Umgangsrecht: Wo hat das Gericht mehr als 14-tägigen Umgang gegen den Wunsch der Mutter befürwortet?

    • (1) 16.03.14 - 18:20

      Hallo,

      die Frage steht ja oben ... vielleicht gibt es hier jemanden, der Erfahrungen gemacht hat, oder jemanden kennt, der jemanden kennt ...

      Bei einer Trennung sieht der naive objektive Betrachter das meistens so, dass das Kind bei einem Elternteil fest wohnt und beim anderen Elternteil jedes zweite Wochenende verbringt.

      Nun ist es aber so, dass manchmal der "zweite" Elternteil (der Einfachheit sage ich mal Vater) damit nicht einverstanden ist, und mehr Umgang fordert.

      Bei wem war das so und wie ist das geregelt worden? Danke für Erfahrungen ...

      • Ich halte zwar von meinem Ex nicht sehr viel, trotzdem hätte ich ein Problem damit, wenn die Kinder ihn nur alle zwei Wochen sehen würden.

        Ich habe von mir aus "gefordert", dass er die Kinder weiterhin morgens abholt und in den Kiga bringt.

        2x in der Woche vom Kiga abholt und den Nachmittag mit Ihnen verbringt bzw. sie bei ihm übernachten.
        Und dann noch 1 Tag vom WE be ihm verbringen.

        Das war IHM allerdings zu viel. Wahrscheinlich hätte er dann zu wenig Zeit für seine Neue und deren Kinder :-(

        Ihm reicht es die Kinder alle zwei Wochen zu sehen und sie 4x die Woche morgens in den Kiga zu bringen.

      Hi,

      bei der Mama der Schulfreundin meiner Kids.
      Jedes Wochenende müssen die Kids ( 2 und 5 Klasse) beim Vater übernachten und die Hälfte aller Ferien.
      Es geht den kids und der Mutter nicht gut dabei.

      Die Mutter hat den Alltag, Schulstress, etc....und Papa hat am Wochenende Friede, Freude, Eierkuchen. Als Familie kann die Mutter nichts mehr richtiges unternhemen, da nach der Schule( + Hort) nicht viel Zeit bleibt und wie gesagt, kein Wochenende mehr zusammen verbracht werden kann.

      Lisa

      • (8) 17.03.14 - 07:10

        Das finde ich aber auch doof, für die 3 das er damit durchgekommen ist hart....

        Warum geht die Mutter nicht dagegen vor?

        Kann ja nicht sein, dass sie nur Altag hat und der Vater nur die Rosinen.
        Dann muss er halt auch unter der Woche was machen.

        • (10) 17.03.14 - 10:59

          Du, ich weiß da auch nichts näheres, nur das die Mutter schon lange Verhandlungen hatte bis es zu dieser Einigung gekommen ist.

          Das muss ein furchtbares Gezerre gewesen sein.
          Die Kids sind dementsprechend auch in eine Spieltherapie, um alles zu verarbeiten zu können.

          Irgendwann werde ich wohl alles erfahren, da mein Sohn (8) die Tochter als zukünftige Braut auserkoren hat. Sie zickt zwar noch und sträubt sich aber mal schauen, wie weit der Charme meines Sohnes reicht#rofl
          Sie wäre mir auf jedem Fall herzlich willkommen#winke

          lisa

    Bei uns wurde das aussergerichtlich so geregelt. Allerdings habe ich da eher den häufigeren Umgang gefordert, da unser Sohn bei der Trennung erst dreieinhalb Jahre alt war und seinen Papa bis dato täglich gesehen hatte. Da kann man nicht einfach auf "nur alle 14 Tage" reduzieren, das dient imho kaum dem Kindeswohl.
    Also war Umgang jeden Mittwoch Nachmittag und jedes Wochenende eine Übernachtung (Samstag auf Sonntag idR.).

    Mir ist nur ein Fall bekannt, in dem das gerichtlich geregelt wurde, allerdings hat da auch vorher einige Zeit ein häufigerer Umgang nach der Trennung statt gefunden. Dieser sollte dann auf Wunsch der Mutter reduziert werden und neutrale Hilfestellen konnten keine Einigung herbei führen. Das Gericht legte dann den Umgang ebenfalls auf 14 Tage plus einen Nachmittag unter der Woche fest. Das entsprach zwar nicht den Vorstellungen des Vaters, er musste aber auch einsehen, dass ein Schulkind nicht mehrmals die Woche nach der Schule zig Kilometer zu ihm kutschiert werden kann und die Mutter auch ein Wochenende mit der Tochter haben will.

