Umgang einschränken oder mit Auflagen - irgendwelche Tipps? Seite: 2

      • (26) 12.03.14 - 00:43

        Hallo!

        Also ich kenne ja auch einige Leute, die in psychiatrischer Behandlung waren/sind, aber was Dein Mann da trotz der Kinder abzieht finde ich schon krass :-(.

        Aber meinst Du denn dass das Essverhalten seiner Freundin einen so großen Einfluss auf Eure Kinder hat? Wie oft sind sie dort, alle zwei Wochenenden?

        Auf der einen Seite willst Du nicht dass sie mit ihr zusammen essen, aber alleine Essen sollen sie auch nicht. Wenn Du meinst, ihre Art zu essen wäre für die Kinder schädlich, wäre es nicht das kleinere Übel, sie alleine essen zu lassen? Du kannst Deinen Ex ja nicht zwingen, mit den Kindern zu essen. Besser sie essen alle zwei Wochen mal alleine als dass er mit ihnen isst und merkwürdige Sprüche bringt, oder?

        Ebenso ist es ja seine Sache wenn er abnimmt. Auch wenn es mir leid tut für die Kinder, sollte Ihr Vater jetzt auch noch eine Essstörung entwickeln.

        "Und er darf den Kindern auch nicht weiterhin sagen, dass sie keine Süßigkeiten essen dürfen, weil sie sonst fett davon werden."

        Da stimme ich Dir zu. Lässt er da nicht mit sich reden?

        Ich kann verstehen dass Du diese Umstände abstellen möchtest, aber die Frage ist, ob das möglich ist. Wer will kontrollieren wie er sich z. B. benimmt wenn er zwangsweise mit ihnen isst? Willst Du die Kinder regelmäßig ausfragen?

        Im Grunde wäre die einzige Möglichkeit nur ein Kontaktverbot oder Umgang unter Aufsicht. Vielleicht bekommst Du das durchgesetzt? An wen man sich da wenden muss weiß ich leider auch nicht.

        • "Im Grunde wäre die einzige Möglichkeit nur ein Kontaktverbot oder Umgang unter Aufsicht. Vielleicht bekommst Du das durchgesetzt? "
          Mit der Begründung "Ich will nicht DAS die mit der KV-Familie Essen, aber alleine auch nicht" und "Der sagt den Kindern das Süßigkeiten dick machen" ??

          Nur auf zum Jugendamt damit - die haben auch mal gerne was zum lachen.

          Wenn diese beiden Gründe für eine Kindeswohlgefährdung ausreichen, dann bräuchten wir keinen Ausbau der Kitas sondern der Kinderheime, da dann Heerscharen von Kinden dringendst aus Ihren Familien genommen werden müssten.
          Ich befürchte dann hätten wir das Problem das Eltern die Ihre Kinder selber erziehen ein Alleinstellungsmerkmal wäre ...

          • ""Im Grunde wäre die einzige Möglichkeit nur ein Kontaktverbot oder Umgang unter Aufsicht. Vielleicht bekommst Du das durchgesetzt? "
            Mit der Begründung "Ich will nicht DAS die mit der KV-Familie Essen, aber alleine auch nicht" und "Der sagt den Kindern das Süßigkeiten dick machen" ??"

            :-) Nein, nicht deswegen. Aber sie meinte ja, dass er wohl recht aufbrausend ist.

            Man weiß ja nicht wie er sich den Kindern gegenüber verhält. Das alleine Essen finde ich jetzt auch nicht so dramatisch und ich denke nicht dass die Kinder sich von einem WE alle zwei Wochen ein falsches Essverhalten angewöhnen.

            Ich wollte damit auch nicht sagen dass ein Kontaktverbot gerechtfertigt wäre. Vielleicht schon einer ein Umgang zunächst unter Aufsicht? Die TE schreibt recht unterschiedliche Sachen über ihren Mann. In einem ihrer letzten Threads schien es ja fast so als wenn dem Mann klar werden würde, in welche Situation er sich und seine Familie gebracht hat. Jetzt klingt es wieder ganz anders. Und dass der Mann ein Problem hat ist ja klar!

            Ich bin selbst mit psychisch kranken Eltern aufgewachsen und habe da zum Teil heute noch dran zu knabbern. Bei uns ging es sogar schon so weit dass mein Vater auf ärztliche Hilfe verzichten wollte als wir Kinder krank waren. Für uns wäre es definitiv besser gewesen, irgendjemand wäre eingeschritten. Auf der anderen Seite sehen die Kinder der TE ihren Vater ja eh nur alle zwei Wochen, die Gefahr dass sie dadurch Schaden nehmen ist ja recht gering.

            Ein Kontaktverbot wäre wohl zu hoch gegriffen, das stimmt wohl. Aber so laufen lassen würde ich persönlich es als Mutter auch nur ungerne. Vielleicht könnte man durch eine Mediation den Vater dazu bewegen, seine abgebrochene Therapie zu Liebe seiner Kinder weiter zu führen?

            ""Der sagt den Kindern das Süßigkeiten dick machen" ??"

