Ich wohne bald 600 km weit weg - Besuche bei Papa??

    • (1) 26.03.14 - 10:04

      Hallo ihr Lieben,

      mein Mann hat mich wegen seiner 20 jährigen Arbeitskollegin verlassen (wir beide sind 34).
      Unsere Maus ist 3.
      Er kommt abends immer zum Duschen (er will bei seiner Freundin nicht duschen, weil sie noch zu Hause wohnt!!).
      Er macht kaum etwas mit unserer Tochter... vielleicht einmal in der Woche ca. eine halbe Stunde Spielen oder Vorlesen.

      In 3 Wochen ziehe ich mit der Kleinen in meine alte Heimat. Das sind 600 km.
      Er hat mir das genehmigt und unterschrieben.

      Wir haben darüber gesprochen, wie er/wir uns das mit den Besuchen in Zukunft vorstellen.
      Er meinte, ER nimmt sich dann Urlaub wenn er sie sehen will und kommt dann zu uns und er will einmal in der Woche mit ihr Skypen.
      Das klingt gut.

      Ich habe aber Angst, wenn wir erstmal weg sind, dass er die Kleine dann zu sich nehmen will.
      Aber sie ist mir dafür noch zu klein!
      Sie war noch nie länger als eine Nacht von mir getrennt und hängt nun auch durch diese schwierige Situation sehr an mir!
      Sie ist sehr weinerlich und hat wahnsinnige Verlustängste.
      Ich werde mit ihr noch eine Therapie beginnen, mich zumindest darüber mal informieren.

      Selbst nächstes Jahr im Januar, wenn dann die Scheidung ansteht, ist sie erst 4!

      Ging es einem von euch ähnlich?

      Versteht mich bitte nicht falsch! Sie braucht ihren Papa, sie soll ihn haben, ich rede auch in ihrem Beisein nicht schlecht über ihn!!!
      Sie soll auch Zeit mit ihm verbringen. Aber mir schnürt es den Magen zu, wenn ich dran denke, dass er sie alleine mit zu sich nehmen könnte und das dann über 600 km von mir entfernt...

      Liebe Grüße!

      • Hallo!

        Zu erst ein mal: Wie kommst du darauf, daß er die Kleine tage/wochenlang mitnehmen möchte? Wenn er sich doch JETZT schon nicht kümmert, warum sollte er es später tun, wenn er "alleine" ist? Wenn er jetzt diesen für ihn angenehmen Zustand nicht mal nutzt, dann kann ich mir nur schwer vortsellen, daß er sich den "Streß" später antun wird?!?

        Und zum zweiten: Du hast Angst, weil die Kleine dann von DIR weg ist. Das ist mMn der falsche Ansatz. Deine Gefühle sollten beim Umgang nur eine untergeordnete Rolle spielen. Euer Kind ist SCHON (und nicht erst) 3 Jahre alt und sollte von die bestärkt werden, auch Zeit mit ihrem Papa zu verbingen - alleine! Sie spürt über kurz oder lang, daß DU ein Problem mit dem Umgang hast und wird dann in einer ziemlichen Zwickmühle stecken. Daher mein Rat: Wenn Vater und Tochter das möchten, stell dich nicht in den Weg - deiner Tochter zu liebe!

        Ich war auch bei beiden Kindern jeweils nach ca. einem Jahr wieder alleinerziehend und habe es nie so empfunden, daß der Vater mir mein Kind wegnehmen würde. Im Gegenteil: Ich habe dem Umgang immer gefördert und habe dann die freien Tage für MICH genutzt. Denn ich war nie "nur" Mama, sondern auch immernoch ein junger Mensch mit Wünschen und Sehnsüchten...

        LG
        Jenny

        Hallo,

        >>Ich habe aber Angst, wenn wir erstmal weg sind, dass er die Kleine dann zu sich nehmen will.<<

        Das Recht dazu hätte er natürlich. Aber mal ernsthaft, glaubst du wirklich, dass er das wahrnehmen würde. Er kümmert sich ja jetzt schon kaum um die Kleine.