    Warum auch nicht? Wenn keine Gründe dagegen sprechen, die Kinder gern dort sind wird er damit durchkommen wahrscheinlich

    • Was sollen die Kids denn noch alles mitmachen?
      Sollange ein Kind in den KIga geht mag das ja alles noch gehen, aber wenn es zur Schule kommt, braucht es ja nun mal die Regelmäßigkeit.

      Auch Verabredungen mit Freunden sind da ja nun mal auch wichtig.

      Wenn nun ein Kind eine Woche bei Mama lebt und auch dort vor Ort zur Schule geht, und in der nächsten Woche eben jeden Nachmittag nach der Schule bei Papa frage ich mich wie das funktionieren soll.

      Beide können sicherlich beim Lernen helfen, jedoch jeder erklärt es auf seine Weise. Das Kind hat es dadurch nicht einfacher. Der eine handhabt es so der andere so. Und das Kind soll sich natürlich anpassen.
      Wenn es nun Schwierigkeiten gibt und Mutter macht und Vater nicht dann gibt es wieder Streitigkeiten.

      Ich kenne ein Kind das ist mittlerweile 17 Jahre und sie pendelt seit dem sie 11 Jahre ist wöchentlich zwischen Mama und Papa.

      Keinem fällt auf wenn das Kind Probleme hat oder sich zurückzieht. Es hat ja sein Zimmer bei beiden und gut is. Es kann tun und lassen was es will, weil beide keine richtigen Regeln aufstellen. Das Kind tut mir leid.
      Nun kenne ich auch eine 11 jährige die ebenfalls pendelt wie sie lustig ist, da die Eltern nicht weit von einander wohnen. Grundsätzlich ja schön, da sie mit dem Rad fahren kann, aber sie ist nirgends wirklich zuhause. Eine Woche hier und die andere da. Wenn Schulkram vergessen wurde wieder hin und holen. Wie soll ein Kind da zur Ruhe kommen und sich auf Schule konzentrieren?
      Ich kenne viele Beispiele wo es eben nicht so klappt und wo es schulisch bergab ging. Jeder verläßt sich auf den anderen und keiner ist wirklich da.

      Ein Kind wird älter und möchte mehr mit Freunden unternehmen. Wie wenn es schon so verplant wird. Es kann ja nichtmal selber mehr entscheiden, wann es wo sein möchte.
      Wenn ein Kind 13Jahre ist möchte es sich auch mal langsam abnabeln und nicht mehr mit Eltern sondern viel mit Freunden unternehmen. Da sollten doch bitte beide dran denken.

      Meine leben bei mir und alle 14 Tage ist Umgang. Es gibt ein geregeltes Alltagsleben wie Mittagessen und Hausaufgaben, lernen für die Schule, sowie Freunde treffen.

      Es fallen auch so schon Tage aus weil Arzttermine oder Hobbies da sind, also wenn nun noch Papa da steht, wann dann noch Freunde?

      Halte ich nix von da die Kids das ausbaden. Wenn sie es wollen wird man es einrichten können aber übers Gericht festlegen halte ich für nicht ok.
      Ausserdem kann man Kinder nicht einfach aus der gewohnten Umgebung rausreisen.
      Meiner Kleinen würde es dabei nicht gut gehen. Sie braucht das Gewohnte und die Regelmäßigkeit und den Wunsch sich so zu verabreden wie sie mag.

      Kein Gericht der Welt würde das befürworten, wenn die Kids fest integriert sind. Und das ist auch gut so.

      • Das Modell funktioniert eben nur wenn beide Elternteile mitmachen, sprich auch ermöglichen das sie Ihre Freunde sehen können, sowas kann ich mir auch nur vorstellen wenn sie nah beieinander wohnen, da ist man dann ja auch nicht aus der Welt um die Kinder Ihre Freunde sehen zu lassen.

        Bei dem Kind wo du schilderst scheint es nicht der beste Fall zu sein, bei meinen Nachbarn hat das super geklappt. Weil die Eltern dem Kind es einfach gemacht haben, und das Kind hat nicht gelitten, man kann den Umgang nicht generell festmachen das nur so ein Modell geht, das muss man sehen wie es den Kindern oder dem Kind geht dabei.....

