Verzweifelt - Ex zieht nicht aus

    • (1) 09.02.14 - 14:32

      Hallo,
      ich bin kurz vor dem Durchdrehen und brauche dringend einen guten Rat oder eine zündende Idee.
      Ich habe mich im November (!!!) von meinem Mann getrennt, mit dem ich zwei kleine Kinder habe. Hintergrund war, dass er einfach nie Verantwortung übernimmt und sich um nichts kümmert, wie z.B. einen neuen Job - er ist seit beinahe einem Jahr arbeitslos. Abgesprochen ist, dass er sich eine neue Wohnung sucht. Da er nach der Trennung erstmal ziemlich mies drauf war und wir den Kindern die schlimme Nachricht vor Weihnachten ersparen wollten, habe ich eingewillt, dass er bis Weihnachten in der gemeinsamen Wohnung bleiben kann, aber danach schnellstmöglich ausziehen soll.

      Ich möchte mit den Kindern unbedingt in der Wohnung bleiben, um die Umstellung für sie nicht zu schwer zu machen. Meine Kinder haben hier im Haus und in der Straße viele Freunde, und auch ich habe hier Leute, die auch mich, wenn ich erstmal allein bin, unterstützen könnten. Auch finanziell wäre es nicht sinnvoll, die Wohnung hier aufzugeben bzw. für ihn allein zu nutzen.

      Nun ist Februar, und noch immer keine Wohnung in Sicht. Er betreibt die Wohnungssuche, hätte ich mir ja auch denken können, genauso wie die Jobsuche, nämlich nur wenn er gerade Lust darauf hat, und das ist nicht so oft.

      Mir selbst geht es psychisch auch nicht gerade super. Auch für mich ist die Trennung ein schwerer Schritt gewesen. Mein Vater ist nach schwerer Krebserkrankung am vergangenen Sonntag gestorben. Und während all dem sitze ich mit meinem Ex in einer viel zu kleinen Wohnung, in der Aus-dem-Weg-gehen schlicht nicht möglich ist, kein Ende absehbar.

      Ich halte diesen Zustand schlicht nicht mehr aus!!! Es geht mir selbst so mies, obwohl ich jemand bin, der sich echt nie hängenlässt, fällt es mir immer schwerer, alles am Laufen zu halten, auch für die Kinder! Dabei möchte ich auch so gerne für meine arme Mutter da sein, der der Tod meines Vaters den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Aber ich schaffe es kaum noch. Ich stehe selbst am Rande einer Depression, aber ich weiß überhaupt nicht mehr, wie ich hier rauskommen soll!
      Die Wohnungen, die jetzt gerade im Internet und in den Zeitungen stehen, werden frühestens im April frei, manche sogar erst im März! Solange kann ich das unmöglich aushalten! Es ist ja auch fraglich, ob er überhaupt je eine Wohnung bekommen wird - ohne Job. Wohnen auf Zeit habe ich auch schon geguckt, die wollen auch alle einen Arbeitsvertrag sehen. Ein Hotel können wir uns für mehrere Monate unmöglich leisten. Freunde, bei denen er unterkriechen könnte, hat er nicht.

      Was soll ich denn nur tun???

      • (2) 09.02.14 - 15:14

        Warum ziehst du nicht aus mit den Kindern? Wie alt sind die Kinder? Hast du jemanden,,den du Vertrauen kannst? Dann beantrage eine Mutter-Kind-Kur und verschwinde und überlasse deine Wohnung einer sehr guten Freundin zur Kontrolle (vorher natürlich alle wichtigen Dokumente und Unterlagen kopieren und an einem sicheren Ort deponieren).

        • (3) 09.02.14 - 15:28

          Es gibt wie gesagt viele Gründe, aus denen ich in der Wohnung bleiben möchte. Ich möchte den Kinden (5 und 2 Jahre alt) so wenig Umstellung wie möglich zumuten - wenn schon der Vater wegzieht, soll wenigstens der Rest so bleiben wie immer! Die Kinder und auch ich haben im Haus und im Viertel viele Freunde und Leute, die uns unterstützen können.

          Außerdem ist unsere Wohnung unschlagbar günstig. Jede andere Wohnung in dieser Größenordnung würde uns einiges mehr kosten, aber eine kleine Wohnung für eine Person können wir uns zusätzlich einigermaßen leisten.

          Eine Kur geht leider gerade gar nicht - obwohl das sicher toll wäre. Ich fange gerade einen neuen Job an, der nun einfach superwichtig ist, und da will ich nicht erstmal drei Wochen fehlen, auch wenn es mir vielleicht zusteht.

          Und bis sowas beantragt ist bin ich durchgedreht. Wenn ich wüsste in drei Wochen oder so hat das Ganze ein Ende, könnte ich es noch aushalten. Aber es ist einfach kein Ende absehbar!