        >>Aber mir schnürt es den Magen zu, wenn ich dran denke, dass er sie alleine mit zu sich nehmen könnte und das dann über 600 km von mir entfernt...<<

        Damit wirst du leben müssen, wenn du soweit weg ziehst. Bei so einer großen Entfernung wird der Umgang ja sowieso nicht so oft statt finden, wenn überhaupt.

        Ella

        (4) 26.03.14 - 13:03

        "Ich habe aber Angst, wenn wir erstmal weg sind, dass er die Kleine dann zu sich nehmen will."

        Woher kommt denn diese Angst, hat er davon bereits gesprochen? Etwas angedeutet?
        Er wird doch sein Kind kennen und selber merken, ob sie sehr Mama-fixiert ist und weint, wenn Du länger weg bist? Glaubst Du es ist ihm egal, wenn er sie mitnehmen würde und sie würde dann die ganze Zeit plärren und unglücklich sein?

      • (5) 26.03.14 - 13:35

        Hallo,
        euer Kind ist noch sehr klein. Eine derartige Entfernung kann er nur zurücklegen, wenn er mit der Kleinen mindestens eine Übernachtung plant. So etwas muß gut vorbereitet werden und geht definitiv nicht von heute auf morgen.

        Aber klar, er ist der Vater. SOLLTE er Interesse zeigen und regelmässig die Besuchstermine wahrnehmen, dann ist es eindeutig im Sinne des Kindeswohls, wenn langfristig gesehen die Besuche auch auf das Wochenende und die Ferienzeiten gelagert werden und dann eben über mehrere Tage.
        Ich habe ähnlich wie du anfangs gedacht. Wir haben das Ganze dann wesentlich optimaler gelöst: Die Kinder bleiben bei uns und fertig. Sie sehen uns Beide täglich.

        (6) 26.03.14 - 14:20

        Ich glaube, dass DU das Problem hast und weniger das Kind. Sie hat eine Nacht bisher ohne dich überstanden, dann wird sie auch mal ein paar Tage länger mit ihrem Vater überstehen. Langfristig wird es vermutlich sowieso darauf hinauslaufen (spätestens ab der Schulzeit) , dass ihr euch die Ferienzeiten teilt etc. Er hat das Recht, seine Tochter abzuholen und bei sich zuhause zu haben oder mit ihr zu verreisen.

        Dein Text liest sich aber so, als habe er eher wenig Interesse an seiner Tochter. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er 1200.km für ein WE abreißt, wenn er jetzt schon eher lustlos daherkommt. Die geschickteste Lösung ist da ganz sicher, dass er sie abholt und seine Urlaubstage mit ihr bei sich zuhause verbringt oder einen Kurzurlaub unternimmt.

        Du solltest deine Gefühle in den Griff bekommen! Du klammerst und es schnürt dir den Magen zu......das hat nichts mit deiner Tochter zu tun sondern verunsichert sie nur zusätzlich. Kinder spüren sehr genau Spannungen.

      • (7) 27.03.14 - 06:58

        Und wie ist der eigentliche Plan? Kommt er dann zu Euch und verbringt ein paar nette Tage in deiner Wohnung während du für ihn kochst?
        Ist es nicht auch so, dass er drauf bestehen kann, dass du sie zu ihm bringst da du die Distanz geschaffen hast?

        Ich bin aber auch der Meinung, dass er natürlich das Recht hat seine Tochter zu sich zu holen. Du bist für das Kind ja nicht wichtiger als er. Und wie gesagt, du schaffst die Distanz.

        Grüße
        Sabrina

        • (8) 27.03.14 - 09:13

          Ja wenn er will kann er einklagen das sie entweder die Kosten ganz übernimmt oder hälftig......Und ja er hat auch das Recht das Kind zu sich zu holen, bei der Entfernung muss er aber am Ball bleiben damit das Kind sich nicht arg entfremdet.....

          Und da der Umgang wahrscheinlich wenn bei Ihm nur in den Ferien stattfinden wird.....

      hallo,
      kauf dem als erstes ne Wochenkarte fürs stadtbad, da kann er prima duschen.
      dann lass ihn mal skypen#rofl. na das wird was...
      mach dein ding, zieh in die Heimat und schau wie die dinge sich ergeben.
      lass die zeit spielen und versuche mit dem dann gewonnenen abstand die dinge zu regeln.

Top Diskussionen anzeigen