. Wir besitzen ein hochverschuldetes Haus. Ich wollte das die Kinder bei mir leben. Fest alle 14 Tage das Wochenende bei ihrem Vater verbringen und ansonsten wollte ich versuchen einen regen Kontakt zwischen den Kinder und dem Vater zu erhalten. zb mal von der Schule abholen lassen und den Nachmittag mit ihnen verbringen oder jeden Abend telefonieren oder oder oder.

      Es ist so, das mein Mann auch zu denen gehört, die ein lieber Vater aber kaum geeignet zur Erziehung sind. Deshalb möchte ich kein Wechselmodell und auch das sie bei mir wohnen.

      Mein Mann will aber unbedingt den Status, den er mit mir gemeinsam hatte erhalten. Es ist für ihn die 2. Scheidung mit Kindern und irgendwo habe ich auch ein Stück weit verständnis. Aber aus seiner Sicht bin nur ich schuld am scheitern der Ehe. Erst hatte er Vorschläge von Wechselmodell oder ein Kind bei mir eins bei ihm.

      Er will mit aller Gewalt unser verschuldetes Haus erhalten. Dafür benötigt er die Kinder. Denn wenn ich mit ihnen ausziehe müßte er den Kindern ja Unterhalt bezahlen. Somit hätte er weniger Geld zur Verfügung. Da uns das Haus zu beiden Teilen gehört, stehe ich auch im Kreditvertrag. Er sagt ich brauche keine Rate zu bezahlen und er will mir einen großzügigen Wohnvorteil zahlen. Klar wenn ich Unterhalt zahle hebt sich das ja auch auf.
      Alles gut und schön es gab einige die gesagt haben nimm die Kinder und zieh aus. Die Situation ist für alle nicht gut. Aber ich kann nicht mit den Kindern ausziehen weil er mir eine einstweilige Verfügung angedroht hat. Kann auch nicht ohne Kinder ausziehen wegen dem Kontinuitätsprinzip für die Kinder. Ich hatte am Anfang die vorübergehende Trennung unter einem Dach propagiert, da wir auch noch Schulden auf den Konten hatten, die nun erledigt sind. Ich bin ein Sicherheitsorientierter Mensch und denke nicht nur an mich sondern auch an die Lebensverhältnisse meines Mannes nach der Scheidung. So hatte ich vorgeschlagen wir verkaufen das Haus. Das würde sogar mit Gewinn klappen und wir hätten zumindest finanziell alle einen guten Start.
      Er will nun alles. Das Haus, das bessere Auto, den Wohnwagen, das Boot und um alles zu erhalten auch die Kinder. Ich will nur das die Kinder bei mir wohnen den Rest kann er von mir aus haben.

      Mein Mann ist allerdings ein Blender und kann sich emotional beherschen . Alle glauben ihm wenn er sagt das war so und das kann ich. Ich bin leider stark emotional und fange schnell an zu heulen und die Beherschung zu verlieren.Gerade jetzt,

      Da weder das Jugendamt noch der Verfahrensbeistand sich entscheiden können wo die Kinder besser aufgehoben sind und sie die Kinder im Moment durch unsere Streitereien gefärdet sehen, wollen sie die Kinder vorerst vorübergehend in einem Heim unterbringen.

      Auf der einen Seite halt ich das für eine gute Idee. So haben wenigstens sie ruhe. Vielleicht habe dann auch ich die Möglichkeit endlich eine Wohnung zu suchen, da ich mir ja keine Sorgen machen muß das Kontinuitätsprinzip zugunsten meines Mannes zu fördern. Er wird hingegen im Haus bleiben, da er sicher in keiner Weise einem Verkauf zustimmt.
      In 3 Wochen ist der Gerichtstermin zwecks aufenthaltsbestimmungsrecht. was ich beantragt habe. Damit endlich Bewegung in die Sache kommt. Ich habe aber Sorge, das der Richter sich genauso blenden läßt und hinterher aufgrund von Haus, Auto Boot...usw bei den Kindern den besseren Hintergrund sieht. Obwohl es verschuldet ist. Mir ist das Materielle insoweit egal, so das ich sage er kann das Haus von mir aus haben, muß mich nur aus dem Kredit bekommen. Damit ich später nicht dafür bürgen muß. Ich möchte nur das die Kinder bei mir wohnen. Achso , er hat mir auch noch angedroht das alleinige Sorgerecht zu beantragen wenn er das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommt.
      Das wollte ich mir einfach mal von der Seele reden. Und ich hab Angst .. er hat gedroht das er mich fertig macht und er wird es nun auch langsam schaffen.

      • Was sagt Dein Mann dazu? Würde er echt die Kinder eher ins Heim geben statt einen emotional gesünderen Weg für die Kinder zu wählen und das Kriegsbeil zu begraben?
        Wenn auch der Verfahrensbeistand das Wohl der Kinder im Heim sieht, wird es nämlich darauf hinauslaufen!

        Und Deine Sorge ist begründet, ein Blender mit Gut und Geld bekommt die Kinder dann eher zurück, als eine über emotionale Mutter ohne finanzielle Sicherheit.

        Hast Du Nachbarn, Erzieher, Babysitter, Freunde, die für dich aussagen können, und was Du hier schilderst bestätigen können? Ich wünsche es Dir von Herzen!