            Das ist natürlich kein Grund den Umgang zu verbieten. Aber den - normalgewichtigen, davon gehe ich jetzt mal aus - Kinder zu sagen sie sollen keine Süßigkeiten essen weil sie davon fett werden finde ich vor diesem Hintergrund auch nicht richtig. Er scheint sich zu dick zu finden oder zumindest das Dünnsein als Idealvorstellung zu haben. Das mag für ihn ok sein, aber er darf das nicht auf seine Kinder übertragen.

            Hier spreche ich mal wieder aus Erfahrung. Meine Mutter war meinem Vater noch mit Größe 36 zu dick und wir Kinder (ich kam früh in die Pubertät, wurde schon mit 9 etwas runder) durften uns das auch ständig anhören. Meine Schwester hat sich mindestens zweimal bis zu dreißig kg runtergekotzt und wieder draufgefressen.

            Mag sein dass ich überreagiere anhand dieses einen Satzes, aber ich bin nun einmal vorgeschädigt :-D.

            Niemand will dass seine Kinder zu Adipositaskandidaten werden. Aber ihnen einreden dass man auf keinen Fall Süßigkeiten essen sollte weil man ja - um Gotteswillen - dick werden könnte sollte man auch nicht.

        Die einzige Möglichkeit, das durchzusetzen, wäre wohl übers Familiengericht. Das Jugendamt kann Empfehlungen aussprechen, aber letztlich muss wohl ein Fähigkeitsgutachten erstellt werden und da hat mein Anwalt nun gesagt, sieht er ausreichende Gründe.

        Ich verstehe die urbia-Gemeinde nicht. Hätte sie ein Alkoholproblem, würde jeder verstehen, dass ich den Kontakt nicht will. Aber Magersucht/Bulimie ist wohl so abstrakt, dass die meisten Leute denken, es würde sehr versteckt ablaufen. Und es ist den Kindern direkt beim ersten Treffen aufgefallen.

        Ich brauche die Kinder nicht auszufragen. Sie erzählen es mir ungefragt. Meine kleine Vierjährige meinte neulich: "Ich muss unbedingt was essen, sonst werde ich noch so dünn wie J. und dann muss ich auch ins Krankenhaus."

        Außerdem hat sie mich gefragt, ob Papa und ich wieder zusammenziehen, wenn die Freundin verhungert ist.

        Ich habe die Frau noch nie gesehen, ich kenne nur die fb-Fotos von ihr. Die Kinder dagegen schon.

        Mein Ex-Mann und sie laufen nun viel durch unseren Ex-Stadtteil, wo die Kleine noch in den Kindergarten geht. Ich werde täglich darauf angesprochen und die Kommentare lauten meistens so:"Sie sieht aus wie 16/wie ein Kind." "Von weitem sieht es so aus, als ob er mit seiner Tochter spazieren gehen würde und erst auf den zweiten Blick sieht man an den Haaren (!), dass das gar nicht A. ist." (Meine Große ist 8 Jahre alt.)

        Es ist so peinlich!!

        Es ist auf jeden Fall mal keine Beziehung auf Augenhöhe, es sei denn mein Ex ist verrückt geworden und sie auch. Dann passt es wieder.

        Manchmal denke ich, ich bin im falschen Film.

        • "Ich verstehe die urbia-Gemeinde nicht. Hätte sie ein Alkoholproblem, würde jeder verstehen, dass ich den Kontakt nicht will."

          Obwohl ich meine, dass ein Kontaktverbot wohl recht hoch gegriffen ist denke ich: Ja, da könntest Du recht haben. Es wäre interessant, mal genau DIESE Frage als neuen Thread bei Urbia zu stellen.

          Allerdings ist bei Magersüchtigen nicht so sehr zu erwarten dass sie sich nicht unter Kontrolle haben wir bei Alkoholkranken, oder?

          "Es ist so peinlich!!"

          Ja, mag sein, aber für IHN.

          " "Ich muss unbedingt was essen, sonst werde ich noch so dünn wie J. und dann muss ich auch ins Krankenhaus.""

          Wie reagierst Du denn auf solche Fragen? Ich glaube ich würde sagen "Nein, das brauchst du nicht, so wie Du isst, ist es richtig."

          "Aber Magersucht/Bulimie ist wohl so abstrakt, dass die meisten Leute denken, es würde sehr versteckt ablaufen."

          Naja, bei meiner Schwester lief es auch versteckt ab. Weder meine Eltern noch ich haben mitbekommen dass sie regelmäßig kotzen geht. Wir haben uns nur gefreut dass sie abnimmt.

          "Außerdem hat sie mich gefragt, ob Papa und ich wieder zusammenziehen, wenn die Freundin verhungert ist."

          Oje, was sagst Du darauf?

          Sprichst Du mir den Kindern darüber dass Dein Ex und seine Neue "krank" sind? Oder sagst Du einfach dass sie sich so dünn mögen, aber dass das jeder selbst wissen muss?

          Ich glaube ich würde eher zu letzterem tendieren, um der Sache die Schärfe zu nehmen, oder?