      (4) 09.02.14 - 15:50

      Dann suche dir einen Anwalt, lass dir die Ehewohnung gerichtlich zuweisen, dann muss er raus.
      Warum soll er sich bemühen, wenn er eigentlich nicht will und keine Konsequenzen zu befürchten sind?

      LG

      • (5) 09.02.14 - 16:16

        Geht das denn so einfach? Ich dachte da muss dann schon häusliche Gewalt oder so vorliegen.

        (6) 09.02.14 - 18:28

        ...wenn das so einfach möglich wäre! Ich lebe seit Juli von meinem Mann getrennt und er zieht nicht aus. Wir haben aber Eigentum, vielleicht ist es dann nicht so einfach möglich. Jedenfalls suche ich nun nach ner Wohnung, da der Zustand nicht mehr haltbar ist.

        Trotz häuslicher Gewalt und Vergewaltigung in der Ehe, mußte ich ihn nach 10 Tagen wieder rein lassen! Er darf sich nun nur in bestimmte Räumen aufhalten, dass ist das einzige was ich erreichen konnte.

        • (7) 09.02.14 - 19:02

          Dann hat er aber nur einen "Feldverweis" bekommen?

          Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Anwalt nicht gerichtlich die Zuweisung der Ehewohnung (unabhängig ob Eigentum oder Miete) erreicht. Besonders wenn Kinder vorhanden sind UND auch noch solche Vorwürfe im Raum.
          I.d.R. eine einstweilige Anordnung bis zur Entscheidung in der Hauptsache (Scheidung) wo dann endgültig darüber entschieden wird.

          LG

          • (8) 09.02.14 - 19:30

            Dachte mir schon sowas. Was bleibt mir denn nun - muss ich wirklich selber gehen???

            (9) 09.02.14 - 20:28

            Doch leider ist es so. Da die Wohnung groß genug ist, kann eine Trennung der Wohnräume vollzogen werden und das muss erstmal reichen! Glaub mir ich habe alles durch Frauenberatung, Jugendamt, Anwalt...... ist ne scheiss Situation!!

      (10) 10.02.14 - 11:45

      Das wäre schlimm wenn es so einfach funkionieren wäre.
      Ich hab kein Bock mehr auf Dich, ich will mit den Kindern bleiben, verschwinde mal.

      Ich würde auch nicht so mit mir umspringen lassen, vor Allem würde ich mich nicht so einfach von meinen Kindern entfernen lassen.

      • (11) 10.02.14 - 17:22

        Nun ja, wenn er Trennungsgespräche konsequent verweigert ist die Trennung nicht vollziehbar, ohne dass sie in irgendeiner Form tätig wird. Sei es eine Wohnung zu suchen und zu gehen, sei es ihn aus der Wohnung zu kriegen, sei es um den Verbleib der Kinder zu regeln. Es steht ihm ja frei, sich zu den Anträgen zu äußern bzw. Gegenanträge zu stellen.

        Man kann ja schlecht von ihr verlangen, dass sie nun den Trennungsgedanken aufgibt, nur weil er sich tot stellt.

        LG

        • (12) 10.02.14 - 22:59

          Niemand verlangt eine räumliche Trennung um eine Scheidung zu vollziehen.
          Nein, so einfach kann man sich keine Wohnung zuweisen lassen.

(13) 10.02.14 - 10:16

Naja,

die "schmutzige" Tour klappt bei Frauen immer: Schau das dein Ex da ist und deiner Kinder nicht, haut deinen Kopf ein-zweimal mal kräftig gegen die Tür schrei laut "Hilfe Hilfe" durchs Treppenhaus und ruf die Polizei.
Dein Ex ist schnelles aus der Wohung als er schauen kann - und wird diese nie mehr betreten ...

  • Nicht ganz mein Stil.

    • ... hat auch niemand behauptet das dies guter Stil wäre.

      • Nur mal zum Verständnis:
        Mein Ex liegt zu Hause auf der faulen Haut, während ich das Geld verdiene und mich morgens, mittags, abends und nachts um die Kinder kümmere. Er geht nicht einkaufen, macht nichts im Haushalt, kümmert sich nicht um irgendwelchen Papierkram und sucht sich keine Arbeit. Von seinem Arbeitslosengeld geht er jeden Mittag schön essen und auch abends gerne mal aus.

        Ja, von diesem Mann habe ich mich knallhart getrennt. Das finde ich durchaus berechtigt, auch wenn er mich nicht verprügelt und vergewaltigt.

        Ich bleibe trotzdem fair und setze ihn nicht vor die Tür, obwohl mir weiß Gott danach wäre. Aber ich finde es absolut angemessen, von ihm zu verlangen, dass er seinen Arsch jetzt mal langsam aus dieser Wohnung und meinem Leben herausbewegt.

        (20) 10.02.14 - 17:25

        Deshalb würde ich jetzt den Trennungsweg offiziell beschreiten und anwaltlichen Rat einholen.

        LG

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