        • Ja da hast du Recht.
          Für einige Kinder ist das Wechselmodell eben nicht die Ideallösung. Da sollte man aber dann auch hingehen und eine bessere Lösung für die Kinder schaffen.

          Und ich denke es ist auch klar das es am besten funktioniert wenn beide im gleichen Ort wohnen so das sie eben pendeln können und auch die Freunde sehen.

          Dann mag es gut gehen wenn beide Elternteile sich noch verstehen und die Kinder in den Vordergrund rücken.

          Aber auch hier wurde ja schon berichtet, das es den Kindern nicht gut geht dabei und trotzdem wird dann nichts geändert.

          LG

      Hallo,
      ich denke immer das Mütter die so gegen das Wechselmodell sind Ihre Kinder dann doch einfach diesem auch nicht aussetzten sollten und Ihre Kinder dann einfach beim Vater aufwachsen lassen...

      Meine zwei Jungs gehen zur Schule und sie pendeln wöchentlich.
      Das ist schon einmal die erste Regelmässigkeit.
      "Wenn nun ein Kind eine Woche bei Mama lebt und auch dort vor Ort zur Schule geht, und in der nächsten Woche eben jeden Nachmittag nach der Schule bei Papa frage ich mich wie das funktionieren soll."

      Das ist ganz einfach, Beide Elternteile wohnen nah an der Schule. Wenn man an die Kinder und nicht an sich selbst denkt, dann zieht man bei einer Trennung dann eben in die Nähe.
      Die Kinder gehen die eine Woche von meinem Haus aus zur Schule , dann die nächste Woche von dem meiner Frau. Ganz einfach und regelmässig :-)
      Die Freude der Kinder sind auch noch da und schlafen sogar manchemal bei uns, entweder bei mir oder meiner Frau. Je nachdem bei wem die Kinder gerade sind.

      Es geht alles.

      Deine Argumente sind letztendlich nur Dir dienlich, nicht den Kindern.

      • Es soll nicht mir dienlich sein sondern den Kindern.

        So ein Wechselmodell muss von beiden gewollt und auch erfüllbar sein.
        Wenn beide es wegen Job usw. hinbekommen bin ich auch dafür. So haben die Kinder beide. Aber es ist eben nicht immer so das beide im gleichen Ort wohnen und auch ich kenne viele die auf Schicht arbeiten und denen es vom Job her nicht möglich ist.

        Es ist toll wenn es funktioniert und beide sich gleichermaßen kümmern. Hut ab ihr habt eine Trennung hinbekommen wo die Kinder eben beide haben können.

        Aber das funktioniert eben nicht immer. Leider gibt es auch eben Väter die eben nicht mehr als nötig Umgang wollen, oder die mehr Umgang haben wollen aus einem anderen Grund und nicht wegen der Kinder.

        Ich bin nicht dagegen kenne leider nur Kinder die dabei untergegangen sind, weil eben beide einen neuen Partner an der Seite hatten und die Kinder blieben außen vor.

        Schön wenn es klappt.

        LG

        • Das sind doch aber keine Wechselmodell spezifischen Probleme.
          Man muss sic für jedes Umgangsmodell einigen und es entsprechend organisieren.

          Gruß,

          W

          Hallo Hallihallo,
          Du hast absolut recht, es müssen Beide an einem Strang ziehen.
          Darum sollte man sich schon beim Umzug um die Kinder gedanken machen.
          Kein Wechsel der Schule, kein Wechsel des Umfeldes.
          Das geht, viele möchten oder können das (emotional) nicht.

          Ich bin der Meinung das erst einmal immer grundsätzlich das 50% Wechselmodell vorrang haben sollte.
          Wenn es dann Aufgrund von Beruf etc nicht klappt, dann müssen die Eltern andere Lösungen finden.
          Das wird aber noch Jahre dauern...
          lg
          my-opinion

          • Hallo,

            das Wechselmodell wird selten funktionieren.

            Einmal weil meistens die Eltern nicht in einem Ort leben und wegen dem Beruf.

            Hier kenne ich auch ein Kind wo das Wechselmodell praktiziert wird.

            Wenn es beim Vater ist, kümmert sich die Oma, weil eben der Vater arbeitet tagsüber.
            Ob es dann Sinn macht weiß ich nicht. Gut ist das sie die Oma gut kennt da sie eben nebenan wohnt wo sie aufgewachsen ist.