          Und wäre es nicht unter diesen Umständen besser, wenn die Kinder ab und zu alleine essen, als wenn Dein Ex neben ihnen sitzt und ihnen direkt ein schlechtes Essverhalten vorlebt?

          • Die Kinder wissen von ihm, dass er sie in der "Kopfklinik" kennengelernt hat. Und dass sie nach der einen Klinik nochmals für Monate in eine andere Klinik musste, wo der Papa sie immer besucht hat. Die Große weiß aus der Schule dass Edward Munch magersüchtig war und daran gestorben ist. Ihr habe ihr erklärt, was Esstörungen sind. Die Kleine weiß nur, dass sie zu wenig isst (wie der Suppenkasper).

            Den Rest erledigt mein Ex mit seiner unsensiblen, nicht kindgerechten Art.

            Und ich lasse mich ja diesbezüglich auch von der Beratungsstelle beraten. Dort wurde uns ja eigentlich geraten, die erste Begegnung therapeutisch vorzubereiten und das erste halbe Jahr gar keine Begegnung zuzulassen. Der Therapeut ist anscheinend Hellseher... er hat die ganzen Fettnäpfchen vorher angesagt und die beiden sind mit Anlauf reingesprungen.

            Ich kann jetzt nur noch schadensbegrenzung betreiben. Aber wenn die Kleine mir schon sagt "J. hat überhaupt keinen Busen, nur Brustwarzen." Was soll ich dazu sagen?!

            Du kannst davon ausgehen, dass sie nicht einfach nur dünn ist. Sie ist extrem untergewichtig. Was ja bei Bulimie auch nicht immer so ist.

            Und es hat meinen Mann dazu veranlasst, mir zu sagen, dass er auf dünne Frauen steht. Sorry, aber das ist echt morbide!

            Bei anderen Trennungen kann die Neue irgendwann auch Entlastung bedeuten, wenn sie sich um die Kinder kümmern kann und die weibliche Rolle abdeckt. Das werde ich aber bei dieser Frau niemals haben können. Sie steht ja als krankes Wesen direkt in der Konkurrenz zu den Kindern, gar nicht mal zu mir. Ich brauche meinen Mann nicht. Ich brauche vielleicht EINEN Mann, aber das wäre dann jemand anders. <3

            Ein einziges Mal habe ich meinen Ex normal essen sehen: Als er bei uns im Haus zu Besuch war und ich ihn spontan zum Mittagessen eingeladen habe. Die Sache ist die: Ich kann kochen und das weiß er. Er hat sich gefreut und er hat gelitten. Mit Genuss essen ist in seiner Welt nicht mehr vorgesehen.

            • "Ihr habe ihr erklärt, was Esstörungen sind. Die Kleine weiß nur, dass sie zu wenig isst (wie der Suppenkasper)."

              Hm, ich bin nicht so ganz im Thema. Der Suppenkasper war doch der, der nicht essen wollte und deshalb immer dünner wurde, oder?

              Das kommt jetzt wie Klugsch... rüber, aber trotzdem: Ich hoffe es kommt für Deine Kleine nicht so rüber dass sie sich nicht mehr traut, Essen abzulehnen? Dass sie meint sie muss jetzt immer alles aufessen? Ich habe neulich ein Märchenbuch geschenkt bekommen (aber noch nicht reingeschaut) und mich zu diesem Anlass erinnert mal gelesen zu haben dass die meisten Märchen ja gar nicht für Kinder geschrieben wurden (weil zu grausam!) sondern für Erwachsene und dass sie auch viele falsche Botschaften enthalten.

              "Ich kann jetzt nur noch schadensbegrenzung betreiben. Aber wenn die Kleine mir schon sagt "J. hat überhaupt keinen Busen, nur Brustwarzen." Was soll ich dazu sagen?!"

              Hm, so aus der Ferne... ich hätte wahrscheinlich einfach nur gesagt, dass das davon käme dass sie so dünn ist und fertig :-).

              "Das werde ich aber bei dieser Frau niemals haben können."

              Vielleicht ist sie aber ein abschreckendes Beispiel und Deine Kinder lernen dass Dünnsein nicht automatisch Schönheit bedeutet?

              "Er hat sich gefreut und er hat gelitten. Mit Genuss essen ist in seiner Welt nicht mehr vorgesehen."

              Na, da ist doch noch nicht Hopfen und Malz verloren ;-). Ich habe schon des öfteren mitbekommen dass Patienten nach einer Therapie irgendeinen "Spleen" bekamen, aber eigentlich gab sich das nach ein paar Wochen wieder.

              Ich will jetzt nicht sagen dass Magersucht ein Spleen ist, im Gegenteil. Aber vielleicht wacht er mal auf und entdeckt, in was er da hineingeraten ist. Vielleicht wenn er die ersten gesundheitlichen Folgen bemerkt.

              Ob der Umgang für Deine Kinder schädlich ist kann man hier im Forum schlecht beurteilen. Aber wenn der Therapeut da dran ist besteht doch Hoffnung. Nicht unbedingt auf ein Umgangsverbot, aber vielleicht auf eine Mediation oder einen vorerst nur betreuten Umgang.

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