        • Erste Reaktion meines Mannes war ..."bevor sie das machen trete ich lieber zurück. "Das wurde allerdings eine Sekunde später revidiert. Und es hieß wieder er will die Kinder bei sich haben. Ich wollte mich schliesslich trennen. Dabei habe ich nur die logische Konsequenz zu den Streitigkeiten der letzten Jahre gezogen .
          Finanziell unsicher bin ich gottseidank nicht . Ich bin nur überemotional und trete gerne alles an meinen Mann ab. Aber bei dem Thema Kindern muss ich bei dabei bleiben. Ich will ja nicht den Kontakt verhindern oder sowas. Aber nur ich kenne meinen Mann und wie der Umgang mit den Kindern ist.

          Leider ist es wohl heute so das keinen interessiert was gewesen ist und als zeugen werden maximal die Lehrer einbezogen

          Was sagt denn die KM dazu? Würde sie echt die Kinder eher ins Heim geben statt einen emotional gesünderen Weg für die Kinder zu wählen und das Kriegsbeil zu begraben?

          • Um das Kriegsbeil zu begraben, muss sie ausziehen und die Kinder definitiv beim Vater lassen. Ist es das wert?

            • Das Problem ist: Was besser ist kann hier niemand beurteilen.

              Ich habe noch niemals in irgend einem Forum von einer KM gelesen "Ich weiß das ich als Mutter nix tauge, aber ich will halt die Kinder aus Prinzip".

              In der Regel legt die KM ellenlang dar warum denn der KV absolut ungeignet und sie die einzig gute Lösung ist. Der KV - wenn er denn zu Wort käme - würde wohl ziemlich genau das selbe nur umgekehrt behaupten.

              Was mich in diesem Fall ein bischen sehr stutzig macht ist die Androhung die Kinder in Obhut zu nehmen. Wenn ich einmal berücksichtige das JA's und Gerichte hier nach wie vor eher "Pro KM" agieren finde ich dies sehr suspekt, denn dies ist sicher kein "Wenn die zwei sich halt nicht einigen können kriegt die Kinder eben keiner".
              Für die Erkenntnis das sie Kinder derzeit bei beiden Elternteilen gefährdet sind reicht ein stänkernder KV alleine eher nicht aus.

              • Das meine ich mit "Du glaubst gar nicht was im Familienrecht alles möglich ist". Genau die gleiche Drohung habe ich persönlich mehrmals gehört, sogar von der Familienrichterin höchstpersönlich. Der einzige Grund ist und war ein stänkernder KV.

                lg c

                Doch lieber gobberblast. genau das ist es ! Genau so wurde es vom JA und Verfahrensbeistand gesagt. Und nochmal die Gerichtsverhandlung war noch nicht. Und wenn Du daneben gesessen hättest, wüßtest Du auch, das in diesem Gespräch eher mein Mann zu Wort kam als ich. Da er mir nämlich permanent über den Mund fährt und ausschweifend darlegt warum ich angeblich absolut ungeeigenet bin. Achso, nein ich nehme keine Drogen, ich trinke keinen Alkohol, ich rauche nicht und ich vernachlässige nicht die Kinder. Sein einziges Argument ist, das er angeblich arbeitszeittechnisch besser in der Lage wäre sich um die Kinder zu kümmern. Und es ist heute scheinbar tatsächlich so, das es keinen interessiert, ob man sich tatsächlich mit allem drum und dran um die Kinder kümmert. Sondern nur wer mehr Zeit hat .

      1. WO IST DEIN ANWALT?

      2. Keine Angst, ein Familienrichter hat schon so ziemlich alles gesehen und ist nicht so leicht zu blenden.

      3. Auch die vorrübergehende Heimunterbringung ist eher sehr unwahrscheinlich. Warum beantragt Dein Anwalt nicht die Wohnungszuweisung?

      4. Beantragen kann er soviel er möchte, das alleinige SR wird er vermutlich nicht bekommen.

      lg c

      • Hallo .

        wie gesagt das sollte ein versuch der außergerichtlichen Einigung sein.

        Danke für den Hinweis mit der

        wohnungszuweisung . Hoffe das geht auch ausserhalb.
        Ich will ja nicht mal im Haus bleiben .

        • Und warum willst du nicht im Haus bleiben? Dann könnten die Kinder auch in ihrer gewohnten Umgebung bleiben - zählt dir das nichts??

          • doch ..aber ich fand es unfair etwas alleine zu behalten was wir beide aufgebaut haben. Dazu kommt das das haus verschuldet ist. Ich kònnte es mir knapp leisten . Aber nie extras für die Kinder macht sie auch nicht glücklich. Zumal keine Freunde von ihnen in der Nähe wohnen. Die Kinder gehen im nachbarort zur schule, weil es bei uns keine gibt und die Freunde wohnen alle da.

        Bei Euch gehts bereits ums Ganze, such Dir verdammt nochmal so schnell wie möglich einen kompetenten Anwalt und hör auf, auf eine friedliche, aussergerichtliche Einigung zu hoffen. Dein Mann versucht Dich mit Hilfe des JA einzuschüchtern und über den Tisch zu ziehen!

        Alles Gute c

        "wohnungszuweisung . Hoffe das geht auch ausserhalb.
        Ich will ja nicht mal im Haus bleiben . "

        Wenn Du nicht im Haus wohnen bleiben willst, macht es doch keinen Sinn, sich dieses gerichtlich zuweisen zu lassen #kratz

Ihr gebt eher eure Kinder ab, als euch auf einem friedlichen Weg zu einigen? RESPEKT.
Leute gibt's!

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