            Schwierig ist es auch wenn Eltern sich nicht im Guten trennen. Die Kommunikation ist dadurch sehr schwer und ein Wechelmodell braucht eine gute Kommunikation und Organisation.

            Nun gibt es eben auch Eltern, wo ein Elternteil sich nicht so gern kümmern mag oder es eben auf das nötigste beschränken möchte. So wie bei mir.
            Der Vater nimmt sie alle 14 Tage einen Tag. Kümmert sich auch da nicht wirklich und ist mit anderen Dingen beschäftigt. Ferien nie ein Wort darüber verloren.

            Urlaub wird genommen, wenn keine Ferien sind. Er hat sein Recht und kann sie auch in den Ferien haben aber nix kommt.

            Und dann kommt noch, das man zwischen zwei Stühle steht, da er nichts dergleichen erwähnt und die Kinds auch nicht wollen. Also was macht man da? Zwingt man nun Vater und Kinder die Zeit miteinander zu verbringen oder läßt man es bleiben.

            Ist nicht so einfach gerade für Kinder nicht.

            LG

    Hups...da scheinst Du irgendwie vergessen zu haben, dass Väter durchaus in der Lage sind Verantwortung zu übernehmen. Und warum dürfen sich Kinder, die den Vater unter der Woche sehen, nicht mit Freunden treffen. Essen sie etwa auch bei den Freunden und schlafen dort? Väter geben Stabilität und haben Rituale mit ihren Kindern. Zudem zeigen schwedische Studien (dort ist das paritätische Residenzmodell normal), dass Kinder die Trennung deutlich besser verkraften, wenn Sie weiterhin beide Eltern zu gleichen Teilen erleben dürfen. Es wirkt sich sogar positiv auf die Noten und das soziale Verhalten aus. Väter sind ebenso wichtig wie Mütter. Ansonsten würde es sie wohl nicht geben. Es gibt hier bei Urbia viele schöne Artikel über die Rolle und Wichtigkeit von Vätern. Vielleicht traust du dich ja sie zu lesen;-)

ich denke, dass es "Früher" so war. Kind lebt bei der Mutter geht alle zwei Wochen zum Vater.

Heute kenne ich - wie ich finde auch zu Recht - vielle Modelle - Jede Woche wechselnd, jedes zwei Wochenende und noch einen Tag in der Woche ... je nach Situation.

Lg
lisboeta

Hallo,

ich kenne mich mit der Thematik glaube ich ganz gut aus, weil es bei mir bis vor kurzem noch täglich aktuelles Thema war und auch gerichtlich festgelegt wurde. Außergerichtlich konnte keine Einigung erzielt werden...

Die "alle 2 Wochen" Regelung ist veraltet und wird von den Gerichten nicht mehr gern gesehen. Dass Kinder JEDES Wochenende beim Vater sind wie unten jemand schreibt ist allerdings auch nicht "üblich" und ich würde als Mutter auch dagegen vorgehen!! Warum sollte sie kein einziges WE dafür aber nur Alltag mit den Kindern haben?? Das macht für niemanden der da beteiligt ist Sinn...

Bei uns hat der Vater die Kinder alle 2 Wochen von Freitag 15Uhr bis Montag früh und in der Woche drauf von Montag mittag bis Dienstag früh. ER wollte sie auch noch JEDE Woche von Mittwoch auf Donnerstag aber da konnte ich erfolgreich widersprechen. Das wäre ein viel zu großes hick-hack... Die Kinder sollen ja nun auch nicht aus dem Koffer leben!

LG

Hallo,
es ist doch immer besser wenn man so etwas aussergerichtlich festlegen kann.

Natürlich müssen da dann mindestens zwei Personen sich noch wie erwachsene Menschen, die wirklich das Beste für ihr Kind erreichen möchten , vorhanden sein.

Aus Deinem anderen Thread konnte ich schon entnehmen das Du diejenige bist die dem Vater nicht den gleichen Umgang mit dem Kind zugestehen möchte wie Du ihn für Dich selbst als selbstverständlich ansiehst. Ziemlich strange.....

Vielleicht solltest Du noch einmal in Dich gehen und überlegen ob Du wirklich das Beste für Dein Kind oder doch nur das Beste für Dich selbst erreichen möchtest.

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